Lechtaler

Thaneller 2343m 

Höhenunterschied: 1300m/900m

Gehzeit: 2,5 Std. - 4 Std.

Die majestätische Pyramide des Thanellers beherrscht den Talkessel von Reutte. Für den ambitionierten walk and flyer ist er ein sehr anspruchsvolles Ziel. Von Süden wäre er von Berwang aus auf einem bequemen Wanderweg über 900 Höhenmeter zu erreichen. Der Topanstieg über 1300 Höhenmeter beginnt aber am Karlift in Heiterwang und führt gut markiert in das düstere Thaneller Nordkar. Hier zweigt links der Werner Rietzler Steig ab, der teilweise gesichert und größtenteils aber leichte Kletterei I-II verlangt. Nach einer längeren Querung wird der Nordgrat erreicht und über diesen der aussichtsreiche Gipfel. 100m unterhalb am Südanstieg befindet sich ein angenehmer Startplatz S-SW um nach Berwang zu fliegen. Wer aber nach Norden will muss ganz oben starten und das hat es in sich. Gut 20m Anlauf, schmäler werdend und in blockigen Abbrüchen endend erfordert einen absolut sicheren Starter. Ein Startabbruch wäre mehr als unangenehm. Zudem muß der Wind hier unbedingt passen, denn ein unterlaufen ist auf Grund der schmäler werdenden Anlaufstrecke kaum möglich. Das nächste ist das überfliegen des Grates nach Norden. Zunächst Flugweg nach Westen bis rechts der schmale Einschnitt des Rintljochs überflogen werden kann. Je höher desto besser, zumal noch die Frage wie stark der Südwind ist, denn hier fliegt der Pilot ins Lee!!!! Nach überwinden dieser Situation steht einem Traumflug über dem düsteren Nordkar mit Blick auf Heiterwanger - und Plansee nichts im Wege. Einfache Landemöglichkeiten mehrere (abgemähte!) Wiesen in unmittelbarer Umgebung des Karliftes.
Achseljoch 2020m 

Höhenunterschied: 1000m

Gehzeit: 2,5 Std.
Alpkopf 1802m 

Höhenunterschied: 200m (Aufstieg) 900m (Flug)

Gehzeit: 0,5 Std.

Eigentlich bin ich ja ein absoluter Seilbahngegner, da der damit verbundene Trubel und dann auch noch die Kosten immer die Nerven belasten. Am Alpkopf oberhalb von Bichlbach und Berwang kann der Flieger diese Probleme außer Acht lassen. Zum einen kostet die Bahn für Gleitschirmflieger nur 3,80.-Euro und der Andrang ist hier gleich null. Liegt zum einen wohl an dem nicht vorhandenen Bekanntheitsgrad und wohl auch an den gut 200 Höhenmetern die zum Gipfel zurück gelegt werden müssen. Der Weg ist landschaftlich sehr schön und ausreichend markiert. Zunächst ein Forstweg, der sich im oberen Teil in einen netten kleinen Steig wandelt. Der Startplatz befindet sich wenige Meter unter dem Gipfel und bietet in Richtung NO bis NW schöne Startmöglichkeiten. Natürlich nicht bei Südwind starten und auch das sich meist ab Mittag aufbauende Talwindsystem beachten! 
Hönig 2034m 
 
Höhenunterschied: 700m

Gehzeit: 1,5 - 2,5 Std.

Der isoliert im Berwanger Talkessel aufragende Hönig stellt wohl einen der ultimativsten Gleitschirmberge in den nördlichen Kalkalpen dar. Von allen Seiten nur Wiesen, so weit das Auge reicht, was natürlich Startplätze in alle Richtungen bedeutet. Da die dahinter liegenden Gipfel etwas höher sind ist er vor starken Höhenwinden ebenso geschützt, wie vor den Talwindsystemen. Also eine regelrechte Oase wie etwa das Markbachjoch in der Wildschönau. Der Aufstieg beginnt nach dem Ortsende von Berwang auf der Strasse Richtung Rinnen, wo sich rechts ein Parkplatz befindet. Links davon können wir auch gleich die Felder besichtigen, die wenn bereits abgemäht sich hervorragend als Landeplatz anbieten. An der Liftstation vorbei führt der Anstieg zur Kögelehütte malerisch durch lichten Wald empor. Wenn diese zu unserer rechten erreicht ist hundert Meter links auf eine Fortstrasse abbiegen und dann der Beschilderung rechts abzweigend zum Hönig weiter aufsteigen. Ein wunderschöner Steig führt über den Sattelkopf durch endlose Wiesenhänge zum Gipfel empor. Von einem kleineren Sendemasten noch wenige Meter zum Gipfelkreuz. Die Aussicht entschädigt vielfach für die Mühen des Aufstiegs. Startplätze wie gesagt ohne Ende, nur daran denken dass bei einem Start nach Süden der Hönig mangels Landeplätze auf die Nordseite umflogen werden muss. Oberhalb von Berwang liegt ein Modellflugplatz mit einem Windsack, der gute Hinweise über die Windrichtung für unseren Landeplatz liefert.
Bleispitze 2225m 

Höhenunterschied: 950m(Aufstieg) 1100m(Flug)

Gehzeit: 3 - 4 Std.

Wieder so ein Megagrasberg in den Lechtalern. Ideal geeignet um für uns als walk and fly Ziel zu dienen. Unser Anstieg beginnt in Bichlbächle, das über Reutte oder Ehrwald und in Bichlbach abbiegend nach Berwang und hier nach zwei Kilometer links abbiegend über Kleinstockach gleich erreicht ist. In der letzten Kurve vor den Häusern finden sich auch genügend Parkmöglichkeiten. Der bestens markierte Steig führt zunächst in Talmitte, dann an der rechten Seite über malerisch gelegene Almen (letztes Wasser!) bis in das Joch zwischen der felsigen gartnerwand und dem Grasgipfel der Bleispitze. Hier dann weiter links über den herrlichen Grasgrat die letzten 225m zum höchsten Punkt empor. Startmöglichkeiten an diesem enorm aussichtsreichen Berg gibt es in fast alle Richtungen, außer rein nach Osten. Ideal ist SW (bei starken Wind die Gartnerwand/Lee beachten) und NW. Nord und S bis SO sind steil, aber auch gut machbar. Letztere beiden benötigen allerdings guten Wind , da das Gelände etwas abbricht. Landemöglichkeiten in der Umgebung von Bichlbach, entweder der offiziele Landeplatz der Alpkopfbahn oder eine abgemöhte Wiese in er Nähe der Landstrasse. Entweder natürlich zwei Autos oder der Flieger läuft die knappe halbe Stunde nach Bichlbächle schnell hinauf.

Gartnerjoch 1906m

Gartigköpfl 1719m 
Kamp 2010m 
Gartnerwand 2353m 
Grubigstein 2060m 

Höhenunterschied: 1000m

Gehzeit: 2 - 3 Std.
Sinnesjoch 2273m 
Schwarzhanskarspitze 2228m 

Höhenunterschied: 1300m

Gehzeit: 3 - 4 Std.

Dieser Berg, gleich hinter Reutte, bei Forchach im Lechtal aufragend, dürfte für jeden Gleitschirmflieger ein Topziel sein. Zumindest für den Parabergsteiger der wo die 1300 Höhenmeter beim Aufstieg nicht scheut. An der Kirche in Forchach beginnt der kleine und vor allem steile Steig, der sich in vielen Serpentinen zum traumhaft gelegenen Almboden des Älpele schlängelt. Der ideale Platz für eine gemütliche Pause. Ab hier nochmals anstrengend durch Latschen zu den Gipfelwiesen empor, die sich einfach nur als gigantisch erweisen. Startmöglichkeiten in nördliche Richtungen problemlos, eigentlich ebenso südlich, aber Achtung bei stärkeren Wind! Landemöglichkeiten bei den meist abgemähten, sehr großen Wiesen in Forchach völlig stressfrei (Talwindsystem beachten!). 
Bschlaber Kreuzspitze 2462m 

Lichtspitze 2357m 

Glabkopf 2110m 
Vorderer Sonnenkogel 2204m 
                                                        
Höhenunterschied: 1200m

Gehzeit: 3 - 4 Std.

Der vordere Sonnenkogel liegt unmittelbar dem netten Fluggebiet der Jöchelspitze im hinteren Lechtal bei Bach gegenüber. Somit läßt sich zum landen optimal der offiziele Platz nutzen. Die gesperrte Mautstrasse nach madau bildet den Ausgangspunkt der Tour. In der ersten Strassenkehre zweigt der kleine Steig zum Sonnenkogel rechts ab und führt mit einer abnormen Steilheit die Hänge empor. Der Pilot der hier seinen Schirm raufträgt muss gut im  "Saft" stehen. Bei Nässe ist der Weg nicht ungefährlich! Eine erste große Wiese im oberen Drittel bietet leichte Startmöglichkeiten in Nordöstlicher Richtung, oberhlab auch gegen Norden. Die Startmöglichkeiten am Gipfel sind nahezu in alle Richtungen möglich, aber südlich damit verbunden über den Grat in das Lechtal zu fligen, also ins Lee und somit mit vorsicht zu geniesen. Von West, über Nord bis Ost stellen kurze Anläufe mit jähem Ende an Abbrüchen das Problem da. Annähernd Klippenstartartig muss sich der Flieger hinaus wagen. Bei etwas Wind und einem sicheren Starter auch keine unüberwindbare Schwierigkeit. Nach einem gigantischen Flug mit viel Luft unterm dem Sitzbrett einfach am großen Landeplatz mit Windsack landen, dabei ist das ab Mittag oft stark werdende Lechtalwindsystem zu beachten!
Greitjochspitze 2319m      
Zwölferkopf 2310m 
Griestaler Spitze 2622m/Hahnleskopf 2210m 

Höhenunterschied: 1200m/700m (Aufstieg) 1100m (Flug)

Gehzeit: 1,5 Std./3.5 Std.

Diese Tour spricht eigentlich den Alpinisten an, ist aber auch für den Wanderer geeignet wenn er die Griestaler Spitze wegläßt. Der Beginn der Tour liegt im höchsten, mit dem Auto erreichbaren Ort im Lechtal, in Kaisers am Edelweißhaus (Parkplatz). Links haltend den markierten Weg Richtung Hahnleskopf verfolgen. Teilweise etwas schlechter zu sehen, aber einfach die Grashänge empor und scho bald ist der aussichtsreiche Eckpfeiler erreicht. Einfachste Startplätze laden gerade zu ein, aber wer noch einen Gipfel draufsetzen möchte peilt die imposante Griestaler Felspitze an,. Zunächst den Grat weiter verfolgen und an einer günstigen Stelle (durch Gamswechsel gut zu sehen) in das Obergriestal und das gleichnamige Kar hinab. Dieses Durchschreiten und dann steil die Schrofenhänge in die Einsattelung rechts der Griestaler Spitze hinauf. Nun führt eine bröselige Kletterei (bis II) zum Gipfel empor. Traum Aussicht von einem absolut selten bestiegenen Berg ist der Lohn. Im Abstieg den gleichen Weg zurück zum Hahnleskopf und den dort wahrscheinlich deponierten Gleitschirm. Traumstart nach Westen, unterhalb des Gipfels auch NW möglich. Der Flugweg ist klar vorgegeben in das Lechtal. Landemöglichkeiten gelich bei Steeg (Abzweigung der Strasse nach Kaisers). Wie immer abgemähte Flächen nutzen und das Talwindsystem einkalkulieren! Danach entweder hinauf trampen oder es sind zwei Autos vor Ort.
Pimig 2406m 
Hörlemannskopf 2244m
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© Norbert Hofmann