Lebe Deinen Traum....                 ....denn Du lebst nur einmal!

Norbert Hofmann  

Norbert Hofmann 

Der "Macher" von der Plattform megaextremesport. Ein Leben für den Bergsport seit Kindesalter.

Expeditionen

Meine Touren zu den Bergen dieser Welt auf den zahlreichen Kontinenten dieses Planeten.

Skitouren

Die Königsdisziplin unter den Alpinisten. Im herrlichsten weiß, einsam seine Spuren ziehen.

Walk and fly

Die Leidenschaft Berge mit Fliegen zu verbinden, eine niemals enden wollender  Traum.

SENSATIONSMELDUNG: Gemeinsam mit Dietl souverän auf einen weiteren 4000er, Adrian und Dundee auf Ihrem ersten 4000er - GRATULATION!

Neuigkeiten 

Wer unten aufgeführte Neuigkeiten per Email (Hohe Auflösung!) bekommen möchte muß einfach nur unter Kontakt eine Nachricht mit Kennwort "megaextremesport news" senden! Weiter zurück liegende Nachrichten findet Ihr im Archiv!

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Servus miteinander!

14/06/2019 - 23/06/2019 Ein windiger Wochenstart, zumindest am Alpenrand vereitelte schon einmal die Fliegerei, aber für eine sonnige Plantschtour zum Bodenlosensee reichte es allemal. Hinzu kamen unzählige Blüten die aus der Tour den reinsten Botanischen Garten machten. Am Dienstag schaute es windtechnisch schon deutlich besser aus und ich konnte am SO Start tätig werden. Im saftigen Grün der blühenden Almwiesen stieg ich zum Gipfelkreuz auf. Allerdings drehte der Wind immer mehr auf NO, was einen Startsprint zur Folge hatte, aber ich konnte abheben und genoß einen herrlichen Flug mit Blick auf den Alpenbogen. Nach einer soften Landung beim Auto fuhr ich gleich heim zu Dundee und wir rückten bei immer heißer werdenden Temperaturen zum Weidensee aus. War klar das wir da ordentlich plantschten und uns mehr als abkühlten. Dundee ruderte vergnügt im Wasser umher und war sichtlich glücklich. das war das Glück was mir später fehlte, denn in Lechbruck rissen Baggerer ein 400er Hauptkabel ab und es wurde ein langer Abend, obwohl ich es nur notdürftig flickte. Ich ahnte was mir am nächsten Tag blühen würde und die Abfahrtszeit für unseren Schweiztrip rückte in weite Ferne. Es kam wie ich vorhersah...Chaos und von den Baustellen mal abgesehen fing auch mein Firmenwagen (wieder einmal) zum spinnen an, sprich ich konnte kaum mehr Lenkung. Mit letztem Einsatz erreichte ich unsere Firmen-KFZ-Werkstatt Notz und offenbar in der letzten Kurve platzte irgendeine Leitung der Servolenkung, was einen Ölstreifen bis zum neu gebauten Parkplatz zur Folge hatte. Auf den letzten Metern sah ich das natürlich erst als ich ausgestiegen bin. Schnell den Schlüssel abgegeben, da die meisten in der Mittagspause waren und bescheid gesagt. Dann legten die Jungs erstmal eine Matte unter das Auto und ich fragte noch nach der Feuerwehr, denn sowas ist mir noch nie passiert, will sagen ich habe mehr oder weniger keine Ahnung. Dann holte mich Bertl ab und wir fuhren in die Firma, wo weniger später der Notz bereits anrief und um Hilfe beim kehren, oder besser gesagt Bindemittel ausstreuen bittete. Gleich fuhr ich mit Bertl wieder zurück und wurde vom Notz persönlich erst einmal zusammen geschissen. Versteh ich ja, zumal sein neuer Parkplatz versaut war, allerdings was sollte ich machen und nachdem Er mir den Besen mit den Worten: "Sofort Aufkehren!" vor die Füße warf platzte mir der Kragen und ich marschierte mosernd von dannen. Wenig später packte mich Bertl auf dem Weg ein und fuhr mich nach Hause, man war ich angefressen. Endlich Daheim und ich versuchte mich auf das kommende zu konzentrieren und packte das restliche Material für den Schweiz Trip zusammen. Langsam beruhigte ich mich wieder und schon trudelten die Helden Dietl und Adrian in Bernbeuren ein. Schnell noch alles in Dietl's Auto verstaut, Dundee eingepackt und es wurde Zeit für den Abschied. So ließ ich meine frisch gebackene, hübsche Ehefrau Sofie winkend am Haus zurück (vermisse Sie schon auf den ersten Metern....) und es ging los. Über Kempten, Isny, Lindau, Chur, Disentis, dem Oberalppass bis kurz vor den Furkapass führte uns die Route. Hier war es schon mal Akklimatisationstechnisch ideal zu nächtigen und so bauten wir auf über 2000m unser Zelt auf. Ab und zu regnete es leicht, aber es war alles überschaubar. Dietl und Adrian gemeinsam im Minizelt, während ich mit Dundee im größeren Unterschlupf fand. Gemeinsam schliefen wir bald ein und erwarteten den neuen Tag. Dieser kam tatsächlich besser daher als vorhergesagt. Schnell packten wir zusammen und fuhren die wenigen Meter zum Furkapass. Die Sonne zeigte sich bereits im Osten und die Berge glitzerten immer noch im satten weiß. Ende Juni noch soviel Schnee, der Wahnsinn! Flott standen wir auf den Ski und querten lange in das fantastische Kar unter dem Muttenhorn hinüber. Mehrere Gruppen waren bereits unterwegs und ich sah von weitem schon den "Stau" am Grat. Einige Steine fielen zum Skidepot herab und so entschied ich schon von weiten ohne uns. Wir marschierten weiter das traumhafte Kar aus und steuerten auf den 2875m hohen Tällikopf zu. Malerisch und vor allem einsam leitete die Route an einem urigen Eissee unter strahlend blauen Himmel zum Gipfelaufbau hinüber. Zahlreiche Spitzkehren und etliche Dundeewälzler später standen wir in einer kleinen Scharte. Steil ging es über den breiten Grat, immer noch mit den Ski bis kurz vor den Gipfel. Noch kurz die Ski deponiert und an einer Wächte vorbei zum Gipfelsteinmann marschiert. Erstes Ziel erreicht, Akklimatisation auf knapp 3000m und dazu noch ein Hammerpanorama, wobei vor allem die Berner 4000er, wie auch der gewaltige Rhonegletscher mit dem darüber aufragenden Galenstock in's Auge stachen. Nach einer Brotzeit kehrten wir zum Skidepot zurück und wir starteten die Abfahrt. Nachdem das Kar so Schneebefüllt war entschlossen wir uns für eine Talabfahrt und spekulierten auf Autostop. Die Entscheidung war goldrichtig, denn so kassierten wir eine satte Abfahrt über 800 Höhenmeter ein. Rasant ging es in traumhaften Schnee über endlose Hänge am Eissee vorbei hinab. Adrian fädelti in einer Mulde ein und lieferte so den ersten offiziellen Sturz der Tour (Ha! Ha!). Skifahren im Juni, der Hammer und so rauschten wir am Wasserfall entlang bis zur faszinierenden Zahnradbahn hinab. Schnell die Gleise überschritten und nochmals angeschnallt und bis zur Furkapasstrasse hinab gefahren. Dundee im Glück, denn Schnee ist sein Heiligtum und so war er mit allem was herging unterwegs. Dietl stellte sich gleich an die Straße und erwischte doch glatt gleich das erste Auto das kam, so dass Er in einer Viertelstunde bereits wieder mit seinem "Skoda" bei uns war. Sofort machten wir uns auf den Weg und fuhren weiter in's Wallis nach Zinal. Der letzte Abschnitt eine wilde Bergstraße die sich durch Felswände in das enge Tal hinauf schlängelt. Am Strassenende parkten wir auf 1675m und verteilten in leichten Regen unser Material...puuuh, nicht gerade wenig und so versuchten wir unsere Monsterrucksäcke zu packen. Nach einer Weile hatten wir alles zusammen und die Aktion "Dundee is over the top" konnte starten. Wir folgten dem herrlichen Tal an seinem Flusslauf und wollten über die Skiroute zum Roc de la Vache 2581m aufsteigen, aber wie üblich änderte ich megaextremesportmassig den Plan und kürzte über einen vermeintlichen Alpinwander weg ab. In Frankreich sind Alpinwanderwege aber offenbar fast Klettersteige und so wunderten sich entgegen kommende Franzosen wie ein Hund da durchkommen sollte. Na sauber, aber an einem Wegweiser teilte sich die Route in "dificil/schwer und facil/leicht, also war es klar und so ging es auf spärlichen Steig in endsteilen Wiesengelände direkt empor. Die Blicke Richtung Dent Blanche wurden frei, der Steig dagegen verschwand immer mehr und so ging es eigentlich wild unmittelbar die Hänge hinauf. Zumindest kam immer mehr die Sonne heraus, aber kaum als wir den Kamm erreichten bauten sich Gewitter auf, so dass Adrian und ich gerade noch in eine verfallene Alm flüchten konnten. Dietl folgte wenige Minuten später und bekam schon mal eine Ladung ab. So hockten wir zumindest im trockenen, außer Dundee, denn der hatte sich auf einem 2qm Schneefleck in der Alm gelegt....typisch. Bald hörte das brummen und donnern auf und wir entschieden uns hier Lager 1 aufzubauen. Quellwasser unmittelbar daneben und eine flacher Lagerplatz auf 2375m, also perfekt und bald standen unsere Zelte, so dass wir uns eine Brotzeit gönnten. Mit Käse, Bifi und Milchbrötchen versüßten wir uns den Abend. Die Nacht verlief halbwegs ruhig und trocken und am Morgen strahlten die gegenüber aufragenden 4000er, wie das Zinalrothorn, Obergabelhorn und die Dent Blanche im zarten Rot der aufgehenden Sonne. Wieder packten wir unsere Riesenrucksäcke und machten uns auf dem Weg zum Roc de la Vache 2581m den wir bald erreichten. Dahinter machte ein weites Hochtal auf und endlich sahen wir den ersten Schnee und bei guter Routenwahl dürfte eine Abfahrt bis unter 2500m gelingen. Bei leichten Nieseln querten wir weit zur anderen Talseite hinüber und erreichten den Sommerweg der zur Cab. de Tracuit 3256m hinauf führt. Auf diesem blieben wir bis gut 2800m und schnallten hier die Ski an. Auf festen Altschnee ging es problemlos die Murrenhänge zur über uns aufragenden Hütte weiter. Zuletzt galt es noch ein Drahtseil gesichertes Wandl zu überwinden, was für Profi Dundee aber kein Problem war und die Schlepperei nahm endlich ein Ende. Erschöpft erreichten wir unser Lager 2, unmittelbar vor der Hütte in einer geschützten Mulde. Hinter uns nur noch Gletscher und Eis, eine faszinierende Landschaft und der Blick zum darüber aufragenden Bishorn 4153m erweckte bereits die Sehnsucht auf den morgigen Tag. Doch zunächst war Ruhe angesagt und da es erst Mittags war hatten wir alle Zeit uns halbwegs zu regenerieren. Auf der Hütte holten wir zwei Flaschen Wasser, ein Fehler wie sich bei der Bezahlung erwies.....20 Euro, Wahnsinn die Schweizer nehmen es von den Lebenden....unglaublich! Es folgte noch eine lange Brotzeit und dabei kämpfte sich immer wieder die Sonne durch, so dass es ziemlich warm wurde. Ziemlich früh hauten wir uns dann auf unsere Ohren und versuchten zu schlafen. Dundee kuschelte sich regelrecht an meinen Schlafsack und die Chaosnacht begann. Am späten Abend begann es zu schneien und zwar richtig, so dass wir immer wieder das Zelt vom Neuschnee befreien mußten. Na dass kann ja heiter werden und erst gegen 2 Uhr Nachts ließ der Schneefall nach. Als ich um 4 Uhr hinaus schaute war es noch extrem düster und so ließen wir es noch eine Stunde gut sein, aber um 5 Uhr zogen wir es dann durch, legten die Klettergürtel an und marschierten endlich mit leichterem Gepäck los. 930 Höhenmeter und eine weite Gletscherquerung lagen vor uns. Es dauerte nicht lange und wir bewegten uns bereits zwischen den riesigen Spalten des Turtmanngletschers. Plötzlich zog es zu und wir sahen für eine Viertelstunde schon garnichts, eigentlich schon ein white out, aber wir hatten ja Dietls GPS, in so einem Fall schon hilfreich. Bisher waren wir auf der exakten Route und die Abbruchgedanken verzogen sich schnell als es wieder aufhörte zu schneien. Bei gut 20cm Neuschnee spurte ich mit extremen Stollen an den Ski den Gletscher hinüber. Wenn mir das einer gesagt hätte dass ich Ende Juni spure wie im tiefsten Winter hätte ich wohl auch geschmunzelt, aber es war so. Mühsam erreichten wir das breite Joch wo der lange Gipfelhang ansetzt und nun wollte Adrian tapfer die Führung übernehmen und spurte in nun etwas besser werdenden Schnee den weiteren Anstieg in langen Kehren empor. Das Wetter wurde immer besser und die Sonne kam hervor, was hatten wir für ein Glück, kaum zu fassen. Auch im Umfeld schauten immer mehr Eisriesen aus dem Wolkenmeer und wir bekamen Traumstimmungen ab, die Tour wurde zum sensationellen Erfolgsmodell. Hinzu kam die absolute Einsamkeit und wann hat man das an so einem Berg? Dundee sowieso der Held, denn der war im ständigen Dauerwälzelmodus und einfach nur gut drauf. Im mittleren Hangbereich seilten wir uns ab und jeder ging in seinem Tempo weiter. Das Gelände nahm einfach kein Ende und jede noch so kleine Eiswulst entwickelte sich zu einem Hochhaus, aber irgend wann erreichten Adrian und ich doch den Sattel zwischen den beiden Bishorn Gipfel. Dietl folgte in leichten Abstand während wir versuchten bei leichten Nebel den höchsten Punkt auszumachen. Schnell die Ski deponiert und mit Dundee die kurze Eiswand mit gut 60° hinauf geklettert. Plötzlich standen wir auf dem 4153m hohen Bishorn Gipfel und nahmen uns vor Glück in die Arme. Adrian hatte meisterhaft seinen ersten 4000er gepackt und Dundee, was soll ich sagen, ein Pyrenäenberghund ohne Grenzen, auch er hat seinen ersten 4000er geknackt und ich bin so unendlich stolz. Keinerlei Anzeichen von Schwäche, im Gegenteil er ist immer noch am wühlen und wälzeln, der Wahnsinn. Wenig später kämpfte sich auch souverän Dietl über die Eiswand zu uns herauf und wurde gleich von Dundee begrüßt, ehe Er auf die Knie fiel, sich einfach nur freute und erschöpft, aber glücklich den Augenblick genoss. Rundherum, zum Teil von Nebel verdeckt eine wilde Eiswelt, wobei vor allem das zerrissene Weißhorn heraus ragte. Es war zwar frisch, doch wir hielten es schon einige Zeit aus und machten noch ein bisschen Brotzeit, ehe wir das Wandl zum Skidepot wieder abkletterten. Es folgte die wohl spektakulärste Abfahrt zu dieser Jahreszeit. Nahezu 1000 Höhenmeter feinster Pulver in diesem endlosen Riesenhang, der komplette Hammer und das Ende Juni, was fü ein Massel, denn am Sonntag wäre es zwar noch schöner, aber auch wärmer und somit wäre es mit der Herrlichkeit schnell vorbei, aber so schwangen wir uns in butterweichen, flockigen Schnee genussvoll den Gletscher hinab. Erst im unteren teil kam eine einzige kleine Gruppe (zu Fuß), wobei sich der Schweizer Bergführer für die Spur bedankte. Ansonsten nur nichts und freie, unbefahrene Flächen nur für uns. Dundee fegte immer noch mit aller Power hinab und auch die Querung zur Hütte ließ sich noch recht gut fahrend absolvieren und schon erreichten wir unsere Zelte, die wir nach einer weiteren Brotzeitpause gemütlich abbauten. Nun ging es mit gepäck weiter, während vom Tal herauf die Massen Richtung Hütte marschierten um wohl am Folgetag das schöne Wetter zu erwischen. Was für ein Glück das wir schon am Samstag oben waren und diesen Neuschnee beschert bekommen hatten. Das gesicherte Kletterstück war schnell erledigt und schon schnallten wir wieder unsere Ski an, wobei der Schnee hier, der Höhe entsprechend, deutlich weicher wurde und als Schneebrett überall abrutschte. Mehrmals schnitten wir an um vorsichtig den abgehenden Schneebrettern hinterher fahren zu können, was gut gelang, aber durch herauf marschierende Bergsteiger immer mit bedacht und Pause erfolgen mußte. Dann aber bogen wir linksseitig in das riesige Kar ab und konnten mit zwei kleinen, felsigen Unterbrechungen bis auf ca. 2450m abfahren, was somit 1750 Höhenmeter Skiabfahrt ergibt, wenn das keine Ausbeute ist. Dann packten wir abermals um und gingen die letzten 800 Höhenmeter über den Sommerweg nach Zinal hinunter. Noch einmal ein aussichtsreicher, steiler Hammer der wahrlich auf die Kniescheiben ging. Erschöpft aber unendlich glücklich erreichten wir so den Parkplatz und verteilten noch einmal unsere gesamte Ausrüstung um das Auto für die Heimfahrt zu präparieren. Danach fuhren wir über die schnelle Autobahnroute Lausanne, Bern, Zürich, St.Gallen, Lindau, Kempten nach bernbeuren, wo wir um 1.00 Uhr Nachts ankamen. Ein gewagtes, aber enorm erlebnisreiches Abenteuer ging so zu Ende und wird uns für immer in Erinnerung bleiben. Wahrscheinlich war es wohl auch eine der letzten Skitouren, denn die kommenden Tage verheißen Temperaturen bis an die 40° und das wird den letzten Schneeresten den Garaus machen. Wie es auch kommt, ein bisschen was geht immer und somit wünsche ich Euch eine sonnige Arbeitswoche (Sonnenschutz nicht vergessen!)!!!

14/06/2019 - 16/06/2019 Am Freitag hatte ich schon jede Menge Pläne für den kurzen Tag. Das Wetter perfekt, aber nicht die Arbeit wo sich ein Rückfall in das letzte Jahr ergab, denn mangels Arbeitskräften wurde ich wieder zum Kabeleinzieher degradiert. Die kurze Aufgabe für Garmisch mit den Worten: "Nur drei Schächte und das habt Ihr ja in einer Stunde" endete im Fiasko. Im Endeffekt arbeiteten wir ein Billigtrupp aus Rumänien und durften von Hand 160m Glasfaserkabel über sieben Schächte ziehen, was vor allem mit den immens schweren Schachtdeckeln ein Glücksgriff für mein Kreuz waren. Gegen 16 Uhr kam ich dann wie das lebende Elend nach Hause und war bedient. Zumindest lief ich noch mit Dundee zum Weidensee und konnte mich so beim plantschen etwas erholen. Das wir dann am Samstag um 4 Uhr aufstanden war dann schon heftig, aber was hilft's. Teufelskrallencreme auf's Kreuz und ab in die Skitourenkluft. Hinzu kamen die tapferen Krieger Adrian, Mario und Dietl, so dass wir dann zusammen mit Dundee uns auf den Weg in die Lechtaler machten. Über Reutte waren wir schnell im Lechtal und fuhren zum Hahntennjoch hinauf, das laut Internet noch gesperrt war, aber die Straße war offen und so konnten wir problemlos bei traumhaften Wetter an der Passhöhe parken. Mitte Juni, Skitouren nicht auf Gletschern, nein noch bei uns und das ohne tragen, denn wir konnten unmittelbar vom Parkplatz weg mit den Ski losgehen. Ziel wurde der Westliche Scharnitzkopf 2554m, ein stolzer Felsgipfel der links des Muttekopfes aufragt. Über eine ziemlich steile Einstiegsrinne arbeiteten wir uns mit Harscheisen empor, querten dann in das herrliche Kar unter dem Scharnitzsattel hinein. Dieser war direkt sichtbar und so steuerten wir in unzähligen Spitzkehren darauf zu. Je näher wir kamen desto steiler wurde das Gelände und wenige Meter unter dem 2441m hohen Sattel richteten wir unser Skidepot an. Durch eine kurze, brüchige, Drahtseil gesicherte Rinne erreichten wir in alpiner Kletterei den Sattel, wo der Blick über Imst zum Alpenhauptkamm frei wurde. Nun ging es meist am oder links des Grates zum Gipfelaufbau heran. Noch einmal mußte vor allem Dundee seine Fähigkeiten für das anspruchsvolle Gelände zeigen um am Gipfelsteinmann anzukommen. Nacheinander kamen auch Adrian, Mario und Dietl souverän zum höchsten Punkt. Das Panorama, auch wenn durch Saharastaub getrübt eine Schau und so genossen wir alle den Augenblick einer ganz besonderen Skitour Mitte Juni. Hinter einem Felsblock, auf der Ostseite des Gipfels machten wir windgeschützt Brotzeit. Nach einer Weile zogen es wir aber trotzdem vor dem windigen Plätzchen auf Wiedersehen zu sagen und stiegen vorsichtig in den Sattel ab. Danach noch das versicherte Stück bis zum Skidepot und der Spaß begann. Schnell waren wir im Abfahrtsmodus und wurden mit einer sensationellen Abfahrt belohnt. Rassig ging es den steilen Hang in das Kar hinab um dann in einer kleinen Schlucht in Hammerschnee bis zu deren Ende zu kurven. Hier bogen wir rechts ab und konnten zwischen den Latschen bis zur Straße hinab fahren. Zuletzt noch einmal richtig steil, aber Hammergenial und so konnten wir die Tour perfekt abschließen. Das Auto stand nicht einmal 5 Minuten entfernt, daneben der kleine Brotzeitwagen, wo wir uns zur Belohnung ein Eis göhnten. Mehr als zufrieden fuhren wir wieder nach Hause. Am Sonntag sollte es deutlich schlechter werden, war es aber zumindest Vormittags nicht, denn da zeigte sich häufig die Sonne und der Blaue Himmel, so dass ich mit Dundee mal wieder die megaeinsame Tour auf den Schmauzenberg unternahm. Hinauf über die steile Wald und Wiesenroute und hinab über den urigen Waldgrat. So war auch der Sonntag optimal genutzt und wir konnten das Wochenende entspannt ausklingen lassen. Nun scheinen noch äußerst heiße und sonnige tage vor uns zu liegen, ehe am Donnerstag, leider der Feiertag das Wetter sich labilisiert und Gewitter an der Tagesordnung liegen werden. Wie es auch kommt, es wird schon was gehen und somit wünsche ich Euch allen einen geruhsamen Start in die neue Arbeitswoche!!! 

07/06/2019 - 13/06/2019 Pfingsten begann am Freitag schon einmal mit einem klassischen Doppelpack. Dem starken Föhn setzte ich rotzfrech ein halbwegs sicheres walk and fly am Alpenrand entgegen. Am Buchenberg gähnende Leere und somit auch am unweit entfernten Skilifthang entspannte Ruhe. Flott stieg ich über den Forstweg und zuletzt direkt in der Skipiste zum Startplatz auf. Das Wetter war perfekt und nur das tiefe Gras, samt Distelgestrüpp war ärgerlich. Mit viel Gefühl legte ich meinen Denali aus und konnte ohne hängen zu bleiben nach drei Schritten problemlos abheben. Ohne föhnige Turbolader Lenzen flog ich soft über die Piste zum Landebereich hinab. Erst hier kam die Südströmung etwas durch, aber es war immer noch handelbar. Nach einer weichen Landung packte ich schnell zusammen und fuhr gleich Heim zu Dundee. Es folgte eine ruhige Tour auf unseren Hausberg Wendelin, wo wir zwischen unzähligen, bunten Blumen zum Gipfelkreuz marschierten. So war auch dieser Tag bestens genutzt und wir machten uns auf den Rückweg. Am Samstag fuhren wir ganz gemütlich am späten Vormittag Richtung Bayerischer Wald. Da die Windwerte an Hausstein und co. alles andere als rosig waren bog ich auf die A3 ab. Über Hengersberg ging es so nach Zenting und weiter zur Burg Ranfels  https://www.bayerischer-wald.de/Media/Attraktionen/Burganlage-Ranfels die spektakulär auf den Granitfelsen thront. Durch malerischen Wald  mit Felsblöcken auf denen Dundee freudig ungetrübte erreichten wir die Burg. Zunächst umrundeten wir das Gemäuer auf einem fantastisch, aussichtsreichen Steig, um dann noch dem Innenhof und der Kapelle einen Besuch abzustatten. Entspannt marschierten wir dann zum Parkplatz zurück und fuhren zu meiner Mam nach Zwiesel. Am Samstag ließen wir es dann auch mal ganz locker angehen und fuhren nach dem Frühstück Richtung Pröller 1048m. Laut den Prognosen sollte NO-Wind anstehen, aber bereits am Parkplatz wurde deutlich dass sich hier weit mehr tut. Der turbulente, nötige Wind kam mehr aus O und die Sonne heizte den Pistenhang noch thermisch auf. Ich wusste also was mich erwarten würde und so stieg ich mit Dundee am schattigen, linken Rand der Pröllernordhangpiste auf. Die Farben satt grün und für Dundee gab's auch noch ein Bacherl. Bald erreichten wir das Gipfelkreuz und genossen den Blick zum Arber hinüber. Der Wind war alles andere als lustig und fegte in satten Böen über den Berg. Ich legte trotzdem einmal aus und es war klar, der Schirm würde ständig verwurschtelt. Nach einer Weile wagte ich einen ersten Versuch, der aber sofort mit einer Seitenwindklatsche beendet war. Nach einer Weile hatte ich meinen Denali wieder ausgerichtet und versuchte es ein zweites Mal. Wieder drehte der Wind auf Ost, ich würgte ihn trotzdem zur Kante und konnte abheben, unmittelbar danach drehte er wieder voll auf N und ich stand gleich. Somit über 30Km/h, na toll. Nun ging es statt vorwärts nach oben, hinzu kam knackige Thermik aus der Piste und ich bekam es mit einigen Klappern zu tun, die ich allerdings immer schnell abwürgte. Seitlich slidend, mehr über dem Wald kam ich Zeitlupenmäßig Richtung Landebereich, den ich Trotz der widrigen Bedingungen erreichte. Noch einige unverschämte Heber und ich setzte am Parkplatz auf. Schnell zusammengepackt und Dundee geholt. Danach fuhren wir gleich an den Regen und machten eine Flusswanderung zu einer herrlichen Gumpe wo wir im eisigen Nass plantschten. Am Montag ging es gleich am Morgen zum Rusel und auf den Klassiker Hausstein. Gemütlich marschierte ich durch den dichten Wald und erreichte bald den gepflegten Startplatz. Der Wind heute absolut soft und ich legte in den ersten Strahlen der aufgehenden Sonne meinen Schirm aus. Mit wenigen Schritten war ich in der Luft und schwebte über dem Bayerischen Wald hinaus. Es trug perfekt und die Stimmung war grandios, traumhafte Sonnenaufgangsbilder waren die Folge und bald landete ich in Böhaming. Nach dem zusammenlegen lief ich zum Ausgangspunkt am Ruselabsatz zurück und fuhr schnell zu Dundee zurück und wir drehten hinterhalb von Regen noch eine ausgedehnte Runde in den immergrünen Wäldern. Dundee turnte vor allem auf den herum liegenden Felsblöcken umher. Danach fuhren wir zurück nach Zwiesel und packten nach dem Mittagessen noch die Hausbergrunde auf den Zwieseler Berg an. Immer wieder eine schöne Route mit genialen Ausblicken auf Zwiesel. Am Abend ging es leider wieder nach Hause und dabei erwischte uns dieser Monsterhagel an der A92 bei München, aber egal, die Scheiben hielten und dafür gibt's von der Versicherung "Taschengeld". Am Dienstag begann die kurze Arbeitswoche und ich begann sofort mit dem üblichen Feierabendprogramm. Zunächst ein gelungenes walk and fly am Südoststartplatz mit Blick auf den Alpenbogen, obwohl eigentlich Föhn war, wobei hier in einigermaßen geschützter Lage das Fliegen vertretbar war. Danach mit Dundee zum Abflussbacherl des Haslacher Sees, wo einige Hasen sich im Gehölz versteckten und Dundee zum suchen verleiteten. Am Mittwoch das gleiche Programm, allerdings bei deutlich düsterem Wetter und kaum hatte ich nach malerischen Anstieg in der Nähe von Kappl ausgelegt (steilerer Startplatz da der normale von Kühen besetzt war!), war ich schon in der Luft. Wenige Meter weiter draußen wurde der Blick nach Nesselwang frei und eine Front zog mit massiv zunehmenden Wind herein. Plötzlich ging nichts mehr und teilweise flog ich Rückwärts. Mit Beschleuniger und großen Ohren steuerte ich dann doch noch zügigst den gewünschten Landeplatz an und hatte alle Mühe den Schirm im Wind zusammen zu legen. Beruhigt fuhr ich Heim und rückte mit Dundee zum Kienberg aus, wo wir eine beschleunigte Runde, da massiv von Mücken verfolgt unternahmen. Der Donnerstag war dann schon wieder traumhaft schön, so dass sich gleich ein walk and fly nach der Arbeit ausging. Problemlos stieg ich zwischen unzähligen Blumen zum Weststart auf und war nach dem auslegen in wenigen Schritten in der Luft. Genussvoll gleitete ich im Banne der Ammergauer Alpen zum Parkplatz hinab und landete soft in einer abgemähten Wiese. Dann ging es gleich Heim zu Dundee und wir marschierten bei den heißen Temperaturen in die Kronbachschlucht. Immer wieder ein Naturschauspiel wenn sich der Bach zwischen den Felsen und Stufen hindurch zwängt. Natürlich bauten wir eine Plantschrunde mit ein und erfreuten uns m herrlich erfrischenden Nass. Rückweg dieses mal über die Südseite und da fand Dundee einen Fuchsbau mit unzähligen Ausgängen, was ihn fast in den Wahnsinn trieb, denn die kleinen Fuchswelpen waren so neugierig und tauchten immer an einem anderen Ausgang auf (Ha! Ha!). Mit Glück konnte ich einen der Zwerge fotografieren. So konnten wir zu guter Letzt entspannt zum Auto zurück laufen und zufrieden mit den vergangenen Touren nach Hause fahren. Das kommende Wochenende punktet am Freitag und Samstag mit Traumwetter, aber der Sonntag wird dann leider wieder wechselhaft. Wie dem auch sei, viel Spaß am sonnigen Start und macht es Euch richtig, sommerlich schön!!! 

03/06/2019 - 06/06/2019 Traumwetter, Traumstart in die neue Woche mit einem Doppelpack nach der Arbeit. Zunächst einmal gleich mit dem Schirm auf walk and fly am Skilifthang. Herrlich grün und mit vielen Blumen übersäät führte mich der Anstieg in den Pisten zum Startplatz. Thermik mit viel Wind durchsetzt machte das auslegen zur Geduldsprobe, aber nach einer Weile war ich Abflugbereit. Ein Schritt und schon ging es nach oben. Sattes steigen und einiges an ruckeln war das Ergebnis bis ich über den Landewiesen ankam. Mit ein paar scharfen Kurven baute ich Höhe ab und landete unmittelbar beim Auto. Dann ging's gleich Heim zu Dundee und wir ruckten zum Bodenlosensee aus, den wir wie üblich umrundeten. Nach und nach zogen Gewitterwolken auf, aber für eine Plantschaktion reichte es noch allemal. Zufrieden und tropfnass machten wir uns beide auf den Rückweg während es schon zu rumpeln begann. Am Dienstag nach der Arbeit lief dann alles Schlag auf Schlag. Zunächst wieder ein Ausrucker zu einem mit Blumen garnierten Skilifthang. Perfekter Wind, Thermik und schon flog ich über die Alm mit weitem Blick in's Alpenvorland dem Landebereich entgegen. Nach einer soften Landung fuhr ich gleich zu Frank und sein www.mieten-testen-kaufen.de und konnte bei Auto, samt Schirmübergabe von http://supair-gradient.de/ an unseren X-Alps 2019 Teilnehmer Heli Schrempf https://www.redbullxalps.com/athlete/helmut-schrempf.html und seinem Supporter. Eine lockere Stimmung mit viel Gaudi und lustigen Bildern war die Folge. Ich wünsche den beiden viel Glück und Erfolg beim Wettbewerb! Danach fuhr ich gleich Heim zu Dundee und packte mit ihm eine bunte Runde am Lech. Gewaltig was hier an Schmelzwassermassen daher kommt. Mit Seilsicherung wagten wir uns in's Wasser und konnten so im eisigen Nass plantschen ohne mitgerissen zu werden. Am Mittwoch bot sich ein ähnliches Bild und so fand ich mich nach der Arbeit am Hörnle. Flott stürmte ich auf unseren Hochzeitsberg und war überrascht vom Wind, der fast schon Föhnartig aus W/SW daher kam. Spontan entschied ich mich für den unteren Startplatz an der Bergwachthütte und legte Richtung NO aus. Ein bisschen leeiges Gewürge und ich kam aus der Skipiste heraus. Sofort packte mich der Seitenwind und Thermik aus dem Hang, was unruhiges Steigen zur Folge hatte. Ich flog über dichteren Wald wo es etwas ruhiger wurde. Dann begab ich mich auf einen weiten Bogen über Bad Kohlgrub und schwebte so über den Landebereich herein. Mehrmals setzte ich an, wurde aber immer wieder thermisch in die Höhe gezogen und so hatte ich einiges zu tun bis ich exakt am Windsack aufsetzte. Na also, geht doch und schon legte ich zusammen und fuhr zu Dundee nach Hause. Nächstes Ziel wurde gleich unser geliebter Weidensee, den wir über die üblich schöne Route flott erreichten, umrundeten und dann ausgiebig plantschten. Dundee genoss es sichtlich bei der Hitze im kühlen Nass zu rudern. Nach einer Radlerpause marschierten wir über den Anmarschweg zum Auto zurück und fuhren zufrieden nach Hause. Der Donnerstag brachte den kurzzeitigen Wetterwechsel und schon am Morgen überzog es sich. Mit viel Dussel ergatterte ich nach der Arbeit doch noch ein trockenes Fenster und konnte nochmals am Skilifthang walk and fly technisch angreifen. Allerdings war der Startplatz von Kühen blockiert und ich war sicher eine Viertelstunde in der Warteschleife, bis sich die Herde das saftige Gras weiter westlich vornahm und ich auslegen konnte. Mal leichter Rückenwind, dann wieder aus Westen, aber egal, mit beherzten Schritten presste ich meinen Denali hinaus und fand mich schnell über der Alm hinaus fliegend wieder. Genussvoll drehte ich einige Runden ehe ich sanft beim Auto aufsetzte, schnell zusammen packte und gleich zu Dundee weiter fuhr. Nun begann es etwas zu nieseln, aber wir fuhren noch zum Lech/Staustufe hinab um die steilen Halden an der Ostseite Richtung Litzauer Schleife zu erkunden. Ein absolut einsames, herrlich grünes, Urwaldartiges Gebiet fanden wir vor. Zahlreiche Bäume wiesen eindeutige Biberbisspuren auf und machten die Erkundung richtig interessant. Dundee haute sich natürlich an einer etwas sanfteren Stelle in den eisigen Lech, war ja klar und plantschte eine Runde herum. Nach einer Weile kraxelten wir durch eine felsige Halde zur Kante hinauf und liefen über die Felder zum Ausgangspunkt an der Staustufe zurück. Hier werden wir wohl bald wieder aufschlagen und weiter das Gebiet Richtung Norden erforschen und ich denke da gibt es noch viel zu sehen. Ab Freitag wird es wieder sonniger und auch wärmer werden. Ebenfalls kündigt sich für nächste Woche schon eine weitere Hitzewelle an, also mal sehen was da noch mit Ski gehen wird, denn an diesem Wochenende sind wir erst einmal auf Besuch bei meiner Mam im Bayerischen Wald. Egal was auch kommt, ich wünsche Euch allen ein schönes, erholsames, sonniges und erlebnisreiches Wochenende!!!

31/05/2019 - 02/06/2019 Es ist schon der reine Wahnsinn, 2019 wird das Sommerskitourenjahr! Am Freitag fuhr ich mal schnell mit Dundee über Sonthofen zum Riedbergpaß, der zwar wegen Bauarbeiten gesperrt war, aber an den Wochenenden und ebenfalls an den verlängerten mit einer Ampelschaltung befahrbar ist. Problemlos erreichten wir so den Riedbergpaß und das Skigebiet Grasgehren und konnten vom Parkplatz weg mit Tourenski Richtung Riedbergerhorn 1787m aufsteigen. Als uns dann eine Pistenraupe und ein Skibob überholten (war klar, Sturz Dank Dundee im Aufstieg - Ha! Ha!) war es mehr als klar, das kann alles nicht mehr normal sein. Ohne einer einzigen Unterbrechung ging es bis zum Gipfel hinauf, das Wetter wurde dabei langsam besser und in der Schweiz war bereits die Sonne zusehen. Nach einer Brotzeit und einer ausgiebigen Dauerwälzelsequenz ging es an die Abfahrt. Rassig rauschten  wir die weiten Hänge in den Kessel unter dem Gipfel hinab und weiter in der Piste bis zum Parkplatz. Anfang Juni, ich muß es immer wieder erwähnen, unglaublich! Am Samstag ging es so weiter und gleich in der Früh kam Adrian (kl. Eiswürfel) hinzu, so daß wir uns mit Dundee auf den Weg in's Tannheimer Tal machten. Nachdem ich hier bereits alles kannte fiel die Wahl des Tourenziels auf das Zirleseck 1872m, dieser schöne, aber unscheinbare, leicht versteckte Berg hinter der Ronenspitze, zwischen Gaisshorn und Ponten gelegen war noch offen. Gedacht, getan und schon liefen wir mit geschulterten Ski, bei strahlend blauen Himmel am Pistenrand oberhalb von Zöblen die satt grünen Wiesen empor. Kaum bog die Piste nach links zur letzten Station ab begann für uns im Wald der Schnee, also vielleicht 250Hm tragen. Es begann eine Traumskitour Anfang Juni bei besten nur denkbaren Wetter und Schneeverhältnissen. Bald kamen wir aus dem Wald heraus und es ging durch Latschenfelder in das Kar. Blendend weiß führte die Route in den hintersten Boden und steilte dann deutlich auf. Mit vielen Spitzkehren arbeiteten wir uns dem Gipfelaufbau entgegen, während rundherum das Panorama immer grandioser wurde. Wie zuletzt in der Scharte machte sich leichter Neuschnee, mit der verbundenen Schneebrettgefahr erst ab ca. 1700m bemerkbar und war somit überschaubar. Auf deutlich höheren Bergen, wo noch bis zu 5m Schnee liegen sollte man erheblich vorsichtiger sein. Bald erreichten wir den Grat und marschierten zum höchsten Punkt, obwohl das kleine Kreuz eigentlich an der Abzweigung Ronenspitze, Gaisshorn steht. Zwischen den Latschen fanden wir ein herrliches Plätzchen für unsere Gipfelbrotzeit. Zufrieden kaute Dundee an einer Brezn, während Adrian sich einen Kinderriegel in der Laugenstange gab. Nach einer Weile packten wir die Abfahrt an und was soll ich sagen, HAMMER! Perfekter Schnee ließ uns mit allem was herging in den Kessel hinab rauschen, dann ging es faszinierend zwischen den Latschenfeldern zum Karende hinaus und noch ein gutes Stück zur Piste hinab. Zuletzt liefen wir entspannt das kleine Stück zum Parkplatz an der Talstation hinab und fuhren zufrieden nach Hause. Am Sonntag schlief ich dann endlich mal aus und lief später, am immer heißer werdenden Tag mit Dundee in die Kaskadenschlucht am Auerberg. Es war noch immer Wasser satt im Bach und endlich einmal ging ich auch hier mit Dundee plantschen. Über den größten Wasserfall erreichten wir den Rücken und stiegen abgekühlt über den Fahrweg wieder zum Auto ab. Nun folgen weitere, heiße Tage die an der 30° Grenze kratzen, allerdings werden sich dann auch am Nachmittag Gewitter bilden. Wie es auch kommt, egal, ich wünsche Euch einen ruhigen Start in die neue Arbeitswoche!!!

27/05/2019 - 30/05/2019 Uiuiuiuiuiui, nach diesem Wahnsinnsmegahammerwochenende wieder Fuß im Leben zu fassen war direkt schwer. Mit dieser geballten Ladung aus unglaublich romantischen Erlebnissen schwebt man förmlich über den Boden in die Arbeit, aber es hilft halt nichts. Nachdem wie üblich eher düsteres Wetter herrscht (war ja der einzig superschöne Tag der 24./Juhuuuuu) hatte ich direkt Glück ein kleines walk and fly am Montag nach der Arbeit zu ergattern. Ein kurzweiliger Aufstieg zwischen den Skiliften und an den erweiterten Flächen der Piste im Mittelbereich problemlos ausgelegt. Der Wind stand perfekt aus N an und so war ich nach zwei Schritten in der Luft. Genussvoll gleitete ich in das Tal hinaus und landete soft beim Auto. Dann ging's flott nach Hause und ich marschierte mit Dundee noch die urige Wendelinrunde, wo wir halbwegs trocken durchkamen. Am Dienstag schaute es nicht besser aus, Dauerregen am laufenden Band und so eine weitere Dundee Regentour auf das Rote Kreuz, wobei wir im Wald zumindest geschützt waren und uns an den herrlich leuchtenden Farben der Pflanzenwelt erfreuten. Der Mittwoch erwies sich ebenfalls als weniger tauglich und so kam die nächste Regenrunde mit Dundee. Diesmal in der alten Heimat Thaining beim Bergkircherl, eine Tour die wir früher unzählige male unternommen haben und immer wieder schön ist. Am Donnerstag/Feiertag stellte sich dann endlich ganz langsam besseres Wetter ein und ich mußte mit Dundee einfach was reißen. Lange hatte ich schon ein Auge auf das Kar oberhalb von Heiterwang geworfen, das sich von der Scharte 1861m (welch einfallsreicher Name) zwischen Thaneller und Achseljoch hinab windet. Auf Grund der präkeren Lawinensituation wurde nichts daraus, denn die darüber drohende, fast 800m empor strebenden Thaneller Ostflanke war einfach noch mit zuviel Neuschnee überladen. Am Feiertag aber wagte ich mit Dundee einen Versuch und so stiegen wir mit geschulterten Ski am Steinbruch vorbei Richtung Kar auf. Zunächst noch auf einen Fahrweg, der sich bald zum Karenweg und danach in ein Steigerl verwandelte. Wir nutzten dann nicht denn Steig zum Schneeplatz sondern mogelten uns am Bach direkt hinauf um bald die ersten Schneeflecken zu finden. Felsstufen, Latschen, Tobel und instabile Schneebrücken, also so ziemlich alles stellte sich in den Weg. Landschaftlich aber mehr als grandios und so konnten wir bald in den Skimodus wechseln. Mittels einer steilen Schneerinne Überwänden wir eine Latschenstufe und kamen so in den unteren Karbereich. Gewaltig leitete dieses in die kleine Scharte empor, beidseitig durch wilde Felswände begrenzt. Mehrmals donnerte es und es ergossen sich Wasserfallartige Lawinen aus der Thaneller Ostflanke. Da wir aber uns weit im linken Karbereich befanden waren wir unerreichbar und somit sicher. Mit vielen Spitzkehren arbeiteten wir uns weiter hinauf, während die Sonne sich immer wieder durch den Nebel kämpfte und fast schon mystische Stimmungen herbei zauberte. Die letzten 200 Höhenmeter wurden richtig steil, hier lag auch Neuschnee und die Schneebrettgefahr stieg. Ausgesetzt, aber etwas sicherer mogelten wir uns an den Felsen entlang hinauf, das Ganze wurde sichtlich alpin und Dundee durfte seine Stärken zeigen. Nach einigen hin und her hatten wir die Idealroute gefunden und stapften die letzten 20m ohne Ski in die Scharte 1861m, das Tagesziel. Sofort öffnete sich der Blick in den Berwanger Talkessel und die dahinter aufragenden Berge um den Roten Stein. Das Wetter wurde eigentlich immer besser, aber dennoch kam noch die eine oder andere Nebelfront. Der Wind machte es eher frisch und so packten wir nach einer kurzen Brotzeit den Rucksack zusammen und stiegen in Rückwärtshaltung vorsichtig zu den Ski ab. Dann kam die Belohnung in Form einer genialen Abfahrt. Rassig ging es dass riesige Kar hinab und Dundee gab alles, vor allem als er eine Gruppe Heiterwanger Jungs kommen sah, die für das künftige Sonnwendfeuer bereits jetzt Material herauf schleppten. Kaum waren wir bei Ihnen gab es für Dundee eine Streicheleinheit und er freute sich wie nur gerade was. Nach dieser kurzen Unterbrechung rauschten wir weiter bis zum letzten Schneerest und bauten wieder auf Fußabstieg um. Die Chaosroute durch Latschen und Wasserfallschlucht sparten wir uns und nütztten den kleinen markierten Schneeplatzsteig, wobei auch hier durch das Chaoswetter viel abgerutscht war und einige Tobel haarsträubend zu queren waren. Flott liefen wir die vielen Kehren hinab und waren bald glücklich und erschöpft beim Auto um zufrieden nach Hause zu fahren. Nun folgen deutlich schönere Tage die wohl am Sonntag im Höhepunkt gipfeln, ehe nächste Woche auf Grund der Wärme die Gewitterneigung massiv ansteigt. Wie es auch kommt, ich denke da geht sicher was und so wünsche ich Euch allen ein sonniges und erholsames Wochenende!!!      

24/05/2019 - 26/05/2019 Es ist nicht zu fassen und eigentlich nicht zu glauben, aber wir hatten das unglaubliche Glück an unserem Hochzeitstermin den wohl schönsten Tag des Monats Mai zu erwischen. Wie soll man auch mehrere Monate im voraus auch wissen was das Wetter macht und bei einer Berghochzeit spielt das natürlich eine entscheidende Rolle. Schon seit bald drei Wochen verfolgte ich die Langzeitprognosen und die wurden immer besser. Das Ganze gipfelte am 24.5. mit dem Wetterhöhepunkt, denn davor grausigstes Regenwetter und ebenso danach. Wieviel Kerzen ich da noch aufstellen muß ist der Wahnsinn! Schon am Freitag Morgen war der Himmel wie ausgeräumt und ich lief gleich in der früh in traumhafter Sonnenaufgangsstimmung mit Dundee auf den Auer(haus)berg über dessen Südflanke. Herrliche Stimmungen und ein glücklicher Dundee war die Folge, denn er sollte ja von dem Tag auch noch was haben. Eine kurze Pause am Gipfelkreuz und wir marschierten durch die blühenden Wiesen wieder hinab zum Auto. Dann begann tatsächlich das Erlebnis Hochzeit und es sollte wirklich einer der schönsten Tage unseres Lebens werden. Früher sagte ich immer solche "Events" können langatmig und immer gleich sein und an Expeditionsgefühle, wenn man zum Beispiel seinen ersten 6000er erreicht nicht heran reichen.....ich habe mich geirrt, denn wir zogen hier ein Programm auf das für ein Standesamt seines Gleichen sucht. Eine Kombination aus Berg, Fliegen, Feiern und glücklich sein, somit uns naturliebenden Bergsteigern würdig. Schon vor längerer Zeit war der Wunsch klar auf dem Berg zu heiraten und da bot sich der Flugberg Hörnle geradezu an, der der Gipfel ist hier gewidmet. Unsere Standesbeamtin Gudrun, die bereits beim Fliegen am Übungshang mit dabei war ist das offizielle und perfekte "Zubehör" für die Zeremonie. Bevor wir aufbrachen kamen Tanja und Wolfi zum Weißwurstfrühstück, während sich Sofie in Ihr wunderschönes Prinzessinenkleid warf. Vor dem Haus stand Wolfis, wunderschön geschmückter Audi und so fuhren wir nach Bad Kohlgrub hinüber, wo wir uns mit Familie und Freunden an der Talstation der Hörnlebahn trafen. Mit dabei auch David unser Tandempilot für Sofie. Schnell war unser Gepäck bereit gestellt und wir schaukelten gemütlich mit der nostalgischen Bahn unter dem strahlend blauen Himmel zur Bergstation hinauf. Es war einfach unvorstellbar, Sonne, Wind, einfach alles paßte, ja das unplanbare paßte exakt an unserem Tag und da kann man nur noch sagen "wenn Engel heiraten" oder was soll ich da sonst noch erwähnen? Oben angekommen sammelten wir uns alle und marschierten gemeinsam zum Gipfelkreuz des Zeitberges oberhalb der Hörnlehütte. Gudrun sperrte mit einem Schild die Öffentlichkeit aus und reservierte so den Platz für uns. Die Sonne strahlte vom tiefsten, blauen Liebeshimmel herab während Gudrun versuchte Ihre Eingangsrede zu halten, was bei Lang/Suiter Familienteilnehmer ein schweres unterfangen ist (Ha! Ha!). Sofie und ich saßen dabei mit einem Dauergrinsen da und waren schier grenzenlos verliebt. Gudrun hatte Ihre Texte fantastisch passend mit den Bergen verwoben und brachte dies mit Ihrer charmanten, herzlichen Art so genial rüber das alle Ihren Spaß hatten. Klar das dann die berühmten Fragen nach dem "Ja" kamen ob wir den hier anwesenden Menschen heiraten wollen. Ja klar....JAAAAAAAA und so waren wir plötzlich Eheleute und die Trauzeugen Renate, wie auch Dietl bestätigten dies. Unsere schönen Ringe glänzten an den Händen und ein satter Kuß folgte, wo Gudrun gleich sagte: Hey, nicht übertreiben! Überglücklich marschierte der Hochzeitsclan zur Schulter am Stöcklhang hinüber, wo auch der Gleitschirmstartplatz liegt und machte es sich bei herrlichen Zugspitzblick gemütlich. Ich baute jede Menge an Material auf und es folgte eine ausgiebige Brotzeit mit Käse, Speck, Wurst, Russisch Eiern, Premer Brot und den verschiedensten Getränken, bis hin zu den Löschzwergen. Was hatten wir für eine Gaudi und dazu wurde es immer wärmer, wodurch es die meisten kurzärmlig aushielten. Eine urige Bergbrotzeit mit Familie und Freunden, was wollten wir mehr? Tja, die Antwort kam in Form der Flieger, denn Ivonne, Olli, Dietl, Martin, David, Adrian und ich legten die Flügel aus. Ich sag es gerne noch einmal, drei Monate im voraus das Planen, Topwetter und Flugbedingungen am Hörnle....unmöglich, aber wir hatten es, denn es muß sogar der Himmel mit uns beiden glücklich gewesen sein. Es war bereits nach 12 Uhr und somit kamen satte Talwinde mit ordentlicher Thermik die Piste empor. Sofie stellte sich tapfer der Herausforderung Tandem und ließ sich von David das Gurtzeug im Hochzeitskleid anlegen, einfach der HAMMER! Meine Hübsche strahlte über beide Ohren und bekam noch ein Einweisung. Bald platzierten sich die beiden am Startplatz und wagten einen ersten Aufziehversuch wo Sofie beim anlaufen gleich einen Schuh verlor. Sofie wäre dies egal gewesen, aber David meinte nur Abbruch, denn eine Braut ohne Schuh fliegt nicht. Adrian legte Sofie schnell wieder den Schuh an und es kam der zweite Versuch der mit einer heftigen Windböe erst Rückwärts verlief. David hatte die Lage souverän unter Kontrolle, handelte den Schirm perfekt und gab das Kommando "Lauf". Der Anlauf dauerte nicht lange und die beiden hoben ab, während Sofie immer noch lief und bereits glücklich vor Flugfreude schrie. Nach einigen Fotos zog ich auf und folgte den beiden, während nach und nach hinter mir die restlichen Piloten starteten. Es folgte ein herrlicher Flug ins Eheglück, mit weiten Blicken zu den Staffelseen und über Bad Kohlgrub. David hatte eine GOPRO dabei und so ist der Ganze Hochzeitsflug mit meiner hübschen Sofie festgehalten. Während die beiden sich thermisch gut hielten schraubte ich mich zum Landeplatz hinab, denn ich wollte die beiden im Anflug ebenfalls filmen und es dauerte nicht lange bis meine Prinzessin mit David herein schwebte. Mit einem satten Abwind sogar ziemlich flott so dass es in einer lustigen Bauchlandung endete und alle noch was zu lachen hatten. Überschäumend vor Glück fielen wir uns alle in die Arme. Meine Sofie war soooooo süss in Ihrem Brautkleid im Gleitschirm dass es kaum zum aushalten war. Nacheinander landeten auch Olli, Dietl, Adrian und Ivonne, so daß wir wieder vollzählig waren und uns mit den restlichen Trupp, der mit der Bahn herab gefahren kam, uns am Parkplatz trafen. Nun ging es hupend nach Bernbeuren in unser Haus. nach einigen amüsanten Seifenblasen/Fotosequenzen, wo sich Ivonne als Instruktor selbst übertraf ging es bei Kaffee und Kuchen weiter. Der Spaß stand stets im Vordergrund und die Zeit verging wie im Flug. Es stapelten sich auch mittlerweile die tollsten Hochzeitsgeschenke und gegen 19.00 Uhr gab es das Abendbüffet, mit Rahmschnitzel, Spätzle und Kartoffelgratin. So gestärkt ging es feierlich beleuchtet in den weiteren Partytummel hinein. Ein Fest ohne Langeweile mit unglaublich viel lachen, unbekümmert, ungezwungen, einfach und herrlich schön. Zuletzt gab ich noch mein Ständchen (Fehlerfrei) in Form von R.Fendrichs "Weist a Herz hast wia a Bergwerk" und meine Sofie erstrahlte mit Ihrem süßen Lächeln vor mir. Nach und nach verabschiedeten sich unsere Gäste und ein glückliches Ehepaar blieb mit einer Unzahl traumhafter Erinnerungen zurück. Was für ein Tag und was für ein Glück, schöner hätte es nicht sein können und diese Hochzeit wird lange als mehr als außergewöhnlich in Erinnerung bleiben. Hier auch nochmals ein Dank an alle die mit uns gefeiert, gelacht, geweint, fotografiert und einfach mit erlebt haben. Es war so schön mit Euch allen!!! Wir waren auf alle Fälle das glücklichste Pärchen des des Planeten und zogen uns zur kurzen Hochzeitsnacht zurück. Im Bildteil findet Ihr einen kleinen Ausschnitt aus weit über 1400 Bildern, der Wahnsinn! Klar das die Nacht kurz war und wir noch überwältigt von unseren gefühlen waren, doch eine Dundeetour zum Höhenzug vor dem Senkele ging sich aus. Meine frischgebackene Ehefrau Sofie Hofmann war auch mit dabei und so stiegen wir vergnügt und verliebt zwischen den Nagelfluhfelsen zum Gipfelkreuz auf. Nach einer gemütlichen Brotzeit ging es auf dem gleichen Weg wieder zum Auto hinab und nach Hause. Kaum angekommen machten wir uns über die Hochzeitsgeschenke her und hatten fast den nächsten Weinanfall, denn zu überwältigt waren wir über die herzliche Großzügigkeit der Geschenke von Familie und Freunde. Mit einem Wow nach dem anderen öffneten wir die wunderschön und lieb geschriebenen Karten. Wie zuvor auch hier ein herzliches Dankeschön...Ihr seid sooo toll - Danke!!! Am Sonntag ging es dann mit Ivonne, Dundee und meiner frischgebackenen, hübschen, Traumehefrau Sofie ins tiefe westliche Allgäu hinter Weitnau, wo wir durch malerische Wiesen zum Höhenzug des Ochsenberges aufstiegen. Malerisch ging es durch lichten Hochwald, an steilen Nagelfluhwänden entlang bis zum Kamm, der uns durch idyllische Wiesenflecken zum Startplatz, einer ehemaligen, steilen Skipiste leitete. Dundee wühlte sich erst einmal wälzelnd durch den Boden während ich meinen Schirm auslegte. Wenig später zog ich auf, hob ab und ließ die Damen kurzzeitig allein zurück. Es folgte ein herrlicher Flug über die Allgäuer Alpenvorlandschaft bis zur einzig abgemähten Wiese im Tal, wo ich sanft aufsetzte. Schnell packte ich zusammen und rannte im Speedmodus wieder zum Gipfel hinauf, wo Dundee schon bellend wartete. Als nächste hob Ivonne ab (Respekt bei dem steilen Startplatz) und genoß Ihren Flug, während ich ausgiebig zeit hatte mit meiner hübschen zu "busseln". Nach einer Weile stiegen wir gemütlich zum Auto ab und fuhren zu Ivonne am Landeplatz. Gemeinsam ging es dann nach Hause zu Kaffee und Kuchen. Danach pflanzten wir noch das herrliche Apfelbäumchen (Hochzeitsgeschenk von Adrian) ganz symbolhaft: GEMEINSAM! Gemütlich ließen wir so den Sonntag ausklingen und waren einfach nur glücklich über die vergangenen Tage, zumal das Wetter immer schlechter wurde. Der einzig schöne tag im Mai, der 24.5. war unsere Wahl und die war mehr als goldrichtig. Hammer bin ich zufrieden und happy. Nun folgen wieder wechselhafte Tage, ehe sich zumindest zum Ende der Woche hin die Lage wieder bessern wird. Egal, nach diesem Event ist mir das alles wurscht und somit wünsche ich Euch allen einen entspannten Start in die neue Arbeitswoche!!!

20/05/2019 - 23/05/2019 Die Woche begann wie vorhergesagt, regnerisch hoch drei, aber ich war mit einem Auge immer auf Freitag fixiert, in der Hoffnung das an unserem Hörnle die Trauung inklusive Hochzeitsflug stattfinden kann. Die Prognosen Sprachen von Wetterbesserung ab Mittwoch und bereits Donnerstag von Flugwetter. Am Montag war durch den Siffextrem nicht viel zu holen, aber eine Dundeetour geht immer und so sind wir durch frisch duftenden Wald auf den Weichberg marschiert. Im Kircherl fanden wir zumindest ein trockenes Plätzchen, Ehe wir wieder im Dauersiff zum Auto abstiegen. Der Dienstag schaute genauso aus während Bayerns Flusspegel bedrohlich anstiegen. Im anhaltenden Dauerregen stieg ich mit Dundee auf den Wendelin, wo wir auch mit immergrünen Wäldern verwöhnt würden. Lange blieben wir nicht am Kreuz und stiegen wieder gemütlich zum Auto ab und schlossen die Runde. Am Mittwoch wurde es ganz langsam besser, die Arbeit endete mal früh und so fuhr ich mit Dundee in's tiefe Allgäu. Zunächst der Hinweis das die Reißbergpasstrasse gesperrt war, also nix mit dem Horn. Die nächste Pleite am Oberjoch, wo selbst am Iseler der Regen den Schnee ziemlich zunichte gemacht hatte. Am Wannenjoch, der Rohnenspitze und auch am Neunerköpfle schaute es nicht besser aus. Aus der Not machten wir so eine Tugend und stiegen von Jungholz aus über eine neue Route links von der Skipiste Richtung Sorgschrofen 1635m auf. Ab der Schulter ging es am klassischen Anstieg weiter. Dieser führte Drahtseil gesichert in ausgesetzten Felspassagen zum Gipfelkreuz hinauf. Für Dundee eine ernste Herausforderung die er aber souverän meisterte. Die Sicht würde langsam besser, obwohl noch unheimliche Nebelschwaden aus den Wänden herauf stiegen. Lange hielten wir uns nicht auf, denn ich wollte die gefährlichsten Abschnitte mit Dundee, vor der Brotzeit hinter uns haben. Vorsichtig kraxelten wir, Dundee am Drahtseil gesichert in die Gipfelrinne hinab. Danach ging es noch steil und glitschig zur Schulter weiter, wo wir endlich, verdienterweise Brotzeit machen konnten. Na also, es geht auch ohne Ski und so stiegen wir gestärkt über die Tropfnässen Pisten zum Auto ab. Der Donnerstag brachte dann ganz langsam den Wetterwechsel und es zeigte sich zwischen der nebligen Restfeuchte immer wieder die Sonne. Der Wind blies stark aus N/No und so schaute ich mal wieder am Skilifthang vorbei. Der Aufstieg führte mich durch ein saftiges Blumenmeer zum Startplatz hinauf. Unterhalb waren schon Kühe, zumindest vorerst weit genug entfernt und so legte ich meinen Denali mal ganz entspannt aus. Einige Böen verrissen mein gepflegtes Ansinnen, aber dafür war ich mit einem Schritt, samt korrigieren, in der Luft. Obwohl noch feucht fand sich im Hang ein erster Bart, der mich in Kooperation mit dem Wind ordentlich in die Höhe pumpte. Leicht überhöht flog ich über die Alm in die Landefelder hinaus, wo ich noch eine ganze Weile Kreisen könnte ehe ich sanft im genähten Bereich aufsetzte. Schnell zusammengepackt und Heim zu Dundee, der wie üblich ungeduldig wartete. Flott führen wir zum Weichberg hinüber und stiegen durch die Schluchtroute zum malerischen Gipfel mit seiner Kapelle auf, die uns unter einem strahlend blauen Himmel empfing. Nach einer kurzen Genusspause stiegen wir wieder ab und machten uns zufrieden auf den nach Hause Weg. So wie es nun aussieht haben wir tatsächlich mehr Glück als Verstand, denn es wird Morgen traumhaft schön werden und so steht unserer Hochzeit auf dem Hörnle, samt Gleitschirmflug nichts im Wege.....ich sag nur Juhuuuuuuuuuuuu! In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein schönes und erholsames Wochenende!!!

17/05/2019 - 19/05/2019 Das Wochenende startete am Freitag schon nach Wunsch, denn traumhaftes, sommerliches Wetter stellte sich ein. Arbeitstechnisch war ich in Seeg und Lengenwang, was mich nach der Arbeit gleich zum Tiroler Stadl bei Pfronten verschlug. Im herrlich grünen, von Blumen garnierten Gelände stieg ich über die Skipiste zur Hütte auf. Herrlich dabei der Blick über Pfronten in das Alpenvorland, und natürlich zum mächtigen Säuling in den Ammergauern. Gleich unterhalb des Stadls legte ich in der Piste aus und konnte bei markanten nördlichen Wind nach einem Schritt bereits abheben. Es folgte gleich der erste Bart, der unmittelbar in der Piste stand, so daß ich gleich mal den Startplatz überhöhte. Hinzu kamen noch zwei kleine Klapper die deutlich auf die thermischen Bedingungen hinwiesen. Über dem Wald wurde es wieder ruhiger und ich gleitete über das unter mir liegende Pfronten in den Landebereich hinaus. Mehrmals setzte ich zum Anflug an und hatte immer wieder steigen, ehe ich zuletzt sanft an der Liftstation aufsetzte. Endlich mal wieder ein Flug in warmen Bedingungen und so fuhr ich zufrieden nach Hause. Hier packte ich gleich den ungeduldig wartenden Dundee in's Auto und machte mich auf den Weg zum malerischen Weidensee. Nach dem Anmarsch umrundeten wir diesen und legten natürlich eine Plantscheinlage ein. Dundee ruderte glücklich wie ein Wasserbüffel im See umher. Nach einer kurzen Pause mit Sonne tanken machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Auto. Am Samstag war dann wieder Skitourentime angesagt. Endlich einmal wieder mit Adrian, der nach seinen Ausflügen nach Indien und Dubai wieder in der Heimat zurück ist. Nachdem die angespannte Lawinensituation noch nicht viel auf den höheren Gipfeln zuläßt entschieden wir uns für den Luskopf 1796m in den Tannheimern. Praktisch, da bei Vils, fast vor der Haustüre, relativ sicher, einsam und dennoch ein absolutes alpines Ambiente. Schnell waren wir über Füssen in Vils und am Konradshüttlskilift angekommen. Zunächst auf der Piste und in den Karbeginn Ski tragen, was aber auf Grund der Steilheit des Geländes gleich erledigt war. Im Kar wurden wir nicht entäuscht, denn von Beginn an lag hier Schnee satt und so ging es mit den Fellen unter den düsteren Wänden der Schlicke weiter empor. Der Schnee begann in der föhnigen Wetterlage relativ flott aufzufirnen und wir freuten uns jetzt schon auf die Abfahrt. Problemlos durchschritten wir alle Abschnitte des Kares bis zum letzten Aufschwung, der uns in den Sattel zwischen Schlickeschulter und Luskopf führte. Hier wurde der Blick zum Gimpel und der Roten Flüh frei, der Gipfel wo wir letztes Jahr so spektakulär mit dem Gleitschirm abhoben. Nun ging es leicht Nordwestlich durch ein Latschenfeld, was ebenfalls noch genug Schnee hatte, auf das bereits sichtbare Gipfelkreuz zu. Noch wenige Kehren und wir standen auf dem Luskopf 1796m und freuten uns über die gelungene Tour, vor allem Adrian der seine lange Abstinenz erst verdauen muß. Dundee war sowieso in seinem Element: Schnee! So genoßen wir ausgiebig die gemütliche Gipfelbrotzeit mit Spezi, Kornstangerl und Kinderriegel. Nach einer Weile gingen wir die Abfahrt an und die hatte es in sich. Besser als gedacht ging es das fantastisch lange Kar hinab. Der Schnee war nahezu perfekt und wir konnten jeden einzelnen Schwung auskosten. Dundee ging ab wie eine Rakete, während Adrian noch nichts verlernt hatte und souverän hinab gleitete. Bis zum letzten Schneefleck am Karende fuhren wir hinab und mußten nur das Steilstück zur Piste und letztlich bis zum Parkplatz die Ski tragen. Hier kamen auch einige Spezialisten den Berg herauf und fragten verwundert nach den Ski. Was da oben liegt noch Schnee war die Antwort. Ohne Worte und kein Plan, wollen zum Vilser Kegel, ohne Gamaschen, ohne über Lawinen nachzudenken, ist ja schon Sommer und dann so spät wenn Gewitter angekündigt sind. Wahnsinn, die Schneelage sieht man ja schon bei der Anreise vom Auto aus. Selbst ein Anstieg im Grünen kann von oben her verschüttet werden und das ist dann schwerer nasser Schnee mit Steinen, Gehölz und was sonst noch mitgerissen wird. Eigentlich fast verwunderlich dass mit soviel naivität nicht mehr passiert. Wir fuhren jedenfalls mehr als zufrieden nach Hause und es dauerte nicht lange und die Gewitterfronten rückten an. Am Sonntag ließ ich es dann ruhig angehen und schlief endlich mal aus. Dann packte ich Dundee in's Auto und wir fuhren zum Bodenlosen See, marschierten über die Waldroute mit unzähligen bunten Blumen zum herrlich gelegenen Gewässer. Nach einer Umrundung legten wir natürlich die obligatorische Plantschpause ein und genossen die letzten Sonnenstrahlen bei einer Brotzeit, samt einer Radlerhalbe. Später überzog es sich und der gewittrige Dauerregen begann. Nun schaut es für die angehende Woche genauso aus, Regen, Regen, Regen und das bis Mittwoch. Erst dann wird es zögerlich besser und dann entstehen wieder flugtaugliche Tage. Für unsere Hochzeit am Freitag auf dem Hörnle schaut es nach den ersten Prognosen mal gar nicht so schlecht aus. Dem düsteren Wetter zum Trotz wünsche ich Euch allen natürlich einen entspannten, ruhigen Start in die neue Arbeitswoche!!!

13/05/2019 - 16/05/2019 Nach dem Schneefall vom Wochenende wagte ich mit Dundee nach der Arbeit das eigentlich unglaubliche, wir fuhren nach Jungholz um Mitte Mai hier noch eine Skitour durchzuziehen. Laut Webcam lag kurz hinter der Talstation der Schnee und so war es dann auch, nach wenigen Metern tragen ging es mit Ski empor. Im Mittelteil der Piste wurde es schon satt mit gut 40cm und weiter oben noch einmal deutlich mehr. Darüber thronte der stolze, felsige Sorgschrofen und Dundee wälzelte sich unzählige male in seinem Lieblingselement Schnee. Es dauerte nicht lange bis wir die oberste Liftstation erreichten, wobei wir gleich weiter im freien Gelände Richtung Sendemast aufstiegen. Im Rücken der malerische Blick nach Jungholz, vor uns die winterlich verschneiten Tannen, ein irres Bild in dieser Jahreszeit. Am Brotzeitplatz angekommen schaute sogar ein Streifen blauer Himmel hervor und zauberte eine feine Abendstimmung an den Horizont. Nach dieser gemütlichen Pause hauten wir uns in den weichen Schnee die steile Piste hinab. Klar das es mich zwischendurch mal ordentlich legte (Ha! Ha!), wobei die Abfahrt insgesamt genial war und bis kurz vor's Auto führte. Dundee war natürlich im 2.0 Turbomodus und fegte wie üblich das Gelände hinab. Der Wochenstart schon einmal gelungen und so fuhren wir zufrieden nach Hause. Am Dienstag war es ähnlich wie am Montag und vor allem am Vormittag zeigte sich die Sonne, aber ab Mittag nahm die Schauertätigkeit wieder zu. Nachmittags fuhr ich mit Dundee auf gut Glück nochmals Richtung Oberjoch. Jungholz und Spießer waren in den Talbereichen bereits wieder Grün, doch am Oberjoch sah es noch recht gut aus. Vom Parkplatz weg (25m tragen) ging es mit den Ski über die noch vorhandene Piste an den Grenzwiesliften hinauf. Dazu riss es genau bei uns auf und wir stiegen bei blauen Himmel , samt Sonnenschein mit Blick auf die Allgäuer Berge empor. Dundee natürlich wie üblich außer sich, was den Dauerwälzelmodus zur Folge hatte. Problemlos erreichten wir bald die höchste Liftstation und dann gingen wir noch weiter bis zur kleinen Hütte des Schmugglernestes, wo wir es uns erst einmal gemütlich machten. Nach dieser verdienten Unterbrechung gingen wir die Abfahrt an, die uns durch leicht angefirnten bis weichen Schnee sanft den Hang hinab gleiten ließ. Mit Genußschwingerei erreichten wir den Parkplatz und freuten uns über eine Abendskitour, wohl eine der letzten. Am Mittwoch führten  mich meine Baustellen nach Eisenberg/Zell und da ist der Katzensprung in's Tannheimer Tal vorprogrammiert. Dundee nahm ich dann gleich mit und zur unserer Überraschung hatte es in Höhen oberhalb von 1100m eine weitere Ladung Neuschnee gegeben. Problemlos konnten wir an den Krinnenliften vom Parkplatz weg mit Tourenski losmarschieren. Die Landschaft winterlich wie im Dezember und mit zunehmender Höhe bis zu einem halben Meter Neuschnee, eigentlich nicht mehr nachvollziehbar. Dundee war das egal, er wälzelte sich unentwegt in seinem Lieblingselement. Bald erreichten wir die, unter den Felsen der Krinnenspitze liegende, Krinnenalpe. Im Vorbau machten wir es uns zur Brotzeit gemütlich und genossen die winterliche Einsamkeit. Die Abfahrt wurde dann ein einziger Traum aus pulvrigen Neuschnee und so schwangen wir uns genüsslich über die Piste bis zum Parkplatz hinab. Nachdem wir zufrieden Heim fuhren kam der nächste Anruf, das gleiche Kabel wie am Vormittag wurde ein weiteres mal abgerissen und so ging's noch einmal nach Eisenberg/Zell. Für Dundee ideal, denn so gingen wir im Anschluß eine weitere kleine Tour hinter halb von Seeg. Hier lag ein schon lange zu erkundender Höhenzug mit Gipfelkreuz. Durch malerischen Wald und gewaltigen Nagelfluhfelsen erreichten wir bald den aussichtsreichen Gipfel und verbuchten so einen weiteren Hausberg. Nun konnten wir den Tag endgültig abschließen und stiegen gemütlich zum Parkplatz ab. Der Donnerstag wurde Wettertechnisch wieder etwas besser, aber in Garmisch tobten ordentlich die Talwinde und so packte ich nach der Arbeit lieber den Skilifthang in geschützter Lage an. In einem Meer aus Blumen stieg ich über die Piste zum breiten Startplatz hinauf. Der Wind stand satt an und so konnte ich nach zwei Schritten Anlauf bereits in der Luft sein. Kurzzeitig überhöhte ich sogar den Startplatz und flog dann mit guter Höhe über die Alm hinaus. Nach ein paar Runden landete ich soft beim Auto und freute mich mal wieder einen Flug abgezogen zu haben. Dann fuhr ich gleich schnell Heim zu Dundee und wir marschierten in unsere einsame, spektakuläre Kronbachschlucht. Dundee hüpfte vergnügt von einer Felsstufe zur nächsten und hatte einen mordsspaß mit dem plätschernden Wasser. Das wir dabei eine Plantscheinlage samt Radler einlegten war klar. Wir machten einfach mal auf Sommer (Ha! Ha!). Zumindest scheint das Wochenende mal wieder einen Hauch von Wetterbesserung zu bringen, was wohl dem Föhn zu verdanken ist. Mal sehen was wir so reißen können, denn die bedrohliche Lawinensituation hat sich noch nicht verbessert. Wie dem auch sei, ich wünsche Euch allen ein erholsames, wie auch erlebnisreiches Wochenende!!!

10/05/2019 - 12/05/2019 Wow, das Wochenende war alles andere als rosig prognostiziert, aber es ging sich richtig was aus. Schon am Freitag hatte ich Glück, denn meine Baustellen waren alle in Mittenwald und so nahm ich gleich Dundee, samt Tourenski mit. Beim Kabelabriss buddelte Dundee gleich als natürlicher Bagger unterstützend mit. Danach fuhren wir die wenigen Kilometer nach Seefeld um unser Glück am Gschwandtkopf 1500m zu versuchen. Hier stand doch glatt noch die Skipiste und wir konnten problemlos, absolut einsam über die Schneereste bis zum Gipfel aufsteigen. Vermutlich hätte man hier eine grandiose Sicht auf das Karwendel, wie auch dem Wettersteingebirge, aber da war natürlich Fehlanzeige. Nichts desto Trotz schmeckte uns die Brotzeit am urigen Bergwachthütterl. Die Abfahrt wurde dann rassig und Dundee schaltete wieder einmal den Turbo 2.0 ein. Flott waren wir so wieder am Parkplatz und fuhren zufrieden nach Hause. Der Samstag sollte ebenfalls eher düster werden, aber in der früh schaute es noch deutlich besser aus. Grund genug mit Dundee gleich zeitig auszurücken und so fuhren wir über Reutte und Berwang zur Schlierewand 2217m, deren Nordkar immer ein Schnee Garant zur späten Jahreszeit ist. So war es dann auch, denn wir mußten nur wenige Meter auf der Forststraße tragen und schon ging es mit Ski Richtung Kar weiter. Dazu schien doch glatt die Sonne von einem strahlend blauen Himmel, wer hätte das gedacht und so erreichten wir bald den Knodenbach und den Beginn des begehbaren Karbereiches. Traumhaft zog sich das zusehend steiler werdende Gelände zu den Felswänden des Gipfels hinauf. Sicherheitshalber hielten wir uns ziemlich im rechten Bereich, den das ganze sah ziemlich Schneebrett gefährdet aus, denn es war in der Nacht wohl nicht sonderlich kalt. In unzähligen Serpentinen arbeiteten wir uns in die Höhe. Die Blicke zu den Lechtalern und den Tannheimer Felsgipfeln wurden immer spektakulärer. Zum Teil begann der Schnee auzufirnen und so freuten wir uns jetzt schon auf ein komplett einsames und vor allem unverspurtes Hochkar das nur uns gehört. Zuletzt hielten wir auf den rechten Gratast zu und erreichten so den sicheren Skigipfel, wo uns ein Steinmann erwartete. Die Lawinen ausgesetzte Felswand zum Gipfel und seinem Kreuz sparten wir uns wie an der Scheinbergspitze in der letzten Woche. Immer noch saßen wir unter einem satten Blau des Himmels, auch wenn sich im Westen die Front bereits ankündigte, doch es war noch reichlich Zeit um eine gemütliche Brotzeit durchzuziehen. Dann gingen wir die Abfahrt an, wobei ich im obersten, steilsten Abschnitt das Kar mit den Ski "anschnitt" und siehe da sofort löste sich ein massiges Schneebrett und lief gemächlich die Hänge hinab, so daß wir dahinter sicher abfahren konnten. Im dann etwas flacheren Gelände ließen wir es so richtig krachen, Dundee war ohne Leine unterwegs und gab Vollgas, während ich meine Schwünge durch den weichen Schnee setzte, was auch einige Stürze mit einschloß. Gigantisch leitete uns das spektakuläre Kar bis in dessen Grund hinab, danach querten wir kurz den Hang auf dessen Rippe und konnten in einer Waldschneise bis zum Fahrweg abfahren, wo noch einige Schneereste am Rand uns bis zum Auto brachten. Nun überzog es sich deutlich und das schlechte Wetter übernahm die Oberhand. Welch ein Glück was wir da wieder für eine Skitour abgezogen haben und so fuhren wir zufrieden und glücklich nach Hause. Am Sonntag war es endgültig aus und es schüttete regelrecht vor der Haustüre, aber der Blick in die Webcams sprach eine deutliche Sprache: Ab 1000m lag Neuschnee! Sofort packte ich Dundee in's Auto und wir fuhren Richtung Jungholz/Oberjoch. Ab Rosshaupten wurden die Wiesen bereits weiß und kurz hinter Jungholz waren es sogar die Straßen, so daß wir gleich mal wieder an den spießerliften parkten. Es schneite flockig vor sich hin und so konnten wir sofort mit Tourenski aufsteigen. Die Piste führte in einer absoluten Hochwinterlandschaft (Mitte Mai!) zum Kar unter Ornach und Spießer hinauf. Klar das wir weiter gingen und in nahezu einem halben Meter Neuschnee zum Sattel hinauf spurten. Selbst der oft verblasene Südhang zum Gleitschirmgipfel des Spießers 1650m war ein Traum aus frischen Pulverschnee, so dass wir bald den vereisten Windsack auf dem Gipfel erreichten. Lange hielten wir es im eisigen Wind nicht aus und zogen uns geschützt in eine kleine Baumgruppe in der Südflanke zurück. Bei heißen Tee ließen wir es uns gut gehen, wobei Dundee das Wetter ja liebt und sich Dauerwälzelnd im Tiefschnee verlustierte. Die Abfahrt wurde dann der Hammer, zwischen tief verschneiten Bäumen zogen wir im Tiefschnee unseren Pulvertraum hinein. Wieder ein Kar nur für uns, gänzlich unverspurt und das bei Verhältnissen wie im Januar, der Wahnsinn! Klar das es mich auch hier einmal ordentlich legte, aber eine Skitour ohne Sturz ist halt keine Skitour (Ha! Ha!). Genüsslich schwangen wir uns bis zur Piste und diese noch bis zum Parkplatz hinab, wobei Dundee wieder wie im Rausch hinab sauste und sichtlich glücklich war. So konnten wir mit dem Wochenende getrost abschließen und fuhren mehr als zufrieden nach Hause. Die nun folgenden Tage sind auch nicht das wahre, denn am Alpenrand wir uns die Tiefdrucklage erhalten bleiben, was Regen, Wind und in höheren Lagen aber auch weiteren Neuschnee bedeutet. Die Lawinengefahr wird sich somit auch nicht verbessern, also mal sehen was so geht, aber irgendwas geht halt immer. Somit wünsche ich Euch allen einen Ruhigen und entspannten Start in die neue Arbeitswoche!!! 

06/05/2019 - 09/05/2019 Eine Woche die schon mal ziemlich düsterer begann. Ab und zu flickte es noch und der Alpenrand war immer noch weiß verzuckert. Meine Glasfaserbaustelle in Seeg und so rückte ich Postwendend nach der Arbeit weiter südlich Richtung Kappler aus. Der Wind war harmlos aus W/NW und somit sollte was gehen. Der zum Teil geteerte Fahrweg schneefrei, während ansonsten beidseitig sicher um die 25cm Neuschnee lagen und dadurch einwandfrei zu begehen. Es dauerte nicht lange bis ich den Startplatz in der ehemaligen Skipiste erreichte. Hier ebenfalls der Schnee so dass er das anlaufen nicht stört. Es flickte wieder ein bisschen als ich auslegte. Sanft kam der Wind optimal von vorne heran gestrichen und so war es ein leichtes nach wenigen Schritten abzuheben. Gemütlich flog ich über die Piste und das Dorf bis zum Baggersee hinüber, drehte noch einige Runden und landete sanft am Auto. Zufrieden fuhr ich nach Hause und packte gleich Dundee in's Auto. Der Abwechslung halber gingen wir mal wieder zur spektakulären Litzauer Schleife. In den satt grünen, vor bunten Blumen nur so sprießenden Steilhängen arbeiteten wir uns bis zum Lech hinab. Bei der Schleife selber zum Aussichtspunkt wieder steil hinauf und oben an der Kante wieder zurück. Dabei immer die genialen Ausblicke zum sich windenden Lech hinunter. Dundee kugelte derweil in den feuchten Wiesen umher und war rundum zufrieden. Am Mittwoch drehte die Sonne dann doch noch mal richtig auf und es wurde ein Traumtag. Meine Baustellen lagen in Altenstadt und Mittenwald, so daß ich kurzer Hand Dundee gleich mitnahm um im Anschluß gleich auf Skitour zu gehen. Es war dann schon ein gewagter Versuch, aber wir wählten die Scheinbergspitze 1926m und das im Mai, zumal der untere Anstieg komplett im Wald verläuft. Im Winter ein hoffnungslos überlaufener und komplett zerfahrener Berg, doch jetzt logischerweise tote Hose. Dann kam der Hammer, wir mussten nur zwei Kehren auf dem Forstweg die Ski tragen und schon ging es mit Fellen los. Es lag massig Neuschnee und so kamen wir flott voran. Bald verließen wir den Fahrweg und es ging im tief verschneiten Hochwald empor. Es sah aus wie im tiefsten Winter, eigentlich nicht zu fassen. Problemlos ging es im dichten Wald zum Kamm empor, wo erste Blicke auf die umgebenden Ammergauer Berge frei wurden. Nun wurde es immer lichter und wir marschierten den breiten Grat entlang. Tief grub sich die Spur in den Schnee und wir näherten uns dem Gipfelaufbau. Der Hang ließ jedes Skitourengeherherz höher schlagen, denn nur zwei Spuren zierten das riesige Gelände. Bald erreichten wir den Skigipfel, während vom Hauptgipfel sekündlich dicke Schneekugeln, in Kleinwagengröße, herunter rollten. Der Blick reichte weit in die Ammergauer Bergwelt und das Graswangtal und wir machten es uns gemütlich zur Gipfelbrotzeit. Dundee natürlich im Dauerwälzelmodus. Wie gesagt im Mai, Scheinbergspitze im Mai, der Wahnsinn! Nach einer Weile folgte die Abfahrt und ich kann es Euch sagen, die war der Oberhammer. Wie im tiefsten Winter schwangen wir durch den knietiefen Pulver den gefühlt endlosen Nordhang hinab. Danach ging es schräg in den Wald hinein, immer noch Pulver. Dundee schoss wie ein Wilder die Hänge hinab und freute sich einfach nur von ganzem Herzen über den schönen Schnee. Selbst an dem kleinen Karrenweg ging es tadellos bis zur Forststrasse hinaus. Hier hatte die Sonne alle Arbeit geleistet und bis auf den Rand alles weggeschmolzen. Dennoch konnte ich Rand bis in die unterste Kehre vor dem Parkplatz mit den Ski hinab fahren. Wenn das keine geniale Tour in dieser Jahreszeit weiß ich auch nicht mehr und so fuhren wir zufrieden nach Hause. Am Donnerstag schaute die Welt schon wieder deutlich düsterer aus. Hinzu kam eine stürmische und regnerische Schauerlage in der es schwer wurde ein Fenster zu finden. Mit viel Glück ergatterte ich genau dies am Skilifthang. In einer sonnigen Phase stieg ich zwischen zahlreichen, bunten Blumen auf und erreichte flott den mittlerweile breiten Startplatz, da die Piste hier verbreitert wurde. Flott hatte ich ausgelegt und war nach wenigen Schritten in der Luft. Glücklich gleitete ich über die Piste hinaus, flog zwei Runden über den malerischen Talort und landete wenige Meter vom Auto entfernt, sanft in einer saftigen Wiese. Nachdem ich schnell zusammengelegt hatte ging es gleich weiter zu Dundee und wir fuhren zur Kronbachschlucht. Einsam marschierten wir durch das wilde Tal, an zahlreichen Kaskaden, Felswänden und Gumpen entlang. In der größten konnten wir es natürlich nicht lassen, wir badeten eine Runde im kühlen Nass. So erfrischt ging es über die weiten Felder oberhalb der Schlucht, malerisch zurück zum Auto. Zufrieden mit der Woche fuhren wir wieder die wenigen Meter nach Hause. Das nun folgende Wochenende wird wohl wieder alles andere als rosig, aber wie am letzten müßen wir halt das Beste daraus machen. Zumindest am Sonntag wird wieder einiges an Neuschnee hinzukommen, also mal sehen. Wie dem auch sei, ich wünsche Euch allen ein ruhiges und erholsames Maiwochenende!!!

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© Norbert Hofmann