Lebe Deinen Traum....                 ....denn Du lebst nur einmal!

Norbert Hofmann

Der "Macher" von der Plattform megaextremesport. Ein Leben für den Bergsport seit Kindesalter.

Expeditionen

Meine Touren zu den Bergen dieser Welt auf den zahlreichen Kontinenten dieses Planeten.

Skitouren

Die Königsdisziplin unter den Alpinisten. Im herrlichsten weiß, einsam seine Spuren ziehen.

Walk and fly

Die Leidenschaft Berge mit Fliegen zu verbinden, eine niemals enden wollender  Traum

Neuigkeiten                                                                          

 

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Bild des Monats

Das Junibild kommt auch vom "kleinem Eiswürfel" Adrian Götzger, der tapfer im Mai immer noch seine Skitouren durchzieht und seine ersten 3000er (Wurmkogel, Schwemserspitze) in den Ötztalern, bei Hochgurgl abräumt. 

Produkt des Monats

Gradient Denali Testbericht

Der Name Denali entspringt dem gleichnamigen 6190m hohen Berg in Alaska. Zuvor hieß er Mount Mc Kinley, doch dann gaben die Amerikaner ihm doch wieder seinen ursprünglichen Namen Denali, so wie ihn die Ureinwohner benannt haben. Der Gradient Denali hat aber mit den extremen Verhältnissen an diesem Berg wenig gemein, denn er ist ein klassischer EN-A Bergsteiger Schirm der für jeden Piloten geeignet ist. Wobei hier keinesfalls die absolute Leichtbauweise verwendet wurde, denn klassische Tragegurte, echte Umlenkrollen und zahlreiche robuste Verstärkungen stehen eher für hohe Langlebigkeit.

Das Tuch selbst heißt Everlast, eine Sonderform die von Porcher exklusiv für Gradient entwickelt wurde. Hier findet sich ebenfalls das Thema Haltbarkeit, denn es ist nicht ein empfindliches 27er Material, sondern ein 32er, was aber gegenüber dem klassischen 38er dennoch Gewicht einspart. Damit liegen wir bei etwa 4,2Kg, was kein Ultraleichtwert ist, aber in Anbetracht  so manch einem steinigen oder dornigen walk and fly Startplatz durchaus angebracht, denn dadurch ist dieser Schirm einfach unempfindlicher und macht dem Piloten länger eine Freude.

Beim entwirren der Fangleinen hat es der Pilot im unteren Bereich, da ummantelt, relativ leicht und nur in den oberen Galerien muß etwas mehr aufgepasst werden, da hier verschiedene Durchmesser unummantelt verbaut wurden. Die Kappe steigt sehr leicht beim Start und benötigt nur einen kleinen "Bremser" sobald sie über dem Piloten steht. Anschließend möchte sie definitiv beschleunigt werden um zu starten, kurzum gesagt besser geht es nicht. Für einen A-Schirm gleitet der Denali erstaunlich gut. Er lässt sich leicht in die Thermik fliegen und stets gut handeln. Der Schirm reagiert schnell auf die Kurveneinleitung und lässt sich auch problemlos mit dem Gesäß des Piloten steuern.

Nach meinen ersten Flügen kann ich nur bestätigen dass dieser Schirm extrem vielseitig einsetzbar ist. Ein sicherer und vor allem wendig, agiler A-Schirm der den Bergsteiger, auch nach sehr langen, anstrengenden Touren nicht überfordert. Dazu kommt der Kompromiss aus leicht und stabil, was den härteren Startplätzen im Hochgebirge Rechnung trägt. Sozusagen das Rundum Sorglospaket für den fliegenden Alpinisten!  

Infos unter den jeweiligen Herstellerseiten http://www.gradient.cx/de/Denali.

Servus miteinander!

15/06/2018 - 17/06/2018 Der Montag startete schon mal eher düster. Immer wieder tröpfelte es, aber ich erwischte eine halbwegs passable Phase am Hörnle. Es sah zwar meist nach Regen aus, aber ich kam trocken zum Startplatz. Der Wind stand perfekt aus Nw an und nach zwei Schritten war ich in der Luft. Gemütlich flog ich über das unter mir liegende Bad Kohlgrub und blickte hinaus zu den Staffelseen. Einige Kreise gingen sich noch aus und ich landete sanft am Windsack. Nach dem zusammen packen fuhr ich gleich Heim und packte Dundee in's Auto, so dass wir wenig später, bei mittlerweile sonniger Stimmung, durch den schattigen Wald auf den Kienberg marschierten. Der Dienstag punktete mit deutlich mehr Sonne, was mich an meinen neuen Skilifthang trieb. Der Anstieg an der Sommerrodelbahn entlang war gleich absolviert. Oberhalb legte ich im steileren Pistenbereich meinen Denali aus. Wie gestern ein Ruck, zwei Schritte und schon war ich in der Luft. Sofort flog ich in den ersten Bart und schon ging es nach oben. Der Startplatz war gleich überhöht, was mich den Flug doppelt genießen ließ. Spaßeshalber flog ich über den Friedhof und drehte dann wieder Richtung Landeplatz, wo ich sanft unmittelbar beim Auto landete. Danach ging es gleich Heim und mit Dundee weiter zum Bodenlosen See, den es wurde immer heißer. Der Anmarsch durch den schattig kühlen Wald ideal und dann hieß es Plantschtime! Glücklich ruderten wir beide im kühlen Nass umher und freuten uns über den Augenblick. Am Mittwoch ein ähnliches Bild, nur noch heißer. Der Anstieg am altbekannten Skilifthang mehr als schweißtreibend, doch oben angekommen stand der Wind ideal an und so startete ich mit wenigen Schritten in einen genialen Mix aus Wind und Thermik. Schnell überhöht und weit in's Vorland hinaus geflogen, ehe ich zum landen ansetzte. Im Anschluss fuhr ich gleich Heim zu Dundee und wir wanderten zum urigen Korbsee, wo wir riesige Muscheln fanden da er nicht so viel Wasser hat. Am Donnerstag zeichnete sich mit zunehmenden Wind bereits der Wetterwechsel ab, aber es gelang mir an einem Weststartplatz noch ein Last Minute walk and fly ehe es zu stürmisch wurde. Ein bunter Anstieg, passender, wenn auch böiger Wind aus West und schon war ich mit einem Schritt in der Luft. Soaren war kein Thema und der Startplatz war schnell überhöht. Problemlos machte ich mich auf den aussichtsreichen Weg Richtung Landeplatz, wo ich mit viel Kreiserei Höhe abbaute und schließlich aufsetzte. Schnell noch zusammengepackt, Heim gefahren und schon lief ich  mit Dundee über eine längere Route zum herrlichen Weidensee und wir plantschten noch ausgiebig bevor es endgültig schlechter wurde. Nun steht uns ein Temperatursturz in's Haus der sogar in den Hochlagen Neuschnee bringen wird. Der Freitag wird dann eher mittelmäßig und am Samstag schaut es schon wieder besser aus. Nach einem eher düsteren Sonntag kehrt Anfang der neuen Woche der Sommer mit Temperaturen bis 30 Grad wieder zurück. Was soll's, ich wünsche Euch allen ein schönes und vor abwechslungsreiches Wochenende!!!

15/06/2018 - 17/06/2018 Ein Wochenende nach Wunsch und schon Freitag Nachmittag begann die Gradiententime am Hörnle. Herrliches Wetter begleitete mich beim Anstieg zum Startplatz. Die Blicke reichten weit bis zur Zugspitze und bis in das Alpenvorland. Sogar der Wind passte mal wieder und es brauchte nur wenig Schritte um in die Luft zu kommen. Bereits im oberen Bereich wurde es thermisch und schon hatte ich eine satte Überhöhung. Gemütlich kreiste ich weit über Bad Kohlgrub, ehe ich anfing Höhe abzubauen um in den Landebereich zu gelangen. Soft setzte ich am Windsack auf, packte zusammen und fuhr gleich Heim zu Dundee. Bei immer nach heißen Wetter marschierten wir über eine neue Route zum Weidensee. Unzählige Schmetterlinge umringten uns dabei. Klar das wir eine Plantscheinlage im See integrierten. Dundee paddelte wie ein Flusspferd durch das kühle Nass und war sichtlich glücklich. Am Samstag stand dann mal wieder eine offizielle waf Tour an, aber außer Frank traute sich dieses mal die frühe Uhrzeit keiner zu. Klar Treffpunkt 5.00 Uhr an der Buchenbergbahn ist schon eine Ansage. 1300 Höhenmeter im hinteren Lechtal auf die Lärchspitze 2393m, starke Thermik, satter Talwind und bald 30 Grad Hitze aber auch. Gegen 6.20 Uhr tigerten wir los, und das ohne Gnade mit zwei Schritten pro Sekunde rannten wir die Forststrasse in das herrliche Krabachtal hinauf. Sogar Schneereste lagen noch im Talbereich. Es dauerte nicht mal eine Stunde und wir erreichte das Aferehäusl 1619m. Ab hier ging es weglos weitet, dachte ich, aber ein genial angelegter Steig für die Almkühe brachte uns durch traumhaftes Gelände in höhere Gefilde. Sattes Grün, unendlich viele, verschiedenste Blumen bis hin zum Enzian säumten den Weg. Hinzu kam der Blick in die noch etwas weiß dastehenden Lechtaler Felsbastionen um die Schmalzgrubenspitze. Über uns unendliches Wiesengelände wie im Süden der Alpen, ein Gleitschirm Eldorado. In einem Affenzahn erreichten wir den Gipfelkamm wo sich ein grandioses Panorama eröffnete. In unter zwei Stunden hatten wir die 1300 Höhenmeter und knapp 10 Km geknackt. Was für ein einsames Ziel und noch dazu von den alpinen Fliegern komplett unbeachtet, aber wie dem auch sei wir legten unsere Flügel genüsslich aus. Das Ambiente ein Traum und so machte sich Frank als erster an den Start. Es folgten zwei weitere bis Frank in die dritte Dimension abhob. Selbst in den perfekte Wiesen schaffte es Frank einzufädeln. Ich glaube er sollte Lotto spielen! Gleich im Anschluss zog ich auf und flog hinterher. Erste Thermikansätze machten es uns leicht den weiten Flugweg nach Steeg zu meistern. Frank drehte, ganz ungewöhnlich für Ihn, sogar mehrmals ein. Um uns herum ein grandioses Bergszenario und vor allem der urige Pimig fiel besonders auf. Nach einer guten halben Stunde Flug setzten wir auf einer abgemähten Wiese vor Steeg auf und fielen uns zufrieden in die Arme. Eine fantastische Tour ging zu Ende und wir feierten die erfolgreiche Aktion noch bei einem Cappuccino. Happy fuhren wir wieder Heim und ich hatte alle Zeit der Welt noch mit Dundee auszurücken. Da es wieder drückend schwül wurde ging ich mit Dundee wieder mal zum Geldloch, unserer kleinen Höhle beim Roten Kreuz. In der kühlen Schlucht war es deutlich angenehmer und in einer Gumpe plantschten wir auch noch eine Runde. Über die Höhle kraxelten wir noch auf den darüber liegenden Kamm und schlossen so die aussichtsreiche Runde. Am Sonntag stand der Wetterwechsel an, aber es hielt sich noch einige Zeit das positive Wetter und so fand ich mich mit Dundee an einem unserer Skilifthänge. Der Wind blies ordentlich als wir den Hang hinauf liefen. Ich legte gleich aus als wir am obersten Liftmasten ankamen und startete unmittelbar. Der Aufwind war so stark das ich vor Dundee entlang soaren konnte und relativ lang in der Luft blieb ehe ich beim Auto landete. Dann lief ich schnell zu Dundee hinauf und wir verlängerten die Tour noch um eine lange Waldrunde. Dundee kam aus dem Dauerwälzeln nicht mehr heraus und gatte seinen Spaß. Am Auto zurück legte ich noch den Schirm zusammen und es ging zurück nach Hause, was ich mir allerdings sparen hätte können, denn das Deutschlandspiel war es nicht wert. Die nächsten Tage schauen insgesamt auch nicht so schlecht aus und erst am Donnerstag sollte wieder eine Kaltfront zuschlagen. Egal wie es auch kommt, ich wünsche Euch einen geruhsamen Start in die neue Arbeitswoche!!!

11/06/2018 - 14/06/2018 Die Woche begann sonnig, aber auch wieder mit der Tendenz zum Überentwickeln. Grund genug in sicherer Distanz am Alpenrand ein geschmeidiges walk and fly durchzuziehen. Der Aufstieg in der Hitze wieder mal Schweiß treibend. Die Belohnung passender Wind am Gipfelkreuz und so war es ein leichtes zügig abzuheben. Soft gleitete ich über die sanft geneigten Almwiesen hinab, dabei ständig mit Blick auf den gewaltigen Alpenhauptkamm verwöhnt, um dann soft beim Auto zu landen. Dann natürlich gleich flott zu Dundee um in der einbrechenden Gewitterstimmung noch über das Rote Kreuz zu touren. Am Dienstag das gleiche Bild, denn schon früh zog es aus Nw deutlich zu und wieder mal mit viel Massel konnte ich am Skilifthang ein walk and fly abgreifen. Mitten drin ein winziges Sonnenfenster, samt passendem Wind und so störten auch die Kühe im Startbereich nicht, denn ich war nach zwei Schritten bereits in der Luft und flog gemütlich über die Alm in den Landebereich hinab. Es dauerte nicht lange und es begann zu regnen. Mit Dundee wurde es dann logischerweise nass, aber das machte bei der spannenden Tour auf den Burgberg von Burggen auch nichts aus. Der Mittwoch war dann der absolute Tiefpunkt, denn es schüttete den ganzen Tag ohne Unterlass. Die Tour mit Dundee auf den Weichberg wurde dann auch dementsprechend Nass und so waren wir um die kleine Gipfelkapelle recht dankbar. Nach einer kurzen Trockenphase liefen wir wieder hinab und flüchteten nach Hause. Am Donnerstag sah es schon wieder besser aus und so wagte ich mich an einen neuen Skilifthang den ich bisher nicht beflogen hatte, aber von den Skitouren her kannte. Der Aufstieg am Lamagehege vorbei zur Sommerrodelbahn war landschaftlich abwechslungsreich und bot bereits schöne Blicke auf den malerischen Talort. Im oberen Bereich suchte ich mir meinen Startplatz, da hier die Wiesen optimal geneigt waren. In einem Zug war mein Denali in der Luft und ich gleitete entspannt über das Skigebiet hinaus. Der Ostwind tat sein übriges das es fantastisch trug. Problemlos erreichte ich die geplante Landewiesen und freute mich über den Flug, wie auch das neu erkundete Fluggelände, das sich für Tage mit wenig Zeit besonders empfiehlt. Im Anschluß packte ich noch mit Dundee unseren feinen Wendelin und so war auch mein Bube zufrieden. Das nun folgende Wochenende macht gar keinen schlechten Eindruck. Freitag und Samstag scheinen geniale tage zu werden und zumindest der Sonntag Vormittag soll auch noch halten ehe am Nachmittag der Wetterwechsel herein bricht. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein schönes, sonniges Fußballwochenende!!!

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