Lebe Deinen Traum....

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Neuigkeiten:                                                                         

18/02/2012 – 19/02/2012 Ein gemischtes Wochenende, wie die zwei Seiten einer Münze liegt hinter uns. Zunächst der grandiose Samstag wo ich mit „Super“ Mario und Pablo in den Bayerischen Voralpen zum Seekarkreuz 1601m tourte. Zum ersten Mal hat auch Pablo einen Lawinenpiepser, denn zum suchen ist er ja bestens mit seinem „Zinken“ ausgerüstet, aber mit dem senden hauts net so hin. Lawinenwarnstufe 4, also packten wir den Winterweg zur Lenggrieser Hütte an. Eine sich unglaublich in die Länge ziehende Forststrasse, aber dafür halt absolut Lawinensicher. Dennoch landschaftlich eindrucksvoll, zuerst im Schlucht artigen Talgrund und dann beim weiteren Höhengewinn fantastische Blautöne des klaren Himmels im Kontrast zur wunderschönen Winterlandschaft der verschneiten Bäume. In der Sonne erreichten wir die komplett unter Schnee stehende Hütte. Ab hier, was mich schon wunderte keinerlei Spur mehr. Für Pablo begann eine grausame Wühlerei, wo er bis zu den Ohrwascheln versank. Mühevoll kämpften wir uns den Kamm empor, in die NW Flanke wagten wir uns nicht, da selbst bei unserer flachen Route massive Spannungsgeräusche zu hören waren, es war wirklich kritisch. Erst im oberen Teil, wo wir aus dem Hochwald kamen war der Kamm verblasen und für Pablo wurde es leichter. Wenige Meter am traumhaften Grat und wir standen am aussichtsreichen Gipfelkreuz. Das Panorama sensationell, wie auch die angenehmen Temperaturen. Der Pulver hielt sich trotzdem perfekt und so konnten wir ohne Probleme wieder über unseren sicheren Kamm zur Hütte abfahren. Das Radler war mehr als verdient und wir konnten sogar auf der Terrasse im freien sitzen und den „Himmel der Bayern“ genießen. Skitourenherz was willst Du wieder einmal mehr! Die restliche Abfahrt auf der geräumten Straße war dann easy und auch Pablo konnte hier so richtig nach Pyrenäenberghundlust fetzen. Natürlich wie immer ein uriges, farbenfrohes Video dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=oEnz_l6jB_A .  Am Sonntag, bei schon Regen vor der Haustüre mit dem nicht zu stoppenden Fudy zu unserem Hausberg Wolfskopf in de Trauchbergen gedüst. Gut das es hier wenigstens schneite und so wurde der Aufstieg noch recht angenehm. Auch die Schneeverhältnisse waren noch richtig gut und so konnten wir nach einer kurzen Gipfelbrotzeit und einem im Schnee rumkugelten Ringkampf (unentschieden…) im besten Pulver hinab schwingen. Ein paar Stürze rundeten das Chaotische Abfahrtsvergnügen so richtig ab. Da kann ich doch mal wieder richtig zufrieden sein und in die neue (Stöhn….) Arbeitswoche starten. Vielleicht geht ja mit dem Gleitschirm wieder einmal was!  

 

14/02/2012 – 16/02/2012 Wieder zwei schöne Abendaktionen absolviert und dabei einen Jahrhundertsturz fabriziert. Am Dienstag durch die optimale Tiefschneelage zum Zwiesel aufgebrochen. Problemlos erreichte ich den herrlichen und aussichtsreichen Gipfel. Beim Aufstieg marschierte ich schon an der obersten Alm an den Stacheldrahtzäunen entlang und überlegte mir schon eine günstige Abfahrtsroute, offenbar nicht gut genug. Mit Vollgas rauschte ich den obersten Hang hinab, um dann linksseitig an der Alm vorbei zu brechen, doch auch da war ein Stacheldraht, was ich erst im letzten Moment sah und so eine ruckartige Korrektur vornahm. Diese Richtungsänderung führte dazu dass ich dem vor mir (plötzlich) auftauchenden Holzzaun nicht mehr ausweichen konnte. Von 50 Km/h auf 0  in einem Schlag, der Irrsinn. Beide Fersenautomaten lösten aus( zum Glück, hab ich selbst eingestellt) und ich flog in einer perfekten Flugbahn, ohne Landeeinteilung gut 8m weit in den weichen (auch Glück) Tiefschnee. Verdutzt kontrollierte ich ob noch alles „dran“ war und schaute nach den Tourenski, alles ok. Na dann, so ein Endgeiler Sturz…..Yeaaahhh! Rein in die Bindung und runter ins Tal durch perfekten Pulver. Wenn das mal keine Abendskitour ist. Gestern noch, bevor das Tauwetter zuschlägt, auf den Heiglkopf gestürmt. Klarer Himmel und eine perfekte Aufstiegsspur machten es mir leicht. Auch die Abfahrt im immer noch sauguten Pulver ein Traum, vor allem weil so viel Schnee liegt das es endlich einmal funktioniert direkt durch den oberen Wald abzufahren. So mag ich es, nur leider schauts am Wochenende gar nicht so gut aus und hinzu kommt eine Lawinenwarnstufe 4, mal sehen was wir da noch reißen können. Als Schmankerl nochmals ein walk and fly Video aus dem goldenen Herbst des letzten Jahres vom Tristenkopf im Bregenzerwald  http://www.youtube.com/watch?v=JniEthbT6mw , vielleicht geht ja nächste Woche der erste Sunsetflug 2012!

11/02/2012 – 12/02/2012 Endlich wieder mal volles Programm nach Maß. Am Samstag zunächst mit Martin Goth, der seit sage und schreibe knapp 25 Jahren keine Skitour mehr gemacht hat und natürlich unserem unermüdlichen Pablo in die Ammergauer zur Bleick gefahren. Der Aufstieg kühl, aber windgeschützt. Im oberen Teil dann der Traum beim Übergang aus dem Nebelmeer in die strahlende Sonne. Ein Farbenmeer aus Blautönen ohne Gleichen, der Hammer. Martin kämpfte sich tapfer durch den Hüfttiefen Schnee, bis Ihm dann am Gipfelaufbau die Felle abgingen und war da nicht was mit 25 Jahren, eben – auch die Ausrüstung ist aus dieser Zeit….. Ich schnappte mir schnell schulternd seine Ski und spurte den Rest zum Gipfelkreuz hinauf. Ohne Ski hoffnungslos versinkend erreichte dann auch Martin den Gipfel, allen Respekt von meiner Seite an den „Kämpfer“! Am Kreuz war es bei eisigem Wind kaum auszuhalten und so packten wir flott die Abfahrt an. Der Pulver hielt sich in der steilen Nordflanke erstklassig und so bekamen wir einen besonders gigantischen Abfahrtsgenuss. Bei Martin, wie soll es auch anders sein, brach dann der alte Fersenbacken der Bindung und mittels einer Soforthilfe meiner seits konnte er die Fahrt fortsetzen, sprich ich konnte mit dem Fangriemen das Teil fixieren und es hielt dadurch bombig bis zum Parkplatz. Hut ab, so eine Tour nach 25 Jahren Abstinenz!  Auch Pablo hatte seinen Spaß (dem kanns eh nicht kalt genug sein) und er konnte mit einer Labradorhündin ordentlich flirten. Das passende Video dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=dS-fClliRB4 . Der Sonntag sollte dann Wettermassig noch besser werden, vor allem auch noch wärmer sein und so fuhr ich mit „Kampfschwein“ Fudy und Pablo in die Lechtaler zur 2291m hohen Engelspitze. Am Parkplatz trafen wir uns mit Florian, wie auch Fetzenflieger Frank und so trat eine schlagkräftige Truppe an diesen Traumberg zu erklimmen. Die Verhältnisse konnten nicht besser sein, nur das wir im Zustieg uns etwas „verdrifteten“, aber letzten Endes erreichten wir die Hauptroute, was vor allem für Pablo gut war, denn im ungespurten Tiefschnee stollte er katastrophal. Von einer nahezu perfekten Stimmung begleitet arbeiteten wir uns den herrlichen Westrücken empor. Der Gipfel kam immer näher, der Kamm wurde enger und Fudy konnte sich mit seinen langen Lattn bei den Spitzkehren ärgern, aber wenig später standen wir alle am aussichtsreichen höchsten Punkt. Das Panorama sensationell und heute so angenehm dass wir es am Gipfel aushalten konnten. Einem Tasserl Glühwein stand somit nichts im Wege. Die Abfahrt machte dann so richtig Spaß und jeder bis auf Flo (allerhand..) hatte den obligatorischen Sturz. Fudy musste auch mal austreten und machte den Fehler aus den Skiern zu steigen. Ich krallte mir gleich einen und fuhr ein paar Schwünge hinab, so dass Fudy (fluchend) monoskitechnisch die Verfolgung aufnehmen musste. Mann, sind wir gemein! So macht Skitouren gehen Spaß, ein bunter Trupp aus sportlich starken Charakteren und eine Mordsgaudi bei der Abfahrt, wo jeder was zum Lachen hat! So muss es sein! Auch hierzu ein geniales Video unter http://www.youtube.com/watch?v=j28-6mUz6UU . Dann auf in die neuerliche Abendskitourenwoche, denn irgendwas geht immer!

07/02/2012 – 09/02/2012  Eine spannende Abendskitourenwoche liegt hinter uns. Am Dienstag mit Fetzenflieger Frank Lupke mal zu einem neuen Ziel, dem Hausberg in Garmisch mit der berüchtigten Drehmöser 9 Hüttn. Der Aufstieg in doppelter Hinsicht sensationell, zum einen eine digitale Beschilderung wie auf der Autobahn und zum anderen mit Konditionsbolzen Frank flotten Schrittes, alles überholend den Berg hinauf. So mag ichs!  In der wirklich gemütlichen (zumindest Abends) Drehmöser 9 Hüttn gabs dann sogar (ich traus mich kaum sagen) eine, Gulaschsuppn (WAHNSINN!). Die Abfahrt im oberen Teil (schwarz) etwas eisig, aber ansonsten schön zum carven. Am Mittwoch dann mit „Super“ Mario und Stephan (auch Baustellen gestraft wie ich) auf unseren beliebten Klassiker Hörnle. Stimmung, Verhältnisse alles perfekt…..wäre da nicht, na Ihr wisst schon mein „Freund“ auf der Hörnle Hüttn. Diesmal übertraf er sich selbst, denn außer Debreziner gab es Überhaupts nichts mehr. Toll, eine Hütte direkt am Lift kann nicht für Nachschub sorgen…..ohne Worte. Die Abfahrt dafür die Entschädigung gleich im Anschluß. Genuss pur und dazu ein strategisches Vernichtungsumfahren gegen den armen „Super“ Mario aus dem Hinterhalt (1:0 für mich). Zu guter Letzt noch gestern Abend im Neuschneefall einen Blitzspeedaufstieg auf den Blom und schon ist die Woche perfekt abgerundet. Dazu noch der Spaß mit dem neuen Ski, der sich auf allen Untergründen bestens bewährt hat. Mal sehen was die Lawinenwarnstufe fürs Wochenende bereit hält und dann würd ich sagen: Pack mas!

03/02/2012 – 05/02/2012 Wahnsinn was uns die Kälte so ermöglicht. Auf alle Fälle schon einmal günstige Voraussetzungen für Touren in höhere Lagen, nachdem sich der Schneeaufbau verfestigt hat. Zunächst aber am Freitag nochmals den Blom erstürmt und an der vereisten Piste hat sich seit dem letzten mal nichts geändert, ebenso dringend notwendig ein Gesichtsschutz. Auf alle Fälle eine perfekte „Speed“-Abendtour. Danach genug Zeit sich um unser neues Spielzeug zu kümmern, einen Dynafit Guide (mal ein längerer und vor allem breiterer Ski) mit einer Marker F10 Bindung. Na, da habe ich mir eine saubere Suppe eingebrockt, denn auf der Dynafit Internetseite steht folgendes:  Dieser Tourenski wurde in Zusammenarbeit mit den 4 größten europäischen Bergführer-Verbänden (Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich) speziell entwickelt, um allen Herausforderungen gerecht zu werden, denen ein "Guide" tagtäglich am Berg begegnet. Sein flacher Taillierungsverlauf vorne und der kleine Radius im hinteren Teil des Tourenskis sorgen für Präzision in jedem Gelände und bei verschiedenster Schneebeschaffenheit. Der Skikern besteht aus einer Paulownia-Buche-Bambus Holz Konstruktion. Bambus ist ein sehr langfasriges Holz. Der Kern wird durch den langen nach vorne gezogenen Untergurt mit zusätzlicher Carboneinlage (27% höherer Carbonanteil) optimal unterstützt. Diese Kombination führt zu maximaler Laufruhe bei hohen Geschwindigkeiten und im schwierigen, eisigen Gelände. Ergebnis sind höhere Torsionssteifigkeit und ein maximaler Rebound, aber weniger Fehler verzeihend. Der Guide Ski muss daher in der Schwungeinleitung genauer geführt werden. Der Guide Ski ist somit für fortgeschrittene Skifahrer (Guides) ausgelegt. Wunderbar für fortgeschrittene Fahrer und kaum fehlerverzeihend, besser geht’s nicht. Am Samstag wie üblich schuftend auf meiner Baustelle gewerkelt (ächz…) und am Sonntag dann gemeinsam mit Diana, „Super“-Mario und Pablo in die Lechtaler. Testgebiet der Wärme halber eine Südseite mit vielen weiten Flächen. Ideal also für den Skitest wobei auch Diana mit einem auf Ihr Gewicht abgestimmten Elan Ski mit Diamir Bindung an den Start geht.  Am Parkplatz eisige Kälte, aber nach ein paar Metern in die wärmende Sonne der Südseite wurde es richtig angenehm und ein Traum Skitourentag nahm seinen Lauf. Bestens gespurt ging es über das mehr als aussichtsreiche Kelmer Jöchl in den Gipfelkessel der Hinteren Steinkarspitze. Der fantastische Südosthang endete in einigen Spitzkehren, war aber an Eindruckskraft kaum mehr zu toppen und so erreichten wir zufrieden das Gipfelkreuz. In einer geschützten Sitzmulde gönnten wir uns dann einen heißen Glühwein und schauderten vor der Premierenabfahrt. Pablo war natürlich wieder der Superstart und schnorrte von etlichen Tourengehern die Brotzeit.  Dann war es soweit, wir packten die Abfahrt an und was will und soll ich sagen. Diese Lattn ist der totale Hammer. Trotz Breite und Länge war es ein leichtes den Ski durch den Pulver zu führen. Der Auftrieb gigantisch, auch in den harten Gleitstücken bei hoher Geschwindigkeit immer stabil und bestens kontrollierbar. Das war wohl der absolute Glücksgriff, Dank an Fudy der mir das Teil mitgebracht hat!!!! Auch für Diana lief es schon besser, allerdings fehlt es nun noch am passenden Tourenschuh, denn der jetzige lässt Ihr einfach zu viel Luft um die Ski richtig zu führen. Mario lieferte natürlich (wie immer) eine souveräne Leistung ab, sowohl im Aufstieg wie auch bei der Abfahrt, einfach „Super“ – Mario halt! Ohne Sturz erreichte ich den Parkplatz, eigentlich eine sauerei, denn eine Skitour ohne Sturz…….aber was solls, wir hatten alle unseren Spaß und das war sicher nicht die letzte Aktion. Das Endgeile Video zur Tour unter: http://www.youtube.com/watch?edit=vd&v=qsRAHDbgYCA . Dann mal auf in die neue Woche und die Abendskitouren warten schon!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

01/02/2012 Schön zapfig kalt ist es und es bleibt auch so. In dem Falle laufen alle unsere sonst so „Schneegeschwächten“ Abendtouren Programmgemäß. Am Dienstag mit der „Jamaika-Kampftruppe“ bestehend aus Evgheni, Knut, Mario und mir auf den Blomberg getourt. Der Wahnsinn was da abging, noch nie habe ich so viele Tourengehen an diesem Berg gesehen, klar Dienstag ist neuerdings hier Tourentag, aber sowas. Der Aufstieg knackig und teilweise rutschig durch die ziemlich eisige Piste. Die Abfahrt ebenso anspruchsvoll, wie spannend. Für Evgheni immerhin die erste schwarze Piste (Sturz inklusive…).  Wir hatten auf alle Fälle unseren Spaß (siehe Bild….) und so kann es ruhig weiter noch gehen!

29/01/2012 Gut das ich letzte Woche mit Knut noch das schöne Wetter ausgenutzt habe, denn der Samstag war Wettertechnisch geradezu ideal um im zukünftigen Eigenheim zu werkeln. Allerdings mit den üblichen Nebenwirkungen, auf Deutsch am Abend komplett am A….., aber was solls Bewegung ist alles und so packten wir am Sonntag noch eine gemütliche Skitour an. Gemeinsam mit Diana, dem  unermüdlichen Fuddy und natürlich Pablo nach Oberammergau zum Aufacker. Nachdem die Tour mir zuletzt so gut gefallen hat wollte ich es einfach noch einmal gemeinsam  in der Gruppe erleben und die Verhältnisse waren soweit ganz gut, nur der untere Teil war etwas Hart. Der obere dagegen ein Traumteppich aus bestem Pulver, so soll es sein. Die Tour selbst im Nebel, aber völlig allein, außer ein paar wenigen Skispuren der letzten Tage. Die Abfahrt ein Kracher mit einigen spektakulären Stürzen. So macht Skifahren Spaß…..also auf in die neue Woche und eine Abendaktion geht bestimmt!

25/01/2012 – 26/01/2012 Eine weitere Woche geht zu Ende und endlich entwickelt sich in unseren Bergen eine „normale“ Winterlandschaft. Dem entsprechend musste ich natürlich raus und so packte ich mittwochabends wieder einmal das Hörnle. Eine Sternenklare Nacht und eine warme Griesnockerlsuppn verschönerte die Unternehmung noch um einiges. Auch die Abfahrt am pulvrigen Pistenrand ein Schmaus. Da anscheinend am Wochenende wieder schlechteres Wetter ansteht war es klar den Donnerstag noch so richtig aus zu nutzen und am Nachmittag frei zu nehmen. Gemeinsam mit Knut, der sich (ohne es zu wissen) auf seine erste „echte“ Skitour im offenem Gelände einließ. Im völlig verschneiten Graswangtal hinter Linderhof gingen wir die Weitalpspitz 1870m an. Parken mussten wir mitten in der Straße weil seitlich schon eine 1,5m hohe Schneewand stand und deren Überwindung schon das erste große Problem schon zu Fuß darstellte. Wenig später gingen wir bereits in der Sonne, welch ein Traum. Pulverhänge ohne Ende geleiteten uns durch den Wald empor bis sich das Gelände lichtete. Die Umgebung eine grandiose Winterlandschaft und der gerade noch herausragende Kamin einer Alm zeigte uns nahezu 3m Schnee an - Der Hammer! Über den Gratartigen Kamm entlang erreichten wir schließlich das kleine Gipfelkreuz. Das Panorama wieder einmal überwältigend und der halbe Urlaubstag hatte sich mehr als rentiert. Die Abfahrt die Herausforderung für Knut, denn das bestimmt nicht Anfängertaugliche Gelände ist für Ihn, der noch nicht oft im Tiefschnee mit den Ski unterwegs war, ein ernsthaftes Problem. Aber nach den ersten paar Versuchen mit einigen Stürzen, wo ich mich auch fröhlich dazu gesellte, ging es schon ganz gut. Insgesamt eine Wahnsinnsabfahrt und das auf einer Südseite, Skitourengeherherz was willst Du mehr? Dabei natürlich noch allergrößten Respekt an Knut, der hier echte Kämpferqualitäten bewiesen hat. Das mehr als fantastische Video dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=FL5L0GULxwA !!!!

21/01/2012 – 22/01/2012 Zurzeit spielt das Wetter einfach nur komplett verrückt, das stürmische Wochenende ist wohl ein gutes Beispiel für die fatale Situation. Am Samstag dadurch erst recht losmarschiert. Gemeinsam mit Pablo nach Oberammergau und über den Sommerweg auf den Aufacker gespurt. Dabei mussten wir uns durch meterhohe Schneeverwehungen kämpfen, der Wahnsinn. Nur wenige Minuten hielten wir es am vom Sturm um peitschten Gipfel aus. Obwohl sich hier  alles auf der Südseite abspielte Pulverschnee ohne Ende und die anschließende Abfahrt auf der Winterroute für diesen Waldberg der Hammer.  Über einen Rücken zieht sich eine mehr oder weniger breite Schneise hinab und erlaubt fantastisches Wedeln in bestem Pulver und im unteren Teil wird es dann sogar komplett frei und bietet mit einem letzten Megahang über Oberammergau den perfekten Abschluss dieser Tour. Kaum am Auto wieder angekommen begann der Schnee in Regen zu übergehen. Das wars dann mit der Herrlichkeit. Die Traumhafte Winterlandschaft könnt Ihr auch hier unter http://www.youtube.com/watch?edit=vd&v=tnZT0MSqt7U zum Abschied sehen. Am Sonntag war es klar dass wir in den totalen Sumpfschnee starten. Mit dabei Diana, Bartl (zum ersten Mal eine Skitour bei Tageslicht), Fuddy ( die Olchinger Kampfsau) und natürlich Pablo! Ziel war wieder einmal der Schönkahler, da hier wenigstens statt Regen, Schneefall zu erwarten war.  Allerdings haute es uns mit Orkanböen fast von der Route. Erstes Opfer wurde unser „Leichtgewicht“ Bartl den es glatt umhaute. Im Schutz der Alm unterhalb des Gipfelaufbaues warteten Diana und Bartl auf unsere Rückkehr während Fuddy, Pablo und ich uns noch bis zum Gipfel hinauf weiter kämpften wo sich der Sturm mit aller Gewalt über uns entlud. Kaum die Digicam war noch in Händen zu halten. Pablo dagegen wälzte sich ständig frohen Mutes im Eis, je grausiger und kälter, desto lieber hat er es!  Die Abfahrt in großen und ganzen noch richtig guten, allerdings teilweise verharschten und des Öfteren sauschweren Schnee. Alle hatten wir unseren obligatorischen Sturz, da wir wissen eine Skitour ohne Sturz……., aber Bartl zog mit seiner Show dann alle Facetten der Sturzmöglichkeiten gnadenlos und unbarmherzig durch. Hier gleich mal ein Dank an Diana, die Bartl nicht alleine ließ und dadurch auf den Gipfel verzichtete, wie auch allen Respekt an den unkaputtbaren Fuddy der selbst unter den widrigsten Bedingungen noch was zu lachen findet und nicht zu vergessen der unermüdliche Bartl, der immer wieder nach noch so vielen Stürzen wieder auf die Beine kommt und es weiter probiert. Aber es wird immer besser und noch so ein paar Touren und es läuft auch bei Ihm so richtig rund. Selbst Diana hatte früher mit schlechtem Schnee so Ihre Probleme und fährt jetzt souverän durch den „Batz“ ab! Mal sehen was diese Woche noch überbleibt von unseren Abendskitouren…ich glaube leider nicht mehr allzu viel! 

Hier auch nachträglich die Skitouren Videos der letzen Wochen: 

Der Skitourensaisonstart am Spieser 

http://www.youtube.com/watch?v=Le6wuil7M0s

Einsame Südflanke am Pistenberg Breitenberg

http://www.youtube.com/watch?v=7efi73xQryo

Skitour auf unseren Hausberg Hochwildfeuerberg 

http://www.youtube.com/watch?v=QuEPo3Acilk

Traumtour im Karwendel auf den Schafreuter 

http://www.youtube.com/watch?v=gqylCAOZZek

Die Kampftour auf den Schönleitenschrofen 

http://www.youtube.com/watch?v=_YReWHrLUoo

Skihochtour in die Tuxer zum Hirzer 

http://www.youtube.com/watch?v=Gzpm6HlQyNM

17/01/2012 – 18/01/2012 Nachdem sich heute wieder Schmuddelwetter einstellt war es klar die letzten Traumtage voll und ganz auszukosten. Zuerst am Dienstag mit Victor, Evgheni mit seiner brandneuen Skitouren Ausrüstung und Bartl aufs Hörnle. Der Weg dorthin wohl für die „Teilnehmer“ Hart und Steinig. Der „böse“ Norbert hat wieder mal Opfer gefunden…..Zuerst musste Victor mit Schmerzen in den Beinen leider kapitulieren und zum Parkplatz zurück absteigen. Bartl marschierte derweil tapfer alleine voraus der Hörnlehütte entgegen. Evgheni kämpfte unterdessen eisern am Rande der Erschöpfung, ohne dabei an ein aufgeben zu denken. Mit einigen Verschnaufpausen gelangte auch er zur wohlverdienten Hütteneinkehr. Na also, geht doch. Beim nächsten Mal läuft es sicher schon ein bisschen besser. Mit Suppn und Radler gestärkt packten wir die Abfahrt an. Für Evgheni eine weitere Herausforderung da er seit Jahren nicht mehr auf Ski stand, aber siehe da nach den ersten holprigen Schwüngen lief es gleich Astrein. Auch Bartl wedelte souverän die Hänge hinab, ohne dabei sein Publikum zu vergessen und präsentierte wie üblich die berüchtigte „Bartl Show“. Gestern dann vor Eintreffen der Regenfront noch einen speed auf den Blomberg hingelegt. Wieder einmal herrliche Abendstimmung und im oberen Teil guten Schnee, während das Mittelstück etwas haarig wurde, dennoch insgesamt eine geile Abfahrt. Am Wochenende wird wohl wieder eine saubere Ladung Neuschnee kommen, also sehen was dann geht und die Lawinensituation abwarten.

13/01/2012 – 15/01/2012 Einfach nur Hammer! Ein Wochenende mit einem Superlativ nach dem anderen. Zuerst am Freitagabend nach Garmisch gefahren und gemeinsam mit Diana, Jürgen samt Frau, die hier souverän Ihre erste Skitour absolvierte und Bartl zum Eckbauer aufgestiegen. Im unteren Teil an der imposanten, im Dunkeln beleuchteten Skisprungschanze vorbei. Danach in herrlich, kuppen artiges Gelände, das mit Traumpulver und offenen Lichtungen zur Seilbahnstation empor führt. Oberhalb noch ein Gipfelkreuz und ein verschlossenes Wirtshaus. Hüttenabend am Freitag von 17 – 22 Uhr, das ich nicht lache. Im Internet kein Hinweis, wie auch am Start des Skitourenlehrpfades, echt höchst professionell, aber was Solls alle kamen glücklich am Gipfel an. Die Abfahrt vor allem im oberen Teil absolut herrlich, natürlich integriert die berühmte „Bartl Show“ mit einigen Glanzstürzen! Zumindest kehrten wir dann in Garmisch noch ein und wurden begrüßt mit: Sprechen Sie deutsch? Wahnsinn, wo sama denn? Am Samstag dann ein weiteres Traumerlebnis. Zusammen mit Diana und Günther zur altbekannten Scheinbergspitze 1926m in den Ammergauern. Eine ideale und vor allem sichere Tour bei besten Schneeverhältnissen. Bestens gespurt so dass auch Günther mit den Schneeschuhen problemlos voran kam. Ich marschierte derweil voraus da ich nicht nur den Skigipfel besteigen wollte. Kaum an diesem angekommen querte ich mit Pablo weiter zum Skidepot und stieg in den steilen, vereisten Grat ein. Im Schlussstück durchaus heikel, so dass ich Pablo am Drahtseil sichern musste, aber allen Abgründen zum Trotz erreichten wir stolz den Gipfel. Ein Bergführer mit Pickel und Steigeisen meinte nur das er noch nie an dieser Route einen Hund gesehen hat. Der Abstieg hatte es ohne Steigeisen dann nochmal richtig in sich. Rückwärts runter und dabei Pablo sichern und auch haltend das er mich nicht aus dem Stand ziehen konnte. Am Skigipfel warteten Diana und Günther mit einer Brotzeit. Dass die Abfahrt in dem gigantischen Pulverschnee geradezu unverschämt schön war brauche ich eigentlich gar nicht mehr erwähnen. Am Sonntag dann ab in die Tuxer Alpen, denn es wurde Zeit was Höheres zu packen. Mit „Fudy“ Stefan Fuderer und Pablo ins Wattental zum 2725m hohen Hirzer. Die Zufahrtsstraße zum Ausgangspunkt war ohne Ketten befahrbar und perfekt geräumt, das Wetter zapfig kalt, aber gigantisch schön und auch die Lawinengefahr war zurück gegangen, also was wollten wir mehr. Über unwahrscheinlich schöne Hänge schraubten wir uns über schön gelegene Almen in höhere Gefilde hinauf. Pablo hatte wieder einmal mit stollenden Pfoten zu kämpfen, während meine noch feuchten Tourenfelle der gestrigen Tour, zu vereisen begannen und abgingen. Na super! So ginge ich wühlend einen Gratast zu Fuß empor, ehe die Sonne den Fellkleber wieder trocknete und ich doch wieder mit Ski weiter gehen konnte. Das Ambiente ein Traum sonders gleichen und den technischen Ausfällen zum Trotz erreichten wir nach 3 Stunden und 20 Minuten den eisigen Gipfel. Allen Respekt an Fudy der sich flott zum Skihochtourengeher mausert, sowohl konditionell wie auch technisch 1a! Ein Panorama zum ertrinken umgab uns, nur der eisige Wind verhinderte einen längeren Aufenthalt am Gipfel. Die Abfahrt ein Pulvergenuss in Vollendung, nur Pablo kämpfte sich etwas langsamer durch den Tiefschnee. Im Wirtshaus am Ausgangspunkt geschah es dann: Ich bekam eine Gulaschsuppe, das ich das noch erleben darf! Mit so einem Wochenende schockt einen die neue Arbeitswoche gleich einmal gar nicht. Wir können immer wieder nur dankbar für diese Erlebnisse Abenteuer sein!!!!!!

10/01/2012 – 11/01/2012 Immerhin geht zwischen Stress und Arbeit immer noch eine gemütliche Abendtour. Glücklicherweise war ich diese Woche nicht am Kolben, wo sich das Filmteam von bergauf bergab aufhielt und somit eine wusselige Massenveranstaltung geboten war. Zuerst gelang mir am Dienstag das Hörnle (wie so oft…) und diesmal konnte ich von der Talstation aus direkt losgehen, es lag genug Schnee. Im oberen Teil sogar beste Verhältnisse, so dass auch die Abfahrt dementsprechend Spaß machte und ich zehn nach sechs schon wieder beim Auto eintraf. Vorgestern dann mit viel Hoffnung auf Weißes Glück zum Heiglkopf gestartet. Die Ostflanke wesentlich Schneesicherer als die Westseite und so war es möglich die Tour komplett vom Parkplatz aus mit Fellen zu begehen. Der Schnee überraschend locker, kaum ein Ansatz von Bruchharsch und somit erreichte ich problemlos den Gipfel. Die Stimmung mystisch, spektakulär und so gelangen mir fantastische Nachtaufnahmen. Die Abfahrt noch relativ gut und weich, was wohl durch die Plusgrade der Fall war. Dennoch brauchen wir an den Alpenrandgipfeln noch eine bessere Unterlage. Das Wochenende schaut auf den ersten Blick schon mal ganz gut aus, machen wir was daraus!!!!

06/01/2012 – 08/01/2012 Na das war ja wohl wieder ein Wochenende nach „Vom Winde verweht“ , dazu noch mit einer enorm kritischen Lawinensituation. Dennoch konnte ich Planmäßig meine Touren durchziehen. Zuerst am Freitag, nachdem ich Feiertagsdienst schieben musste noch zur Abendtour auf den Blomberg und siehe da es geht einmal wieder. Im oberen Teil fantastischer Pulver, der nur an den beiden Steilstufen etwas verblasen war. Der dazu passende Sturm war natürlich dementsprechend stark, aber Hauptsache was gemacht. Am Samstag dann der Härtetest mit Pablo in den Ammergauern am Schönleitenschrofen. Dieser Gipfel taucht in keinem Führer als Skitour auf, was wohl auf Grund des ausgesetzten Gipfelaufbaus durchaus nachzuvollziehen ist. Zunächst marschierten wir einen endlosen, aber vor Lawinen sicheren Forstweg zum vorderen Mühlberger Älpele. Die Spurarbeit im Knietiefen Schnee wurde immer anstrengender und als wir den darüber liegenden Sattel erreichten und auf die Südseite wechselten ertranken wir im Triebschnee. Pablo hatte ordentlich zu kämpfen, ehe wir die letzte Einschartung vor dem markanten Gipfelaufbau erreichten. Die Hänge brachen extrem steil zur Kenzenhütte ab und beim queren war klar das hier aber auch schon gar nichts hält und alles auf einer alten Harschschicht sofort abgeht. Lawinenwarnstufe 4, da haben wir sie! Mir stand der Schnee buchstäblich bis zum Hals, ein weiterkommen mit den Tourenski unmöglich. So kämpfte ich mich mit Pablo zum Grat in sicheres Gelände hinauf, um mehrmals an Felstürmen in den Abgrund zu blicken, sauerei, denn dadurch mussten wir immer wieder zurück und unterhalb unangenehm queren. Allen Problemen zum Trotz standen wir dann vor der letzten Wandstufe und die war so verblasen das eigentlich Steigeisen angesagt wären, doch die harten Skitourenstiefel taten es auch  und so werkelten wir uns auch dieses Stück empor um am Grat von einem Orkan empfangen zu werden. Auf allen vieren krochen wir zum Kreuz hinüber, der Wahnsinn. Der Abstieg ebenso spannend, wie auch grenzwertig. Zum Glück fanden wir unterhalb des Grates eine Windgeschützte Grotte, wo wir Brotzeit machen konnten. Die Abfahrt vom Skidepot aus den Schneeverhältnissen entsprechend ein einzigartiger Traum, der die Schufterei rechtfertigt. Eine Winterlandschaft wie aus dem Bilderbuch, so muss es sein. Auf den unverwüstlichen Pablo bin ich natürlich besonders stolz! Der vom Wetter noch mehr abstürzende Sonntag wollte auch genutzt werden und so versuchte ich mich am gewohnten Hausberg Wolfskopf. Wie es der Zufall will verschlug es noch einen Skitourensüchtigen an den Ausgangspunkt, den Thomas! So machten wir uns gemeinsam auf den Weg und spurten durch den Tiefschnee dem Gipfel entgegen. Respekt an Thomas, konditionell fehlt sich da nix und wie in diesen Tagen üblich fällt der Aufenthalt am Gipfel kurz aus. Die Abfahrt im oberen Teil gschmeidig, mit ein paar Sprüngen. Im Waldstück dann ohne Unterlage ein gefühlvolles durchmogeln zwischen Felsen und allerhand Gehölz. Insgesamt eine gute und vor allem sichere Tour! Ich denke mit Thomas gehen bestimmt noch ein paar gscheide Unternehmungen. Allerdings soll es diese Woche schon wieder wärmer werden, was ist das für ein Winter?

03/01/2012 Unglaubliche, schockierende news vom Kolbensattel. Nachdem ich auf der Hörnlehütte seit Jahren einen verzweifelten Kampf um die Gulaschsuppn führe (ohne Erfolg….), war ich in der letzten Saison immer froh um die hervorragende Gulaschsuppn auf der Kolbensattelhütte. Nun gab es Ende letzten Jahres einen Pächterwechsel und da ich zuletzt nur einen Glühwein an der Schneebar inhalierte wurde mir die Tragweite dieser Umstellung noch nicht bewusst. Gestern dann nach einem gewohnt flotten Speed/Ratsch Aufstieg mit Frank Lupke, mit unbändiger Vorfreude in die Hütte gestürmt um festzustellen dass es keine Gulaschsuppn mehr gibt (AAAHHHHRRRGGGLLLL!!!). Hergott noch mal was ist denn in Bayern los, eine Gulaschsuppn war früher doch absoluter Standard! Trotzdem möchte ich positiv erwähnen dass die selbst gemachte Kartoffelsuppn erstklassig gewürzt ist und wirklich gut schmeckt. Nach diesem insgesamt traumatischen Erlebnis konnte uns die Abfahrt wieder versöhnen, denn in der von der Pistenraupe präparierten Bahn ließ es sich gigantisch gut abfahren. Trotz der warmen Temperaturen gelang es uns so bis zum Parkplatz ohne Belagsschäden abzufahren. Hoffnung auf Schnee besteht in den nächsten Tagen und vielleicht gehen dann auch ein paar andere Abendskitourenklassiker wieder.

31/12/2011 – 01/01/2012 ich hoffe Ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Ich konnte sozusagen buchstäblich ins neue rutschen. Zunächst in einem Traum aus über 1,5m Pulverschnee an der Bleick in den Trauchbergen, wohl auch weil ich gleich frühmorgens bei Schneefall dort startete und es erst im Lauf des Vormittags in Regen überging. Dazwischen konnte ich mit Pablo spurend den Gipfel erreichen und im Anschluss daran eine Traumabfahrt nach Unternogg einstreichen. Verhältnisse wie wir es nur wünschen können, nur leider zurzeit einfach zu selten. Das mich dabei Pablo wieder einmal in einen Megasturz verwickelte war ja klar. Ich brauchte gut 10 Minuten meine Ski wieder auszugraben. Beim nach Hause fahren schwand der Schnee schon trauriger weise in den Fluten dahin. Am Sonntag der Lawinenwarnstufe zum Trotz gemeinsam mit Stefan Fuderer (Fudy) ins Allgäu gefahren und uns mit Pablo am Edelsberg versucht. Ein Gipfel der Trotz einer freien Fläche am Gipfel noch zu verantworten ist. Zu aller erst aber schickte ich Fudy in den „Stresstest“ , in eine Klamm wo es galt einen Wasserfall mehrmals mit den Fellen zu überwinden und danach über eine bis zu 40° schmale Steile Rinne mittels Spitzkehren wieder den Normalweg zu erreichen. Kein zaudern, kein mosern, da kann ich nur sagen souverän, auch wenn Ihm der Schweiß auf der Stirn stand. Wer zukünftig schwere Touren meistern will muss halt etwas robuster sein und er lacht immer noch……Danach konnten wir über den Normalweg weiter in sumpfigen Nassschnee dem Gipfel entgegen spuren. Viele Engstellen im Hochwald mit schmalen brücken überwinden und die weite Gipfelflanke mit Entlastungsabstand begehen. So standen wir zu guter Letzt am Sturmumpeitschten höchsten Punkt. Insgesamt das Wetter besser als erwartet und zum Teil lachte uns sogar die Sonne an. Die Abfahrt wurde trotz der Schneeverhältnisse eine Mordsgaudi! Natürlich hatte Fudy es nicht gerade leicht mit seinen langen Ski durch den engen Wald zu rauschen, da war ich mit meinen 1,5m Brettl klar im Vorteil, aber hatte ich es nicht schon erwähnt: Eine Skitour ohne Sturz ist keine Skitour! Auch Pablo kam in unserer Aufstiegsspur verhältnismäßig gut und flott runter. Der folgende Facebookkommentar von Fudy sagt alles: Heute auf dem Edelsberg (1630 Meter hoher Berg im bayerischen Teil der Allgäuer Alpen) mit den Tourenski, gemeinsam mit Norbert Hofmann gewesen. Die Tour war da Hammer. Bilder folgen! Jetzt können wir nur noch hoffen dass sich die Verhältnisse wieder bessern, denn vorerst sind Temperaturen im zweistelligen Bereich angesagt. Dann auf in die erste Arbeitswoche 2012 (auch dass noch…).

27/12/2011 Eine gemischte Woche mit viel Wetterwechsel liegt hinter uns. Am Anfang noch das Traumhafte Wetter in den Bergen das am Alpenrand die Abendskitouren noch mehr zerlegte, aber dennoch konnte ich am Dienstag nochmals den Kolben packen und den dazu gehörenden Glühwein in der Schneebar genießen. Bei der Abfahrt den Umständen entsprechend eisig, aber dennoch passabel, so dass ich bereits gegen halb sieben schon wieder daheim war. Am Wochenende wird schon a bisl was gehen, die Lawinengefahr wird steigen und das Wetter ebenso unangenehm werden, aber das wird uns wie üblich nicht davon abhalten ins neue Jahr zu touren. 

Jetzt wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr, viele wunderschöne und vor allem spannende Touren für 2012. Egal ob zu Fuß, mit dem Moutainbike, den Tourenski, in Fels, in Eis oder mit dem Gleitschirm auf abwechslungsreichen walk and fly Unternehmungen, Hauptsache immer gesund und erholt ins Tal zurück kehren. In diesem Sinne bis zur ersten megaextremesport news 2012!

24/12/2011 – 26/12/2011 Ein Weihnachtswochenende wie ich es mir nur so gewünscht habe. Obwohl der Heilige Abend nicht gerade mit Traumwetter beschenkt wurde konnte ich mit Pablo den restlos verschneiten Kofelklettersteig packen. Halstiefer Schnee durch die Stürme der letzten Tage machte den Einstieg zu einem Kampf gegen die Elemente. Pablo war teilweise nicht mehr zu sehen, aber schlussendlich standen wir am Gipfel. Zum Glück konnten wir im Unterstandshütterl unterm Kreuz kurz windgeschützt Pause machen. Der Sonntag schaute schon erheblich besser aus und so fuhren Pablo und ich in die Allgäuer zum Schönkahler. Der Schnee perfekt und bereits ab dem Parkplatz konnte ich mit den Fellen aufsteigen. Das Wetter anhaltend trocken und teilweise blitzte die Sonne durch. Die Abfahrt ein einziger Traum aus ultrageilen Pulver. Der obligatorische Sturz natürlich inklusive. Am Montag griffen Pablo und ich dann nochmals an, nachdem Diana leider schon seit Weihnachten mit einem Grippevirus außer Gefecht gesetzt ist, wieder nur zu zweit. Das Ziel im Karwendel der 2101m hohe Schafreuter. Zum einen da wir eine noch bedenkliche Lawinensituation haben und ich dort nicht alleine unterwegs sein werde, wie auch der Gipfel selbst geringe Lawinengefahr generell aufweist. Eine bombastische Aufstiegsspur schadet auch nicht, weil sich Pablo dann erheblich leichter tut. Im unteren Teil über eine Forststrasse um dann nach vielen Kehren in schönes, freies Gelände zu gelangen. Über einen langen Rücken erreichen wir den Grat, mit einer fantastischen Aussicht auf die wilden Nordwände und Kare der Karwendelhauptkette. Wenige Meter nach dem Skidepot über einen etwas luftigeren Grat und wir erreichten das komplett vereiste Gipfelkreuz nach satten 1250 Höhenmetern. Das Panorama natürlich der Lage entsprechend gigantisch. Die Abfahrt wie am Tag zuvor ein Schmankerl allerbesten Pulverschnees. Pablo natürlich wieder Leinenfrei und konnte dadurch nach Lust und Laune sausen, aber schlau wie er ist hielt er sich meist in der Aufstiegsspur auf um nicht komplett abzusaufen. Dann mal auf in die neue Arbeitswoche und Ihr wisst ja: A bisl was geht imma! 

19/12/2011 – 22/12/2011 Eine Woche des Skitourengehens neigt sich dem Weihnachtlichen Ende zu. Zunächst mit dem „Fluglehrer auf Abwegen“ Knut am Montag das Hörnle gestürmt. Immerhin seine erste Skitour und die hat er gleich souverän gemeistert. Sowohl konditionell, was nicht anders zu erwarten war, wie auch technisch. Das ganze bei nicht gerade den besten Schneeverhältnissen und dann mussten wir natürlich die steile Nordabfahrt wählen (pure Absicht meinerseits/SATAN….). da konnte Knut bei geringer Pulverschneeauflage nach Lust und Laune in den Grasbuckeln umhercarven. Die obligatorischen Stürze inbegriffen, aber wie immer schon erwähnt eine Skitour ohne Sturz ist keine Skitour. Nachdem Knut nun Feuer und Flamme ist starteten wir am Mittwoch nochmals voll durch. Diesmal noch unterstützt von der Konditionskampfmaschine Frank Lupke. Bei herrlichen Schneefall, mit viel lockeren Pulver zum Kolbensattel hinauf. Dann bei Lawinenstufe 3 weiter zum Zahn und da wurde es knackig. Bodenloser Pulver und Triebschnee machte uns das emporkommen enorm schwer. Trotzdem erreichten wir alle das Ziel, die sturmumpeitschte Scharte. Die Abfahrt mit viel Action zum Sattel hinab. Für Knut eine Hammerleistung abseits einer Piste im grundlosen Tiefschnee, mit den nächsten Stürzen, die ja hier immer „weich“ enden. Frank natürlich cool schwingend wie immer, wer kann der kann halt! Zum Abschluss noch die zwingend notwendige Gulaschsuppn in Oberammergau im Gasthof Wolf (was für ein Zufall….). Zuletzt noch bei Megasiffwetter am Donnerstag zum Blomberg mit dem „armen“ Bartl. Nach einer kämpferischen Leistung erreichten wir den „Sumpfgipfel“, um sogleich wieder aus dem regnerischen Sturm zu flüchten. Der Schnee abartig nass und zäh zu fahren. Vor allem für Bartl eine Sturzorgie der besonderen Art. An einer Welle hob er regelrecht ab und schlug dermaßen ein dass die Piste bebte, aber keine Angst - er lebt noch! Ich würde sagen die Woche war gut genützt und so kann ich Euch allen nur noch ein gesegnetes, ruhiges und sehr schönes Weihnachtsfest wünschen. Die Feiertage wollen natürlich wieder voll ausgekostet werden, dazu wieder mehr nächste Woche! 

17/12/2011 – 18/12/2011 Der Skitourenwahn geht mit aller Power weiter. Weitere Schneefälle sorgten für bessere Verhältnisse in unseren Hausbergen. Am Samstag gleich einmal mit Diana und Pablo in die Tannheimer Berge gefahren und uns an der Südseite des Breitenbergs 1838m versucht. Ostlerhütte geschlossen, Skigebiet noch nicht in Betrieb, also sollte es ein ruhiger Tag werden und so war es dann auch. Wenige Meter auf der Forststrasse (Jägerhüttenabfahrt) und schon wurde es zum Pulverschneetraum. Zwischen einigen Schneestürmen gab es auch immer einzelne Sonnenlichtblicke, vor allem kurz unter dem Gipfel schimmerte es in allen Blau und Lila Tönen, ein Hammer! Über den Grat erreichten wir dann die Ostlerhütte neben dem Gipfelkreuz. Leider gibt es dort keinen Winterraum oder zumindest einen Ort zum Unterstellen um nicht zu arg dem Wind ausgesetzt zu sein. Pablo schaute schon fast aus wie ein Polarbär. Die Abfahrt selbst natürlich durch den Neuschnee ein einziger Balsam für die Seele. Sanft und weich gleiteten wir bis zum Parkplatz hinunter. Klar das auch am Sonntag noch was gehen musste. Nachdem sich das Auwildschutzgebiet am Hochwildfeuerberg in „Wohlgefallen“ aufgelöst hat, war es klar dass dieser schon so oft von uns bestiegene Hausberg auch einmal mit Ski hergehen sollte. Die unteren 100m etwas mager, aber dann begann auch hier der Pulverschnee und so konnte ich mit Pablo, bei wesentlich mehr Sonnenschein als am Samstag den Gipfel problemlos erreichen. Die Abfahrt ebenso ein entspanntes wedeln im besten Pulver, Skitourenherz was willst Du mehr! Es ist klar das in der Weihnachtswoche noch was gehen muss, pack mas an!

13/12/2011 Auch wenn sich die Temperaturen im Plusbereich bewegen ist das Skitouren gehen noch nicht beendet. Nachdem ich gestern die Webcams durchforstete schaute sogar das Brauneck nicht so schlecht aus und da die Pisten noch gesperrt sind dürften auch keine Pistenrauepen unterwegs sein, denn dann herrscht Abendskitourenverbot. Nach einem kurzen Anruf wurde mir dies bestätigt und ich tigerte zur ersten Nachtskiaktion vor Weihnachten los. Die ersten 150 Höhenmeter waren nicht sonderlich prickelnd, eher vereist mit Graseinlagen, aber dann plötzlich bis zu 30 cm Pulver. Der Hammer, was läuft denn hier! Unterhalb des Garlandkessels bereits eine perfekte Steigspur wie im besten Winter. Angenehme Temperaturen, Sternenklare Nacht mit einem Lichtermeer bis München begleiteten mich zum Gipfelkreuz. So muß eine Abendskitour aussehen. Die Abfahrt der Wahnsinn, etliches Gelände noch unverspurt und das am Brauneck. Ich kann Euch nur eines sagen: Packts Eure Tourenski und auf geht’s!!!!

Traumhafte Herbst-Gleitschirmflüge!

Skitourensaison endlich eröffnet!

Es ist schon fast nicht zu glauben was uns dieser Herbst noch geboten hat. Die letzten 14 Tage Urlaub konnte ich so richtig abräumen und dabei den Mix von Sommer über Herbst zum Winter genießen.  Ja, Ihr habt richtig gehört, die Skitourensaison ist auch eröffnet! Doch zunächst einmal zum ersten Teil des Urlaubs zurück. Wieder einmal konnte ich mit Diana und Pablo in dem netten Bauernhof in Balderschwang eine gemütliche und vor allem preiswerte Unterkunft bekommen. Das Wetter, wie die Wochen zuvor einfach nur traumhaft und warm. 

26/11/2011 - 11/12/2011 Am ersten Tag packten wir gleich im Bregenzer Wald den Tristenkopf 1741m an. Vom Skigebiet Schetteregg über die wilde Nordseite in vielen Kehren über die Schulter zum aussichtsreichen Gipfel. Ideale Startmöglichkeiten nach Süden, aber auch etwas unterhalb des höchsten Punktes nach Norden bieten sich an. Bei  leichter Föhnstimmung mit etwas flotterem Wind aus Süden war es klar und natürlich, da in einen Kessel hinaus gestartet wird, gleich nach rechts abdrehen, sich  im Aufwindband halten , um möglichst weit weg vom Lee des gegenüberliegenden Kammes zu bleiben. Der Flug selbst wieder gigantisch mit den Bergen des Bregenzer Waldes als stimmungsvolle Leinwand. Beim Landen wurde es Wettertypisch turbulent, aber wir konnten uns beide gut in Auto nähe „einparken“. Am Nachmittag natürlich noch mit Pablo eine Tour auf den Hittisberg 1328m, wo wir fantastische Sonnuntergangsstimmungen einfangen konnten.

Am zweiten Tag marschierte ich früh morgens alleine zum Girenkopf 1683m, in der Nagelfluhkette, dann weiter den teilweise versicherten Steig über Heidenkopf 1685m zum Siplingerkopf 1746m. Ein tolles Gelände mit irren Felsformen, nur leider heute mit Föhnsturm geprägt. Ich stieg direkt ab und querte die Kette unterhalb zurück, wobei die Stimmung sich etwas besserte. In einem Anfall von Frust und Wahnsinn (Knut will es gar nicht wissen) legte ich in der Nähe des Samstagenbergs meinen Gleitschirm aus. Der Start quer, schräg laufend zum Hang schon fast Kunst, das Abheben mehr ein wegreißen, gefolgt von Turbulenzen die mich einem Acroflug gleich aus dem Kar unterhalb meines Startplatzes würfelten. Teilweise hatte ich die Bremsleinen weit unter den Knien. So Achterbahn fliegend erreichte ich glatt Klapperfrei das weite Tal und erst jetzt wurde es angenehmer. Klar der Landeanflug etwas anspruchsvoll, da durch das Balderschwanger Tal dementsprechend die Düse blies, aber auch das haute dann noch gut hin. Im Anschluss dann entspannt mit Diana und Pablo auf das liebliche Renkknie 1411m gestiegen. Auch einer dieser herrlichen Wald und Alm Berge im unmittelbaren Umfeld unserer Unterkunft.

Am darauf folgenden Tag machte ich es umgekehrt. Zunächst rannte ich gleich frühmorgens zum Sonnenaufgang mit Pablo auf das Riedberger Horn. Herrlichstes Morgenrot konnte ich so auf Film bannen und Pablo hatte wie üblich seinen Spaß so dass er nach der Tour sich so richtig ausschlafen konnte, während ich mit Diana zum nächsten Ziel lostigerte. Der meist überlaufene Hochgrat 1834m, seines Zeichens höchster Gipfel der Nagelfluhberge, sollte unser Ziel sein. Zum einen war es unter der Woche und zum anderen war die Hochgratbahn in Revision. Perfekt um einen ruhigen und stillen Flugtag zu erleben. Nach wie vor hatten wir föhnige Südlage und so konnten wir von der sonnigen Südseite aus dem Lacknertal ansteigen. Am gleichnamigen See vorbei ging es durch wunderschönes Almgelände empor, an der Gipfelstation vorbei und mit Drahtseilen versichert zum höchsten Punkt.  Komischerweise drehte der Wind immer auf Osten und so mussten wir einen etwas schräg angesetzten Start hinlegen, was uns aber beiden gelang. Danach folgte wieder einer dieser fantastischen Herbstflüge. Grandioses Panorama bis zu den Schweizer  Bergen mit phänomenalen Tiefblickens Lacknertal. Paralleles fliegen mit Diana, was ungemein schöne Aufnahmen bescherte.  Unmittelbar beim Parkplatz konnten wir einfach landen und so den Tag perfekt abschließen.

Einen Tag später wollte sich Diana nach der gestrigen Tour erst einmal ausruhen und so fuhr ich gleich sehr früh los in den Bregenzer Wald. Der einsame Hirschberg 1834m, zwischen Diedamskopf  und der Winterstaude war mein Ziel. Ich hatte ihn schon von den umliegenden Bergen gesehen und wusste dass die Startplätze ganz gut aussehen. Vom alten Skigebiet aus arbeitete ich mich die ehemaligen Pisten hinauf. Am Ende dieses Geländes ging es seitlich in ein kleines Tal hinab um bald wieder zu einem Sattel anzusteigen. Die Aussicht auf die umliegenden Felskolosse von Hohen Ifen und Kanisfluh waren spektakulär. Steilere Wiesenhänge führten mich dann zum Gipfel empor.  Der Startplatz wie erwartet ideal und der Wind pfiff ordentlich aus Süden, also raus mit mir. Der Flug am Kamm entlang, mit anschliessendem Wechsel ins Tal von Bizau war wieder einmal ein fulminantes Hammererlebnis.  Kaum zurück ging es auch schon weiter. Gleich mit Diana und Pablo zum lieblichen Wannenkopf 1712m gefahren. Landschaftlich wurde der Aufstieg mehr als ein Leckerbissen, mit kleinen, eisig gefrorenen Moor Seen auf einer Hochfläche. Für Pablo natürlich ein Spielplatz aller erster Güte.  Ebenso auch die Aussicht auf die Allgäuer Hauptgipfel bei eindrucksvoller Ambosswolkenstimmung.

Der Mittwoch brachte eine kurze Schlechtwetterphase, aber trotzdem konnte ich mit Pablo gleich morgens den lieblichen Hochschelpen 1552m besteigen und anschließend mit Diana und Pablo zur Salmaser Höhe 1254m fahren. Eine kleine gemütliche Tour auf einen Allgäuer Voralpenberg. Der klassische Schulungsberg der Westallgäuer Gleitschirmschule, wo für uns allerdings heute nichts zu holen war.

Am nächsten Tag wollten wir es dann nochmal wissen, so rannte ich in der Früh gleich mit Pablo zum mit Sonne verwöhnten Feuerstättenkopf 1645m, der besonders am Gipfelaufbau recht steil wurde, aber ansonsten wieder eine der üblichen, wunderschönen Almbergtouren im Balderschwanger Tal darstellt.  Kaum zurück fuhr ich mit Diana wieder in das Herz des Bregenzer Waldes, kurz vor Damüls marschierten wir los Richtung Elsenkopf 1940m. Der Aufstieg in jeder Hinsicht fantastisch. Landschaftlich, wie auch enorm aussichtsreich und dazu sehr einsam. Das dürfte auch eine tolle Skitour sein. Das einzige Manko heute war der schon etwas stärkere Föhn und somit auch mehr böiger Wind. Zunächst aber schraubten wir uns mit vielen Kehren den letzten steilen Hang hinauf ehe wir das kleine Gipfelkreuz erreichten. Ein gewaltiges Panorama empfing uns, wie auch viele schon von uns beflogene Flugberge in der unmittelbaren Umgebung. Zuerst mal Brotzeit, da der Föhnsturm auf Hochtouren lief. Nach einer guten Stunde Parawaiting konnten wir es wagen auszulegen. Diesmal haute ich mich als erster raus und es riss mich gleich ordentlich weg. Das überfliegen des Gipfelkessels gelang ohne „saufen“, wobei dann sowieso eine Notlandung angebracht wäre. Ansonsten spürte ich irgendwie schon den Abschied von diesen sommerlichen Flügen und genoss es einfach aus vollen Zügen.  Noch einmal dieses grenzenlose Panorama bis zu den Schweizer Bergen. Bei der Landung schlug der Föhn dann richtig zu und es wurde richtig holprig, aber letzten Endes erschüttert uns das nicht mehr so,  fast schon ein Wortspiel! Diana schaffte kurz nach mir auch den Abflug und wurde ebenso im Landeanflug richtig durchgespült. Wie gesagt, Lebe Deinen Traum, wir sind da so gerade voll dabei!

Der Freitag brachte den Hammerföhn und an einen Flug war nicht zu denken und so marschierten wir alle drei endlich einmal zur Königin des Bregenzer Waldes, der Kanisfluh mit ihrem höchsten Gipfel der Holenke 2044m. Hier herrscht auf Grund der Steinbockpopulationen ein Flugverbot und so waren wir ja deshalb in letzter Zeit an allen möglichen Flugbergen im Umkreis, also musste der Berg nun selbst auch einmal her. Die Verhältnisse vor dem großen Wetterumschwung konnten nicht besser sein. T-Shirt Atmosphäre Anfang Dezember, fast schon unglaublich.  Der Aufstieg über die südlichen Steilwiesen ein grandioses Erlebnis. Steil ragen die Felszähne der Nordseite in den blauen Himmel und die Digicam kommt nicht zur Ruhe. Wenig später stehen wir auf dem Gipfel dieses einzigartigen Massivs, eine Jurakalknordwand die nahezu 1300m senkrecht abfällt. Ein Rundumblick der kaum zu beschreiben ist, so darf der Abschied des sommerlichen Herbstes ruhig ausfallen und wir sind dankbar das noch mit nach Hause zu nehmen.

Über Nacht war er dann da, der Umschwung und so war ich mit Pablo bei Neuschnee unterwegs zum im Nebel verschwundenen Piesenkopf 1630m. Pablo hatte jedenfalls, wie üblich im Schnee und Batz seine helle Freude. Am Sonntag bei der Rückreise marschierte ich noch mit Pablo bei Orkanartigen Stürmen auf den Hauchenberg 1242m. Am Gipfel ein Aussichtsturm mit einem abenteuerlichen Drachenstartplatz, wobei ich denke das es sich hier auch mit dem Gleitschirm starten lässt.

Die neue Woche startete grausam und so konnte ich mich endlich einmal der Verarbeitung meines Video/Bilder Materials  widmen, doch schon bei Wetterbesserung am Donnerstag musste ich wieder raus. Obligatorisch warf ich mal meine Tourenski ins Auto und fuhr mit Pablo zum Kolben nach Oberammergau.  Überall noch grün, aber siehe da auf der Piste lag Neuschnee. Was solls los geht’s. Die neuen Ski, samt neuen Schuhe zum ersten Testlauf ausgepackt und mal sehen. Nach den ersten 50 Höhenmetern bekamen Pablo und ich zusehends Tiefschnee, einfach unfassbar. Frischer Pulver vom aller feinsten und das am Kolben. Bis zum Sattel wurde es immer tiefer und kaum an der Hütte angekommen entschied ich mich weiter zu gehen und wurde nicht enttäuscht.  Beste Pulverhänge führten uns bis zum Zahn hinauf und das bei strahlend blauem Himmel. Die Abfahrt wurde purer Genuss und die Skitourensaison war somit eröffnet. Da für Freitag wieder ein Tiefdruckgebiet vorher gesagt wurde startete ich mit Pablo noch am frühen Morgen zum Hörnle. Hier war die Schneelage etwas dürftiger, aber es ging gerade so bis zum verblasenen Gipfel bei der Hörnlehütte. Zum ersten Mal befuhr ich dann die steile Nordabfahrt, wo der Schnee bedeutend besser war und wir dann doch noch auf unsere Kosten kamen.

Das Wochenende wurde dann am Sonntag mit dem besseren Wetter belohnt so dass Diana, Pablo und ich vormittags ins Allgäu rauschten und am Spieser  1651m eine Skitour versuchten. Im Voralpenland war schon wieder alles grün, aber an den Spieser Liften schaute es ganz gut aus. Im unteren Abschnitt, im Pistenbereich war es sehr hart, offenbar hat es gestern da mal rein geregnet. Im Kar unter dem Jochschrofen war sogar schon ein Lawinenabgang. Erst auf dem sonnigen Sattel und im letzten Abschnitt wurde der Schnee endlich perfekt. Die Wärme tat ihr übriges so dass dieser Anstieg schon Frühjahrsskitourenverhältnisse aufwies. Traumhaftes Panorama am Gipfel und so konnten wir zufrieden die Abfahrt antreten. Der obere Teil purer Genuss, das Zwischenstück eine Bruchharschsauerei und die Piste ging dann eigentlich wieder. Insgesamt eine saucoole Adventstour die wir mit einer Bratwurstsemmel, samt Glühwein am Christkindlmarkt in Marktoberdorf ausklingen ließen.

Jetzt geht es erst mal wieder „normal“ weiter, was heißt normale Arbeiten (schluchz…), dann mal sehen wie sich die Verhältnisse entwickeln und ob Abendskitouren möglich sind.

Jede Menge Videos auf YouTube zu den Touren folgen noch, wie auch Beschreibungen der neuen Flugberge auf walk and fly, wie ebenso natürlich alles auch auf facebook .

Leider führte folgender Artikel vom 6/12/2011 beim DHV dazu meine walk and fly Internetseite, wie auch die passenden Videos auf YouTube massiv zu ändern.   

Der Herbst brachte uns einige fliegerisch traumhafte Wochen. Mangels laufender Bergbahnen erlebte das Wandern auf Berge zum anschließenden Runterfliegen einen ungeahnten Aufschwung. Startplätze und Gelände, die bisher nur als „Wanderfliegergeheimtipp“ einigen wenigen bekannt waren, wurden von dutzenden von Piloten fast tagtäglich beflogen. An Wochenenden hatte man manchmal den Eindruck, dass ganze Busladungen von Flugsüchtigen als geführte Wandergruppen unterwegs waren. Leider hatte dies zur Folge, dass manch stillschweigende Übereinkunft einer Geländenutzung ein schnelles Ende fand. Dies vor allem auch dann, wenn jede Möglichkeit genutzt wurde, die Gehstrecke um ein paar Meter zu verkürzen. Schon ein paar Autos, die gesperrte Wege nutzen oder mal eben so in einer Wiese parken, können da einen Geländebesitzer vom Gleitschirmfreund zum erklärten Gegner mutieren lassen.

Viele der beflogenen Walk and Fly-Gelände sind nicht zugelassen. Hier der Hinweis auf in Deutschland geltendes Luftrecht: Starten auf nicht zugelassenem Gelände ist eine Straftat. Solche Flüge dann aber auch noch unter dem eigenen Namen für jedermann einsehbar im Internet zu dokumentieren (DHV-XC) fordert Konsequenzen geradezu heraus. Sowohl Geländebesitzer als auch Behörden haben gerade die Online-XC's als einfache Informationsquelle entdeckt. 

Bitte startet in Deutschland nur in zugelassenen Geländen und dokumentiert illegale Flüge nicht auch noch im Internet. Kümmert euch als Vereine oder auch als Einzelpersonen um entsprechende Geländezulassungen. Dabei hilfreich ist in Verhandlungen mit Geländehaltern vielleicht das Argument, dass nur ein zugelassenes Gelände, für das auch jemand fliegerisch verantwortlich ist, ein reibungsloses Miteinander aller Beteiligten ermöglicht

Bis dann auf Tour Euer Norbert!

22/11/2011 Es ist einfach kaum mehr zu beschreiben, da das Wetter nach wie vor in den Alpen stabil bleibt musste ich einfach einen Nachmittag frei nehmen um nochmals anzugreifen. Seit längerem hatte ich die Halbinsel Zwergern im Walchensee als möglichen Landeplatz ins Auge gefasst, aber der weite Flugweg vom Simetsberg 1836m bis hierher ist auch nicht zu unterschätzen. Idealer Partner für dieses Unternehmen, der stets unter der Woche einsatzbereite Frank. So konnten wir bereits kurz nach 12.00 Uhr mittags den Anstieg beginnen. Die unglaubliche Wärme ließ uns von vorne herein mit den T-Shirts aufsteigen und das Ende November! Der Weg selbst über der glänzenden Wasserfläche des Walchensees stets eindrucksvoll und abwechslungsreich. Erste Blicke auf unseren eventuellen, vorher natürlich nicht besichtigten, Landeplatz Zwergern wurden frei und das was wir dort sahen machte einen perfekten Eindruck. Nach mehrmaligen kreuzen von Forstwegen und einer halben Umrundung des Bergstockes erreichten wir die freien Almwiesen am Gipfelaufbau, einen absolut Traumhaften Startplatz in Überdimension. Wenige Serpentine führten uns durch die Latschen zum höchsten Punkt mit einem enormen Ausblick. Das Ganze in knapp 1 ½ Stunden, wenn das keine Ansage ist. Nach schmackhaften Lebkuchen und heißen Glühwein marschierten wir wenige Meter hinab zu den gewaltigen Wiesen und suchten uns im oberen Teil einen geeigneten Auslegeplatz. Die weite Strecke von gut 8 Km und viel zu überfliegender Wald ohne Landemöglichkeiten musste bedacht werden. Franks erster Start endete in einem Abbruch da sich eine Leine in den herum liegenden Steinen verfing, ein absoluter walk and fly Klassiker so zu sagen. Der zweite dann souverän mit einer „Latschensprungeinlage“ hinaus in die Luft. Ich haute mich gleich im Anschluss hinaus so dass wir Großteils nebeneinender Richtung Zwergern fliegen konnten. Es wurde einer der sensationellsten Flüge die wir je hatten, Tiefblicke wie am Meer im tiefsten Süden und das bei einem fantastischen Panorama das seines Gleichen sucht. Das Ziel immer vor Augen, aber auch immer mehr sinken und Frank ruf mir mit den Gedanken einer „Notwasserung“ im Kopf fragend zu: Schaff ma des no? Na, klar schaffen wir das noch und so landeten wir glücklich und mehr als zufrieden auf der Halbinsel Zwergern. Beide allerdings mit dem Wind, da das Gelände leicht ansteigt. Ich konnte es noch erlaufen, während Frank es gleitend probierte, was bei dem trockenen Boden in einer Vollbremsung endete. Alles gute Gründe beim Grauen Bären noch ein obligatorisches, hochverdientes Landebier einzuschmeißen. Dazu eines der faszinierendsten Videos unter http://www.youtube.com/watch?v=bDPc-7SRpOI . Tage wie dieser, oder besser gesagt Erlebnisse wie zurzeit sind nicht materiell messbar und nur für diejenigen erreichbar die sich die Mühe machen noch so weite Ziele aus eigener Kraft zu erreichen. Schön das mir Freund wie Frank zur Seite stehen die diese Leidenschaft nicht nur mit mir teilen, sondern auch voll und ganz leben!

19/11/2011 – 20/11/2011 Es ist schon unglaublich wo es uns zu dieser Jahreszeit noch hin verschlägt. Von Woche zu Woche dieses beständige Wetter, einfach unglaublich. Es war klar dass wir auch wieder abräumten, aber diesmal gleich so? Der HAMMER! Zunächst am Samstag als schlagkräftige Truppe mit Diana, Basti, Flo, Knut, Günther und natürlich Pablo ins Leutascher Tal gefahren. Der 2592m hohe Ostgipfel der Hohen Munde sollte unser Ziel sein, was natürlich hieß die Gleitschirme erst einmal 1500 Höhenmeter hinauf zu tragen. Um es für Diana etwas leichter zu machen nahm ich Ihren Gleitschirm noch in meinen Packsack auf und schon gings los. Über das aufgelassene Skigebiet arbeiteten wir uns zur schön gelegenen Rauthütte hinauf. Danach begann der eigentlich Steig, der in endlosen Serpentinen, mit leichten Kletterstellen (I) durch die Latschenbänke leitet. Unglaubliche warme Temperaturen und Staubtrockener Boden gaukelten uns den Sommer vor. Die wenigen Schneeflecken waren Betonhart und so erreichten wir den ungemein aussichtsreichen Ostgipfel. Egal wo das Auge hinsah, Fernsicht ohne gleichen und das gestochen scharf. Hier natürlich gleich wieder einmal das Dicke Dankeschön an Günther, der mit unserem Pablo wieder absteigen durfte und das obwohl Ihm die Knie ganz schön schmerzten! Am Gipfel selbst gäbe es nur Klippenstartmöglichkeiten, da aber der Wind sowieso hierfür nicht passte stiegen wir wenige Meter unter dem Gipfelaufbau ab und konnten so in steinigen Steilwiesen unsere Schirme auslegen. Der erste war Knut der sich mittels Rückwärtsstart hinaus werfen wollte, aber eine seitlich Böe verriss Ihm den Schirm (allerhand, der Wind hat keinen Respekt vor Fluglehrern heutzutage!), beim zweiten dafür dann gleich mit einem gschmackigen Abschiedstwist (Knut halt, wers kann darf sowas!). Diana natürlich wie immer souverän, da braucht sich keiner Gedanken machen. An Flo und Basti gleich mal allen Respekt, nicht nur wegen der respektablen Anstiegsleistung auf die Hohe Munde, sondern auch der Start in einem solch anspruchsvollen Gelände im ersten A-Schein Jahr ist knackig. Um es auf Bayerisch zu sagen: Hund seids scho! Als letzter schmiss ich mich dann raus  und die 1500 Höhenmeter Luft unterm Sitzbrett hatten schon was und das Ganze in ruhiger Luft. So muss es sein, ein Traumflug mit ebensolchen Eindrücken! Eingerahmt von Wetterstein, Karwendel und den Gletschergipfeln der Zentralalpen. Die Landungen alle ruhig und Problemlos. Dann rannte ich nochmals schnell bis über die Rauthütte hinauf um Günther die „Zugmaschine“ Pablo ab zu nehmen, so hatte ich dann über 2000 Höhenmeter auf dem Buckel. Ich würde sagen das es dann auch mal reicht! Natürlich kehrten wir im Mundeliftstüberl noch auf ein Landebier ein. Hinzu kam der nette Innsbrucker Ulli, den wir im Abstieg kennen gelernt haben. Danke nochmals Ulli für die Einladung!!!! Klar das es hierzu ein megageniales Video unter http://www.youtube.com/watch?v=tlBVRYO4p6M gibt. Trotz des Kampfeinsatzes am Samstag fuhr ich sonntagmorgens noch ins Tannheimer Tal. Über die Sonnenverwöhnte Südseite stieg ich den landschaftlich amüsanten Weg zum Einstein hinauf. Vom Tal aus war bereits klar das der einzig mögliche Startplatz weit rechts am Ostrücken lag. So musste ich nach der Gipfelbesteigung noch über zahlreiche Köpfe und Türme (I-II) Richtung Osten kraxeln. Der Lohn war eine zwar steile, aber sonst optimale Almwiese mit einer Felswand am Ende wo sich die Luft perfekt aufwärmen kann. Nach einem einfachen Start folgte ein herrlicher Flug im Banne von den Tannheimer und Allgäuer Bergen. Natürlich auch hier ein Video unter http://www.youtube.com/watch?edit=vd&v=W3RLWqtY_Pg . Wieder einmal Erlebnisse die unbezahlbar sind und ich bin immer wieder dafür dankbar so ein Leben führen zu können.

16/11/2011 Dem Nebel wieder einmal Richtung Süden entflohen und eine Hammerharte Abendklettertour hingelegt. Gemeinsam mit dem unkaputtbaren „Super“-Mario und Knut, einem Fluglehrer auf „Abwegen“….zum Ettaler Manndl gefahren. Bei Dunkelheit in Ettal gestartet und mit dem üblichen Highspeed den Steig hinauf gerannt. Die Temperaturen mild und angenehm, über uns bereits ein grandioser Sternenhimmel und so kamen wir wenig später an der Abzweigung zum Klettersteig an. Wenige Höhenmeter weglos links zum Kamm empor und schon standen wir vor dem luftigen Einstieg der Ettaler Manndl Westkante, die sich unheimlich in die Dunkelheit empor schwang. Knut meinte bloß: Da geht’s rauf, ich hatts mir fast schon gedacht! Mit normalen Outdoortretern ran an das Problem und die ersten 15m Meter (IV) mit einem kleinen Überhang zum luftigen Stand auf einer schmalen Leiste. Hier holte ich beide nach und alle zwei hatten an dem kleinen (G-Punkt) Überhang zu kämpfen, doch letzten Endes überwanden sie das Problem souverän! Es folgte ein herrlich griffiges IIIer Gelände ehe wir den Grat erreichten, der führte dann luftig, aber mit II leicht zur Scharte zwischen Weibl und Manndl hinüber, wo auch der Klettersteig eintraf. Wenige Meter in abgespecktem Gestein brachten uns zum wohl verdienten Gipfelerfolg! Ettaler Manndl Westkante bei Nacht, na also es geht doch was. Für Mario und Knut wieder einmal eine mehr als respektable Leistung, nochmals eine Gratulation an Euch beide! Nach heißen Glühwein und saftigen Lebkuchen, laut Knut die besten seines Lebens, ging es über den Klettersteig wieder runter und weiter ins Tal. So muss eine Abendaktion laufen, denn wir leben unsere Träume!!!!

12/11/2011 – 13/11/2011 Zurzeit hält uns einfach das Traumwetter mehr als in der Spur. Natürlich mussten wir dann auch dieses Wochenende voll und ganz auskosten. Am Samstag gemeinsam mit Diana, Günther und Pablo wieder einmal in das Herz des Bregenzer Waldes, nach Damüls gefahren. Über die landschaftlich herrliche Südflanke, über wunderschöne Almen, bei anregenden Herbstfarben in die Gipfelregion der Damülser Mittagspitze 2095m aufgestiegen. Den Berg umrundet und die Gleitschirme deponiert. Der zum Teil versicherte Gipfelanstieg war kein Problem, Pablo spielte sich mit den leichten Kletterstellen. Die Aussicht natürlich im wahrsten Sinne des Wortes Grenzenlos. Nach Rückkehr zu den Gleitschirmen und der wartenden Diana gabs noch eine gscheide Brotzeit, ehe sich unsere Wege trennten. Günther marschierte, wie immer ein großes Dankeschön an Ihn, mit Pablo wieder die sonnige Südseite hinab, während Diana und ich zum nördlichen Kammverlauf unterhalb der Mittagspitze stiegen um nach einem geeigneten Startplatz Ausschau zu halten. Das Gelände überall steil und mit Rippenartigen Stufen versehen. Dennoch fanden wir am östlichen Ende einen schönen Platz, zwar flach aber machbar. Dass nach dem flachen Ende ein gähnender Abbruch hing sahen wir von oben gar nicht. Diana haute sich bei Nullwind hinaus und flog so mal gerade mit einem halben Meter über die Kante hinaus, mir ging es ebenso, aber es genügte um gerade nicht hängen zu bleiben und es folgte der gigantische Flug über 1300 Höhenmeter an der gewaltigen Nordwand der Kanisfluh entlang. Nachdem auf der Südseite Flugverbot besteht konnten wir trotzdem endlich einmal neben dieser Hammerwand fliegen. Wir gelangten so bis zu den problemlosen Landewiesen bei Schnepfau und kaum hatten wir zusammen gelegt waren auch schon Günther und Pablo da. Dazu wie immer ein spannendes Video unter http://www.youtube.com/watch?v=ZENmSLiP3Fw . Natürlich zog es mich auch am Sonntag in die Berge. Diesmal wieder in meine geliebten Lechtaler zum Achseljoch 2020m. Dieser Gipfel oberhalb von Berwang, zwischen Thaneller und Alpkopf, wurde schon seit jeher links liegen gelassen obwohl er an seiner Südseite einen Traumstartplatz bietet. Von Bichlbach marschierte ich zunächst in der Nähe zur Skipiste an der Almkopfbahn entlang. An der Alm angekommen zweigte rechts der Gaissteig ab und dieser führt durch die Nordwand des Achseljochs nach Heiterwang. Mittels dieses Steiges kam ich bis zum Grat und diesen verfolgte ich dann steil durch den Wald hinauf. Kaum im freien angekommen begann der Latschenwahnsinn, der vor Jahrzehnten wohl vorhandene Steig war vollkommen zugewachsen und mit einem Gleitschirm am Rücken ist es ein Kampf sich durch das Gewirr zu kämpfen. Teilweise in die Nordflanke ausweichend mogelte ich mich weiter empor und erreichte den obersten Rücken der dann problemlos zum Gipfel führte, wo ich erst einmal die 100000 Nadeln aus den Kleidern schüttelte. Aussicht wie am Vortag ein Hammer. Der Startplatz wie vermutet nahezu perfekt. Südwind mit leichten Böen stand an, der natürlich etliche Male meinen Schirm verblies, aber eine ruhige Phase genügte um in die Luft zu kommen und das gleich mit massiver Startüberhöhung so dass es ein leichtes war auf die Nordseite und somit ins Lee zu fliegen. Ein völlig ruhiger Flug unterhalb der düsteren Nordostflanke des Thanellers rundete das Erlebnis ab. Die Landung sanft und problemlos in den weiten Wiesen bei Bichlbach. Natürlich auch hierzu ein Video unter http://www.youtube.com/watch?v=lhJSJQH_5nU . Mein Gott kann das Leben schön sein, wenn einem solche Abenteuer vergönnt sind.

09/11/2011 Der Föhn wird schwächer, wie auch der Wind und so konnte ich gestern in einer etwas geschützten Lage in den Chiemgauern angreifen. Unweit vom bekannten Unternberg verschlug es mich westlich nach Urschlau. Ein wunderschöner Anstieg auf einer warmen Südseite führt zu den herrlich gelegenen Haaralmen. Ein Paradiesischer Platz, der kaum zu beschreiben ist. Darüber ragen wunderschöne Almwiesen bis zum Gipfel der 1595m hohen Haaralmschneid auf, die Nordseitig jäh abbricht, aber Südseitig mit Traumstartplätzen aufwartet. In völliger Einsamkeit konnte ich meinen Schirm unmittelbar unterm Gipfelkreuz auslegen, selbst ein Windanzeiger war vorhanden. Angenehmer Wind aus Süden machte das Starten zu einem leichten Spiel. Bei dem gigantischen Panorama wurde der Flug zum Traum, nur an den Landeplätzen bei Urschlau wurde es dann doch etwas turbulent und ich hatte noch einiges zu tun um ordentlich „einzuparken“, was dann auch gelang. Natürlich wie immer ein schönes Video dazu unter  http://www.youtube.com/watch?v=rQYYR20aro0 . Dann machen wir doch noch was aus den letzten Herbsttagen!

05/11/2011 – 06/11/2011 Allen Prognosen zum Trotz das Wochenende nach dem Motto „a bisl was geht imma“ bestens ausgenützt. Nachdem eisiger Föhnsturm in den Alpen für Samstag vorhergesagt wurde, flüchtete ich mit Günther und Pablo in den Bayerischen Wald. Hier standen alle Prognosen auf Ost und so stiegen wir über einen landschaftlich sehr schönen, urigen Wald über die Nordflanke zum Pröller auf. Am Gipfel konnten wir kurzärmlig unsere erste Brotzeit einwerfen und die Aussicht zu den Hauptgipfeln rund um den Großen Arber genießen. Natürlich passte der Wind nicht, denn er wehte mit Böen aus S bis SW. Der Startplatz am Kreuz hinfällig und so schauten wir die paar Meter zur Skipiste hinab, aber auch hier Seitenwind. So beschloss ich es sein zu lassen und wir stiegen ab, nach wenigen Minuten beruhigte sich die Situation wieder und ich stieg nochmals zum obersten Pistenende auf. Momentane Windstille, eine trügerische Sicherheit und die Frage ob es sich ohne Wind aus der, im oberen Teil flachen Schneise, überhaupt raus starten lässt. Einen Versuch war es wert und ich legte unter den üblichen Pabloprotesten meinen Schirm aus, wartete noch ein wenig und lief mit allem was hergeht bei Windstille an. Das abheben gelang und ich flog fast auf gleicher Höhe an dem weiter unten wartenden Günther vorbei. Kleine Korrekturen waren notwendig um in der Piste zwischen den Bäumen zu bleiben, bis ich endlich darüber hinaus war (Gottseidank ohne einer seitlichen Böe!) und über den Landemöglichkeiten sogar noch kreisen konnte. Ein toller Flug an einem Tag wo eigentlich nichts geht, Fliegerherz was willst Du mehr und das Video dazu natürlich unter http://www.youtube.com/watch?v=nFQB9DcOrVM . Wie stets der Dank an Günther für das absteigen mit Pablo, wobei diesmal Pablo auf der „Siegerstrasse“ war und Günther zu Fall brachte. Der Tag war noch jung und so fuhren wir weiter zum Kaitersberg und stiegen hier wieder durch wilde Wälder zum Hauptkamm hinauf der sich beim Steinbühler Gesenke besonders felsig, mit atemberaubenden Tiefblicken präsentierte. Besonders eindrucksvoll war der schmale Durchlass an den Rauchröhren, wo sich auch jede Menge Kletterrouten befinden und für zukünftigen Spaß auf uns warten. Auch hier fanden wir einen aussichtsreichen Felszahn für eine entspannte Brotzeit. Natürlich auch hierzu ein Video unter http://www.youtube.com/watch?v=qE92IT4oE8Q . Am Sonntag entspannte sich der immer noch starke Föhn zumindest von seiner stürmischen Seite her und so konnte ich mit Pablo in die Ammergauer Alpen marschieren. Ein spektakulärer Aufstieg durch den, von vielen Gamsen bevölkerten, Roggentalgraben führte uns zum gleichnamigen Joch und weiter über leichte, schrofige Kletterstellen zum fantastischen, einsamen Aussichtsgipfel der 1989m hohen Hochblasse. Kaum mehr Wind und im Gegensatz zum Vortag eine regelrechte Hitze wie im Hochsommer und das im November! Pablo hatte natürlich mit all den Gamsen und vielen Wasserstellen seinen Spaß, so muss ein Wochenende aussehen. Ebenso auch hier eine Video unter http://www.youtube.com/watch?v=V4SaGgf80ZQ . Dann mal auf in die neue Arbeitswoche (stöhn!).

28/10/2011 – 01/11/2011 Ein mehr als überwältigendes, verlängertes Wochenende liegt hinter uns. Es war direkt problematisch das ganze Bildmaterial auf eine Email zu verarbeiten. Es begann schon am Freitag sensationell. Gemeinsam mit Frank und (höre und staune) Knut Miesner, der sich auch mal etwas Zeit nahm, in die Jachenau gefahren. Souverän flott (wie nicht anders von den beiden zu erwarten war) erreichten wir über wunderschöne Herbsteindrücke, bei angenehmen Temperaturen, den aussichtsreichen Hirschhörnlkopf. Wind perfekt, vom Föhn kaum eine Spur und somit stand einem perfekten Sunsetflug nichts mehr im Wege. Einem astreinen Rückwärtsstart mit anschließendem Abschiedseindreher von Knut, folgte der klassische Vorwärtsstart von Frank und mir. Zeitweise flogen wir genial nebeneinander, so dass uns einmalige Aufnahmen gelangen. Rundum wieder ein genialer walk and fly! Natürlich hierzu ein Video unter http://www.youtube.com/watch?v=KTaARZ9ARxk . Im Anschluss noch  am Übungshang in Penzberg unter der fachmännischen Anleitung von Wolf und Knut eine weitere Dracheneinweisung. Diesmal „endete“ ich wenigstens nicht in den Bäumen und das mit dem lenken scheint tatsächlich was zu werden. Am Samstag starteten Diana und ich dann in unseren Kurzurlaub in den Bregenzer Wald. In einem herrlichen Bauernhof hinter Balderschwang, kurz vor der Grenze kamen wir doch glatt für 69 Euro (2Personen/3Nächte/Hund inkl. Heizung/Strom) unter. Zunächst gleich einmal mit Pablo direkt vom Hof aus auf den 1683m hohem Girenkopf. Ein völlig einsamer Gipfel der mit zahlreichen Nagelflug Gesteinsformationen aufwartet. Landschaftlich ein absoluter Leckerbissen, der durch die strahlenden Herbstfarben wieder einmal noch hervorgehoben wird. Pablo hatte seinen Spaß, vor allem da es ständig Wassertröge zum abkühlen hatte. Ebenso hierzu ein Video unter  http://www.youtube.com/watch?v=QpQi73h9-TY . Im Anschluss gleich weiter mit Diana nach Bezau zum bekannten Baumgarten. Die Nordseite bei Andelsbuch bereits außer Betrieb, aber da wir sowieso täglich Südströmung hatten war die Südseite ideal. Eine topmoderne Kabinenbahn bringt einen flott zur Bergstation, wo es mittels einer aussichtsreichen, gemütlichen Wanderung zur Niederen 1711m hinauf geht. Gigantische Wiesenflächen laden geradezu zum fliegen ein. Dem walk and fly sind keine Grenzen gesetzt, denn egal wie weit der Kamm Richtung Osten verfolgt wird, überall existieren perfekte Startmöglichkeiten. Etwas abseits des Trubels legten wir aus und Diana haute sich mit einem Rückwärtsstart in die Luft hinaus. Ich folgte Ihr sogleich und wir konnten mit über 1200m unterm Hintern ein gewaltiges Panorama genießen. Der Landeplatz zwecks einigen Kühen und dementsprechenden Verkabelungen unverschämt klein, aber auch dies gelang da noch so halbwegs. Natürlich auch hier eine Video unter  http://www.youtube.com/watch?v=M0Kt4EzMq3U . Am Sonntag früh schlug dann „the only one Super Mario“ bei uns auf. Nach einen ausgiebigen Frühstück fuhren wir bis nach Schoppernau, wo schon der gewaltige Graskoloss der Üntschenspitze mit 2135m Höhe vor uns aufrag. Ein traumhafter Anstieg, durch phantasievolle Wälder, mit schier endlosen Eindrücken die dem Foto nicht zur Ruhe kommen lassen wollen führt uns über die Vorderüntschenalm zum Häfnerjoch, unserem Startplatz. Während Diana, die tapfer Ihren Packsack über 1100 Höhenmeter raufschleppte, schon mal den Gleitschirm auslegte, marschierten Mario, Pablo und ich noch die wenigen Meter zum Hauptgipfel. Das Panorama kaum noch zu beschreiben. Von den Allgäuern über die Lechtaler und dem Lechquellengebirge bis zu den Bergen des Bregenzer Waldes und dahinter unzählige Gipfel, Großteils unbekannt bereits in der Schweiz liegend. Der Wahnsinn und dazu noch herrliche Temperaturen fast wie im Sommer! Zurück am Startplatz hauten wir uns dann auch schnell, unter lauten Pabloprotesten, in die Luft. Der 1300m Flug nach Schoppernau purer Genuss, nur am offiziellen Landeplatz des Diedamskopfes wurde es etwas turbulent, aber als Nordalpenrandflieger haben wir das mittlerweile im Griff. Wenig später kam Mario bereits uns abholen, da er wieder einmal wie ein Irrer gemeinsam mit Pablo abgestiegen sein muss (Hundeführerschein mit Bravour bestanden!). Das grandiose Video dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=jvM3uxtoXJ0 . Am Montag dann gleich die Fortsetzung auf der gegenüberliegenden Talseite in der Nähe von Damüls. Der im Abseits liegende Skigipfel des Klippern mit 2066m Höhe schien ein vielversprechendes Ziel zu sein. Genau so war es dann, der Anstieg wieder eine Aneinanderreihung von fantastischen Bildern und Eindrücken. Für Pablo wieder jede Menge Wasserstellen zum plantschen und das auf einer Südseite. Im oberen Teil wühlten wir uns dann weglos durch die Grasbüschel auf eine Gipfelfläche die Ihres gleichen sucht. Ein Airbus würde hier wohl auch noch starten können, der ultimative Hammer. Die Aussicht am Gipfel wie tags zuvor unbeschreiblich, zum greifen nahe lagen die wilden Felstürme des Rätikons uns gegenüber. Diana, sichtlich stolz zweimal hintereinander einen Gleitschirm über solche Distanzen getragen zu haben, war sich noch nicht ganz des Startens sicher. Der Platz zwar riesengroß, aber relativ flach und es stellte sich die Frage ob wir nicht wieder einladen könnten bevor über die nächste Geländekante hinaus sind. Nachdem ich mich als „Tester“ raus haute, über den weiter unten mit einem wie üblich protestierenden Pablo wartenden Mario hinweg, waren die Bedenken wohl weggeblasen. Mit einer Mischung aus Südwind und Thermik ging es rasant nach oben, so dass auch die über 10 Kilometer Luftlinie nach Schoppernau kein Problem mehr waren. Der Flug entlang der gewaltigen Kanisfluh war kaum zu toppen, natürlich war es am Landeplatz (der gleiche wie gestern) noch eine Stufe grimmiger, aber mit aktiven Flugstil parkten wir beide einwandfrei ein! Highspeed Absteiger und Hundeführer Mario, kaum hatten wir zusammen gepackt auch schon da (wie macht der dass nur?). Hier gleich natürlich ein großes, herzliches Dankeschön an den tapferen Mario, das er mit unserem „Buben“ Pablo marschiert ist. Knapp 60Kg pure Kraft müssen erst einmal gebändigt werden. Klar, auch hier das eindrucksvolle Video unter http://www.youtube.com/watch?v=q0mNPgANLFM . Nach einer Käseeinkaufaktion musste Mario leider wieder nach Hause fahren und so startete ich am nächsten Morgen (Allerheiligen) zunächst mit Pablo wieder unmittelbar von unserer Unterkunft aus die herrlichen Almhänge empor. Die Herbstfarben der Bäume wieder Mittelpunkt des Fotografierens. Über die Schönhalden Alm erreichte ich die darüber liegenden Hänge der Hochleckachalpe 1530m. Ein perfekter Startplatz mit Klippenartigen Charakter. Es war klar nachdem ich wieder unten war, dass ich nochmals hier rauf musste. Ein Stück konnten wir auf einer noch frei gelassenen Forststrasse empor fahren und während Diana noch mit Pablo etwas im Umfeld des Parkplatzes spielte lief ich nochmals zum zuvor erkundeten Startplatz hinauf. Der Wind stand perfekt und satt aus Süden an. Kaum hatte ich ausgelegt und mich eingehängt plötzlich Nullwind….Hää? – Was ist da los? Kaum drei Meter Anlauf zur Kante und nun keim Wind mehr, Sauerei! Nach einigen Minuten sah ich keine Änderung und dachte nur noch: Also was solls, nach dem alten Motte „alles oder nichts und raus“. Gedacht, getan, aufgezogen und gerade noch an der Kante abgehoben. Ein letzter Flug über Diana und Pablo hinweg, mit den Bergen der letzten Tage als stimmungsvollen Hintergrund, zum Landeplatz an unserem Hof gegleitet. Natürlich auch zu dieser Tour ein Video unter http://www.youtube.com/watch?v=9LORHcuhXtw . Schade dass es schon vorbei ist, aber die Intensität der Vier Tage wird noch lange in Erinnerung bleiben, denn das Motto steht nach wie vor: Lebe Deinen Traum, denn Du lebst nur einmal! In diesem Sinne bis zum nächsten mal!

24/10/2011 - 27/10/2011 Auch bei der Föhnstimmung noch was reissen können. Am Montag trotz Franks Warnung das in Kochel Föhnsturm peitscht mal auf den Blom geschaut und siehe da, kaum Wind. Eigentlich verdächtig, aber bei der herrlichen Abendstimmung muss einfach geflogen werden. Für den schlechtesten Fall probierte ich schon mal eine „Abstiegshilfe“ in der Rodelbahn  aus. Ausgelegt, rausgehaut und schon gings wie üblich dem Sonnenuntergang entgegen. Erst oberhalb des Stallauer Weihers wurde es dann wacklig, doch mit ein paar Korrekturen erreichte ich sicher den Landeplatz. Na also, es geht doch. Dann am Donnerstag mit Ultraspeed auf den Sonntraten, da ich gegen halb sechs zum Übungshang mußte. Wieder Föhn und dazu noch eine Nebelwand die von der Benediktenwand her das Isartal dicht machte. Blitzauslegen, starten und knapp an der Suppe noch gelandet, einfach genial. Dabei konnte ich durch die Nebelstimmung fantastische Eindrücke einfangen. Anschließend mit Knut am Übungshang Aktion Drachen und lenken. Das mit dem lenken übe ich noch, zumindest beim zweiten Anlauf gings schon besser, denn der erste endete in den Bäumen (Lustig!). Dann mal auf in ein verlängertes Wochenende das in den Bergen wieder Traumwetter für uns bereit hält.

21/10/2011 – 23/10/2011 Ein Wochenende der Superlative liegt wieder hinter uns und es begann schon am Freitag mehr als sensationell. Mit dem letzten Abendlicht gemeinsam mit Frank auf das Koteck/Umsetzer am Brauneck gerannt. Am Weg erstaunlich viel Schnee, was für Frank den ersten Schneestart bedeutete. Wie üblich ein Traumflug über der Demmelspitze und einem herrlichen Abendpanorama als fantastischen Hintergrund. Am Landeplatz noch leichte Turbulenzen durch den Talwind gefolgt vom obligatorischen Landebier im Jagdstüberl. Der Samstag dann nicht nur Wettertechnisch der Hammer. Zusammen mit Diana, Günther und Pablo ins Wetterstein gefahren und über die Wangalm zum Scharnitzjoch aufgestiegen. Eingerahmt von den klassischen Klettergipfeln der Schlüsselkarspitze bis zur Leutascher Dreitorspitze blieb uns buchstäblich die Luft weg. Ein Szenario, noch hervorgehoben durch den Neuschnee dass seines gleichen sucht. Über die Erinnerungshütte bin ich dann noch mit Pablo bis zum Felszahn der Gehrenspitze 2367m gerannt. Panorama und Tiefblicke der allerfeinsten Güte. Kaum zurück am Erinnerungshütterl legten wir schon unsere Schirme unter lauten Pabloprotest aus. In dieser wilden Umgebung starten zu dürfen ist schon ein Geschenk an uns Flieger! Diana durfte auch noch ordentlich unterlaufen als sie einen Seitenwind abbekam. Der Flug purer Genuss, auch wenns ganz schön frisch war. Beim landen satter Gegenwind aus Nord, der beim Rückmarsch zum Auto auf West drehte. Fast zur gleichen Zeit kamen wir dort mit Günther und Pablo zusammen. Hier auch noch ein dickes Dankeschön an Günther der tapfer mit unserem Kraftpaket“ Pablo solo abstieg. Ein fantastisches Traumvideo dazu natürlich auch wie immer unter http://www.youtube.com/watch?v=msRq4P711qI . Am Sonntag wollte es Diana etwas ruhiger angehen und so fuhren wir wieder bei Traumwetter ins hintere Lechtal nach Bach zur Jöchelspitze 2226m. Während Diana mit dem Sessellift hinauf fuhr versuchte ich mit allem was herging Anschluss zu halten. Der Anstieg, weil wohl selten begangen richtig abwechslungsreich und vor allem ruhig. Kurz nach Ihr traf ich an der Gipfelstation ein und beim weiteren Anstieg zu den oberen Startplätzen holte ich dann auf, so dass wir zusammen zu den obersten Startmöglichkeiten unter dem Gipfelkreuz der Jöchelspitze aufstiegen. Stärkerer, wechselhafter Südwind ärgerte uns beim auslegen, aber letzten Endes hauten wir uns doch raus. Natürlich ein Traumflug, allerdings in ziemlich verrissener, bockiger Thermik im Banne der Lechtaler und Allgäuer Bergwelt wurde uns zu Teil. Während es Diana im Tal etwas verblies (Außenlandung) erreichte ich den Landeplatz  an dem es aus zwei Richtungen rein blies. Das war wieder mal eine anspruchsvolle Landung. Natürlich auch hierzu ein Video unter http://www.youtube.com/watch?v=LDn2eTWSJBw . Ich glaube wir können so wohl mehr als zufrieden sein und darum schauen wir mal wie es diese Woche weiter geht. Die Tage werden immer kürzer und die Zeit drängt, darum greifen wir nochmal an!!! Natürlich alle Fluggebiete bald unter Walk and Fly beschrieben. 

18/10/2011 Eine düstere Woche mit einer dementsprechenden Kaltfront liegt hinter uns. Immerhin konnte ich mit Frank einen unserer Klassiker am Dienstag noch packen. Das gute, alte Hörnle musste mal wieder herhalten, nachdem sich der Jochberg eine „Mütze“ übergezogen hat. Natürlich mussten wir (gelernt ist gelernt…) einen Astreinen Rückenwindstart hinlegen um noch hinaus zu kommen. Der Rest war wie üblich für die Uhrzeit geprägt durch herrliche Abendstimmung eines wunderbaren Sunsetfluges! Ab heute sollte uns ja wieder schönes Wetter beglücken, wobei dann nur noch der Nebel problematisch werden kann. Also dann auf in ein hoffentlich erfolgreiches Bergwochenende!

10/10/2011 – 16/10/2011 Die letzte Woche war dann wohl ein kreativer Wetterreinfall. Am vermeintlich schönen Dienstag, der optisch was hermachte konnte ich mit Frank am Sonntraten nur die Segel streichen. Regelrechter Sturm aus Nordwesten vereitelte jede Startoption. Nach Wetterbesserung am Freitag war auch hier mit starken Windböen am Abend nichts zu holen und so konzentrierte ich mich restlos auf das fantastisch schöne Wochenende. Am Samstag zunächst in die Tannheimer auf einem Berg der nicht unbedingt unter Gleitschirmfliegern bekannt sein dürfte, der Hahlekopf 1758m. Keine weite Anreise, ein einsamer Anstieg und ein Traumstartplatz, das verbunden mit den wunderschönen Herbstfarben bei gigantischen Wetter, Fliegerherz was willst Du mehr. Das ich zum Hauptgipfel mit dem Kreuz auch noch rannte war klar. Perfekter Wind aus Osten machte den Start zum Kinderspiel und auch der zu überfliegende, bewaldete vorgelagerte Kamm war dann kein Problem mehr, allerdings möchte ich hier auch nicht unbedingt absaufen. Nach einer doch etwas windigen (aus Süden!) Landung marschierte ich wieder zum Frauensee hinauf wo mein Auto auf mich wartete. Das ganze natürlich wieder als Video unter  http://www.youtube.com/watch?v=_RqcFWCGCfY .Damit auch Pablo noch auf seine Kosten kam unternahmen Diana, Pablo und ich eine gewaltige Runde am Lech Höhenweg, wo wir gut 20 Km in ständigen Auf – und Ab ganz schön unterwegs waren. Auch hier dominierten die unglaublich starken Herbsteindrücke. Am Sonntag fuhr ich dann mit Diana nach Reutte wo uns der Hahnenkamm immer noch als Flugberg abging. Während Diana die neue Seilbahn benutzte sprintete ich in einer knappen Stunde zum wunderbaren Startplatz und ich muss zugeben für einen Skiberg ist der Anstieg auf einem kleinen Steigerl direkt ansprechend. Das Wetter wie tags zuvor phänomenal, wie auch die Sicht und selbst vom Wind her stand einem perfekten Flug nichts im Wege. Natürlich trafen wir am Startplatz auch Johann Fasser, da dies natürlich sein Hausberg ist und Er hier der Dauerflieger ist. Zum weiteren habe ich natürlich seine mehr als gute Gulaschsuppn von der Namlosen Wetterspitze Skitour aus dem Frühjahr her noch nicht vergessen (schade dass er keine dabei hatte…). Spitze das Johann ein paar schöne Startbilder von mir geschossen hat. Dafür und auch für die Hütterleinladung schon mal ein Herzliches Dankeschön!!!!!! Der Flug selbst schön ruhig, ein Herbsttraum halt. Ebenso die Landung bei ruhiger Luft problemlos. Auch hierzu ein Video unter http://www.youtube.com/watch?v=pTfEtU-LkhM . Danach wieder eine große Pablorunde am Lech und diesmal in ein völlig neues Gebiet das derartig überraschend schön war das mir glatt die Luft weg blieb. Direkt südliches Ambiente mit erheblichen Höhenunterschieden. Ein Traumgebiet und kaum 5 Minuten Fahrzeit von uns entfernt. Pablo hatte jedenfalls seinen Spaß und das Wochenende ist wohl nun wirklich gut ausgenützt. Jetzt sollte auch der Wochenanfang so werden, denn ab Mitte naht wieder eine Kaltfront! 

08/10/2011 – 09/10/2011 Irgendwo ja klar, wie oft habe ich schon gesagt es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Ausrüstung. Nachdem Motto am Samstag mit Pablo zur Benediktenwand 1801m aufgebrochen, noch dazu wo „Super“ Mario und seine Freunde aus der Heimat im Unterstandshütterl unmittelbar am Gipfel tapfer nächtigten. Der Aufstieg von Benediktbeuern zieht sich gehörig in die Länge und unterhalb der Tutzinger Hütte begann die weiße Pracht. Für Pablo natürlich die Höchste Freude, was sich im dauerwälzeln äußerte. Im Latschendickicht am Westanstieg wurde es knapp ein halber Meter, auch nicht schlecht. Am Gipfel angekommen freuten sich alle über den heißen mitgebrachten Glühwein und einigen Lebkuchen, dass auch noch…es weihnachtelt schon! Gemeinsam stiegen wir im Schneesturm wieder zur Hütte ab, wo eine warme Suppn auf uns wartete und mit einer Radlerhalben auf die sächsische – bayrische Freundschaft angestoßen wurde. Danach marschierten die Burschen zu einer weiteren kalten Nacht über die Probstenwand zur Neulandhütte, während Pablo und ich den langen Rückweg ins Tal antraten. Natürlich auch dazu ein zünftiges Video unter http://www.youtube.com/watch?v=G9rNF1VXrpI . Am Sonntag lachte dann sogar ein bisschen die Sonne durch die Wolken hindurch und ich konnte mit Pablo wieder mal eine neue Route am Lech erkunden. Herrliche Aus – und auch Tiefblicke wurden uns zu Teil, immer wieder schön so herrliche Natur direkt vor der Haustüre zu haben! Dann mal auf in die Woche, mal sehen ob doch nicht irgendwas geht!

04/10/2011 – 05/10/2011 Nochmals die Ruhe vor dem Sturm ausgenützt. Zunächst mit Diana Dienstag Abend zum Buchenberg gefahren und den üblichen „Run“ durchgezogen. Bei bester Abendstimmung einer Traumflug, mit minimalen Steigwerten über den Füssener Seenland genossen. Ein anschliessendes Landegetränk war natürlich obligatorisch! Gestern Abend dann mit Jochberg Urgestein Frank dem Hörnle aufs Dach gestiegen. Wie immer halt mit Frank „Vollgas“, er ist halt ein „zacher Hund“. Mit etwas Seitenwind hatte Frank dann auch noch einen ordnungsgemäßen Hörnle Startabbruch, aber beim zweiten hebte er Lehrbuchhaft ab und schwebte in ruhiger Luft zum Landeplatz. Ich natürlich gleich hinterher um ebenso den vermutlich letzten Flug bis nächste Woche zu meistern. Dann lassen wir die Kaltfront mal auf uns zukommen. Trotzdem schon mal Euch allen, dem Wetter zum Trotz, ein schönes Wochenende!



01/10/2011 – 03/10/2011 Das war und ist ein Wetter, der Hammer! Nun endlich ist es endgültig soweit, die perfekte Kombination aus Bergsteigen und Gleitschirm fliegen. Was zunächst in Fluggebieten begann und über bekanntere walk and fly Berge führte endet nun in dem was ich schon mein ganzes Leben machte: Berge besteigen nach Lust und Laune! Jetzt bin ich an neuen Bergen unterwegs die vermutlich bisher selten oder noch nie einen Gleitschirm zu Gesicht bekamen. Als erstes ging es am Samstag mit Diana, Günther und Pablo ins Lechtal. Auf der Allgäuer Seite ragt in der vergessenen Rossteingruppe die Grubachspitze 2110m auf. Von weiten sah ich große Rinnen, mit Wiesen zwischen den Latschenbänken, also könnte es gehen. Der landschaftlich herrlicheAufstieg mit den knalligen Farben der Herbsstimmung brachte uns schnell über das Sättele an den Gipfelaufbau heran. Immerhin auch knappe 1100 Höhenmeter! Der Gipfel selbst klein und schmal, aber ein SW Start wäre möglich, da wir aber NO hatten legten wir 50 Höhenmeter unterhalb des höchsten Punktes aus. Ich zuerst in einer steilen, mit Steinen durchsetzten Flanke wo mir immer wieder der Schirm abrutschte. Irgendwann klappte es und ich konnte mich über das Lechtal raushauen. Diana probierte es einige Meter weiter unten und legte ebenfalls einen Superstart zwischen den Latschen hin. Der Flug der Höhe entsprechend gigantisch. Beim landen hatten wir dann schon Starkwind und mußten uns dementsprechen dagegen stellen, aber das hatten wir auch im Griff. Das Video dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=efteVRihMCk . Am Sonntag startete ich dann nochmals früh morgens ins Lechtal um wieder auf der Allgäuer Seite tätig zu werden. Von Holzgau aus marschierte ich den unverschämt steilen, größtenteils verwachsenen und schwer zu erkennenden Steig zu den Almböden der vorderen Mutte empor. Die Aus – und Einblicke waren kaum mehr zu überbieten, wer verirrt sich in diesen vergessenen Winkel der Peischelgruppe? Die Krönung folgte dem schmalen Gipfelgrat, eine Gipfelfläche von einer satt grünen Wiese überdeckt, das Kreuz leicht unterhalb. Die schier unglaublich kräftige Farbe des starken Grüns muss wohl durch Wasserundurchlässigkeit des Untergrunds herrühren. Sanfte Neigung, später abbrechend, der ultimative Startplatz von O über S bis W…..unglaublich und wirklich nur für den walk and flyer erreichbar der sich über 1300 Höhenmeter rauf arbeitet. Start und Flug im Banne der Lechtaler - wie auch Allgäuer Alpen sensationell. Fliegerherz was willst Du mehr. Auch dazu ein Video unter http://www.youtube.com/watch?v=s9gZ7RVyO6w .Es folgte was folgen musste, auch der Montag musste ausgenutzt werden. Diesmal mit „Super“ Mario natürlich wieder ins (GOTTSEIDANK) einsame Lechtal nach Kaisers. Ebenso wie am Vortag ein einsamer versteckter Steig, den wir prompt mehrmals verfehlten gut 700 Höhenmeter zum lieblichen Hahnleskopf 2210m hinauf. Ideale Startmöglichkeiten nach Westen sind geboten, aber das musste warten. Wir rannten weiter den Grat entlang und stiegen ins Obergriestal in das gleichnamige Kar ab, dieses gequert und über Geröll, Schrofen und Steilgras in die Einsattelung zwischen Rotschrofenspitze 2588m und Griestaler Spitze 2622m. Letzter wollten wir packen und kletterten den brüchigen Südgrat (II) zum Gipfelkreuz hinauf. Nur wenige Eintragungen in den letzten zehn Jahren, wahrlich ein einsames, alpines Ziel. Somit auch heute gute 1200 Höhenmeter, na also es geht doch was, warum ich den Gleitschirm allerdings da überall mitschleppte war Mario rätselhaft. Ich tat es als aufgestocktes Trainingsprogramm ab. Denselben „Rampf“ wieder zurück und kaum am Hahnleskopf angekommen legte ich bei sehr leichten Westwind meinen Schirm aus. Es folgte ein Bilderbuchstart hinab ins Lechtal. Der Flug herrlich ruhig, wie auch die Landung sanft und weich. Auch hier ein Video unter http://www.youtube.com/watch?v=Ykd_bcEkVYE . Ich kann somit mit der Ausbeute dieser Tage mehr als zufrieden und glücklich sein. Die Symbiose aus Bergsteigen und Gleitschirm fliegen hat endlich zu 100% stattgefunden, jetzt geht’s erst richtig los! Natürlich findet Ihr wieder ausführliche Tourenbeschreibungen der neuen Flugberge unter Walk and Fly.


28/09/2011 – 29/09/2011 Die letzten Tage waren durch diesen „hundsgemeinen“ Ostwind zumindest abends ziemlich verweht. Zunächst einen Sprint auf den einsamen Enzenauer Kopf und danach auch am Penzberger Übungshang dieselben schlechten Bedingungen und somit eine klassische Nullrunde. Gestern dann der vermeintlich bessere Tag, aber nachdem ich mich nach einem Speedanstieg auf den Blom mit Diana am Ostgipfel traf hockten wir vergeblich wartend, mit noch zwei Fliegerkollegen beim „Parawaiting“ bis zur Dunkelheit in der Gegend rum. Ein Aufbauversuch endete im verwehten Zustand, einer kam dann doch so irgendwie raus und erst als es dunkel wurde flaute der Wind endgültig ab (Super!). Wir traten dann zu dritt den Abstieg durch batziges Sumpfgelände in das Tal an. Zumindest die Abendstimmung war ein Traum und wie üblich Hauptsache was gemacht! Ein verlängertes Wochenende steht vor der Türe, also reiß ma was gscheids


SONDERMELDUNG JUNGFERNFLUG

27/09/2011 Unglaubliche Neuheiten in Form von aller Wahrscheinlichkeit nach einer Erstbefliegung, so zu sagen ein Jungfernflug! Somit für beide „Teilnehmer“ eine Premiere der besonderen Art. Die Idee stammt vom „Jochberg“ Frank Sacher, der sich schon seit längerem fest in den Kopf gesetzt hat den Rabenkopf in Angriff zu nehmen, aber alleine sich noch nicht ganz sicher war und darum wollten wir gestern gemeinsam einmal die Lage vor Ort checken. Diese Abendtour dürfte dann mit dem Wort spektakulär oder besser gleich Wahnsinn am besten beschrieben sein. Zunächst ein völlig irrer Anstieg durchs Unterholz und steiles, rutschiges Grasgelände um über den Grat zum Rabenkopfvorgipfel (Schwarzeck) zu gelangen. Genau nach meinem Geschmack, chaotische 900 Höhenmeter und natürlich wie immer mit einem schweißverursachenden Affenzahn! Dann ein Startplatz der den Namen nicht mehr so ganz verdient. Klein, eng von Bäumen umgeben, na Toll. Frank meinte nur er hätte das anders in Erinnerung. Ein erster Startversuch endete durch eine starke, mit Seitenwind versetzte Ablösung im Baum neben mir. Ein Unterlaufen ist in dem engen Gelände nicht drin und die Bäume sind zwar niedrig und der Schirm fiel darüber hinab, nur die Leinen natürlich nicht. Das raufklettern und „befreien“ wurde fast zur Überhängenden Kletterei, da der dünner werdende Stamm sich unter meinem Gewicht schon durchbog. Na, Hauptsache was zum Lachen, aber dann wohl erst recht ein weiterer Versuch. Im zweiten Anlauf etwas unterhalb und schräger ausgelegt, aber dann gab der Wind nach (Aaahh!!), aber nach einigen Minuten kam er schwach wieder und zumindest für das aufziehen musste es reichen. Beherzt und kraftvoll angerissen, eine kleine Tanne (Rücksichtslos) „überfahren“ und knapp, aber noch mit etwas Luft unterm Sitzbrett hinaus geflogen. Zurück blieb Frank und ich fragte mich für was er sich entscheiden würde……

Dazu am besten seine mehr als herzliche Mail die er anschließend verfasste:

Hallo Norbert,
also mal Gratulation!! Ich wäre nie geflogen wenn du es nicht vorgemacht hättest.
Du hast das Talent deinem Mitflieger eine Portion Selbstvertrauen zu geben ohne viel zu reden.
Das war heute mein gigantischstes Starterlebnis meiner Flugkariere.
Zuerst der irre Anstieg und dann Dein toller erster Start.
Sorry, ich musste so lachen als ich mir die Fotos angesehen habe.
Und dann der „Hoppelstart“ über die kleine Tanne und Dein unmittelbarer Ausruf, „Juhu es geht“.
Nach Dir ist der Wind komplett verebbt. Ich habe den ausgelegten Schirm dann genommen und habe ihn an Deiner ersten Startstelle ausgelegt. Dann hat der Wind gedreht und kam von hinten, ganz leicht von Süden.
Dann hat er laufend gedreht und ich stand und stand.
Zuletzt kam er wieder zwischen nichts und ganz leicht wie zu anfangs, ohne Kontinuität.
Ich stand und stand mit Helm und Leinen in den Händen.
Er wollte nicht kontinuierlich wehen. Dann kam eine Situation, etwas Aufwind, zwar wenig aber auch weiter unten auf der Startwiese in ca. 20 Meter bewegten sich Halme und dann habe ich angerissen, könnte ja immer noch abbrechen …..Wunschdenken. Der linke Baum und das rechte Bäumchen haben meinen Schirm frei gegeben und so lief ich um mein Leben. Ganz gegen meine Prinzipien eigentlich ………………..und es trug mich dann die Gasse raus über die Wipfel hinweg, der Hammmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmer!!!!!!
Diesmal war ich der Starfotograph ;-)
Also noch mal Danke und Du wirst mit deiner Idee Erfolg haben!!
Übrigens ich habe meine Stecken, mein T-Shirt und meine Käsesemmel oben liegen gelassen.
Wir müssen morgen wieder rauf……………………………..

Viele Grüße auch an Diana Frank

Mit freundlichen Grüßen,

Frank Sacher
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Nach dieser Aktion kann ich nur den allergrößten Respekt an Frank weiter geben und ich bin richtig stolz auf Ihn. Nicht nur das er mich mit auf SEINE Erstbefliegung genommen hat, sondern die ganze Tour überhaupt. Ein megaeinsamer, landschaftlich urwüchsig dramatischer Anstieg zu einem Gipfel der bestimmt bei niemanden auf der walk and fly Liste steht und sein Mut sich an einen Start zu wagen der eigentlich schon kaum mehr als solcher zu bezeichnen ist. Wie froh war ich das auch Frank sicher und gesund am Landeplatz ankam! Eine durch unsere Fliegerleidenschaft zusammen gekommene Freundschaft für die Ewigkeit, ich denke wir werden noch viele gemeinsame Flugabenteuer erleben. Ihr findet dazu auch eine Beschreibung unter Walk and Fly, aber es sei nochmals hier der Hinweis eingeworfen das der Rabenkopf eigentlich KEIN Flugberg ist!!!! Natürlich gibt es auch ein sensationelles Kamikaze Video das die Starts bestens mit der Helmkamera dokumentiert unter http://www.youtube.com/watch?v=z6rGd1wnXek . Viel Spass!!!Nach der einfachen Landung in den großen Wiesen in der Umgebung von Pessenbach fuhr ich gleich weiter ins Übungsgelände zum „Straflager“ Penzberg und marschierte oder besser rannte noch mehrmals mit dem Drachen den Hang hinauf. Starten geht schon ganz gut, wenn jetzt noch das lenken besser passen würde wär es was. Zumindest war ich schon richtig geil in der Luft und flott unterwegs. Heute Abend geht’s natürlich weiter und „Meister“ Wolf wird mich schon zu Recht biegen!!!!



26/09/2011 Es tut sich doch tatsächlich was im Leben. Nachdem ich mir meine Zukunft anders vorstelle als in der Monotonie des tristen, normalen Arbeitsleben zu verbringen und somit auf Dauer wohl geistig zu verarmen, habe ich nun die Weichen endlich gestellt. Zusammen mit der Bayerischen Drachen – und Gleitschirmschule, sprich mit Wolf und Knut sehe ich ein Licht am Ende des Tunnels indem ich versuche eine Ausbildung zum Kombi - Fluglehrer zu absolvieren. Das dabei zusätzlich auch das Augenmerk auf künftige walk and fly Touren, sowohl Abends, wie auch am Wochenende, bis hinzu Expeditionsartigen Reisen steht ist bei einem „Wahnsinnigen“ wie mir natürlich klar. Um dabei flexibler agieren zu können bietet sich auch der Drachen an und wer wäre besser geeignet als „Urgestein“ Wolf mir das beizubringen. Somit L – Schein Abendschulung mit vorherigem“Warmlaufen“ am Blom. Das Zeitfenster dabei ist bedenklich knapp und trotzdem schloß sich Frank Sacher gleich an, obwohl er eben Zeitbedingt auf ein gemeinsames Landebier mit mir dann verzichten muss. Darum schon mal nachträglich ein herzliches „Dankschön“ und das nächste Landebier geht auf mich! Diana war bereits vor uns da und genoss Ihren Abendflug, wie auch Thermikstar Stefan Frey mit seinem neuen, giftigen Flammenhochleister von Uturn. Mit Vollgas, wie üblich mit Frank, über die Skipiste die gut 500 Höhenmeter zum Startplatz gerannt und eigentlich hatte er sich auf den Schneisenstart am Ostgipfel eingestellt, denn der etwas kurz geratene Anlauf am NO Startplatz liegt Ihm nicht sonderlich. Doch gelernt ist gelernt und souverän haute sich Frank mit wenigen Schritten in den Abendhimmel hinaus. Am Gipfel lernte ich auch mal endlich den netten walk and fly Kollege Stefan Reinhardt kennen, auch an Ihm ein sorry für die Hetzerei, ich mußte halt weiter, ach ja und das mit dem Landebier gilt logischerweise ebenso für Dich! Am Start verhedderte ich dann gleich mal eine Leine an der Drachenrampe, wohl doch schon mal ein Hinweis für die Abenddrachenschulung? Danach ein schöner, ruhiger Flug über den Stallauer Weiher zum Landeplatz. Zusammen gepackt und ab zum Übungshang. Dort waren doch glatt nur zwei Drachenflieger und eine Gleitschirmschülerin. Letzen Endes war es dann doch gar nicht so schwer, außer im Sinne von Gewicht, da das Teil auf den Schultern aufliegt, aber beim starten, bei richtigen Anstellwinkel, stabilisiert sich der Drachen von selbst. Ich war zwar nur wenige Meter in der Luft, aber die Beschleunigung ist schon gewaltig und ich kann mir vorstellen was an einem richtigen Berg abgeht. Mal sehen was die nächsten Abende bringen und wie lange es dauert bis ich das Teil einwandfrei im Griff habe. Ein erstes kleines Video dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=b__OtlCBRhs .


23/09/2011 – 25/09/2011 Der Altweibersommer verwöhnt uns mit besten Wetterverhältnissen und so konnten wir am Wochenende wieder einmal so richtig abräumen. Am Freitag mit Diana zum Blomberg gefahren. Während Diana den Sessellift benutzte sprintete ich, wie üblich, die Skipiste hinauf und kam nur knapp nach Ihr an. Der Wind drehte so langsam auf NO und somit legten wir unsere Schirme leicht schräg am kleinen Startplatz neben dem Lift aus. Meinen Schirm haute ich regelrecht über die Drachenstartrampe drüber. Ein schöner Ruck und schon war Diana Lehrbuchmäßig in der Luft, gefolgt sogleich von mir mit ebenso problemlosen abheben. Der Flug ruhig, leicht thermisch mit entspannter Landung wo bereits unser Willi wartete damit wir noch ein paar Grillwürstl essen konnten. Am Samstag marschierten Diana und ich zu einem idealen walk and fly Gipfel, der nur aus Steilwiesen bestehenden Bleispitze 2225m in den Lechtalern. Eigentlich fast ein Rundumstartberg, nur rein nach Osten ist nichts zu holen. Von Bichlbächle aus stiegen wir genüsslich über herrliche Almwiesen ins Joch zwischen Gartnerwand und Bleispitze, um dann über einen aussichtsreichen Wiesengrat den Gipfel zu erreichen. Gut 950 Höhenmeter, vor allem für Diana eine stolze Leistung Ihren Schirm hier herauf zu schleppen. Traumhafte Stimmung, bei perfekten Wetter nur der Wind war etwas mager, was heißt er kam mit einem Hauch von Nichts aus SO. Diese Richtung wäre startbar, aber da es hier mehr als klippenartig steil hinab geht wäre schon etwas mehr Wind nötig um anständig weg zu kommen, so entschieden wir uns in der nicht minder Steile Nordseite zu starten, was aber bei dem leichten Rückenwind kein Problem sein sollte, zumal bereits erste Ablösung die Hänge herauf kamen. So war es dann auch und wir konnten beide einen Hammerflug in Banne von Ammergauern, Wetterstein, Miemingern und Lechtaler Berge absolvieren. Nach einer ruhigen Landung in Bichlbach musste ich natürlich noch schnell die 150 Höhenmeter nach Bichlbächle laufen um das Auto zu holen. Natürlich eine ausführliche Beschreibung unter Walk and fly, wie auch ein Video dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=tRn1jXGslas . Am Nachmittag legte ich dann noch mit Pablo eine sportliche Windachspeicherumrundung mit Badeeinlage ein. Der Sonntag gehörte dann ganz Pablo und wir gaben Vollgas in den Ammergauern am 1910m hohen Kreuzkopf. Über einen sehr versteckten und einsamen Jägersteig über herrlich gelegene Almwiesen zum Grat und über diesen in leichter Schrofenkletterei (I) zum höchsten Punkt. Für Pablo natürlich wieder ein Rundumwohlfühlpaket, von kraxeln über Gamsen, bis hin zum plantschen im kühlen Wasserfall war alles geboten. Das lustige Video dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=8Lfn1HqLZaQ . Dann mal wieder auf in eine neue Woche, wobei das Wetter hält und somit wohl einiges laufen wird.





21/09/2011 – 22/09/2011 Eine feine Kombination aus ALT und NEU in dieser Woche gelungen. Zunächst mit Diana, die bereits voraus marschierte und natürlich dem Jochberg Spezialisten schlechthin, unseren Frank Sacher auf seinen geliebten Hausberg (wie bereits erwähnt). Mit dem für Frank üblichen Monsterspeed die Verfolgung aufgenommen und so trafen wir bei sensationellen Traumwetter kurz nach Diana am Gipfel ein. Der kaum vorhandene Wind machte den ansonsten harmlosen Startplatz schon etwas anspruchsvoller, aber mit etwas Schwung hauten wir uns alle knapp über die Baumwipfel hinaus und genossen unseren wohl verdienten Sunsetflug! Die Stimmung hier oben mit zwei Seen unterm Hintern ist immer wieder ein Traum, ebenso wie das obligatorische Lande - Bier/Radler/Spezi beim Grauen Bären in Kochel! Gestern, obwohl die Tage ganz einfach immer kürzer werden schnell zum Tegernsee gefahren, weiter über die Mautstrasse zum Scharlinger Moos und mit allem was herging hinauf gestürmt, da es sich immer mehr Hochnebelartig überzog. Am Startplatz Kircherl stand der Wind tadellos aus Norden an und so konnte ich problemlos in die Luft kommen. Auch hier der Flug über der glänzenden Wasserfläche des Tegernsees herrlich. Es wurde auch Zeit, den am Wallberg war ich noch nie zum fliegen, wobei ich denke unter Tags ist es wohl hier auch ziemlich voll, während Abends nur zwei weitere walk and fly Kollegen unterwegs waren. Natürlich durfte ich zum Schluß wieder zum Scharlinger Moos aufsteigen und somit war ich heute auch mit gut 900 Höhenmetern dabei. So muß es sein – damit währen wir wieder beim Thema: Lebe Deinen Traum…denn Du lebst nur einmal! Natürlich wie immer eine ausführliche Beschreibung unter Walk and Fly, wie auch das Video dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=q57QAru9WQg .Dann auf in ein hoffentlich ergiebiges, abenteuerreiches Wochenende!


16/09/2011 – 17/09/2011 Nachdem wir ja alle wußten das es am Wochenende einen gravierenden Wetterwechsel geben wird, setzte ich alles daran am Freitag noch was zu reißen. Mit dabei wieder der zähe „Jochberg“ Frank. Diesmal nahmen wir uns einen der klassischen Hausberge vor, den 1790m hohen Heimgarten. Unter Fliegern weniger bekannt, doch er wurde bereits erflogen und somit sollte es auch für uns gehen. Als Sunsettour stolze 1100 Höhenmeter zu packen hat schon was (allen Respekt an Frank!!). Der Weg Abends schön und ruhig im krassen Gegensatz zu unter Tags, wo der Berg hoffnungslos überlaufen ist. In 1 Stunde und 20 Minuten waren wir dann bereits oben und es dämmerte uns warum der Berg eher weniger beflogen wird. Eine Ansammlung an Kämmen und Graten verursacht ein ziemliches Durcheinander aus versteckten Lees. Egal wie gestartet wird, es müßen Kämme überflogen werden. Dazu kommt die ziemliche Distanz zum Landeplatz, wo ein absaufen unweigerlich im Baum enden würde. Allerdings ist die Aussicht phänomenal, also selbst die Tour schon ein Erlebnis. Der vorhergesagte Föhn brach leider schon jetzt durch und so standen wir in relativ starken, wie auch böigen Südwind. Zunächst gingen wir nochmals den Grat hinab auf der Suche nach weiteren Startmöglichkeiten, die aber eher mager ausfallen. Einzig in der Scharte vor dem Raueck gäbe es nochmal eine eingeschränkte Startmöglichkeit. Kurzzeitig flaute der Wind nochmals ab und wir gingen zurück zu den kleinen SW Startplätzen am Gipfel. Kaum angekommen wieder Starkwind. Frank entschied sich zum sicheren Abstieg und ich legte trotzdem einmal aus. Der gegenüberliegende Kamm, vielleicht 100m niedriger muß überflogen werden, das damit durch den starken Wind vorhandene Lee dürfte sehr heftig ausfallen. Meine Idee war sich nach dem Start mit dem Wind am Hang entlang seitlich versetzen zu lassen um möglichst hoch und auch weit nördlich des Rauecks die Lees halbwegs zu vermeiden. Zwei haarige Notlandeplätze für alle Fälle hatte ich schon, eine extrem steile Hanglandung in den Latschen oder eine winzige Wiese im Kessel unter dem Heimgartengipfel. Beide wollte ich aber, wenn möglich, eher nicht „persönlich“ kennen lernen. Noch einmal tief Luft geholt und zuversichtlich den Schirm aufgezogen, nahezu senkrecht abgehoben, Kappe stabilisiert und sogleich nach rechts weggedreht. Mit leichten steigen und nur minimaler Vorwärtsfahrt im Aufwind den Grat entlang geflogen und mit guter Höhe und Abstand nach Nordwesten hinaus gekommen. Geschafft! Jetzt nur noch Höhe halten, was über den Illing hinaus sehr gut gelang so daß ich mit gut 500m Luft unter dem Hintern über Ohlsatdt ankam. Die untergehende Sonne bildete das perfekte Bild eines unvergesslichen Abendfluges! Die Landung sanft unmittelbar am Parkplatz, wo bald der mit Highspeed abgestiegene Frank auftauchte und immer noch fit für ein Landebier war. Tourenbeschreibung wie immer natürlich unter Walk and Fly, wie auch das passende Video unter http://www.youtube.com/watch?v=RTywF-Oq2qE . Bei der nächsten Tour mache ich es wieder gut und suche uns einen etwas gutmütigeren Berg heraus. Am Samstag dann noch vor der heran ziehenden Kaltfront im Föhn mit Pablo auf den herrlich ruhigen Hochwildfeuerberg marschiert. Pablo hatte wie üblich seinen Spaß zwischen jagen, spielen, baden und so weiter. So, dann starten wir mal in die neue Woche und schauen was wir anstellen können.









12/09/2011 – 15/09/2011 Eine abwechslungsreiche Woche neigt sich dem Ende zu. Zunächst am Montag gemeinsam mit Frank und Mario die 900 Höhenmeter über den elend steilen Jägersteig auf den Schönberg marschiert. Diana war schon vor uns nach der Arbeit unterwegs und erreichte den Gipfel über den längeren Normalweg so daß wir uns alle am höchsten Punkt trafen. Der zuvor etwas stärkere Wind ließ passend nach und wir hatten einen der grandiosesten Abendflüge überhaupt. Stimmung pur, die Bilder sagen in dem Fall wirklich mehr als Worte. Am Dienstag sprintete ich kurz auf den Sonntraten und obwohl am nahen Brauneck SW Wind mit über 40 Km/h blies mußte ich mich hier bei scharfen NW und somit Seitenwind geschlagen geben. Der Hammer kam dann am Donnerstag, wo ich eigentlich den Staffel in der Jachenau testen wollte. Im kleinen Nest Niggeln hielt ich Ausschau nach einer Parkmöglichkeit, am Ortsende lud zufällig gerade ein Handwerker sein Auto aus und ausgerechnet den fragte ich nach einen Parkplatz. Die Antwort kam flott und mufflig. Solche wollen wir hier nicht und dann sah er daß ich einen Gleitschirm hatte. Es folgte was mir noch nie bei meinen ganzen Flügen passiert ist, der Typ tickte komplett aus. Ja wenn Du da rauf gehst und fliegst zeige ich Dich an und die Staatsanwaltschaft wird ermitteln, dann parke ich Dein Auto zu damit Du nicht weg kommst und so weiter und so fort. Ich konnte mir sein eigentliches Problem nicht erklären und da es sowieso um halb Acht dunkel wird und mein Zeitfenster knapp berechnet ist fuhr ich halt weiter. Der nächstgelegene Berg ist der Hirschhörnlkopf, wobei hier eigentlich nur Startplätze in Südliche Richtungen gut gehen und somit war es mir klar das ich nur noch eine Trainingstour vor mir hatte. Was solls, Hauptsache etwas gemacht und wie erwartet blies der Wind streng aus NW über den Gipfel. Ein Start mit anschließenden Flug auf die Leeseite erschien mir als zu riskant (ja auch das gibt es…manchmal!). Dafür soll ja Freitag und auch Samstag morgens noch recht schönes Wetter kommen. Na, dann auf ins Wochenende!











09/09/2011 – 11/09/2011 Eine nochmals richtig sommerliches Wochenende liegt hinter uns. Am Freitag Abend noch mit Diana auf den Buchenberg gestürmt und einen unglaublich eindrucksvollen Sunsetflug, in wahrlich grandioser Stimmung absolviert. Die Bilder sprechen für sich! Am Samstag in aller Frühe nach Steinberg im Rofan gefahren und über den, mit leichten Kletterstellen, wie auch Drahtseilversicherten Südanstieg zum 2196m hohen Guffert gesprintet. Gute 1200 Höhenmeter in knapp 2 Stunden (Ächz). Der an der Schulter liegende Startplatz hat es in sich. Ein bischen Wiese mit Steinen durchsetzt in Schrofengelände übergehend. Je nach auslegen SO – SW, aber bei SW (das ich hatte) musste ich auch noch den Gratansatz als Turbulenzfalle des Gufferts mit einplanen. Der Start, bei Föhniger Tendenz, gleich mit einer Böe und einem Klapper verbunden. Da ich aber kaum in der Luft war konnte ich halb laufend teils im Schotter abfahrend den Schirm wieder unterlaufen, nochmals anbremsen und kam dann raus. Wer hier unterlaufen will sollte schon eine gehörige Portion trittsicherheit mitbringen, den in dem groben Schotter wäre ein Sturz ziemlich schmerzhaft. Der Flug den Windverhältnissen entsprechend ruppig, aber trotzdem ungemein aussichtsreich und schön! Die Landung in Steinberg auf den ausladennden Wiesen kein Problem. Das zurück fahren schon eher, da ich bereits vormittags im gnadenlosen Rückreisestau endete. Tourenbeschreibung wie immer unter Walk and Fly und natürlich auch das Video dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=-QuSjhRHFUg . Am Sonntag dann noch mit Diana und Pablo nach Bichlbach zum Alpkopf. Für Pablo bei der Hitze ideal weil wir im Tal an einem großen Bach spazieren gehen konnten und er nach herzenslust im kühlen Nass plantschen konnte. Zwischendurch startete ich mit der Alpkopfbahn (4,70 Euro/Gleitschirmflieger) Richtung Gipfel. Der kurze Anstieg über 200 Höhenmeter über die Schulter natürlich ein Klacks. Trotz Bahn und Traumwetter kaum bevölkert, Gleitschirmflieger sowieso mehr als selten. Heute war der Föhn stärker und der Uhrzeit entsprechend ein Mix aus Böen und Thermik. Nach einem etwas rausgepressten Start folgte ein ziemlich holpriger Achterbahnflug über dem Tal. Erst im Landebereich wurde es ruhiger und somit hier problemlos. Diana verzichtete auf Grund der Verhältnisse auf einen Start, nach dem sie gestern auch noch sah wie am Brauneck einer am Nordstartplatz bei böigen Verhältnissen im Baum landete. Auch zum Alpkopf nun ein Video unter http://www.youtube.com/watch?v=V7oCM37RqDk . Na dann lassen wir der neue Woche mal ihren Lauf und sehen was sie noch bringt!







06/09/2011 – 08/09/2011 Eine recht gemischte Woche neigt sich dem Ende zu, aber die Aussichten auf das kommende Wochenende schauen bereits sehr hoffnungsvoll aus. Den wohl besten Tag hatte ich am Dienstag, wo nochmals der Klassiker Jochberg auf dem Plan stand. Bei besten Verhältnissen aufgestiegen und ebenso in wunderbar laminaren Aufwind der Abendsonne entgegen geflogen. Eigentlich wollte ich mich ja mit frank Sacher treffen, aber wir Helden haben uns in der Treffpunktzeit verplant und so konnte ich noch die alte Kesselbergstrasse hinauf joggen um noch rechtzeitig beim Abendessen beim Staudenwirt gegen 20.00 Uhr aufzuschlagen. Am Mittwoch dann trotz aller schlechten Prognosen ein sonniges, aber stürmisches Schönwetterfenster erwischt. Zunächst mit Speed aufs Stallauer Eck und weil es gerade so zünftig war weiter zum Zwiesel, de mich sogar mit prächtiger Aussicht empfing. Zurück dann, um die Runde abzuschließen, über Angerl – und Enzenauerkopf wieder abgestiegen. Na also, so muß Training aussehen. Gestern zum Abschluß mit Pablo auf den höchsten Punkt unseres Landkreises, dem Wurzberg bei Reichling. Dabei erkundete ich, kaum zu glauben, eine Skitourenmöglichkeit mit knapp 200(!!!) Höhenmetern und landete schließlich in Tibet(?!), da hat doch glatt einer in seinem Gemüsegarten einen Tempel aufgebaut, auch nicht schlecht! Am Wurzberg dann das übliche Alpenpanorama und für Pablo eine Schafherde, Hundeherz was willst Du mehr.







03/09/2011 – 04/09/2011 Trotz der föhnigen Lage konnten wir am Wochenende noch abräumen. Am Samstag gemeinsam mit Diana, Günther und Pablo über Bayerischzell/Ursprung zur Ackernalm gefahren. Das Wetter mehr als traumhaft schön und da wir wegen der Südstartplätze ohnehin besonders früh dran waren auch noch ruhig und menschenleer. Der einfache Aufstieg wartet mit enorm eindrucksvollen Ausblicken zum Alpenhauptkamm auf, ist zudem gespickt mit wunderschön malerischen Almen und bietet eine besonders kräftige, in allen Farben schimmernde Flora. Dementsprechend gab es viele Wassertröge für Pablo zum plantschen! Über den felsigen Durchschlupf am Burgstein und den anschließend langen Rücken erreichten wir schließlich den aussichtsreichen Gipfel, immerhin der höchste im Mangfallgebirge. Die ganze Südseite ist eigentlich Startplatz und somit von SO bis SW völlig problemlos. Zeitlich noch so früh das unser bayrisches Talwindsystem auch kein Problem darstellt. Etwas westlich vom Gipfel ausgelegt und unter massiven Protesten von Pablo gestartet. Zunächst Diana die sich leider etwas zu weit an den gegenüber liegenden Kamm gewagt hat, der offenbar mit einem weitreichenden Lee davür sorgte das Sie an Höhe verlor und somit eine Landung in unmittelbarer Nähe der Ackernalm einfach sicherer war. Ich konnte mich an den Berghängen des Sonnwendjochs über das Schönalmjoch in Aufwinden ganz gut halten und erreichte so den 7 Km entfernten Landeplatz am Ursprungpass. Da das Tal hier allerdings relativ eng wird hatte ich den üblichen Düseneffekt und stand ziemlich im Wind mit den dadurch verbundenen Turbulenzen. Mit etwas „driften“ also einer versetzten Landeeinteilung kam auch ich dann sicher auf den Boden. Wenig später kamen auch Diana, Günther und Pablo und wir feierten den erfolgreichen Tag bei einer gschmackigen Bayerisch Creme im Winklstüberl! Der eindrucksvolle Flugberg zum einen beschrieben unter Walk and Fly, wie auch das Video dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=fV-EEYI4WJE ! Am Sonntag konnte ich dann noch mit Pablo im Bereich zwischen Apfeldorf und Hohenfurch eine Bilderbuchsafari am wilden Lech durchziehen, wohl eine der landschaftlich schönsten Routen im Landkreis!







29/08/2011 – 31/08/2011 Die Woche begann eher gemischt mit einem in den Bergen wolkenverhangenen Montag, im Vorland dafür schön sonnig und somit konnte ich eine gemütliche Wanderung mit Badeeinlage am Lech unternehmen. Der Dienstag führte mich mit Mario dann schon wieder zu höhere Zielen. Ohne Gnade sprinteten wir auf den Jochberg wo sich beim Anstieg Frank Sacher zu uns gesellte und wir so in 50 Minuten am Gipfelkreuz standen. Allen Respekt Frank! Über Super Kampf Mario brauche ich sowieso nichts mehr zu sagen, denn der liefert immer eine Hammerleistung ab. Der Wind stand tadellos aus Norden an und so stand einem herrlichen Flug über Walchen – und Kochelsee nichts mehr im Wege. So war es dann auch, Genuß pur, gefolgt von einer „flotten“ Landung! Am Mittwoch dann der komplette Abschuss im hinteren Isartal nach Fleck bei Hohenwiesen auf die Hochalm gerannt. Ein steiler Anstieg der einen gut zum schwitzen bringt überwindet so relativ schnell die gut 700 Höhenmeter. Der flache Gipfel lässt zunächst keinen Gleitschirmberg erahnen und (Schluck) direkt am Kreuz ist der sogenannte Startplatz. Ein gerade mal 6m langes Wiesenstück mit jähem, felsigen 20m Abbruch an dessen Ende. Na, Mahlzeit! Hinzu kamm das es noch relativ böig war und das ganze auch noch seitlich, dazwischen aber immer wieder forscher Hangaufwind von vorne. Ohne Wind wäre ein Start hier sowieso unmöglich. Mit Respekt, aber trotzdem mit dem Willen zum raushauen legte ich meinen „Flieger“ aus. Eine günstige Aufwindphase abgepasst und aufgezogen, zwei, drei Schritte und vor der Kante abgehoben. Huiii, na geht doch! Danach gleich eine gewaltige Startüberhöhung mittels strengen Aufwind, wo ich schon zum kämpfen hatte um nicht auf die Südseite und somit ins Lee verfrachtet zu werden. Annähernd auf 2000m Höhe angekommen näherte sich die Sonne den Kämmen der Benediktenwand und da wollte ich dann doch etwas Höhe abbauen. Mittels ein paar Spiralen gelang gelang dies auch problemlos und so konnte ich nach über 1 Stunde Flug eine tadellose Starkwindlandung abliefern. Das war doch mal wieder eine Sunsettour der Megaklasse! Wieder einmal ist der Name Programm:
megaextremesport – LEBE DEINEN TRAUM – DENN DU LEBST NUR EINMAL!
Natürlich wie immer die Tourenbeschreibung für die Hochalm unter Walk and Fly wie auch das Video unter http://www.youtube.com/watch?v=EBldzfImAGw !







26/08/2011 – 28/08/2011 Wenn die Wochenenden nur so genial weiter gehen würden….Zunächst am Freitagabend gemeinsam mit Diana, Evgheni und Chevy zur urigen Demmelspitze bei Lenggries gefahren. Für Chevy die erste Klettertour überhaupt und bereits beim steilen Anstieg zur Nadel musste er alles geben, aber Chevy biss sich fulminant durch! Die luftige Kletterei am Normalweg III+ absolvierten alle souverän, auch wenn sie an der schmalen, luftigen Schneide zu kämpfen hatten. Ebenso kam dann nochmals richtig Adrenalin beim abseilen auf. Da kann ich nur eines sagen: Allergrößten Respekt an Euch alle! Der Samstag war dann der absolute Schlechtwettertag, aber wie schon oft erwähnt gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Ausrüstung. Diesem Motto folgend sprintete ich schnell mit Pablo, der froh war das es nicht mehr so heiß war, auf den Illing. Schlamm, Batz, Regen, Blitz und Donner, aber trotzdem schee wars! Der Sonntag brachte dann wieder einen Traumtag und diesen nützte ich voll und ganz aus. Sehr früh über Reutte nach Heiterwang gefahren und mit allem was hergeht in das Thanellernordkar aufgestiegen. Hier weiter über den ausgesetzten Werner Rietzler Steig (I-II) zum 2343m hohen Gipfel. Im oberen Teil bis 30cm Neuschnee! Über 1300 Höhenmeter mit Gleitschirm in unter zwei Stunden. Als walk and fly Tour wohl eine der anspruchsvollsten dieser Gegend. Der Startplatz unmittelbar am Gipfelkreuz endet, schmäler werdend, nach wenigen Metern in Blockigen Abbruchgelände. Ein Startabbruch wäre hier nicht mehr möglich. Weiter unterhalb wären weitere Startmöglichkeiten, aber da wäre nur der Flug nach Süden drin, aber ich möchte nach Norden und das heißt den Grat beim Rintljoch ins Lee überfliegen. Mit mehr als mulmigen Gefühl ausgelegt, der Wind passte mit SW perfekt, anders wäre das aufziehen nicht machbar, denn durch den schmäler werdenden Anlaufweg ist ein unterlaufen auch nicht machbar. Noch einmal durch schnaufen, ruhig aufziehen, Kontrollblick und ab geht’s. Start gelungen, sofortige Überhöhung und mit gut 150m – 200m den Grat sicher und turbulenzfrei nach Norden überflogen, na also, geht doch! Der weitere Flug in der düsteren Nordflanke im Banne von Heiterwanger – und Plansee ein purer Genuss! Das landen dann unterhalb des Karliftes kein Problem. Sage und schreibe 3 Stunden nachdem ich losmarschiert bin schon wieder beim Auto, das ist schon fast beängstigend! Das war eine Tour, einfach nur Geil!!!!!!!!!! Das starke Video dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=6rlx4El7c_Q , wie auch die Tourenbeschreibung unter Walk and Fly. Im Anschluss noch mit Pablo eine herrliche Runde bei unserer zukünftigen Heimat Thaining über den aussichtsreichen Rücken mit der Bergkapelle.













25/08/2011 Nochmal eine gelungene Abendaktion in dieser Woche gepackt. Gemeinsam mit dem unkaputtbaren „Super“-Mario ins Loisachtal zur Teufelskapelle gefahren. Ein schweißtreibender Hitzeaufstieg konnte uns nicht davon abhalten die etwas brüchig, luftige Kletterei auf den Gipfelturm zu absolvieren. Mario, wie stets souverän beim Aufstieg, wie auch beim anschließenden abseilen. Perfekte Abendstimmung ohne Gewitter konnten wir zu unseren Gunsten dankbar verbuchen. Ein anschließendes Bad in dem eiskalten Wasser der sieben Quellen hatten wir dann mehr als verdient!
Dann auf in ein hoffentlich erfolgreiches Wochenende!!!



22/08/2011 – 23/08/2011 Jetzt lassen wir es mal so weiter laufen, aber wie es scheint mag sich die Luft nicht besonders beruhigen. Am Montagabend über die Direktroute vom Heiglkopfparkplatz auf den Blom Ostgipfel gerannt. Ideal, da der Wind voll aus Osten anstand, dennoch fast schon zu viel für den engen Schneisenstart. Mit voller Wucht zog es mich dann auch beim aufziehen in die Höhe, mit einigen Korrekturen wurschtelte ich mich dann aus dem Wald hinaus und trotz des starken Windes hatte ich ein ziemliches absaufen. Holprig ging es zwischen Windböen weiter, ein Geruckel und Gezuckel Richtung Landeplatz. Im Wind nahezu Stillstand, mit Wind eine flotte Angelegenheit, so dass ich mit viel driften einigermaßen landen konnte, Wahnsinn! Im Anschluss konnte ich noch mit Pablo, dem die Hitze der Tage ordentlich zum schaffen macht am Lech zum baden gehen! Der Dienstag war dann ebenfalls im walk and fly Fieber, allerdings sind knappe 35° im Schatten nicht jedermanns Sache. Ohne Erbarmen mit allem was geht auf das gute, alte Hörnle gestürmt, wobei der untere Startplatz der bessere gewesen wäre, nur der obere ist einfach schöner und so legte ich bei leichten Seitenwind (NO) den Schirm schräg aus. Der Start problemlos und dann oberhalb der Skipiste Stillstand, den ich nur mit Beschleuniger überwinden konnte. Megalangsam arbeitete ich mich nach vorne und konnte so ein abdriften in das Lee der Südseite verhindern. Danach wurde der Flug erstaunlich ruhig, nur die übliche Turbulenzschleuderhörnlelandung stand noch an. Jetzt stehen wieder einmal Gewittertage vor der Türe, mal sehen was diese Woche noch geht!

Nun endlich auch alle neuen Gleitschirm Touren mit Beschreibung/Videos unter Walk and Fly!
Extra auch hier noch die links zu den Videos:

Tegelberg Bergstation 1707m
http://www.youtube.com/watch?v=u32-shFSqwQ

Vorderunnütz 2078m
http://www.youtube.com/watch?v=P930VX8uW6k

Wank 1780m
http://www.youtube.com/watch?v=ztMmMT0eriA

Daniel 2340m/Upsspitze 2338m
http://www.youtube.com/watch?v=iiBFAGCyo5Q

Kohlbergspitze 2202m
http://www.youtube.com/watch?v=dutyLfLPCO0

Immenstädter Horn 1490m
http://www.youtube.com/watch?v=FDjuFw8I8jQ






15/08/2011 – 21/08/2011 Sensationell abenteuerlich war die erste Woche und die zweite steht der ersten in nichts nach. War der Feiertag noch richtig verregnet und endete somit in ein paar Sumpftouren in der unmittelbaren Umgebung so startete ich am Dienstag schon wieder voll durch. Die 1350 Höhenmeter am höchsten Gipfel der Ammergauer Alpen, dem 2340m hohen Daniel flott gepackt, dann weiter zur wenig niedrigeren Upsspitze 2338m und an ihrer westlichen Schulter einen schönen Startplatz gefunden (wie im letzten DHV Heft beschrieben), der Wind stand perfekt aus SW an und es folgte ein gigantischer Flug über den Ehrwalder Talkessel mit grandiosen Einblicken in die wilden Wetterstein- und Mieminger Gebirgsketten. Die Landung am offiziellen Landeplatz der Grubigsteinseilbahn wurde dann heftig, da der Platz vom Regen des Vortags dementsprechend durchnässt war und ich wie in einem Sumpf gleich einschlug und so auch dann aussah. Am Mittwoch besuchte ich dann meine Oma in Passau und es war klar dass ich auf dem Weg dorthin zu einem Flugklassiker einen Abstecher machen musste. Wie schon so oft auf den Osser gerannt, ausgelegt und im Banne von den Ossergipfeln und dem alles überragenden Arber einen herrlichen Flug nach Lam gehabt. Am Donnerstag eine weitere Tour in die Ammergauer Alpen unternommen. Diesmal von Bichlbach aus auf die 2202m hohe Kohlbergspitze gut 1200 Höhenmeter hinauf gestürmt. Startplätze in riesigen Ausmaßen sind hier oben geboten, nur wehte der Wind aus Nord, obwohl im Tal alles aus Süden kam. Gut, er war nicht so stark, also legte ich trotzdem aus und konnte mit den ersten Ablösungen problemlos rauskommen. Wieder ein Wahnsinnsflug zwischen den stolzen Gipfeln der Ammergauer- und Lechtaler Alpen. Im Landeanflug musste ich mit einem Modellflugzeug (Spannweite 3m!) meine Landeeinteilung ausmachen. Der Freitag führte mich gemeinsam mit Sabrina Mayr vom Intersport zur berüchtigten „Reindlkante“ am Laberkopf. Satte 7 Seillängen bis IV+ mussten bewältigt werden und das war für Sabrina immerhin die erste alpine Klettertour, da kann man nur eines sagen: Allen Respekt Madl!!!!! Am Samstag brach ich dann schon wieder zum fliegen auf. Zunächst einmal ins Allgäu zum Immenstädter Horn, bei der gleichnamigen Stadt gefahren. Die Parkplatzsituation im Allgäu mehr als bedenklich, meist Halteverbot oder nur für Urlauber, so ein Unsinn! Direkt am Alpsee neben der örtlichen Tourismusbehörde fand ich dann doch einen (gebührenpflichtigen) Parkplatz und gleich daneben eine inoffizielle Landewiese. Der Aufstieg überraschend schön über romantische Almwiesen mit plätschernden Bächen auf den mit imposanten Nagelfluhwänden flankierten Grat und weiter zum lieblichen Gipfelkreuz. Der Startplatz selbst befindet sich unterhalb und muss über eine sehr steile Grasflanke erreicht werden und entpuppt sich als extrem geneigte, von Kühen zerpflügte Almwiese und somit braucht es einen (tritt)sicheren Starter um hier gut weg zu kommen. Gesagt getan und einen angenehmen Flug über dem malerischen Alpsee genossen. Die Landung bei der Tourismusbehörde brachte mir glücklicherweise auch keinen Ärger ein und so konnte ich flott hinüber zum Buchenberg fahren wo schon Diana und Willi auf mich warteten. Während Diana mit der Sesselbahn fuhr speedete ich hier schnell unter 20 Minuten zum Gipfel empor, somit reichte es dann für diesen Tag wohl auch. Natürlich war dann etwas mehr Andrang und ich sehnte mich schon zu dem einsamen Startplatz am Immenstädter Horn zurück. Zu allem Überfluss kam auch noch Seitenwind auf und Diana verfehlte Knapp die linke Baumreihe beim rausfliegen, wobei es mir im Anschluss auch nicht sonderlich besser erging. Dafür konnten wir nach einer sauberen Landung mit Willi beim Griechen an der Talstation ordentlich einkehren und was soll ich sagen: Gut hats gschmeckt! Am Sonntag zum Abschluss auf den Spieser im Allgäu marschiert und es hätte alles so schön sein können, Bombenwetter, ein wunderschön malerischer Anstieg, traumhafte Aussichten und ein perfekter Startplatz nur waren wir knapp eine Viertelstunde zu spät dran, denn während wir auslegten drehte der Wind auf West und somit hatten wir eine Leesituation mit brachial eingelagerter Thermik. Dianas Start endete in einem abrupten absacken mit mehrfachen Überschlag und da war sie natürlich für heute mehr als bedient. Mit aller Wucht zog ich auf, dem abheben folgte ebenfalls das absaufen und ich bereitete mich bereits auf eine Bruchlandung an der Hirschalpe vor, doch da packten mich mehrere Ablösungen in Folge und beförderten mich auf akzeptable Flughöhe. Dennoch hatte ich alle Hände voll zu tun die Kappe stabil zu halten, aber zumindest war ich über die erste Geländekante hinweg, was folgte waren unregelmäßige massive Windböen die mich Achterbahnartig durch die Luft wirbelten und zuletzt einen Monsterklapper mit Verlust der kompletten rechten Flügelhälfte verursachten. Mit Gewichtsverlagerung auf die linke Seite und pumpartigen Bremsleinenzug öffnete sich die „Sauerei“ gleich wieder (Sicherheitstraining sei Dank). Der vom Tal kanalisierte Westwind blies mich buchstäblich aus Süden zum Oberjoch wo ich gerade noch die kleine Wiese an der Kirche als Landeplatz erreichen konnte. Das war doch mal richtig spannend!!!!! Danach stieg ich nochmals auf und nahm Diana Ihren Gleitschirm ab.
Da kann ich ja nur eines sagen: Die Tage habe ich mehr als genützt und es war auch dringend notwendig und ich denke es geht mir momentan mehr als gut!!! Da die Woche schon wieder so schön anfängt müssen wir es wohl heute schon wieder packen!

















08/082011 - 14/08/2011 Da kann ich wohl nur eines sagen, mein "komm wieder runter" Tourenprogramm läuft sprichwörtlich auf vollen Touren. Da möchte ich gleich hinzufügen das es mir nicht nur körperlich, sondern auch seelisch ungemein gut tut ohne zeitlichen Druck in meine Abenteuer aufzubrechen. Obwohl zu Anfang der Woche nicht gerade bestes Wetter vorhergesagt wurde konnte ich mit Pablo immer zum richtigen Zeitpunkt zuschlagen. Am Montag packten wir zunächst den malerischen Rötelstein von Glennleiten aus an, gefolgt am Dienstag von unserem Hausbergklassiker Hochschergen und prompt konnten wir bei beiden Touren die einzigen Sonnenstrahlen dieser Tage zu unserer Freude pflücken. Am Mittwoch wollte ich es dann wissen, auf zum fliegen! Nachdem ich ursprünglich ins Ötztal wollte, aber dann sah das sich die Wetterentwicklung nicht zu meinen Gunsten entwickelte und ich zusätzlich noch zum Glück im Österreichischen Verkehrsfunk mitbekam das nach einem Felsturz das Tal komplett gesperrt wurde, musste ich umdenken. Passender Weise nahm ich gleich den Tegelberg in Angriff, wie gesagt es war Mittwoch, ich hing da nicht in den Kabeln der Seilbahn!!!!!! Über den spannenden Klettersteig der Gelben Wand, die sogar eine luftige Seilbrücke neuerdings beinhaltet, sprintete ich vor Seilbahnöffnung zum Startplatz an der Gipfelstation, der somit mir allein gehörte, was hier oben selten der Fall ist und ich möchte mir den Normalzustand wenn hier mehr als 50 Flieger in der Schlange im Gurtzeug anstehen erst gar nicht vorstellen. Somit wäre wohl alles perfekt gewesen, oder? Wenn, ja wenn jetzt nur der Wind noch gepasst hätte, aber der kam aus SW und somit seitlich und das mit ganz schöner Kraft. Was solls, schräg auf dem zugegeben perfekt mit Kunstbelag präparierten Platz ausgelegt und wieder einmal etwas bedenklich raus. Die Seitenbegrenzung knapp verfehlt und dann noch durch einige Böen geschüttelt, aber den Niviuk Hook 2 in aktiver Flugweise bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Es folgte der obligatorische Traumflug über Schloss Neuschwanstein und dem Forggensee. Die Landung auch etwas turbulent, aber sicher. Am Donnerstag dann ein Traumtag der Superklasse, den ich frühmorgens gleich nutzte. Flott über Tölz zum Achensee gefahren, der sich noch in eine Nebelsuppe hüllte und mit Highspeed die landschaftlich herrlichen 1150 Höhenmeter über die Köglalmen zum Vorderen Unnütz unter 1 1/2 Stunden aufgestiegen. Gottseidank löste sich derweil der Nebel über dem See auf und einem Flug stand nichts mehr im Wege.Ein Bilderbuchstartplatz mit riesigen, perfekt geneigten Wiesen empfing mich. Der Wind blies ordentlich aus SW, also passend, später sollte er noch wesentlich stärker werden, also gut das ich so früh dran war. Der Flug selbst kaum in Worte zu fassen, denn mit 1,2 Km über dem fjordartigen Achensee zu fliegen hat schon was. Wieder einer dieser Tage die ein Gleitschirmflieger nie vergessen wird. Einige Windböen beutelten mich dann doch etwas durch und ebenso wurde auch die Landung im satten Gegenwind ruppig. Der Freitag konnte sich Windtechnisch noch nicht so recht entscheiden, aber ich dafür eher für eine Speedtour auf den völlig unbekannten Hirschberg bei Ohlstadt, der nicht mit dem viel bekannteren Hirschberg beim Tegernsee zu verwechseln ist. Dieser aussichtsreiche Gipfel macht einfach nur Spaß und bietet absolute Ruhe und das kann ich natürlich besonders brauchen. Im Anschluss marschierte ich dann noch vor unserer Haustüre mit Pablo ins Naturschutzgebiet "Oberes Moos" und er hatte im dem sumpfigen, wasserreichen Gebiet seine helle Freude. Am Samstag erkundete ich mit Diana und Pablo eine neue Route auf unseren Hausberg Hochschergen von Osten aus und das war dann auch ein absoluter Volltreffer. Wahrscheinlich der einsamste und landschaftlich schönste Anstieg zu unserem Hausberg. Das am Gipfel dann auch noch ein Träger Bier stand (warum auch immer) war umso schöner - Prost! Am Sonntag nochmals in aller Frühe mit Diana nach Garmisch gefahren und einen Fliegerklassiker angegangen, den Thermikofen Wank. Überraschender Weise ist dessen Anstieg über den Roßwank außerordentlich reizvoll und geizt nicht mit fantastischen Ausblicken in Wetterstein - und Karwendelgebirge. Nach spannenden 850 Höhenmeter standen wir am Windsack des Startplatzes, der sich als eine einladend schöne Wiese entpuppte. Auch hier waren wir knapp vor Seilbahnstart heroben und somit herrschte immer noch eine wunderbare Stille. Der noch vorhandene Südwestwind, bevor das Bayrische Talwindsystem aus Norden zuschlägt, tat sein übriges das wir entspannt in die Luft gleiten konnten. Mit dem Zugspitzpanorama im Kreuz wurde es ein ebenso traumhafter Flug, das uns auch der etwas kleine und hügelige Landeplatz beim Gschwandtner Bauer nichts anhaben konnte. Ich glaube das die letzten Tage speziell mit den sehr frühen Aufbrüchen der walk and fly Touren den Erfolg herbei führten. Oftmals war später der Wind zu stark oder es brodelte bereits wieder. Es bringt an ungünstigen Tagen schon was vor 9.00 Uhr an den Startplätzen zu sein und nicht mit den Bahnen erst mal gegen 10 oder 11.00 Uhr auszulegen.













05/08/2011 - 07/08/2011 Was macht der passionierte Bergsteiger im Falle einer totalen Ausgebranntheit? Richtig - Sport, Sport und nochmal Sport! Am Freitag zunächst mit Pablo in einem Affenzahn auf den Wolfskopf gerannt und anschließend ebenso hinab gejoggt um gerade noch rechtzeitig auf den Buchenberg zu laufen. Pablo konnte sich derweil tropfnass am Parkplatz ausruhen. Hier kam auch noch Diana hinzu und wir konnten noch einen schönen Abendflug absolvieren. Kaum saßen wir beim verdienten Spezi fing es auch schon zu regnen an. Der zugegeben schöne Samstag musste leider geopfert werden, aber ausgemacht ist nun mal ausgemacht und so stand "Umzugstraining" und Geburtstag feiern auf dem Plan. Dafür dann wieder in strömenden Regen am Sonntag mit dem unermüdlichen Pablo auf die Sennalpe in den Trauchbergen marschiert, oben ins Hütterl und ordentlich eingeheizt. Ich denke ab Mitte der Woche steht auch wieder was größeres an, denn dann wendet sich das Wetterblatt.



04/08/2011 Eine Frontenverlagerung ohne gleichen, aber dadurch dass ich Arbeitsmassig extrem spät dran war hatte ich doch noch das Glück das „Fenster“ zu erwischen. Ursprünglich wollte ich Richtung Hörnle, aber dort hängte noch die absolute Düsternis, während im äußersten Westen schon blauer Himmel strahlte, also nochmals rüber zum Buchenberg und mit allem was hergeht rauf gestürmt, ausgelegt und völlig allein gestartet um in einem wunderbar schönen, traumhaften Sonnenuntergang zu soaren. Somit ein Flugabend der die Bezeichnung „Sunsetflug“ mehr als verdient. Auch wenn ich mich immer mal wiederhole, aber ich sag es nur allzu gerne, unsere Zeitspanne auf Erden ist begrenzt, darum nützt die Euch zur Verfügung stehenden Augenblicke und Momente mit aller Intensivität aus, denn sie vergehen nur und kommen nie mehr wieder. Dann mal auf ins Wochenende!



01/08/2011 – 02/08/2011 Eine Woche die doch sehr gut gestartet ist bevor die obligatorische Gewitterphase wieder einmal anläuft. Am Montag schnell auf den abends komplett vom Nebel befreiten Blom gerannt, da war es mir auch egal das der Wind wieder mal östlich rein blies und ich zum TROTZ am NW Start mich über den Sessellift raus haute. Ein schöner, ruhiger Flug mit wenig steigen, aber doch gut auf Höhe zu haltenden Eigenschaften mit anschließend sanfter Landung im gut anstehenden Ostwind war die Belohnung. Gestern dann mit Evgheni zum Buchenberg gefahren, wo zuvor bereits Diana einen schönen Flug absolvierte und mit dem am Landeplatz wartenden Willi zum Essen marschierte, während wir einen Gleitschirm vs. Mountainbike Event auskämpften. Im steileren Gelände musste Evgheni dann feststellen das mit dem Mountainbike gegen mich nichts zu holen ist, wobei er für seine erste echte Mountainbike Tour sich bereits gewaltig ins Zeug legte und somit allerbeste Voraussetzungen für die zukünftigen, noch längeren Touren mitbringt (Allen Respekt!). Am Gipfel, bei bestem Wetter und Sicht mein altes Buchenbergfluch Syndrom: Rücken/Seitenwind=AAAHHHRRRGGGHHHH!!!!!!!!!!! Doch diesmal wird nicht wie so oft schon abgestiegen. Gemeinsam mit neuer Gleitschirmbekanntschaft „Holzfloh“ Florian schräg ausgelegt, halbwegs ordentlich mit einem Ruck aufgezogen und gerade an der Kante abgehoben, gefolgt von einer Leeabsaufsequenz, bis dann endlich doch noch ein feiner Flug dabei heraus kam. Der Buchenbergfluch ist nun endgültig getilgt!


30/07/2011 – 31/07/2011 Erfolgreich gegen eine weitere Wetterniederlage gestemmt. Zunächst am Samstag bei Nebel, aber ohne Regen mit Pablo auf die Bleick gestürmt. Da es die letzten Tage so schlecht war mangelte es keinesfalls an Wasser, was Pablo sichtlich Freude bereitete! Gestern dann endlich wieder ein Hammer. Mit Günther und Pablo in das Lechtal gefahren, da Hauptsächlich im äußersten Westen schönes Wetter sich durchsetzen konnte. Im Dorf Bach packten wir den unverschämt steilen 1200 Hm Anstieg zum Sonnenkogel an und ich hab schon einige Anstiege gesehen, aber hier lässt es sich wirklich sagen das die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten eine gerade ist. Schwitzend bei bestem Wetter kämpften wir uns die noch rutschigen Steilhänge empor, ein Wahnsinn, aber landschaftlich ein traumhafter Anstieg der in einem schier überwältigendem Blumenmeer verläuft. Ebenso die Aussicht vom Gipfel, durch die vorgeschobene Position mehr als eindrucksvoll. Startmöglichkeiten gibt es in fast alle Richtungen, aber sie haben alle Klippenstartcharakter. Nach sanftem Anlauf enden die Wiesen in Steilabbrüchen, eine Herausforderung halt. Ungünstiger weise drückten immer wieder seitliche Böen und kleine Dust Devils rein, aber dazwischen lagen immer längere ruhige Phasen und die nutze ich letzten Endes. Leichter Aufwind, beherztes Anlaufen ohne zögern dem Abgrund entgegen und hinaus ging es. Pablo war beim Start fassungslos und wollte unbedingt mit und riss den armen Günther während dem fotografieren beinahe um. Mensch, das haut rein, ein perfekter Start gefolgt von einem gigantischen Flug über dem Lechtal mit viel Luft unter dem Gurtzeug. Stärkerer Talwind bescherte eine ruhige Landung und im Anschluss marschierte ich gleich zum Auto, legte den Gleitschirm ab und lief nochmals gut 600 Höhenmeter Günther und Pablo entgegen, die sich dem steilen, rutschigen Abstieg stellen mussten. Somit hatte ich glatt 1800 Höhenmeter am Buckel und bin mehr als zufrieden mit einem nach Wunsch verlaufenen Wochenende! Der Film dazu unter: http://www.youtube.com/watch?v=-XxF5aVa-FE . Eine genaue Tourenbeschreibung ist wie immer zu finden unter walk and fly.

 



25/07/2011 – 27/07/2011 Nüchtern betrachtet gar keine so schlechte Woche. Zunächst am Montag spät Abend mit Pablo, bei einem schönen Sonnenfenster ( ja es gibt noch eine Sonne…) , auf den Hohen Peissenberg gelaufen. Pablo hatte mit jeder Menge an Vierbeinigen Kumpels seine wahre „Spiel“- Freude. Am Dienstag dann endlich der ersehnte Flugtag, auch wenn es auf Grund der Arbeit schon auch sehr spät war, ein „Run“ auf das Hörnle muss schon drin sein. Normalerweise ist Anfang Juli und auch September der obere Startplatz zwecks Weidevieh verboten, dass nun Ende Juli auch ein Haufen Kühe unterwegs waren, hatte schon wieder etwas lustiges wie im verrückten Labyrinth, aber  den besten Tag der Woche lies ich mir keinesfalls  versauen. Die Viecher sind natürlich extrem neugierig und verfolgten mich quer über die Skipiste und wollten allzu gerne mal in den bunten Gleitschirm beißen, es kann ja sein das er recht gut schmeckt. Zu nahe wollte ich keinesfalls starten damit ich die Kühe nicht erschrecke und nach einigen hin- und her wurde ich offenbar langweilig und konnte dann doch in Ruhe im Abseits auslegen. Im Tal Ostwind, auf über zweitausend Meter SW und hier oben ganz leichte NW, also optimal um mit einem beherzten Anlauf schön rauszufliegen. Flug und Landung ganz ruhig, nur durch ein paar flotte Kreise etwas gewürzt, ein perfekter Sunsetflug halt. Zum Schluss noch gestern mit Diana und Pablo auf unserer Hausbergrunde an der Ödenburg.  Zum kommenden Wochenende blicken wir wohl alle mit Skepsis und der auf Suche nach dem Sommer!



23/07/2011 – 24/07/2011 Da können wir wohl getrost ein Ei drüber hauen, denn das war schon mehr als eine Zumutung. Ein totales Wochenende in der „Waschstraße“, aber dennoch konnten wir das Training zumindest aufrecht erhalten. Am Samstag mit Diana, Mario und Pablo über das Schartelköpfl zum Rosengarten marschiert, bzw. geschwommen. Mit Entsetzen stellte ich fest das unser liebevoll aufgestelltes Kreuz (im Bild mit roten Rahmen) nicht mehr vorhanden ist und wohl mutwillig abgebaut worden ist. Da frage ich mich allen Ernstes wer in Bayern macht sowas? Jedenfalls ist in dieser Sache das letzte Wort noch nicht gesprochen. Nach heutiger Rücksprache mit der Gemeinde Unterammergau spricht einem aufstellen eines kleinen Kreuzes nichts entgegen. Am Sonntag nochmal mit Pablo auf den schönen, einsamen Hochwildfeuerberg, bei abgrundtiefen Untergangswetter und auch hier neue Hiobsbotschaften, denn die zuvor offene Diensthütte ist neuerdings wieder versperrt und offenbar ebensolche „Irre“ wie am Rosengarten haben das separate Dienstzimmer im oberen Stock mit Gewalt aufgebrochen. Es ist unglaublich dass unsere schöne Bergheimat zu einer Art Bronx mutiert und unser „toller-schau-aufs-Geld“ Alpenverein weiter nur Kletterhallen, Klettersteige, Hochseilgärten und Flying Fox im Kopf hat…


19/07/2011 – 20/07/2011 Da gibt’s einfach nicht viel zu holen, eine Woche zum davon laufen, aber wohin? Bald ganz Europa versinkt im Schlechtwetterchaos, wahrscheinlich können wir bald die Tourenski wieder anschnallen. Trotzdem konnte ich mit Diana und Mario zumindest auf den Hochschergen marschieren (Diana begnügte sich mit Bergjogging bis zur Hälfte). Im Megaspeed rannte Mario, immer weiter an Gewicht abnehmend und dafür an Geschwindigkeit zulegend (Respekt), und ich unverdrossen, die Gewitterwolken bewusst ignorierend dem Gipfelkreuz entgegen. Ebenso flott ging es wieder runter und Hauptsache gesportelt, ebenso wie gestern in einem Hauch von Regenpause schnell durch die Pähler Schlucht geschossen. Nun können wir nur alle Götter anflehen und sehen ob es etwas bringt und uns das Wochenende nicht komplett absäuft.

16/07/2011 – 17/07/2011 Das war ja wohl wieder so ein Wochenende, zum einen Föhn und zum anderen der Anmarsch einer Schlechtwetterfront. Dennoch allen „Unverschämtheiten“ zum Trotz am Samstag sehr früh ins Loisachtal kurz vor Garmisch gefahren und den wilden, landschaftlich fantastischen Anstieg über die Kuhfluchtwasserfälle mit knapp 1300 Höhenmetern auf den Hohen Fricken 1940m angegangen. Durch den Föhn hatten wir starken Südwind, ein Südstart über die Esterbergalm wäre möglich, der schönste Platz ist aber Nordwestlich ausgelegt, da verführen traumhaft geneigte Wiesen gerade zu einem Startversuch. Nach einer kurzen Wartezeit kamen schon die ersten Ablösungen und ich konnte mich katapultartig gut 100 Höhenmeter emporsaugen lassen bevor ich mit knapp 1,5Km Luft unterm Hintern über den Loisachtal kreiste. Wahnsinn, endlich mal wieder so ein richtiger Hammerflug mit der wilden Felskulisse des Wettersteins als Hintergrund. Der Film dazu natürlich unter http://www.youtube.com/watch?v=1G3O2-bHQ6g ,wie auch die Beschreibung bei meinen walk and fly Touren. Danach schnell nach Hause und mit Diana und Pablo am Lechhöhenweg unterwegs gewesen. Am Sonntag bei noch stärkeren Föhn wieder früh morgens nach Tölz gerauscht und auf den guten, alten Sonntratn gerannt. Komisch das alle Windmesser Süd meldeten und ich hier im starken Ostwind stand. Zusätzlich zog der hier ansässige Bauer einen weiteren Elektro – Weidezaun über den oberen Startplatz. In einer kurzen Flaute wagte ich den Start, ich nenne ihn „Hürdenstart“, was heißt aufziehen, anlaufen und dabei einen Zaun überspringen und siehe da es funktioniert. Danach erst mal kurzes absaufen um knapp über den Stacheldraht raus zu fliegen, aber das bin ich ja gewohnt. Die Landung gemütlich und ruhig. Später wurde es immer stürmischer, da ja auch dieses Tiefdruckgebiet anmarschierte, aber es reichte noch um mit Pablo auf den lieblichen Weichberg/Kappelhöhe zu marschieren. Da brauche ich mich dann eigentlich nicht zu beschweren, denn in dem Fall fing der frühe Vogel den Wurm!



12/07/2011 – 13/07/2011 Auch diese Woche dem Föhn und Gewittern zum Trotz wieder zugeschlagen. Vorgestern Abend zunächst die gut 900 Höhenmeter, bei traumhaften Wetter, in einer ¾ Stunde auf das Brauneck gerannt, um dann bei perfekten Ostwind aus dem Garlandhang heraus zu starten und als einziger Gleitschirmflieger um die Zeit einen herrlichen Sunsetflug erlebt. Gestern dann gemeinsam mit „Super“ – Mario zwischen Platzregen, Blitz und Donner ein Fenster gefunden dass es uns doch glatt erlaubte mit trockenem Fuße bei Eschenlohe über das Heldenkreuz zum Osterfeuerkopf aufzusteigen. Der Schlüssel liegt dabei oberhalb des Heldenkreuzes, eine luftig ausgesetzte, brüchig, schrofige Wandstelle (I+) leitet zum oberen Teil der Tour. „Super“ – Mario dabei in doppelter Hinsicht souverän, zum einen legten wir ein beachtliches Tempo (der Kerl wird von Tour zu Tour schneller/Respekt!) und zum zweiten meisterte er die Schlüsselstelle mit absoluter Bravour!!!
Kurze Pause am Gipfel und wieder mit Vollgas runter. Kaum bei den Autos im Tal angekommen begann es wieder zu schütten, so muss es einfach laufen.



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Anbei ein netter Blog-Eintrag über den Beginn unserer Freundschaft. Das Original unter: http://www.freelance.de/blog/2011/07/von-den-bayerischen-wiesen-auf-den-damavand-oder-uber-freunde/ .


Von den bayerischen Wiesen auf den Damavand.

Oder: Über Freunde

Sie wundern sich bestimmt über den Titel dieses Beitrags, richtig? Und ich wette, Sie fragen sich auch, was bayerische Wiesen in einem Blog über Freelancer zu suchen haben – von diesem seltsamen Wort “Damavand” ganz zu schweigen. Ich erkläre es Ihnen.
Damavand ist der Name des höchsten Bergs im Iran. Laut Wikipedia bedeutet der Name auch “frostiger Berg”. Genau da hin hat es im März 2010 einen SAP-Berater und den Abteilungsleiter eines in Bayern ansässigen mittelständischen Unternehmens verschlagen. Freiwillig, versteht sich.
In diesem Artikel geht es aber weder um Bayern noch um den Iran oder den Damavand. Es geht vielmehr um eine ganz besondere Freundschaft, die aus einer beruflichen Zusammenarbeit im Rahmen eines Projekts entstanden ist.
Mario Bahnert kam 2008 als externer Berater in das Unternehmen, das sich auf die Abwicklung bargeldloser Zahlungen spezialisiert hat. An einem Tag im Juli war eine Besprechung mit dem Abteilungsleiter angesetzt, der ihm die Prozesse der hiesigen Lagerverwaltung erklären sollte. Die beiden kannten sich nicht. Alles deutete auf einen ganz normalen Geschäftstermin hin: sich begrüßen, sachliche Fragen stellen, Informationen einholen, fertig.
“Mein erster Eindruck von Norbert? Dass er ein verrückter, aber sehr sympathischer Typ zu sein schien”, sagt Bahnert rückblickend über seine erste Begegnung mit Norbert Hofmann, dem Abteilungsleiter. Und er fügt hinzu, dass sich dieser erste Eindruck bis heute immer wieder bestätigt hat.
In seiner Freizeit interessiert sich Mario Bahnert für Bergsport. Aber es war immer nur ein Hobby von ihm, dem er hin und wieder nachging, daraus wurde nie mehr. Bis er Norbert Hofmann kennenlernte. Der ist ein leidenschaftlicher Bergsteiger und betreibt nebenbei eine eigene Website für Bergsteiger wie ihn, die lieber abseits der überlaufenen Routen gehen.
“Er sollte mir eigentlich die Lagerprozesse erklären, aber wir haben dann erstmal eine Stunde über Bergsteigen, Wandern und seine Homepage gesprochen. Und das nur, weil ich auf meinem Laptop ein Bild von meinen Wanderschuhen am Strand als Hintergrundbild hatte”, sagt Bahnert und schmunzelt. So ging’s los. Aus dem gemeinsamen Interesse hat sich schnell eine echte Freundschaft entwickelt.



Die beiden haben seitdem mehrere Wander- und Klettertouren zusammen gemeistert. Die spektakulärste war wohl die Besteigung des rund 5.600 Meter hohen Damavand im Iran. So etwas schweißt zusammen, besonders in extremen Situationen. “Dass die Chemie zwischen uns wirklich stimmt, war mir klar, als ich mich am Ende einer Wandertour aus 15 Metern Höhe abseilen musste. Ich hab das erst realisiert, als er das Kletterzeug aus seinem Rucksack holte. Es war schon erstmal ein mulmiges Gefühl, sich so in die Hände eines anderen zu begeben. Aber das Vertrauen war da und wir haben es gepackt”, erinnert sich Bahnert.
Wie normal ist es eigentlich, dass sich am Arbeitsplatz solche starken, beständigen Freundschaften entwickeln? In einem Artikel von Dorothee Fricke auf karriere.de heißt es, im Rahmen einer Studie hätten 75% der befragten Führungskräfte angegeben, im Berufsleben Freunde gefunden zu haben. Das ist eine stattliche Quote. Auch Mario Bahnert bestätigt, dass er über die Arbeit schon viele gute Freunde kennengelernt habe. Die Freundschaft zu Norbert Hofmann sei aber doch ein eher ungewöhnlicher Fall, wenn er sich anschaut, wo es hingeführt hat, welche Möglichkeiten und neuen Erfahrungen sich daraus ergaben.
Und wie hält er es ganz generell mit der persönlichen Nähe und dem Duzen am Arbeitsplatz? Ist das aus seiner Sicht eher eine Chance oder ein Risiko für die berufliche Zusammenarbeit? “Für mich hat es bis heute eigentlich nur Vorteile gehabt, mit den Kunden einen persönlichen Kontakt zu pflegen”, sagt Bahnert. “Man merkt dann auch schneller, ob man sich gut riechen kann. Bei längeren Projekten kann das aus meiner Sicht nur hilfreich sein. Wenn man sich gut versteht, kann man vor allem in Stresssituationen einfacher und ehrlicher miteinander umgehen. Und irgendwelche politischen Machtspielchen geht man dadurch häufig auch aus dem Weg.”
Jetzt sind Sie an der Reihe
Welche Erfahrungen haben Sie mit freundschaftlichen Beziehungen am Arbeitsplatz gemacht? Meiden Sie persönliche Nähe ganz bewusst oder lassen Sie sie doch gerne mal zu? Schreiben Sie uns!
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08/07/2011 – 10/07/2011 Da haben wir am Wochenende wohl mal wieder gut abgeräumt. Bereits am Freitag mit Diana bei der REEL ROCK ON TOUR Filmvorführung in der Gilchinger Kletterhalle, wobei wir die Zeit bis zu Beginn natürlich mit ein paar entspannten 6er und 7er Kletterrouten überbrückten. Das Manko wohl nur die (typisch DAV München) fast schon unverschämten 23 Euro für 2 Stunden kraxeln. Die Filme selbst ein Hammer in Full HD, da kommt Freude auf! Am Samstag dann mit Diana und Willi zu Besuch bei unserer Oma in Niederbayern, auf dem Weg dorthin zwei knackige walk and flys. Zum einen der immer wieder wunderschöne Osser im Lamer Winkel und der ebenfalls herrliche Sommerberg bei Haibach. Am Osser ein Start im leichtem Lee das bei Diana gleich einen gschmackigen Klapper verursachte und bei mir eine kurze Absaufsequenz auslöste, mit der ich knapp über einen Transporter großen Granitblock hinweg raus flog, also wieder einmal spannend. Am Sommerberg trafen wir zünftige Einheimische Flieger die vergeblich auf Thermik lauerten. Bei ersten Aufwindanzeichen hauten wir uns raus und außer ein wenig Überhöhung war dann nicht mehr drin, aber Hauptsache zweimal in der Luft gewesen! Am Sonntag dann mit Pablo in den Ammergauern unterwegs gewesen, auf einer absoluten Pionierroute. Nach langen Anmarsch über 10 Km an der Halbammer entlang, weiter in völlig weglosen Steilgras – und Abbruchgelände zum aussichtsreichen, selten bestiegenen Hennenkopf 1768m gekraxelt. Den Gipfel überschritten und auf der anderen Seite wieder völlig chaotisch ein weiteres steiles Nordkar hinab zur Halbammer. Insgesamt ein einsamer, landschaftlicher Leckerbissen! Der Film dazu unter: http://www.youtube.com/watch?v=9uCJo0I1LDc . Dann auf in die neue Woche!


06/07/2011 – 07/07/2011 Auch den Rest der Woche wieder sportlich verbracht. Zunächst mit einem grandios motivierten Team vom Intersport Haindl (http://www.intersport-haindl.de) in die Pähler Schlucht am Ammersee gewandert. Vor Ort dann eine theoretische Einweisung in den Umgang und die Arten von Klettergürteln, Klettersteigsets, wie auch Sicherungsmethoden. Im Anschluss die praktische Mutprobe für alle beim abseilen über die 25m hohe, überhängende Wand beim Pähler Wasserfall und die Gruppe hat es mehr als souverän gepackt. Super, nochmals größten Respekt an Euch alle! Es ist klar dass wir als Steigerung somit demnächst dem realen Fels in den Bergen auch einen Besuch abstatten werden!
Gestern dann bei zunehmender Gewitterstimmung mit Pablo auf einen Höhenzug oberhalb des herrlichen Lechs zwischen Rott und Apfeldorf. Bald 250 Höhenmeter und ein mehrere Km langer, aussichtsreicher Kamm mit Gipfelkreuz runden die herrliche Tour ab. Ohne Gewitter wird wohl auch das Wochenende nicht ablaufen, aber sehen wir es positiv und machen was draus!!




04/07/2011 – 05/07/2011 Na diese Woche fängt ja schon gut an. Ich glaube wir haben den Buchenberg Fluch endlich besiegt. Nach jeweiligen flotten Speedaufstieg, sowohl am Montag wie auch gestern tadellose Starts geglückt, dabei zum ersten Mal auch am NO Startplatz. Sehr schöne Startüberhöhungen (für Diana gings richtig ab!) und vor allem gestern ein Flug von einer guten halben Stunde. So muss es laufen und dann ist noch genug Zeit über geblieben um am kühlen Abend noch eine große Runde mit Pablo zur Ödenburg zu gehen. Sportlerherz was willst Du mehr!


02/07/2011 – 03/07/2011 Es gibt halt doch wie immer ein kleines Fenster das sich nützen lässt. Allerdings hatten Diana und ich am Samstag auch noch viel Massel, denn als wir frühmorgens bevor die Bahn läuft unsere walk and walk Aktion vom letzten Dienstag am Buchenberg wieder gut machen wollten hatten wir strahlend blauen Himmel und perfekten Startwind. Ein schöner ruhiger Flug, eine flotte Landung, alles zusammengepackt, dann ab ins Auto und schon begann der Platzregen – Wahnsinn! Nachmittags kam Spezl Rudi samt Freundin und seiner Husky Hündin. Eine schöne Runde am Lech entlang über den aussichtsreichen Balkon Reichlings zu den kühlen, versteckten Badestellen kurz vor Apfeldorf. Die 13jährige Huskydame musste Pablo etwas zurechtweisen, da er wieder in seinem „Spielwahn“ zu stürmisch war. Dummerweise verfing sie sich mit einem Fangzahn in seinen riesigen Lappenohren und da die kräftig durchblutet werden mussten wir anschließend zum Tierarzt. Am Sonntagmorgen schaute es auch nicht besonders rosig aus so dass ich beschloss dem Tegelberg einen Besuch abzustatten. Bei der morgendlichen SW Strömung bot sich der Rohrkopfsattel in doppelter Hinsicht an. Zum einen B-Schein Pflichtig und zum anderen natürlich im Gegensatz zu den Hauptstartplätzen am Tegelberg absolut ruhig. Eine angenehme, große Wiese in der Skipiste mit Grandiosen Blick auf Neuschwanstein lädt zum fliegen ein. Es folgte ein perfekt gemütlicher Flug zum offiziellen Landeplatz an der Tegelbergbahn. Natürlich das passende Video unter: http://www.youtube.com/watch?v=2HfPo4qP-qc ! Im Anschluss fuhr ich mit Diana und Pablo noch in die Tierklinik nach Diessen und ließ Ihm sein Ohrwaschel nähen.
Hoffentlich stehen nicht allzu viele Gewitter unter der Woche an, denn a biserl was muss imma geh!!!!!!



28/06/2011 – 30/06/2011 Wieder einmal sich sträubend gegen die unausweichliche Situation gestemmt, aber dennoch gestrandet. Am Dienstag mit Diana auf den Buchenberg gerannt und wie üblich starteten vor uns die letzten Flieger hinaus und als wir auslegten drehte, wie fast immer der Wind (DER BUCHENBERGFLUCH). Somit das fast schon klassische „walk and walk“ Programm! Gestern dann in bester SPEED Manier mit Mario auf den Enzenauer Kopf gedüst, wo wir gleich mitten im Almauftrieb landeten. Das Wetter hielt und wir konnten trocken auf – und auch absteigen. Jetzt können wir mal nur weiter auf das Wochenende hoffen!


26/06/2011 – 27/06/2011 Kaum im Lande schon wieder volles Programm. Am Sonntag aus Familientechnischen Gründen gleich nach Niederbayern gerauscht und dabei natürlich mit Diana und Pablo einen Zwischenstopp im Bayerwald am Dreitannenriegel eingelegt. Für Pablo ideal, da im schattigen Wald und mit viel plantscherei in den Bächen. Gestern dann gleich ein absolutes „must go“ Wetter und so haute ich mich nach einem Schweiß treibenden Anstieg am Koteck/Brauneck mit meinen „Epay“ – Flieger in den Abendhimmel hinaus. Schee wars!!!


18/06/2011 – 24/06/2011 Ein wirklich glücklich verlaufene Urlaubswoche hinter uns gebracht. Immer vor dem schlechten Wetter flüchtend die besten „Lichtblicke“ erwischt. Zunächst mit „Super“ – Mario am Samstag, bei strömenden Regen in die Schweiz, genauer gesagt ins Wallis gefahren.
In Saas Almagell angekommen hörte der Regen auf und es wurde zusehends besser. Alle Touren führten wir im Expeditionsstill durch, was bedeutet wir verzichteten auf Aufstiegshilfen wie Bahnen, ebenso wie auch Unterkünfte, also Hütten/Biwakschachteln. Komplette Zeltausrüstung mit Kocher und Verpflegung musste in die jeweiligen Hochlager gebracht werden. Mario konnte hier den Traum seiner ersten Alpenviertausender verwirklichen und musste sich mit den alpinen Anforderungen mit Steigeisen in großen Höhen am vereisten Fels zu klettern, wie auch unheimliche, Spaltendurchsetzte Gletscher zu begehen auseinander setzen. Eine Herausforderung die er mit Bravour bestand - allen Respekt und nochmals GRATULATION zu den Gipfelerfolgen!

Der Tourenablauf:

18.06.11 Anfahrt ins wunderschöne Schweizer Wallis und Aufstieg über 1250Hm in unser Hochlager (Nähe Allmagellerhütte) auf ca. 2850m.
19.06.11 Akklimatisationsaufstieg bei Eiseskälte in den Zwischenbergpass 3268m, wobei ein weitergehen war wegen extremen Sturmböen nahezu unmöglich.
20.06.11 Nochmals über den Zwischenbergpass auf den vereisten SO Grat (II+) der Weissmies und über diesen auf den 4017m hohen Traumgipfel. Immerhin konnte ich 200Hm mit den Kurzski abfahren.
21.06.11 Abbau und Abstieg vom Hochlager und abgestiegen nach Saas Almagell und weiter zum Simplon Pass gefahren. Von hier 500Hm in unser neues Hochlager im Leone Massiv auf ca. 2450m aufgestiegen.
22.06.11 Aufstieg über den Homattugletscher zum Breithornpass und von hier bei extrem schlechten Sichtverhältnissen zum Nördlichen Breithorn mit 3372m Höhe. Im Abstieg konnten wir noch gut 500Hm mit den Kurzski absolvieren.
23.06.11 Nach der Wetterverschlechterung stiegen wir zur Simplonstrasse ab und entschieden uns nach Italien zum Gran Paradiso nach Pont zu fahren. Einrichten des Hochlagers auf ca. 2750m Höhe in unmittelbarer Nähe zur Emanuele Hütte.
24.06.11 Aufbruch gegen 4.30 Uhr über die weiten Gletscherflächen zum 4061m hohen Gran Paradiso. An Skifahren war auf Grund der Vereisung nicht zu denken. Am gleichen Tag die ganzen 2000Hm bis ins Tal abgestiegen.
25.06.11 Nach einer ruhigen Campingplatznacht die Heimreise angetreten.

Die You Tube Videos dazu:

Weissmies http://www.youtube.com/watch?v=SONnzi5NUA8

Nördl. Breithorn http://www.youtube.com/watch?v=a1djpd1b_zw&feature=related

Gran Paradiso http://www.youtube.com/watch?v=75Fbf6sVjYs







14/06/2011 – 15/06/2011 Wieder eine Woche mit dramatischer Wetterlage, während im Tagesverlauf die Gleitschirmflieger sich freudig überall hinaus hauen, brodeln sich ab dem Nachmittag die unangenehmen Gewitter zusammen. Dennoch konnten wir ein Fenster finden. Zunächst aber gemeinsam mit Diana, Willi und Pablo auf unserem Hausberg, der Ödenburg. Immer wieder eine nette kleine Tour in unmittelbarer Umgebung unseres zukünftigen Hauses. Gestern dann zum Blom, während im Loisachtal sich schon bedrohliche Gewittertürme aufbauten. Diana, die früher vor Ort war flog bereits während ich wie ein Irrer den Berg hinauf raste um dann festzustellen das es sogar besser wurde. Gerade um den Blomberg bildete sich ein großer Schönwetterfleck. Na, perfekt und zum ersten Mal konnte ich auch am Nordstart auslegen, sonst hatte ich immer Ostwind. Ein ruhiger, leicht thermischer Flug war die Belohnung, gefolgt von einer Holperlandung im hohen Gras, das sich fast wie Schlingpflanzen um die Füße wickelte. Diana und der inzwischen eingetroffene „Super“ – Mario hatten dann wenigstens was zum Lachen. Jetzt folgt erst mal eine Woche Urlaub, wobei sich die Frage stellt was in dieser Zeit das Wettergeschehen treibt!


11/06/2011 – 12/06/2011 Das Wetter hat es zur Zeit ja wieder auf uns abgesehen, aber dennoch lassen wir es krachen. Zunächst am Samstag mit viel Glück, da kein Regen nur Nebel, mit Pablo auf die Engelspitze 2291m in den Lechtalern bei Namlos gestiegen. Am Sonntag dann der wohl letzte Skiangriff in der Torspitzgruppe, auch im Herzen der Lechtaler bei Gramais. Der Aufstieg führte Diana, Pablo und mich durch das Roßkar mit seinen traumhaften Wasserfallkaskaden zum wunderschön gelegenen Roßkarsee. Ab hier kämpfte ich mich solo den 500 Höhenmeter Riesenhang zum Landschaftseck 2610m empor. Der untere Teil hatte besten, tragenden Schnee. Ab der Mitte wurde er dann weich und es bildeten sich an den Felsstufen gefährliche, unberechenbare Randklüfte so dass ich an den Grat ausweichen musste. Dort wartete extrem bröseliger Fels bis zum III Schwierigkeitsgrad. Nach einigen zu erkletternden Türmen stand ich am höchsten Punkt den nur ein kleines Steinmännchen markiert. Mit Mulmigen Gefühl im Bauch stieg ich in die Figl (90cm Kurzski) und schaute die annähernd 55° steile Flanke hinab. Ein erstes an testen bestätigte die unangenehme Lage, die oben aufliegende Neuschneeschicht hatte keine Verbindung und rutschte sofort ab. Ein Sturz in diesem Gelände wäre kaum zu bremsen. Bewusst löste ich mehrere Schneebretter aus die in die Tiefe rauschten und so meinen Untergrund sicherten. Dann hieß es mit K(r)ampf hinab, wobei vor allem die Klüfte heimtückisch waren, erst im unteren Bereich wurde es zur puren Genussabfahrt und ich konnte es noch einmal so richtig rauschen lassen. Mitte Juni noch auf den Ski in den Lechtalern, ein Hammer! Am See warteten schon Diana (die mich wie üblich für „vollwahnsinnig“ erklärte) und Pablo. Kaum am Auto in Gramais angekommen begann es zu regnen, na also – Glück gehabt! Das knackige Video dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=lDk1WgiCZac !!


07/06/2011 Nochmals eine „Speed“-Tour vor der Schlechtwetterfront hingelegt. Die 700 Höhenmeter auf den Illing in 28 Minuten hingelegt, gefolgt von 20 Minuten Abstieg ergibt eine knackige Ansage von 50 Minuten für die Aktion. So und nicht anders muss Training laufen!! Anbei noch zwei weitere Videos vom Wochenende, zum einen die knackige Lailachspitze unter http://www.youtube.com/watch?v=qp2eX1zwI3M und der liebliche Seitekopf unter http://www.youtube.com/watch?v=I0F4umIIar4 !


02/06/2011 – 04/06/2011 Vier Tage am Stück Zeit und die trotz der labilen Wetterlage voll ausgekostet. Zunächst am Donnerstag mit Pablo ins Lechtal gefahren und auf der Allgäuer Seite zur Leilachspitze 2274m aufgestiegen. Der Wegweiser mit 6 Stunden Anstiegszeit sagt alles. Ein endloser, aber landschaftlich traumhafter Steig führt in das düstere Notländer Nordkar hinauf und weiter über brüchigen Fels zum Grat. Zum Schluss bereitet ein extrem bröseliger Kamin nochmals Freude, alles in allem ein guter I+ er. Vor allem von Pablo wieder eine sensationelle Leistung!! Am Freitag dann gemeinsam mit Diana und Pablo wieder ins Lechtal gebraust, diesmal nach Gramais. Hier konnten wir den einsamen Seitekopf 2344m besteigen und dabei sogar etliche Hirsche beobachten. Am Samstag waren dann die Bedingungen endlich fürs Fliegen geeignet und so starteten wir in einem neuen Fluggebiet im Allgäu am Weiherkopf 1665m. Der Flug schön und ruhig, nur leicht thermisch angehaucht, aber Hauptsache war wieder einmal in der Luft gewesen zu sein. Ausführliche Beschreibung natürlich unter walk and fly, wie auch ein Video unter http://www.youtube.com/watch?v=hlEKCovvyVM . Zuletzt am Sonntag mit Pablo auf den wohl einsamsten Gipfel in den Tannheimern, das Plattjochkreuz 1855m, wo die Musauer 2008 ein Gipfelkreuz aufgestellt hatten und ich mich schon lange fragte wo ein Steig diesen Gipfel erreichen könnte. Mit Glück und etwas Spürsinn fanden wir einen kleinen, angelegten Weg der mit Raffinesse den Latschengürtel unter dem Gipfel überlistet. Ebenso ein kleines Video dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=QYJG0aGsM28 . Jetzt kann ich zufrieden die neue Arbeitswoche auf mich zukommen lassen und mal sehen was zwischen den Gewittern noch zu holen ist.


29/05/2011 Das Wetter hat uns ja wieder einmal mehr oder weniger außer Gefecht gesetzt, aber dennoch konnte ich am Montag Abend nach einem „Run“ aufs Hörnle mit meinem EPAYFLIEGER noch in die Luft kommen. Das dort übliche Schleuderprogramm war natürlich Programm und den Landeplatz konnte ich nur mittels Höhenabbau durch viele Steilkreise erreichen. Jetzt können wir wohl nur hoffen dass unser verlängertes Wochenende Besserung bringt. Derweil kann ich Euch schon mal den neuen „Fetzenflieger V – Schluss mit lustig!“ empfehlen. Eine Doppel DVD in HD Qualität, mit zum Teil drei verschiedenen Kameraperspektiven aus der normalen Nikon, der Go Pro HD und der Bullet HD, gemixt mit flotter Musik. Dabei fast nur neue Flugberge (z.Bsp. Sonnberg, Spieser, Hinteres Hörnle, Krinnenspitze, Gaichtspitze, Vogelsang, Schönkahler, Mittag, Salve, Laber, Neunerköpfle und mehr!) mit gewaltigen Flug- und Landschaftsaufnahmen, aber auch gepaart mit verrückten Starts, Startabbrüchen und Vollzerstörern, ein durch und durch echter Fetzenflieger halt.


28/05/2011 – 29/05/2011 Zwei Tage, zwei Welten. Der Samstag noch durchwachsen und es war gut erst spät aufzubrechen, aber dafür mit Pablo gleich in die „Vertikale“ mitten in die Lechtaler zur 2378m hohen Knittelkarspitze. Aufstieg über das Steinkar durch die Nordostwand zum Knittelkarkopf und weiter über den schmalen Grat zur Knittelkarspitze. Kletterstellen zwischen I-II und der unangenehme Neuschnee machten die Tour äußerst anspruchsvoll, vor allem für Pablo der sich souverän durch die ausgesetzten Stellen manövrierte. Der Abstieg wurde eine ebensolche Herausforderung, da wir die Südostwand auch wieder hinab mussten. Dafür riss die Wolkendecke endlich auf und die Sonne kam zum Vorschein. Der Film dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=_9ggu825bDg .
Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des Gleitschirms und um neue Gegenden zu erkunden fuhr ich übers Allgäu in den Bregenzer Wald nach Andelsbuch, wo die Niedere das Paraglidingcenter schlechthin darstellt. Ich verzog mich aber weiter in das Skigebiet Schetteregg, wo vom Parkplatz gerade anscheinend ein Flieger schon mit Blaulicht abtransportiert wurde, na Toll das sind ja motivierende Aussichten. Dem zum Trotz marschierte ich über herrliche, satte Alpen unterhalb der Winterstaude entlang zum weithin sichtbaren Grasgipfel des Bullerschkopf 1701m. Traumhafte Wiesen würden einen Start in nahezu alle Richtungen erlauben, wobei für mich natürlich nordwestlich ideal war. Am Aussichtsreichen Gipfel, vom Allgäu über die Schweizer Berge bis zum Bodensee, angekommen stellte ich fest das noch südlicher Wind anstand der aber nach und nach durch den Talwind der nördlichen Seite verdrängt wurde, somit Start frei! Der Flug wie üblich für die Mittagszeit thermisch holprig, aber zu handeln, denn vor allem die weite Distanz zum Parkplatz musste ich im Auge behalten. Die Landung natürlich dementsprechend verwirbelt und der Platz selbst von freundlichen Weidezäunen umrahmt, aber auch dies letzten Endes kein ernsthaftes Problem, so dass ich zufrieden auf den Boden ankam ohne „einzubomben“.
Auch hierzu ein Film unter http://www.youtube.com/watch?v=Q2qoWwnamPY .
Ich kann es Euch nur immer wieder raten, nutzt jede freie Minute Eures Lebens voll und ganz aus, es ist es mehr als wert!