Bayerische Voralpen

Sulzberg 1117m 

Vogelsang 1563m 

Höhenunterschied: 100m - 750m (je nach Ausgangspunkt!)

Gehzeit: 10 Min. - 2 Std.

Der Vogelsang bei Bayerischzell liegt als erster Gipfel vor den beiden Traithenbergen am oberen Ende des Sudelfeldes. Ausgangspunkt entweder am untersten Lift in Bayerischzell (750Hm) oder über die Tatzelwurmstraße zu den Liften auf der Ostseite mit Parkplatz beim unteren Sudelfeld (500Hm), wer hier hier weiter fährt kann rechts hinauf dann bis zur Walleralm fahren, wo sich die ersten Startplätze in wenigen Minuten (100Hm) erreichen lassen. Zweites Auto oder Fahrer wäre dann notwendig. Ansonsten führen alle Wege markiert und aussichstreich über die Walleralm zum Kreuzgeschmückten Gipfel. An der Alm selbst müßen 3 Euro Start/Landegebühr bezahlt werden, wie auch ein Eintrag in das dort ausgelegte Flugbuch gemacht werden. Die Startplätze, alle hervorragend mit Windanzeigern ausgestattet sind der Reihe nach beim Aufstieg oberhalb der Walleralm am Weg liegend. Von West (sollte Wind anstehen) über Nord bis Ost läßt es sich schön auslegen. Der Höchstgelegene beim großen Windsack unter dem Gipfelkreuz. Der Landeplatz, ebenso mit Windsack, ist schön groß und liegt Im Dreieck der Landstraßen zum Tatzelwurm und Landl. Ein inoffizieler Südstart liegt an der gegenüber liegenden Bergseite des Sudelfeldes.
Schönfeldjoch 1776m 
Hinteres Sonnwendjoch 1986m 
                                          
Höhenunterschied: Aufstieg 650m Flug 1150m
 
Gehzeit: 1,5 - 2,0 Std.

Das Hintere Sonnwendjoch ist der höchste Gipfel im Mangfallgebirge ist von allen Bergen der Umgebung aus eindrucksvoll zu sehen. Vor allem die lange Steilflanke der Nordseite steht imponierend hinter den klassischen Münchner Hausbergen, zum Süden hin dagegen fällt sie mit riesigen Wiesen und somit Startplätzen ohne Ende zur Ackernalm ab. Anfahrt über Bayerischzell und weiter Richtung Landl, dahin auch aus der Gegenrichtung von Kufstein kommend. An der Grenze am Ursprung befindet sich gleich eine große Landewiese mit Parkplatz wo der Flieger ein Auto stehen lassen kann oder er hat einen "Fahrdienst". Zwei Kilometer später zweigt rechts die kleine, gebührenpflichtige Mautstrasse zur Ackernalm ab. An der Alm parken und schon geht es über die gesperrte Almstrasse zur Steinkaseralm, weiter rechts  Richtung Frommalm, wo kurz vorher links der eigentliche Steig abzweigt. Dieser führt steil durch den Felschlupf am Burgstein zu den weiten Südhängen und letzten Endes zum Gipfelkreuz. Östlich hätten wir SO und westlich schöne Startplätze nach S - SW. Notlandemöglichkeiten wären an der Ackernalm und an der Stallenalm, wobei letzterer besonders anspruchsvoll wäre und wirklich nur im Notfall in Betracht gezogen werden sollte. Die Distanz bis zum Ursprung sind knapp 7 Km und im Normalfalle dann auch kein Problem. Zu beachten ist natürlich vor allem im Sommer das Talwindsystem, verbunden damit ein früher Start damit wir nicht im Lee landen, was auch für den gegenüber liegenden Bergkamm gilt, falls der Flug zu nah heran führt. Der Landeplatz selbst ist großzügig, aber durch die Enge des Tales und den damit verbundenen Düseneffekt kann es schon mal turbulent werden. Ein insgesamt etwas anspruchsvollerer Traumflugberg mit langem Flug und grandioser Aussicht.
Nagelspitze 1554m 
 
Höhenunterschied: 550m + 250m (falls nur ein Auto!)
 
Gehzeit: 1,5 - 2,0 Std.

Die so sehr überlaufenen Schlierseer Berge um die Rotwand bieten vor allem Abends ruhige Plätze um noch traumhafte Flüge zu erleben. Die Nagelspitze ist so ein Berg, der auch unter Tags nicht von all zu viel Bergsteigern aufgesucht wird, ist er doch eigentlich nur eine Gratverlängerung des viel bekannteren Jägerkamps. Der Aufstieg startet an der Spitzingseestrasse kurz vor dem Sattelauf der linken Seite (Parkplatz links 100m nachdem von rechts der Forstweg aus dem Josefstal herauf kommt) hinter dem malerischen Schliersee.
Steil und stetig führt der bestens markierte Steig durch den immer lichter werdenden Wald. Erste Tiefblicke auf den Schlierssee runden das Voralpenbild ab. Wenig später wird die unter dem Jägerkamp liegende Jägerbauernalm erreicht. An dieser links vorbei zu den schon sichtbaren Wiesen der Nagelspitze. Startplätze wie Sand am Meer in westliche Richtungen, ein Ostart (Klippenartig steil) wäre auch möglich und rein nördlich noch zwischen Jägerkamp und Bezingspitze im gleichnamigen Sattel noch weitere 200 Höhenmeter oberhalb. Der Landeplatz liegt am südlichen Ende von Neuhaus (Fünfeckige Wiese/Windsack). Von hier führt auch der Forstweg durch das Josefstal zur Spitzingseestrasse hinauf und somit zum Parkplatz (250Hm/Beschildert Jägerkamp).
Gindelalmschneid 1330m 
Sonnberg 1576m                                                             

Wallberg 1722m 
 
Höhennunterschied: 600m + 300m (falls nur ein Auto!)
 
Gehzeit: 1,5 - 2,5 Std.

Der Wallberg, klar einer der Fliegerklassiker schlechthin. Hier fanden mit die ersten Flüge und Kurse schon in den Achzigern statt. Ebenso lässt sich der Wallberg als Walk and Fly Tour absolvieren, vor allem lohnend Abends wenn die Bahn bereits geschlossen hat, da unter Tags natürlich die Luft ziemlich Nylonhaltig ist. Gerade wenn im herbst die Tage kürzer werden ist es hilfreich die kurze (3,2Km) Wallbergstrasse in Anspruch zu nehmen. Die 4 Euro Maut sind gut investiert, da der Startplatz schneller zu erreichen ist und nach der Landung wenn es dann schon Dunkel werden sollte kann man die Strasse auch ohne Probleme hinauf laufen. Vom Scharlinger Moos (Parkplatz am Ende der Mautstrasse) führt links der Alm der bezeichnete Steig im Wald empor. Nach einer Linksabzweigung ist bald ein breiterer Forstweg erreicht der flott in den Sattel zwischen Wallberg und Setzberg führt. Hier links weiter zum bereits sichtbaren Kircherl mit dem großen Windsack. Wenig später ist dieser nach Norden ausgerichtete Startplatz erreicht. Wenige Minuten weiter findet der Pilot die breite Wiese der Hintermaurer Alm, wo es sich nach Norden, Westen und auch Südwesten starten lässt. Weiter oben ist wenig später die Bergstation erreicht und dahinter ebenso der Hauptgipfel, wo sich ein kurzer Startplatz nach NW-NO befindet, der bei anstehenden Wind problemlos ist. Bei Süd und Ostlage geht am Wallberg rein gar nichts. Für alle anderen Startplätze gilt immer Leegefahr durch Seitenwind, vor allem bei der Hintermaurer Alm mit den seitlichen nach vorne verlaufenden Kamm. Am besten immer an den obersten Windsäcken orientieren, sei es am Kircherl selbst und auch der große am Hauptgipfel, denn die zeigen definitiv die Hauptwindrichtung an. Der Flug im Anblick des Tegernsees ist immer ein Erlebnis. Der Landeplatz unterhalb der Talstation an der Zufahrtsstrasse ist groß und nur bei starken Talwind turbulent.
Hirschberg 1670m
 
Schönberg 1621m
 
Hochalm 1427m
 
Sonntraten/Schürfenkopf 1096m

Blomberg 1220m 

Höhenunterschied: 500m

Gehzeit: 0,5 - 1 Std.

Am Blomberg hat die Natur etwas nach geholfen und so sind durch Sturmschäden die neuen Startplätze (NW/NO) direkt an der Bahn entstanden. Das heißt das die wenigsten noch zum Oststartplatz gehen, der sich auch perfekt als Abendtour anbietet. Zwingend ist hier allerdings ein Wind aus Osten, da die enge Waldschneise bei seitlichen Wind enorme Verwirbelungen erzeugt. Dahinter ragt auch noch der Heigelkopf auf und der bietet eine Startmöglichkeit nach Süden (langer Anlauf). Mein Anstieg beginnt an der Abzweigung zum Heigelkopf, die über die Landstrasse nach Wackersberg (nach der Blombergbahn rechts) nach ca.2 Km erreicht wird. Hier parken und steil den Forstweg hinauf bis eine kleine Holzkapelle rechter Hand auftaucht. Hier nun rechts auf eine sehr steile Forstpiste abzweigen. Dieser immer folgend (Abzweiger ignorieren) bis zu deren Ende. Nun wenige Meter leicht links bergauf, über einen Weidezaun kletternd auf die schon sichtbare, steile Waldschneise zu. Diese dann hinauf zum großen Gipfelkreuz mit Windsack. Bei Ostwind läßt es sich in diesem Gelände stundenlang soaren. Landeplatz beim Parkplatz problemlos in den Feldern. Der Offieziele Landeplatz am Stallauer Weiher (unweit des Blombergbahn Parkplatzes) ist ebenso problemlos von allen Startplätzen erreichbar.
Heiglkopf 1205m
 
Demmelspitze 1158m/Koteck(Brauneck) 1350m      
      
Höhenunterschied: 700m

Gehzeit: 1,5 - 2,5 Std.

Das Brauneck ist natürlich eine der ersten Münchner Adressen was fliegen betrifft, aber auch hier läßt sich eine fantastische Gleitschirmtour durchziehen. Ich würde sie schon mit PARACLIMBING bezeichnen. Von der Brauneckseilbahn Talstation zunächst den normalen Anstieg zur Reiser Alm. Hier dann links abzweigen, über den Bach hinweg und einen Forstweg folgen. Nach einer Steilkurve zweigt nochmals links ein steilerer Forstweg ab. Diesen empor bis zur ersten Rechtsbiegung wo nach ca. 10m links der kleine Steig zur Demmelspitze abzweigt. Diesen steil bergauf unter der Seilbahn hindurch und durch eine wilde Felskulisse zu einem kleinen Sattel rechts der Demmelspitze. Hier links am Grat durchschlüpfen zur deren Schulter, wo sich auch der Einstieg befindet. Drei Abschnitte mit Stellen bis III, wobei der erste Aufschwung, links an das Eck mit einer großen Wurzel, gleich die Schlüsselstelle bereit hält. Auf einem Band wenige Meter in der Nordseite queren bis ein leichter Kamin in eine Scharte vor dem Gipfelkreuz führt. Die letzten Meter sehr schmal und ausgesetzt zum Kreuz. Anschließend zurück in die Scharte, dann hinauf zum Vorgipfel und von diesem mittels Abseilring direkt zum Einstieg abseilen. Nun zurück in den Sattel und links hinab an den Felswänden queren bis es möglich ist in die grasige Steilrinne hinüber zu queren. Achtung sehr steiler, glitschiger Waldboden! Die Steilrinne mit viel Bruch empor bis in die Scharte zwischen Waxenstein und Koteck. Hier rechts den Grat zum Gipfelkreuz mit dem Umsetzerstartplatz. Bei Wind aus N und No ist ein Start problemlos. Unbedingt allerdings das oft strenge Bayerische Talwindsystem beachten! 
Koteck(Brauneck) 1350m 
 
Höhenunterschied: 700m

Gehzeit: 1 Std.

Natürlich läßt sich das Koteck auch ohne Klettereinlage Demmelspitze ersteigen. Besonders Abends mit wenig Zeitaufwand zu bewerkstelligen. Hierzu wieder zur Reiseralm, nur diesmal ab hier den normalen Wanderweg zum Brauneck verfolgen. Der zunächst schmale Steig führt in Serpentinen wieder zur Skipiste. Über einen Fahrweg wird der Garlandkessel erreicht. Nach ca. 100m führt ein kleiner Steig schräg links die Hänge empor und wendet sich bald rückwarts dem Koteck und seinem Seilbahnmasten zu. An diesem angelangt noch leicht schräg rechts über Wiesen aufwärts zum Gipfelkreuz und unserem schön gelegenen Abendstartplatz. Um diese Zeit steht meist der Talwind perfekt an und es läßt sich genüßlich Stundenlang soaren.
Brauneck  1555m 

Höhenunterschied: 900m

Gehzeit: 1 - 2 Std.

Das Brauneck zählt zu den absoluten Münchner Gleitschirmbergen, dementsprechend wird es auch frequentiert. Die Alternative sind die beiden zuvor beschriebenen Routen zum Koteck. Wenn es dann doch mal ruhiger ist kann der Flieger durchaus beim wie oben beschriebenen Koteckanstieg im Garlandkessel geradeaus weiter gehen und erreicht so wenig später die Gipfelstation. Links geht es zu den schönen, großen Wiesen des Südstartplatzes und direkt neben der Station befindet sich der Garland (Ost) Startplatz. Weiter über das Gipfelkreuz hinweg gibt es noch die anspruchsvolle Startvariante nach Norden. Am Garland immer alle Windfahnen beachten, vor allem die am Gipfel. Wenn alle auf Ost stehen ist ein Start machbar, sollte aber ein Nordwindanteil vorhanden sein, übergelagert oder ein schon stark einsetzendes Isartalwindsystem aus Norden durchblasen besser zum Nordstart oder den einfacheren Koteck wechseln (20min.). Landeplatz rechts der Talstation und auch hier wie immer auf Grund der umliegenden Baumreihen den Talwind beachten!
Hirschhörnlkopf 1515m                                                 

Jochberg 1569m
 
Höhenunterschied: 700m (Aufstieg) 1000m (Flug)

Gehzeit: 1 - 2 Std.

Der Jochberg ist natürlich einer der absoluten Parade Flugberge. Allein schon der fantastische Tiefblick auf den Kochelsee ist den Aufstieg wert und hinzu kommt das er ein zugelassener Flugberg mit Start und Landeplatz ist. Unter Tags einer der Münchner Hausberge und dem entsprechend von Wandervolk überlaufen, aber Abends, wenn in der Nordwand ein endloses soaren ermöglicht ist es eher ruhig. Am besten hat der Flieger eine zweite Person dabei die einem am Ursprungsattel, am beginn des Anstieges, absetzt und wieder zum Kochelsee hinab fährt und am Landeplatz wartet. Der Aufstieg ist überdeutlich markiert und führt durch schattigen Hochwald einen ersten Rücken empor. Von diesem auf einen zweiten (Quelle) bis über die aussichtsreiche Gratkante, mit Tiefblick in die düstere Nordseite das Gipfelkreuz erreicht ist. Startrichtung No - Nw, aber auch S wäre möglich, allerdings nur bei schwachen Südwind, weil bei überfliegen des Ursprungsattels sonst ein unangenehmes absaufen ohne Landemöglichkeiten die Folge ist. Achtung auch am Landeplatz da dieser zum einem durch eine Hochspannungsleitung, wie auch dem Kochelsee begrenzt wird.
Rabenkopf 1555m

Herzogstand/Fahrenbergkopf 1627m                                   

Heimgarten 1790m                                                           

Simetsberg 1836m                                                             

Hoher Fricken 1940m 
 
                           
                     
Wank 1780m 
                                                                                  
Höhenunterschied: 750m

Gehzeit: 1 - 1,5 Std.

Der Wank ist bekannt als einer der Thermikofen der bayerischen Flugberge. Das er auch eine schöne walk and fly Tour bietet wissen die wenigsten. Vom Landeplatz beim Gschwendtner Bauern (Parkplatz 10 Minuten unterhalb, erreichbar über die Strasse von Garmisch nach Mittenwald nach ca. 5Km links Richtung Pfeiffer Alm/Gschwendtner Bauer) führt der malerische Steig über viele Serpentinen die Südostseite empor. Die Einblicke in Karwendel und Wetterstein bilden dazu das imposante Rahmenprogramm. Vom Rosswank in eine Senke hinab und weiter hinüber zum schon sichtbaren Windsack am Startplatz. Der eigentlich höchste Punkt befindet sich hinter der Bergstation, ist aber für die Aussicht nicht notwendig, da hier am Startplatz so ziemlich der gleiche Weitblick herrscht. Startmöglichkeiten bieten sich auf einer problemlosen Wiese von SO - SW an. Dabei den Bayersichen Talwind beachten! besonders lohnend natürlich morgens oder abends wenn die Seilbahn außer Betrieb ist.
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© Norbert Hofmann