Lebe Deinen Traum....                 ....denn Du lebst nur einmal!

Norbert Hofmann  

Norbert Hofmann 

Der "Macher" von der Plattform megaextremesport. Ein Leben für den Bergsport seit Kindesalter.

Expeditionen

Meine Touren zu den Bergen dieser Welt auf den zahlreichen Kontinenten dieses Planeten.

Skitouren

Die Königsdisziplin unter den Alpinisten. Im herrlichsten weiß, einsam seine Spuren ziehen.

Walk and fly

Die Leidenschaft Berge mit Fliegen zu verbinden, eine niemals enden wollender  Traum.

Neuigkeiten 

Wer unten aufgeführte Neuigkeiten per Email (Hohe Auflösung!) bekommen möchte muß einfach nur unter Kontakt eine Nachricht mit Kennwort "megaextremesport news" senden! Weiter zurück liegende Nachrichten findet Ihr im Archiv!

Bild des Monats

Das Maibild kommt von Spezl Adrian Götzger, der in Dubai dem Schnee bei uns den Kampf ansagt und doch glatt mit dem Snowboard im Sand herumschwingt.

Produkt des Monats

Der FORD Nugget Aufstelldach Open Sky

Jetzt exklusiv bei Mieten-Testen-Kaufen in tollen Farben und einem fantastischen neuen Stoff und vereinfachter Faltdach-Schliesstechnik. Mit dem neuen synthetischen Stoff der atmungsaktiv, wasserabweisend und UV beständig und durch Reissverschlüsse an allen drei Seiten unabhängig voneinander zu öffnen ist, wir das Bett am Dach mit neuen Funktionen versehen. Man liegt durch das Dach von der Sonne geschützt und durch die offenen oder geschlossenen Seiten mehr oder weniger luftig und windgeschützt auf der eigenen Terrasse. 

So Ihr Lieben, wir haben jetzt richtig Gas gegeben und unser Video mit unserem Modell Blümchen und seinem neuen Faltenbalg Open Sky auf Sardinien ist bereits online gegangen. Wir freuen uns über viele Daumen und Eure Kommentare!!!

https://www.facebook.com/MietenTesten

https://www.mieten-testen-kaufen.de/

https://youtu.be/68B0paRwS1Y

Servus miteinander!

17/05/2019 - 19/05/2019 Das Wochenende startete am Freitag schon nach Wunsch, denn traumhaftes, sommerliches Wetter stellte sich ein. Arbeitstechnisch war ich in Seeg und Lengenwang, was mich nach der Arbeit gleich zum Tiroler Stadl bei Pfronten verschlug. Im herrlich grünen, von Blumen garnierten Gelände stieg ich über die Skipiste zur Hütte auf. Herrlich dabei der Blick über Pfronten in das Alpenvorland, und natürlich zum mächtigen Säuling in den Ammergauern. Gleich unterhalb des Stadls legte ich in der Piste aus und konnte bei markanten nördlichen Wind nach einem Schritt bereits abheben. Es folgte gleich der erste Bart, der unmittelbar in der Piste stand, so daß ich gleich mal den Startplatz überhöhte. Hinzu kamen noch zwei kleine Klapper die deutlich auf die thermischen Bedingungen hinwiesen. Über dem Wald wurde es wieder ruhiger und ich gleitete über das unter mir liegende Pfronten in den Landebereich hinaus. Mehrmals setzte ich zum Anflug an und hatte immer wieder steigen, ehe ich zuletzt sanft an der Liftstation aufsetzte. Endlich mal wieder ein Flug in warmen Bedingungen und so fuhr ich zufrieden nach Hause. Hier packte ich gleich den ungeduldig wartenden Dundee in's Auto und machte mich auf den Weg zum malerischen Weidensee. Nach dem Anmarsch umrundeten wir diesen und legten natürlich eine Plantscheinlage ein. Dundee ruderte glücklich wie ein Wasserbüffel im See umher. Nach einer kurzen Pause mit Sonne tanken machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Auto. Am Samstag war dann wieder Skitourentime angesagt. Endlich einmal wieder mit Adrian, der nach seinen Ausflügen nach Indien und Dubai wieder in der Heimat zurück ist. Nachdem die angespannte Lawinensituation noch nicht viel auf den höheren Gipfeln zuläßt entschieden wir uns für den Luskopf 1796m in den Tannheimern. Praktisch, da bei Vils, fast vor der Haustüre, relativ sicher, einsam und dennoch ein absolutes alpines Ambiente. Schnell waren wir über Füssen in Vils und am Konradshüttlskilift angekommen. Zunächst auf der Piste und in den Karbeginn Ski tragen, was aber auf Grund der Steilheit des Geländes gleich erledigt war. Im Kar wurden wir nicht entäuscht, denn von Beginn an lag hier Schnee satt und so ging es mit den Fellen unter den düsteren Wänden der Schlicke weiter empor. Der Schnee begann in der föhnigen Wetterlage relativ flott aufzufirnen und wir freuten uns jetzt schon auf die Abfahrt. Problemlos durchschritten wir alle Abschnitte des Kares bis zum letzten Aufschwung, der uns in den Sattel zwischen Schlickeschulter und Luskopf führte. Hier wurde der Blick zum Gimpel und der Roten Flüh frei, der Gipfel wo wir letztes Jahr so spektakulär mit dem Gleitschirm abhoben. Nun ging es leicht Nordwestlich durch ein Latschenfeld, was ebenfalls noch genug Schnee hatte, auf das bereits sichtbare Gipfelkreuz zu. Noch wenige Kehren und wir standen auf dem Luskopf 1796m und freuten uns über die gelungene Tour, vor allem Adrian der seine lange Abstinenz erst verdauen muß. Dundee war sowieso in seinem Element: Schnee! So genoßen wir ausgiebig die gemütliche Gipfelbrotzeit mit Spezi, Kornstangerl und Kinderriegel. Nach einer Weile gingen wir die Abfahrt an und die hatte es in sich. Besser als gedacht ging es das fantastisch lange Kar hinab. Der Schnee war nahezu perfekt und wir konnten jeden einzelnen Schwung auskosten. Dundee ging ab wie eine Rakete, während Adrian noch nichts verlernt hatte und souverän hinab gleitete. Bis zum letzten Schneefleck am Karende fuhren wir hinab und mußten nur das Steilstück zur Piste und letztlich bis zum Parkplatz die Ski tragen. Hier kamen auch einige Spezialisten den Berg herauf und fragten verwundert nach den Ski. Was da oben liegt noch Schnee war die Antwort. Ohne Worte und kein Plan, wollen zum Vilser Kegel, ohne Gamaschen, ohne über Lawinen nachzudenken, ist ja schon Sommer und dann so spät wenn Gewitter angekündigt sind. Wahnsinn, die Schneelage sieht man ja schon bei der Anreise vom Auto aus. Selbst ein Anstieg im Grünen kann von oben her verschüttet werden und das ist dann schwerer nasser Schnee mit Steinen, Gehölz und was sonst noch mitgerissen wird. Eigentlich fast verwunderlich dass mit soviel naivität nicht mehr passiert. Wir fuhren jedenfalls mehr als zufrieden nach Hause und es dauerte nicht lange und die Gewitterfronten rückten an. Am Sonntag ließ ich es dann ruhig angehen und schlief endlich mal aus. Dann packte ich Dundee in's Auto und wir fuhren zum Bodenlosen See, marschierten über die Waldroute mit unzähligen bunten Blumen zum herrlich gelegenen Gewässer. Nach einer Umrundung legten wir natürlich die obligatorische Plantschpause ein und genossen die letzten Sonnenstrahlen bei einer Brotzeit, samt einer Radlerhalbe. Später überzog es sich und der gewittrige Dauerregen begann. Nun schaut es für die angehende Woche genauso aus, Regen, Regen, Regen und das bis Mittwoch. Erst dann wird es zögerlich besser und dann entstehen wieder flugtaugliche Tage. Für unsere Hochzeit am Freitag auf dem Hörnle schaut es nach den ersten Prognosen mal gar nicht so schlecht aus. Dem düsteren Wetter zum Trotz wünsche ich Euch allen natürlich einen entspannten, ruhigen Start in die neue Arbeitswoche!!!

13/05/2019 - 16/05/2019 Nach dem Schneefall vom Wochenende wagte ich mit Dundee nach der Arbeit das eigentlich unglaubliche, wir fuhren nach Jungholz um Mitte Mai hier noch eine Skitour durchzuziehen. Laut Webcam lag kurz hinter der Talstation der Schnee und so war es dann auch, nach wenigen Metern tragen ging es mit Ski empor. Im Mittelteil der Piste wurde es schon satt mit gut 40cm und weiter oben noch einmal deutlich mehr. Darüber thronte der stolze, felsige Sorgschrofen und Dundee wälzelte sich unzählige male in seinem Lieblingselement Schnee. Es dauerte nicht lange bis wir die oberste Liftstation erreichten, wobei wir gleich weiter im freien Gelände Richtung Sendemast aufstiegen. Im Rücken der malerische Blick nach Jungholz, vor uns die winterlich verschneiten Tannen, ein irres Bild in dieser Jahreszeit. Am Brotzeitplatz angekommen schaute sogar ein Streifen blauer Himmel hervor und zauberte eine feine Abendstimmung an den Horizont. Nach dieser gemütlichen Pause hauten wir uns in den weichen Schnee die steile Piste hinab. Klar das es mich zwischendurch mal ordentlich legte (Ha! Ha!), wobei die Abfahrt insgesamt genial war und bis kurz vor's Auto führte. Dundee war natürlich im 2.0 Turbomodus und fegte wie üblich das Gelände hinab. Der Wochenstart schon einmal gelungen und so fuhren wir zufrieden nach Hause. Am Dienstag war es ähnlich wie am Montag und vor allem am Vormittag zeigte sich die Sonne, aber ab Mittag nahm die Schauertätigkeit wieder zu. Nachmittags fuhr ich mit Dundee auf gut Glück nochmals Richtung Oberjoch. Jungholz und Spießer waren in den Talbereichen bereits wieder Grün, doch am Oberjoch sah es noch recht gut aus. Vom Parkplatz weg (25m tragen) ging es mit den Ski über die noch vorhandene Piste an den Grenzwiesliften hinauf. Dazu riss es genau bei uns auf und wir stiegen bei blauen Himmel , samt Sonnenschein mit Blick auf die Allgäuer Berge empor. Dundee natürlich wie üblich außer sich, was den Dauerwälzelmodus zur Folge hatte. Problemlos erreichten wir bald die höchste Liftstation und dann gingen wir noch weiter bis zur kleinen Hütte des Schmugglernestes, wo wir es uns erst einmal gemütlich machten. Nach dieser verdienten Unterbrechung gingen wir die Abfahrt an, die uns durch leicht angefirnten bis weichen Schnee sanft den Hang hinab gleiten ließ. Mit Genußschwingerei erreichten wir den Parkplatz und freuten uns über eine Abendskitour, wohl eine der letzten. Am Mittwoch führten  mich meine Baustellen nach Eisenberg/Zell und da ist der Katzensprung in's Tannheimer Tal vorprogrammiert. Dundee nahm ich dann gleich mit und zur unserer Überraschung hatte es in Höhen oberhalb von 1100m eine weitere Ladung Neuschnee gegeben. Problemlos konnten wir an den Krinnenliften vom Parkplatz weg mit Tourenski losmarschieren. Die Landschaft winterlich wie im Dezember und mit zunehmender Höhe bis zu einem halben Meter Neuschnee, eigentlich nicht mehr nachvollziehbar. Dundee war das egal, er wälzelte sich unentwegt in seinem Lieblingselement. Bald erreichten wir die, unter den Felsen der Krinnenspitze liegende, Krinnenalpe. Im Vorbau machten wir es uns zur Brotzeit gemütlich und genossen die winterliche Einsamkeit. Die Abfahrt wurde dann ein einziger Traum aus pulvrigen Neuschnee und so schwangen wir uns genüsslich über die Piste bis zum Parkplatz hinab. Nachdem wir zufrieden Heim fuhren kam der nächste Anruf, das gleiche Kabel wie am Vormittag wurde ein weiteres mal abgerissen und so ging's noch einmal nach Eisenberg/Zell. Für Dundee ideal, denn so gingen wir im Anschluß eine weitere kleine Tour hinter halb von Seeg. Hier lag ein schon lange zu erkundender Höhenzug mit Gipfelkreuz. Durch malerischen Wald und gewaltigen Nagelfluhfelsen erreichten wir bald den aussichtsreichen Gipfel und verbuchten so einen weiteren Hausberg. Nun konnten wir den Tag endgültig abschließen und stiegen gemütlich zum Parkplatz ab. Der Donnerstag wurde Wettertechnisch wieder etwas besser, aber in Garmisch tobten ordentlich die Talwinde und so packte ich nach der Arbeit lieber den Skilifthang in geschützter Lage an. In einem Meer aus Blumen stieg ich über die Piste zum breiten Startplatz hinauf. Der Wind stand satt an und so konnte ich nach zwei Schritten Anlauf bereits in der Luft sein. Kurzzeitig überhöhte ich sogar den Startplatz und flog dann mit guter Höhe über die Alm hinaus. Nach ein paar Runden landete ich soft beim Auto und freute mich mal wieder einen Flug abgezogen zu haben. Dann fuhr ich gleich schnell Heim zu Dundee und wir marschierten in unsere einsame, spektakuläre Kronbachschlucht. Dundee hüpfte vergnügt von einer Felsstufe zur nächsten und hatte einen mordsspaß mit dem plätschernden Wasser. Das wir dabei eine Plantscheinlage samt Radler einlegten war klar. Wir machten einfach mal auf Sommer (Ha! Ha!). Zumindest scheint das Wochenende mal wieder einen Hauch von Wetterbesserung zu bringen, was wohl dem Föhn zu verdanken ist. Mal sehen was wir so reißen können, denn die bedrohliche Lawinensituation hat sich noch nicht verbessert. Wie dem auch sei, ich wünsche Euch allen ein erholsames, wie auch erlebnisreiches Wochenende!!!

10/05/2019 - 12/05/2019 Wow, das Wochenende war alles andere als rosig prognostiziert, aber es ging sich richtig was aus. Schon am Freitag hatte ich Glück, denn meine Baustellen waren alle in Mittenwald und so nahm ich gleich Dundee, samt Tourenski mit. Beim Kabelabriss buddelte Dundee gleich als natürlicher Bagger unterstützend mit. Danach fuhren wir die wenigen Kilometer nach Seefeld um unser Glück am Gschwandtkopf 1500m zu versuchen. Hier stand doch glatt noch die Skipiste und wir konnten problemlos, absolut einsam über die Schneereste bis zum Gipfel aufsteigen. Vermutlich hätte man hier eine grandiose Sicht auf das Karwendel, wie auch dem Wettersteingebirge, aber da war natürlich Fehlanzeige. Nichts desto Trotz schmeckte uns die Brotzeit am urigen Bergwachthütterl. Die Abfahrt wurde dann rassig und Dundee schaltete wieder einmal den Turbo 2.0 ein. Flott waren wir so wieder am Parkplatz und fuhren zufrieden nach Hause. Der Samstag sollte ebenfalls eher düster werden, aber in der früh schaute es noch deutlich besser aus. Grund genug mit Dundee gleich zeitig auszurücken und so fuhren wir über Reutte und Berwang zur Schlierewand 2217m, deren Nordkar immer ein Schnee Garant zur späten Jahreszeit ist. So war es dann auch, denn wir mußten nur wenige Meter auf der Forststraße tragen und schon ging es mit Ski Richtung Kar weiter. Dazu schien doch glatt die Sonne von einem strahlend blauen Himmel, wer hätte das gedacht und so erreichten wir bald den Knodenbach und den Beginn des begehbaren Karbereiches. Traumhaft zog sich das zusehend steiler werdende Gelände zu den Felswänden des Gipfels hinauf. Sicherheitshalber hielten wir uns ziemlich im rechten Bereich, den das ganze sah ziemlich Schneebrett gefährdet aus, denn es war in der Nacht wohl nicht sonderlich kalt. In unzähligen Serpentinen arbeiteten wir uns in die Höhe. Die Blicke zu den Lechtalern und den Tannheimer Felsgipfeln wurden immer spektakulärer. Zum Teil begann der Schnee auzufirnen und so freuten wir uns jetzt schon auf ein komplett einsames und vor allem unverspurtes Hochkar das nur uns gehört. Zuletzt hielten wir auf den rechten Gratast zu und erreichten so den sicheren Skigipfel, wo uns ein Steinmann erwartete. Die Lawinen ausgesetzte Felswand zum Gipfel und seinem Kreuz sparten wir uns wie an der Scheinbergspitze in der letzten Woche. Immer noch saßen wir unter einem satten Blau des Himmels, auch wenn sich im Westen die Front bereits ankündigte, doch es war noch reichlich Zeit um eine gemütliche Brotzeit durchzuziehen. Dann gingen wir die Abfahrt an, wobei ich im obersten, steilsten Abschnitt das Kar mit den Ski "anschnitt" und siehe da sofort löste sich ein massiges Schneebrett und lief gemächlich die Hänge hinab, so daß wir dahinter sicher abfahren konnten. Im dann etwas flacheren Gelände ließen wir es so richtig krachen, Dundee war ohne Leine unterwegs und gab Vollgas, während ich meine Schwünge durch den weichen Schnee setzte, was auch einige Stürze mit einschloß. Gigantisch leitete uns das spektakuläre Kar bis in dessen Grund hinab, danach querten wir kurz den Hang auf dessen Rippe und konnten in einer Waldschneise bis zum Fahrweg abfahren, wo noch einige Schneereste am Rand uns bis zum Auto brachten. Nun überzog es sich deutlich und das schlechte Wetter übernahm die Oberhand. Welch ein Glück was wir da wieder für eine Skitour abgezogen haben und so fuhren wir zufrieden und glücklich nach Hause. Am Sonntag war es endgültig aus und es schüttete regelrecht vor der Haustüre, aber der Blick in die Webcams sprach eine deutliche Sprache: Ab 1000m lag Neuschnee! Sofort packte ich Dundee in's Auto und wir fuhren Richtung Jungholz/Oberjoch. Ab Rosshaupten wurden die Wiesen bereits weiß und kurz hinter Jungholz waren es sogar die Straßen, so daß wir gleich mal wieder an den spießerliften parkten. Es schneite flockig vor sich hin und so konnten wir sofort mit Tourenski aufsteigen. Die Piste führte in einer absoluten Hochwinterlandschaft (Mitte Mai!) zum Kar unter Ornach und Spießer hinauf. Klar das wir weiter gingen und in nahezu einem halben Meter Neuschnee zum Sattel hinauf spurten. Selbst der oft verblasene Südhang zum Gleitschirmgipfel des Spießers 1650m war ein Traum aus frischen Pulverschnee, so dass wir bald den vereisten Windsack auf dem Gipfel erreichten. Lange hielten wir es im eisigen Wind nicht aus und zogen uns geschützt in eine kleine Baumgruppe in der Südflanke zurück. Bei heißen Tee ließen wir es uns gut gehen, wobei Dundee das Wetter ja liebt und sich Dauerwälzelnd im Tiefschnee verlustierte. Die Abfahrt wurde dann der Hammer, zwischen tief verschneiten Bäumen zogen wir im Tiefschnee unseren Pulvertraum hinein. Wieder ein Kar nur für uns, gänzlich unverspurt und das bei Verhältnissen wie im Januar, der Wahnsinn! Klar das es mich auch hier einmal ordentlich legte, aber eine Skitour ohne Sturz ist halt keine Skitour (Ha! Ha!). Genüsslich schwangen wir uns bis zur Piste und diese noch bis zum Parkplatz hinab, wobei Dundee wieder wie im Rausch hinab sauste und sichtlich glücklich war. So konnten wir mit dem Wochenende getrost abschließen und fuhren mehr als zufrieden nach Hause. Die nun folgenden Tage sind auch nicht das wahre, denn am Alpenrand wir uns die Tiefdrucklage erhalten bleiben, was Regen, Wind und in höheren Lagen aber auch weiteren Neuschnee bedeutet. Die Lawinengefahr wird sich somit auch nicht verbessern, also mal sehen was so geht, aber irgendwas geht halt immer. Somit wünsche ich Euch allen einen Ruhigen und entspannten Start in die neue Arbeitswoche!!! 

06/05/2019 - 09/05/2019 Eine Woche die schon mal ziemlich düsterer begann. Ab und zu flickte es noch und der Alpenrand war immer noch weiß verzuckert. Meine Glasfaserbaustelle in Seeg und so rückte ich Postwendend nach der Arbeit weiter südlich Richtung Kappler aus. Der Wind war harmlos aus W/NW und somit sollte was gehen. Der zum Teil geteerte Fahrweg schneefrei, während ansonsten beidseitig sicher um die 25cm Neuschnee lagen und dadurch einwandfrei zu begehen. Es dauerte nicht lange bis ich den Startplatz in der ehemaligen Skipiste erreichte. Hier ebenfalls der Schnee so dass er das anlaufen nicht stört. Es flickte wieder ein bisschen als ich auslegte. Sanft kam der Wind optimal von vorne heran gestrichen und so war es ein leichtes nach wenigen Schritten abzuheben. Gemütlich flog ich über die Piste und das Dorf bis zum Baggersee hinüber, drehte noch einige Runden und landete sanft am Auto. Zufrieden fuhr ich nach Hause und packte gleich Dundee in's Auto. Der Abwechslung halber gingen wir mal wieder zur spektakulären Litzauer Schleife. In den satt grünen, vor bunten Blumen nur so sprießenden Steilhängen arbeiteten wir uns bis zum Lech hinab. Bei der Schleife selber zum Aussichtspunkt wieder steil hinauf und oben an der Kante wieder zurück. Dabei immer die genialen Ausblicke zum sich windenden Lech hinunter. Dundee kugelte derweil in den feuchten Wiesen umher und war rundum zufrieden. Am Mittwoch drehte die Sonne dann doch noch mal richtig auf und es wurde ein Traumtag. Meine Baustellen lagen in Altenstadt und Mittenwald, so daß ich kurzer Hand Dundee gleich mitnahm um im Anschluß gleich auf Skitour zu gehen. Es war dann schon ein gewagter Versuch, aber wir wählten die Scheinbergspitze 1926m und das im Mai, zumal der untere Anstieg komplett im Wald verläuft. Im Winter ein hoffnungslos überlaufener und komplett zerfahrener Berg, doch jetzt logischerweise tote Hose. Dann kam der Hammer, wir mussten nur zwei Kehren auf dem Forstweg die Ski tragen und schon ging es mit Fellen los. Es lag massig Neuschnee und so kamen wir flott voran. Bald verließen wir den Fahrweg und es ging im tief verschneiten Hochwald empor. Es sah aus wie im tiefsten Winter, eigentlich nicht zu fassen. Problemlos ging es im dichten Wald zum Kamm empor, wo erste Blicke auf die umgebenden Ammergauer Berge frei wurden. Nun wurde es immer lichter und wir marschierten den breiten Grat entlang. Tief grub sich die Spur in den Schnee und wir näherten uns dem Gipfelaufbau. Der Hang ließ jedes Skitourengeherherz höher schlagen, denn nur zwei Spuren zierten das riesige Gelände. Bald erreichten wir den Skigipfel, während vom Hauptgipfel sekündlich dicke Schneekugeln, in Kleinwagengröße, herunter rollten. Der Blick reichte weit in die Ammergauer Bergwelt und das Graswangtal und wir machten es uns gemütlich zur Gipfelbrotzeit. Dundee natürlich im Dauerwälzelmodus. Wie gesagt im Mai, Scheinbergspitze im Mai, der Wahnsinn! Nach einer Weile folgte die Abfahrt und ich kann es Euch sagen, die war der Oberhammer. Wie im tiefsten Winter schwangen wir durch den knietiefen Pulver den gefühlt endlosen Nordhang hinab. Danach ging es schräg in den Wald hinein, immer noch Pulver. Dundee schoss wie ein Wilder die Hänge hinab und freute sich einfach nur von ganzem Herzen über den schönen Schnee. Selbst an dem kleinen Karrenweg ging es tadellos bis zur Forststrasse hinaus. Hier hatte die Sonne alle Arbeit geleistet und bis auf den Rand alles weggeschmolzen. Dennoch konnte ich Rand bis in die unterste Kehre vor dem Parkplatz mit den Ski hinab fahren. Wenn das keine geniale Tour in dieser Jahreszeit weiß ich auch nicht mehr und so fuhren wir zufrieden nach Hause. Am Donnerstag schaute die Welt schon wieder deutlich düsterer aus. Hinzu kam eine stürmische und regnerische Schauerlage in der es schwer wurde ein Fenster zu finden. Mit viel Glück ergatterte ich genau dies am Skilifthang. In einer sonnigen Phase stieg ich zwischen zahlreichen, bunten Blumen auf und erreichte flott den mittlerweile breiten Startplatz, da die Piste hier verbreitert wurde. Flott hatte ich ausgelegt und war nach wenigen Schritten in der Luft. Glücklich gleitete ich über die Piste hinaus, flog zwei Runden über den malerischen Talort und landete wenige Meter vom Auto entfernt, sanft in einer saftigen Wiese. Nachdem ich schnell zusammengelegt hatte ging es gleich weiter zu Dundee und wir fuhren zur Kronbachschlucht. Einsam marschierten wir durch das wilde Tal, an zahlreichen Kaskaden, Felswänden und Gumpen entlang. In der größten konnten wir es natürlich nicht lassen, wir badeten eine Runde im kühlen Nass. So erfrischt ging es über die weiten Felder oberhalb der Schlucht, malerisch zurück zum Auto. Zufrieden mit der Woche fuhren wir wieder die wenigen Meter nach Hause. Das nun folgende Wochenende wird wohl wieder alles andere als rosig, aber wie am letzten müßen wir halt das Beste daraus machen. Zumindest am Sonntag wird wieder einiges an Neuschnee hinzukommen, also mal sehen. Wie dem auch sei, ich wünsche Euch allen ein ruhiges und erholsames Maiwochenende!!!

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Norbert Hofmann