Lebe Deinen Traum....

Walk and fly

Eine neue Sportart stellt für mich das letzte Puzzleteil beim bergsteigen dar. Allerdings im Gegensatz zu den meisten anderen möchte ich nicht mit Seilbahnen auf irgendwelchen überfüllten Startplätzen antanzen, sondern wie gehabt Berge besteigen und nach Möglichkeit hinab fliegen. Natürlich lassen sich auch ausgezeichnet die bekannten und zugelassenen Flugebiete nützen wenn die Bahnen in Revision sind oder abends als "Sunsetflights" wenn ebenfalls der Betrieb ruht.

Groundhandling in Finning

Höhenunterschied: 30m

Gehzeit: 5min.

Unmittelbar oberhalb von Finning auf der Landstrasse zur A96 am dritten Feldweg rechts parken. Wenige Meter den Feldweg hinein und schon kommt unser idealer Groundhandling Berg in Sicht. Perfekt sind Winde aus S, N und W. Die Höhe reicht für kleine "Hupfer" allemal.

Krippenstein 2108m

Höhenunterschied: 1600m

Gehzeit: 4 bis 5 Std.

Der herrlich gelegene Krippenstein im Dachsteingebirge ist in erster Linie das Ziel von Piloten die ein Sicherheitsraining beim Sky Club Austria/Walter Schrempf in Angriff nehmen. Sicherlich eines der besten das es gibt! Trotzdem kommt auch so ein jeder auf seine Kosten. Für Trainingssüchtige bietet sich ein langer Anstieg über die Mittelstation an, der sich mit Besuchen von Mammut- und dachstein Eishöhlen verbinden  lassen würde. Hauptstartplatz ist, ab der Gipfelstation rechts vorbei, mit herrlichen Dachsteinpanorama den Krippenstein umrundend, in knapp 10 Minuten zu erreichen. Herrliche Wiesen bieten für Nord und Nordwestliche Winde perfekte Abflugplätze. Ein steiniger Südstartplatz und ein klippenartiger Oststartplatz wären auch noch vorhanden, aber wie gesagt dann eher für ganz wilde. Landeplatz am Hallstätter See bei Sicherheitstraining (klein, Stromleitungen, Eisenbahn!). Hauptlandeplatz ein Stück unterhalb der Seilbahntalstation. Auflagen der Flugschule (Skyclub) im Fluggebiet unbedingt beachten!

  

Jenner 1874m

Höhenunterschied: Aufstieg 100m/Abstieg je nach Startplatz bis 400m/Flug bis 1200m

Gehzeit: 20min. bis 1 Std.

Eigentlich weiche ich großen Menschenansammlungen immer gerne aus, aber um in ein neues Fluggebiet einzutauchen ist es manchmal ganz sinnvoll. Der Jenner ist bei uns Fliegern weniger im Blickwinkel, da er zum einen weit entfernt ist und zum anderen nicht gerade als einfach eingestuft ist. Bei den Touristen am Königssee sieht das natürlich anders aus. Es hat den Anschein von Oktoberfestatmosphäre wenn der Parkplatz erreicht ist. Der Preis ist dann der nächste Hammer: 15,90.- für die Bergfahrt und für Flieger kein Sondertarif!! Wenigstens der Aufstieg zum Gipfel hat ein bischen was von walk and fly. Am Gipfel gibt es eine steile Startmöglichkeit nach Süden (Wiese, felsig max. 2 Schirme). Nach der wirklich wilden, beeindruckenden Aussicht geht es wieder hinab zur Station, gleich links daneben befindet sich die Drachenstartrampe. Am Normalweg weiter hinab zum Felsturm des kleinen Jenners (Kreuz). Hier befindet sich der ebenfalls steile Weststartplatz (Unbedingt darauf achten das alle drei Windsäcke Westwind anzeigen, denn durch den vorgelagerten Kopf des kleinen Jenners haben wir bei  anteiligen Nordwind sogleich ein gefährliches Lee wie am 1700er Startplatz am Babadag!!!!) und dann noch gleich daneben der einfache, großflächige Oststartplatz mit Weiterflug über den Kessel der Mitterkaseralm. Links oberhalb in den Wiesen beim Mitterkaserlift gäbe es noch die Möglichkeit NW - SW zu starten und falls alle Stricke reißen den Normalweg weiter hinab um den kleinen Jenner herum Richtung Mittelstation der Jennerbahn, wo sich oberhalb der eben genannten, zwischen Seilbahn und Skilift großflächige Wiesen befinden, die sich optimal für einen Alternativstart eignen. Ein Landeplatz befindet sich direkt neben der Talstation, von Bäumen begrenzt und deshalb gerne turbulent. Bei thermischen Verhältnissen generell nicht ratsam! Der einfache Hauptlandeplatz ist bei der Wirtschaft Kohlhiasl (Oberschönau/1Std. Fußweg). Beim Anflug auf Grund der langen Strecke darauf achten rechtzeitig abzufliegen!


Markbachjoch 1440m/1731m

Höhenunterschied: 600m/900m

Gehzeit: 1 - 2 Std.

Das Markbachjoch ist für uns natürlich so etwas wie ein Hausberg, haben wir hier doch unseren A-Schein absolviert. Ohne Probleme kann der sportlich orientierte Gleitschirmpilot auch hier fündig werden. Zum einen morgens, wie auch abends wenn die Bahn nicht läuft oder unter Tags einfach weiter zum Roßkopf marschierend. Der Anstieg ist denkbar einfach. Gleich neben der Talstation an den Seilbahnmasten entlang und später steil, aber dafür flott empor zum Markbachjoch. Weiter zum Roßkopf einfach rechts der Piste folgen bis ein markierter Steig über den vorgelagerten Gipfel, in amüsanten auf und ab zum Gipfelkreuz des Roßkopfes führt. Beide Startplatze sind nach Norden ausgerichtet und somit sollte dementsprechender Wind vorhanden sein. Wir wurden allerdings als "Rückenwindstarter" ausgebildet und ignorierten dies teilweise. Wenn gar nichts mehr geht ist es möglich am Markbachjoch der Piste links/östlich bis zu deren Ende zu folgen, um so einen Startplatz auf 300m zu erreichen. Dieser geht fast immer!


Schönberg 1621m

Höhenunterschied: 930m

Gehzeit: 1,5 - 2,5 Std.

Der im Isartal hinter Lenggries aufragende Schönberg, dürfte wohl zu den absoluten Top Zielen zählen. Gigantische Landeplätze und ebensolche traumhafte Startplätze, was will der Gleitschirmflieger mehr? Ab Fleck, an der Landstrasse von Bad Tölz zum Sylvensteinspeicher links in den Ort zum Parkplatz. Die Landwirte (einer fliegt sogar selbst!!) vor Ort sind sehr nett, obwohl in manch Internetforum das Gegenteil behauptet wird. Im Ortsteil Winkl durfte ich sogar im Hof selbst parken und der Bauer zeigte mir sogar abgemähte Landewiesen! Ansonsten führen alle Wege zur gleichen Abzweigung, immer der Beschilderung Seekarkreuz, Schönberg, Maria Eck folgen. Zunächst auf einer steilen Forstrasse, später auf kleinem Steig in den sattel zwischen Seekarkreuz und Schönberg hinauf. Hier teilen sich die Wege, unserer führt am Grat rechts hinauf, nicht unterhalb, das wäre der steig zu Ross- und Buchstein! Teilweise etwas undeutlich durch Wiesen und zwischen felsen hindurch zum aussichtsreichen Gipfel. Das Kreuz steht westlich, unterhalb des höchsten Punktes! Unmittelbar am Kreuz haben wir in Richtung NW, N und SW die besten Startwiesen weit und breit. Der offizielle Landeplatz befindet sich gleich vor dem Wald am Parkplatz, aber im zweifelsfalle immer eine abgemähte Fläche wählen.

 

Blomberg 1220m

Höhenunterschied: 500m

Gehzeit: 0,5 - 1 Std.

Am Blomberg hat die Natur etwas nach geholfen und so sind durch Sturmschäden die neuen Startplätze (NW/NO) direkt an der Bahn entstanden. Das heißt das die wenigsten noch zum Oststartplatz gehen, der sich auch perfekt als Abendtour anbietet. Zwingend ist hier allerdings ein Wind aus Osten, da die enge Waldschneise bei seitlichen Wind enorme Verwirbelungen erzeugt. Dahinter ragt auch noch der Heigelkopf auf und der bietet eine Startmöglichkeit nach Süden (langer Anlauf). Mein Anstieg beginnt an der Abzeigung zum Heigelkopf, die über die Landstrasse nach Wackersberg (nach der Blombergbahn rechts) nach ca.2 Km erreicht wird. Hier parken und steil den Forstweg hinauf bis eine kleine Holzkapelle rechter Hand auftaucht. Hier nun rechts auf eine sehr steile Forstpiste abzweigen. Dieser immer folgend (Abzweiger ignorieren) bis zu deren Ende. Nun wenige Meter leicht links bergauf, über einen Weidezaun kletternd auf die schon sichtbare, steile Waldschneise zu. Diese dann hinauf zum großen Gipfelkreuz mit Windsack. Bei Ostwind läßt es sich in diesem Gelände stundenlang soaren. Landeplatz beim Parkplatz problemlos in den Feldern.


Demmelspitze 1158m/Koteck(Brauneck) 1350m

Höhenunterschied: 700m

Gehzeit: 1,5 - 2,5 Std.

Das Brauneck ist natürlich eine der ersten Münchner Adressen was fliegen betrifft, aber auch hier läßt sich eine fantastische Gleitschirmtour durchziehen. Ich würde sie schon mit PARACLIMBING bezeichnen. Von der Brauneckseilbahn Talstation zunächst den normalen Anstieg zur Reiser Alm. Hier dann links abzweigen, über den Bach hinweg und einen Forstweg folgen. Nach einer Steilkurve zweigt nochmals links ein steilerer Forstweg ab. Diesen empor bis zur ersten Rechtsbiegung wo nach ca. 10m links der kleine Steig zur Demmelspitze abzweigt. Diesen steil bergauf unter der Seilbahn hindurch und durch eine wilde Felskulisse zu einem kleinen Sattel rechts der Demmelspitze. Hier links am Grat durchschlüpfen zur deren Schulter, wo sich auch der Einstieg befindet. Drei Abschnitte mit Stellen bis III, wobei der erste Aufschwung, links an das Eck mit einer großen Wurzel, gleich die Schlüsselstelle bereit hält. Auf einem Band wenige Meter in der Nordseite queren bis ein leichter Kamin in eine Scharte vor dem Gipfelkreuz führt. Die letzten Meter sehr schmal und ausgesetzt zum Kreuz. Anschließend zurück in die Scharte, dann hinauf zum Vorgipfel und von diesem mittels Abseilring direkt zum Einstieg abseilen. Nun zurück in den Sattel und links hinab an den Felswänden queren bis es möglich ist in die grasige Steilrinne hinüber zu queren. Achtung sehr steiler, glitschiger Waldboden! Die Steilrinne mit viel Bruch empor bis in die Scharte zwischen Waxenstein und Koteck. Hier rechts den Grat zum Gipfelkreuz mit dem Umsetzerstartplatz. Bei Wind aus N und No ist ein Start problemlos. Unbedingt allerdings das oft strenge Bayerische Talwindsystem beachten! 



Koteck(Brauneck) 1350m

Höhenunterschied: 700m

Gehzeit: 1 Std.

Natürlich läßt sich das Koteck auch ohne Klettereinlage Demmelspitze ersteigen. Besonders Abends mit wenig Zeitaufwand zu bewerkstelligen. Hierzu wieder zur Reiseralm, nur diesmal ab hier den normalen Wanderweg zum Brauneck verfolgen. Der zunächst schmale Steig führt in Serpentinen wieder zur Skipiste. Über einen Fahrweg wird der Garlandkessel erreicht. Nach ca. 100m führt ein kleiner Steig schräg links die Hänge empor und wendet sich bald rückwarts dem Koteck und seinem Seilbahnmasten zu. An diesem angelangt noch leicht schräg rechts über Wiesen aufwärts zum Gipfelkreuz und unserem schön gelegenen Abendstartplatz. Um diese Zeit steht meist der Talwind perfekt an und es läßt sich genüßlich Stundenlang soaren.



Brauneck  1555m

Höhenunterschied: 900m

Gehzeit: 1 - 2 Std.

Das Brauneck zählt zu den absoluten Münchner Gleitschirmbergen, dementsprechend wird es auch frequentiert. Die Alternative sind die beiden zuvor beschriebenen Routen zum Koteck. Wenn es dann doch mal ruhiger ist kann der Flieger durchaus beim wie oben beschriebenen Koteckanstieg im Garlandkessel geradeaus weiter gehen und erreicht so wenig später die Gipfelstation. Links geht es zu den schönen, großen Wiesen des Südstartplatzes und direkt neben der Station befindet sich der Garland (Ost) Startplatz. Weiter über das Gipfelkreuz hinweg gibt es noch die anspruchsvolle Startvariante nach Norden. Am Garland immer alle Windfahnen beachten, vor allem die am Gipfel. Wenn alle auf Ost stehen ist ein Start machbar, sollte aber ein Nordwindanteil vorhanden sein, übergelagert oder ein schon stark einsetzendes Isartalwindsystem aus Norden durchblasen besser zum Nordstart oder den einfacheren Koteck wechseln (20min.). Landeplatz rechts der Talstation und auch hier wie immer auf Grund der umliegenden Baumreihen den Talwind beachten!


Jochberg 1569m

Höhenunterschied: 700m (Aufstieg) 1000m (Flug)

Gehzeit: 1 - 2 Std.

Der Jochberg ist natürlich einer der absoluten Parade Flugberge. Allein schon der fantastische Tiefblick auf den Kochelsee ist den Aufstieg wert und hinzu kommt das er ein zugelassener Flugberg mit Start und Landeplatz ist. Unter Tags einer der Münchner Hausberge und dem entsprechend von Wandervolk überlaufen, aber Abends, wenn in der Nordwand ein endloses soaren ermöglicht ist es eher ruhig. Am besten hat der Flieger eine zweite Person dabei die einem am Ursprungsattel, am beginn des Anstieges, absetzt und wieder zum Kochelsee hinab fährt und am Landeplatz wartet. Der Aufstieg ist überdeutlich markiert und führt durch schattigen Hochwald einen ersten Rücken empor. Von diesem auf einen zweiten (Quelle) bis über die aussichtsreiche Gratkante, mit Tiefblick in die düstere Nordseite das Gipfelkreuz erreicht ist. Startrichtung No - Nw, aber auch S wäre möglich, allerdings nur bei schwachen Südwind, weil bei überfliegen des Ursprungsattels sonst ein unangenehmes absaufen ohne Landemöglichkeiten die Folge ist. Achtung auch am Landeplatz da dieser zum einem durch eine Hochspannungsleitung, wie auch dem Kochelsee begrenzt wird.

Laber 1686m

Höhenunterschied: 850m

Gehzeit: 1,5 - 2 Std.

Der mit einer der ältesten Seilbahnen Bayerns erschlossene Laber bietet zum einen die steilste Skiabfahrt Deutschlands und zum anderen auch einen sehr steilen und anspruchsvollen Gleitschirmstartplatz an. Der Aufstieg beginnt an der Talstation und führt gut markiert in der Nähe der Skipiste in einen Sattel empor. Hier bietet sich die Möglichkeit links zum Laberkopf zu queren. Das versteckte Steiglein beginnt hinter dem Sattel links unterhalb einer kleinen Jagdhütte und schlängelt sich etwas ausgesetzt zur imposanten Nadel, die sich im III Grad ersteigen läßt. Tipp am Rande: Die Steil nach Oberammergau abbrechende Kante bietet 7 Seillängen bis IV+ in besten Fels (alpine Absicherung!) und bei absoluter Einsamkeit. Ansonsten am Sattel rechts über den luftigen Steig über den Schartenkopf zur Gipfelstation. Der Südstartplatz steht kaum zur Debatte (Drachenfliegerrampe/Abgrund), der Nordstartplatz dagegen bietet bei enormer Steilheit eine gute Chance raus zu kommen. Wind sollte passen, da ein Startabbruch hier sehr unangenehm werden könnte! Neuerdings nach einigen Unfällen daher B-Schein Pflicht!! Der Landeplatz befindet sich unmittelbar hinter dem großen Schwimmbad bei der Talstation.


Hörnle 1420m

Höhenunterschied: 450m

Gehzeit: 0,5 - 1 Std.

Das Hörnle ist der Berg für Genußflieger, vor allem Abends nach 16.00 Uhr, wenn die Bahn steht, aber auch unter Tage ist hier in der Regel weniger los. Wie am Blomberg eine Waldschneise (bei Seitenwind Turbulenzen!), allerdings ist diese wesentlich breiter und läßt bei Nördlichen Winden problemlos das Starten zu. Der Aufstieg ist einfach zu finden und beginnt an der Talstation und führt über den Sommerweg steil in Serpentinen zum unteren Startplatz an der Bergwachthütte (Alternative bei Weidebterieb), dann weiter über die Piste zumn oberen unterhalb der Hörnlehütte hinauf. Landeplatz ist  links oberhalb der Talstation auf der Skipiste mit großen Windsack. Allerdings ist es nich immer so ruhig wie in der Literatur behauptet wir. An einem eigentlich entspannten Abendflug saugte es meine Frau und mich einmal mit Thermik bis auf 2000m hinauf.


Alpkopf 1802m

Höhenunterschied: 200m (Aufstieg) 900m (Flug)

Gehzeit: 0,5 Std.

Eigentlich bin ich ja ein absoluter Seilbahngegner, da der damit verbundene Trubel und dann auch noch die Kosten immer die Nerven belasten. Am Alpkopf oberhalb von Bichlbach und Berwang kann der Flieger diese Probleme außer Acht lassen. Zum einen kostet die Bahn für Gleitschirmflieger nur 3,80.-Euro und der Andrang ist hier gleich null. Liegt zum einen wohl an dem nicht vorhandenen Bekanntheitsgrad und wohl auch an den gut 200 Höhenmetern die zum Gipfel zurück gelegt werden müssen. Der Weg ist landschaftlich sehr schön und ausreichend markiert. Zunächst ein Forstweg, der sich im oberen Teil in einen netten kleinen Steig wandelt. Der Startplatz befindet sich wenige Meter unter dem Gipfel und bietet in Richtung NO bis NW schöne Startmöglichkeiten. Natürlich nicht bei Südwind starten und auch das sich meist ab Mittag aufbauende Talwindsystem beachten! 


Hönig 2034m

Höhenunterschied: 700m

Gehzeit: 1,5 - 2,5 Std.

Der isoliert im Berwanger Talkessel aufragende Hönig stellt wohl einen der ultimativsten Gleitschirmberge in den nördlichen Kalkalpen dar. Von allen Seiten nur Wiesen, so weit das Auge reicht, was natürlich Startplätze in alle Richtungen bedeutet. Da die dahinter liegenden Gipfel etwas höher sind ist er vor starken Höhenwinden ebenso geschützt, wie vor den Talwindsystemen. Also eine regelrechte Oase wie etwa das Markbachjoch in der Wildschönau. Der Aufstieg beginnt nach dem Ortsende von Berwang auf der Strasse Richtung Rinnen, wo sich rechts ein Parkplatz befindet. Links davon können wir auch gleich die Felder besichtigen, die wenn bereits abgemäht sich hervorragend als Landeplatz anbieten. An der Liftstation vorbei führt der Anstieg zur Kögelehütte malerisch durch lichten Wald empor. Wenn diese zu unserer rechten erreicht ist hundert Meter links auf eine Fortstrasse abbiegen und dann der Beschilderung rechts abzweigend zum Hönig weiter aufsteigen. Ein wunderschöner Steig führt über den Sattelkopf durch endlose Wiesenhänge zum Gipfel empor. Von einem kleineren Sendemasten noch wenige Meter zum Gipfelkreuz. Die Aussicht entschädigt vielfach für die Mühen des Aufstiegs. Startplätze wie gesagt ohne Ende, nur daran denken dass bei einem Start nach Süden der Hönig mangels Landeplätze auf die Nordseite umflogen werden muss. Oberhalb von Berwang liegt ein Modellflugplatz mit einem Windsack, der gute Hinweise über die Windrichtung für unseren Landeplatz liefert.



Schwarzhanskarspitze 2228m

Höhenunterschied: 1300m

Gehzeit: 3 - 4 Std.

Dieser Berg, gleich hinter Reutte, bei Forchach im Lechtal aufragend, dürfte für jeden Gleitschirmflieger ein Topziel sein. Zumindest für den Parabergsteiger der wo die 1300 Höhenmeter beim Aufstieg nicht scheut. An der Kirche in Forchach beginnt der kleine und vor allem steile Steig, der sich in vielen Serpentinen zum traumhaft gelegenen Almboden des Älpele schlängelt. Der ideale Platz für eine gemütliche Pause. Ab hier nochmals anstrengend durch Latschen zu den Gipfelwiesen empor, die sich einfach nur als gigantisch erweisen. Startmöglichkeiten in nördliche Richtungen problemlos, eigentlich ebenso südlich, aber Achtung bei stärkeren Wind! Landemöglichkeiten bei den meist abgemähten, sehr großen Wiesen in Forchach völlig stressfrei (Talwindsystem beachten!). 



Breitenberg 1834m

Höhenunterschied: 300m (Aufstieg) 1000m (Flug)

Gehzeit: 1 Std.

Ebenso wie der Alpkopf ist am Breitenberg eine Seilbahn im Spiel, nur im Gegensatz zum Alpkopf ist hier in der Regel die Hölle los. Dennoch bietet sich eine nette Parawalking Tour an wenn der Gipfel mit eingebaut wird. Am besten von der Kabinenbahn aus dem markierten Steig zum Gipfel verfolgen. Im Abstieg lassen sich dann die Startplätze der Reihe nach begutachten. Die beiden oberen sind des öfteren durch den starken Nordwind nicht ratsam. Unterhalb im Kesselmoos dagegen ist es eher ruhig. Es sind aber immer lokale Flieger da die einem Tips geben können. Achtung am Landeplatz der mit einem Weidezaun endet.


Blösse 1450m

Höhenunterschied: 500m

Gehzeit: 1 - 1,5 Std.

Der unmittelbar vor der Reutter Wanne aufragende Gupf der Blösse ist eigentlich weniger Gipfel als Hochalm, bietet aber dennoch feine Startmöglichkeiten in mehrere Windrichtungen. Die Tour läßt sich ohne weiteres direkt vom Grüntensee aus starten, entweder gleich bei den Buronliften (steil) oder weniger später auf der Zufahrtsstrasse (sanft) zur Buron Hütte losmarschieren, die alsbald mit netten Blicken zum Grüntensee erreicht ist. Ab hier rechts steil die Piste empor bis der Steig scharf nochmals rechts in den Wald hinein biegt. Zum Ende hin eine steilere, glitschige Stufe links in einen Sattel empor. Nun öffnet sich der Blick zur Reutter Wanne mit Startmöglichkeiten nach Westen. Der Forstweg rechts abgehend führt uns zum steilen, aber gut Startbaren Südstartplatz. Links empor gelangen wir zum Ende der Piste mit den leichten Startplätzen nach NW und Nord. Die Landemöglichkeiten sind rechts (von oben gesehen) von der Buronlifttalstation größer als im hinteren Bereich der Hüttenzufahrtsstrasse (Stromleitungen/Landstrasse).


Babadag 1980m

Höhenunterschied: 1700 Meter/1980 Meter

Gehzeit: 3,5 - 6 Std.

Der Babadag ist das Fluggebiet der Türkei schlechthin. Die Kombination aus 3000m hohen Bergen im Rücken und blau schimmernden Meer, bei 2000m Luft unterm Hintern ist gewaltig. Das ganze perfekt organisiert mit Jeeps, die uns Gleitschirmflieger über wilde Forstpisten zu den Startplätzen fahren. Diese sind in nahezu allen Himmelsrichtungen möglich. Zur Zeit noch etwas steinig, aber es wird fleißig gebaut und verbessert. Doch auch hier gibt es eine sportliche Alternative, die es allerdings in sich hat. Satte 2000 Höhenmeter wollen erst einmal überwunden sein. Direkt am östlichen Ende des Strandes bei Ölüdeniz führt eine Treppe zur Hauptstrasse. Dieser eine Kehre folgend ist die Abzweigung (beschildert) zum Babadag erreicht. Mit grünen Punkten markiert führt der nicht immer deutliche Steig empor. Eine steile Reibungsplatte wird über ein Rinnensystem (leichte Kletterei I) überwunden. Im Anschluß ist bald ein Startplatz auf 3000m erreicht, ab nun rechts über eine Forstpiste bis zu deren Ende. Rotweißrot markiert geht es weiter auf dem Lykischen Höhenweg. Die Landschaft, mit den Tiefblicken in versteckte Buchten ist einmalig. Über eine Schulter wird ein kleiner Ort erreicht. Durch diesen hindurch, 50 Höhenmeter absteigend bis unsere grüne Markierung wieder links steigend abzweigt. Durch herrliche Wälder in einen Steilhang hinein. Nun schnon mit Geröll in vielen Serpentinen bis zum Hauptkamm empor. An diesem rechts unterhalb entlang bis der schönste Startplatz auf 17oo m erreicht ist. Zum Hauptgipfel einfach der Forstpitse weiter östlich folgen. Die Aussicht von diesem Gipfel ist genial. Bei der Tour unbedingt ausreichend Flüssigkeit mitnehmen! Zum Landen einfach die herrliche Strandpromenade in Ölüdeniz  benutzen. Gleitschirmflieger haben da absolute Vorfahrt!