Lebe Deinen Traum....                 ....denn Du lebst nur einmal!

Norbert Hofmann

Der "Macher" von der Plattform megaextremesport. Ein Leben für den Bergsport seit Kindesalter.

Expeditionen

Meine Touren zu den Bergen dieser Welt auf den zahlreichen Kontinenten dieses Planeten.

Skitouren

Die Königsdisziplin unter den Alpinisten. Im herrlichsten weiß, einsam seine Spuren ziehen.

Walk and fly

Die Leidenschaft Berge mit Fliegen zu verbinden, eine niemals enden wollender  Traum

10 Jahre megaextremesport news

Mit dieser einfachen und kurzen Nachricht ging am 19.07.2008 megaextremesport news ans Netz:

19/07/08 Geglückte "Solo" - Besteigung der Östlichen Griesspitze 2751m in den Miemingern über die wilde und extrem brüchige Nordwand mit neuer Variante über den Zustiegsporn aus dem Brendlkar. Gipfelbuch aus dem Jahre 1931!

Seit dem sind tausende von Berichten auf der Internetseite gelandet. Ein lückenloses Tagebuch aus zahlreichen Abenteuern und Erlebnissen.

Neuigkeiten                                                                          

 

Wer unten aufgeführte Neuigkeiten per Email (Hohe Auflösung!) bekommen möchte muß einfach nur unter Kontakt eine Nachricht mit Kennwort "megaextremesport news" senden! Weiter zurück liegende Nachrichten findet Ihr im Archiv!.

Bild des Monats

Das Julibild kommt ganz aktuell von Olli Thiess, der sich nun auch traut während des Fliegens Fotos zu schießen und so hat Er mich bei einem herrlichen Allgäuer walk and fly einwandfrei ablichten können.

Produkt des Monats

Nugget und California Allrad - Offroad auf Sardinien

Mein filmerischer Einsatz auf Sardinien hat sich mehr als gelohnt. Mit Stolz präsentieren wir Euch das sensationelle Video, das unter extremsten Bedingungen zeigt zu was Wohnmobile im Gelände in der Lage sind wenn sie einen Allrad Antrieb besitzen.

Lange hat er auf sich warten lassen der „Nugget Allrad“ Seit 1986 gibt es den Nugget auf der Ford Transit Basis und seit Juli 2018 gibt es ihn endlich als Allrad. EXTREM Konzepte aus Schwenningen hat den Allrad für den Transit Custom nun in Serienreife entwickelt. Das alleinige Vertriebsrecht für den Allrad Nugget liegt bei GM-Leasing & Fuhrparkmanagement GmbH. Nicht nur im Lifestyle, sondern auch im Härtetest, haben wir den Transit Custom Nugget mit dem VW T6 California 4Motion auf Sardinien auf Herz und Nieren getestet.  Ob Strand, Sumpf oder Gebirgswege die Beiden haben sich hervorragend geschlagen. Es war uns eine Ehre den beiden Allradler unter extremen Bedingungen auf den Zahn zu fühlen.

Nugget Allrad Entwicklung und Umbau:
Extrem Konzepte GmbH
https://www.extremfahrzeuge.com/ford-...
Info@extremkonzepte.com


Nugget Allrad Alleinvertrieb für Deutschland:
GM-Leasing & Fuhrparkmanagement GmbH
https://www.mieten-testen-kaufen.de/
Info@GM-Leasing.de

Gradient Denali Testbericht

Der Name Denali entspringt dem gleichnamigen 6190m hohen Berg in Alaska. Zuvor hieß er Mount Mc Kinley, doch dann gaben die Amerikaner ihm doch wieder seinen ursprünglichen Namen Denali, so wie ihn die Ureinwohner benannt haben. Der Gradient Denali hat aber mit den extremen Verhältnissen an diesem Berg wenig gemein, denn er ist ein klassischer EN-A Bergsteiger Schirm der für jeden Piloten geeignet ist. Wobei hier keinesfalls die absolute Leichtbauweise verwendet wurde, denn klassische Tragegurte, echte Umlenkrollen und zahlreiche robuste Verstärkungen stehen eher für hohe Langlebigkeit.

Das Tuch selbst heißt Everlast, eine Sonderform die von Porcher exklusiv für Gradient entwickelt wurde. Hier findet sich ebenfalls das Thema Haltbarkeit, denn es ist nicht ein empfindliches 27er Material, sondern ein 32er, was aber gegenüber dem klassischen 38er dennoch Gewicht einspart. Damit liegen wir bei etwa 4,2Kg, was kein Ultraleichtwert ist, aber in Anbetracht  so manch einem steinigen oder dornigen walk and fly Startplatz durchaus angebracht, denn dadurch ist dieser Schirm einfach unempfindlicher und macht dem Piloten länger eine Freude.

Beim entwirren der Fangleinen hat es der Pilot im unteren Bereich, da ummantelt, relativ leicht und nur in den oberen Galerien muß etwas mehr aufgepasst werden, da hier verschiedene Durchmesser unummantelt verbaut wurden. Die Kappe steigt sehr leicht beim Start und benötigt nur einen kleinen "Bremser" sobald sie über dem Piloten steht. Anschließend möchte sie definitiv beschleunigt werden um zu starten, kurzum gesagt besser geht es nicht. Für einen A-Schirm gleitet der Denali erstaunlich gut. Er lässt sich leicht in die Thermik fliegen und stets gut handeln. Der Schirm reagiert schnell auf die Kurveneinleitung und lässt sich auch problemlos mit dem Gesäß des Piloten steuern.

Nach meinen ersten Flügen kann ich nur bestätigen dass dieser Schirm extrem vielseitig einsetzbar ist. Ein sicherer und vor allem wendig, agiler A-Schirm der den Bergsteiger, auch nach sehr langen, anstrengenden Touren nicht überfordert. Dazu kommt der Kompromiss aus leicht und stabil, was den härteren Startplätzen im Hochgebirge Rechnung trägt. Sozusagen das Rundum Sorglospaket für den fliegenden Alpinisten!  

Infos unter den jeweiligen Herstellerseiten http://www.gradient.cx/de/Denali.

Servus miteinander!

13/07/2018 - 15/07/2018 Der Start ins Wochenende begann positiv, zumindest was das Wetter betraf. Arbeitstechnisch weniger, denn der sonst verkürzte Freitag zog sich wieder einmal in die Länge, so dass es spät am Nachmittag wurde bis ich ausrücken konnte. Hinzu kam das immer noch die Flugverbotszone bis 18.00 Uhr bestand. So fuhr ich gleich mit meiner hübschen Sofie und Dundee an einem meiner Skilifthänge und peilte die Lage. Böiger, thermischer Wind aus unterschiedlichen Richtungen, na toll. Egal dachte ich mir und stieg an der Lifttrasse auf. Als Bonus standen Kühe unter dem Startplatz und ein Weidezaun war gespannt. Der musste logischerweise bleiben damit die Tiere nicht flüchten und somit musste ich im Anlauf darüber springen....mit Seitenwind....grmpf! Mit Gefühl brachte ich den Schirm über mich, korrigierte ihn zum Zaun hinaus und hüpfte problemlos über den Zaun. Die Kühe reagierten gar nicht als ich über ihnen flog. In einem weiten Bogen flog ich die Talstation an und stand genial soarend voll im Wind. Genussvoll landete ich bei Sofie und Dundee am Auto. Danach kam gleich Dundee auf seine Kosten, denn wir wanderten über den verlandeten Englmairweiher zum lieblichen Dachsweiher, der sich sogar als Badesee entpuppte. Für Dundee und mich klar das Kommando zum notwassern. Am Samstag wagte ich mich mit Adrian an einen der ganz großen Kalkgipfel in den Tannheimern, den Rosskopf 1945m. Im alten Lissmann Führer stand dieser als Flugtauglich und Ende der 90er bestieg ich den Berg schon mal über eine chaotische Route in der Nordseite. Nur am Gipfel war kaum Platz, soweit meine Erinnerung und schon befand ich mich mit Adrian am bekannten Anstieg zur Höllentieralpe. Bis dahin alles gut, aber dann ging es in den steilen Abschnitt Richtung Rosskopf. Zunächst konnten wir noch easy Höhe machen, da ein Waldstück keine Hindernisse bereit hielt, aber dann begannen die Latschen. Die Hoffnung die alte Schneise von damals zu finden erfüllte sich nicht und so ging's mit Adrian, ganz getreu dem Motto megaextremesport, in's Gestrüpp. In einem mörderischen Kampf wühlten wir uns durch das Gelände. Teilweise auf allen vieren am Boden kriechend bannten wir uns den mörderischen Weg. Mit viel Glück gelangten wir an der richtigen Stelle an den Ausstieg und mussten uns erst einmal chemisch reinigen. Über und über waren wir voll Kiefernadeln, ein Irrsinn. Nun ging es alpin, aber normal begehbar weiter. Leichte Felsstellen leiteten uns über den Grat und zwei Scharten Richtung Gipfel. Rundum baute sich ein gewaltiges Panorama auf  und alles was Rang und Namen in den Tannheimern, wie Allgäuern hat schon sich in den unendlichen Horizont. Wenig später erreichte ich den Gipfel, zunächstalleine da Adrian noch seine Jacke suchte, die sich im Latschengewirr verabschiedete. Der Wind stand gerade mal richtig gut aus WNW an und ich legte meinen Denali schon mal aus. Platz war gerade mal füreinen Schirm zwischen Latschen, Wurzeln, Steinen und einer extrem steilen, kurzen Wiese. Der Schirm lag nur wenige Meter neben dem Gipfelkreuz und starten ohne passenden Wind wäre hier nicht ratsam. Endlich kam auch Adrian, ohne Jacke und mit Ihm einige Böen die meinen Schirm verwirbelten. Die auslegerei in dem Gelände immer grausig, denn kaputt gehen sollte natürlich nichts. Nach einer Weile hatte ich wieder alles soweit und zog zärtlich auf, der Schirm kam und sofort hob ich vor den Latschen ab. Wie, geht dich und sofort fand ich mich in thermischen Aufwinden wieder. Derweil machte sich Adrian an die Startvorbereitungen und legte vorsichtig aus. Für Adrian der bisher schwierigste Startplatz und ich konnte Ihn lange beobachten, denn von sinken war keine Rede mehr. Lange Zeit flog ich vor dem Gipfel des Rossbergs umher. Dabei immer mit fantastischen Blick auf die wilde Felswelt der Tannheimer und die Füssener Seenplatte. Mit ein paar Spiralen baute ich dann Höhe ab und landete unweit vom Auto. Es dauerte nicht lange und Adrian tauchte am Himmel auf. Der Kerl hat echt Nerven, startet Er doch mehr als taff, wie auch souverän von diesem heiklen Flugberg. Hut ab und allen Respekt! Nachdem Adrian ebenfalls noch ein paar längere Runden geflogen war landete Er unmittelbar bei mir und wir fuhren zufrieden nach Hause.  Im Anschluss ging es gleich mit Dundee und Sofie zum Kaltenbrunnersee bei Prem https://www.weilheim-schongau.de/Inhalt/Stichworte_A_Z/_Abt.6/Badegewaesser/Kaltenbrunner_See.asp. Eine wunderschöne Route führte uns durch Wald und Schilfwiesen zum Badeplatz, wo sich Dundee und ich natürlich nicht zweimal bitten ließen. Mit Inbrunst plantschten wir vergnügt im kühlen Nass. Am Sonntag ließ ich es dann endgültig etwas ruhiger angehen und schlief endlich mal aus. Im späten Vormittag machte ich mich dann mit Dundee auf den Weg zu unserem einsamen Schmauzenberg. Wie immer trafen wir keine Menschenseele und der Anstieg, wie auch der Gipfel gehörten uns alleine. Hinzu kam Sonnenschein, grüne Wiesen, bunte Schmetterlinge und ein herrliches Panorama. Was wollten wir mehr und so endete der Sonntag gemütlich beim WM Finale. Die nun kommende Woche schaut auf den ersten Blick gar nicht so schlecht aus, aber due Lage wird im Tagesverlauf wohl stets labiler und somit gewittrig. Also mal sehen was wir so anrichten können und somit wünsche ich Euch allen einen angenehmen Start in die neue Arbeitswoche!!!

09/07/2018 - 12/07/2018 Der Montag brachte strahlenden Sonnenschein und da war es ein MUSS am Skilifthang ein walk and fly zu absolvieren. Ein farbenfroher Aufstieg an der Sommerrodelbahn entlang brachte mich schnell zum Startplatz. Sanft strich der Wind passend herauf und ich startete problemlos in den blauen Himmel. Genüsslich flog ich über dem malerische Tal und landete zuletzt soft beim Auto. Dann ging es gleich weitet zu Dundee der sich freute ein neues Revier bei Wildpoldsried kennen zu lernen. Der höchste Punkt des hinter dem Ort verlaufenden Höhenzuges ist wahrlich schwer zu finden und teilweise durchaus steil, aber wir fanden den  Stein am Gipfel auf 916m und stiegen nach einer kurzen Pause wieder ab. Durch Zufall fanden wir eine Waldschneise wo ehemals in den 50rn des letzten Jahrhunderts Skispringer tätig waren http://www.skisprungschanzen.com/DE/Schanzen/GER-Deutschland/BY-Bayern/Wildpoldsried/1150/. Alte Ski und eine Tafel zeugten von den einstigen Aktivitäten. Der Dienstag wurde dann schon wieder düster und die Sonne zeigte sich kaum. Hinzu kam ein ziemlich böiger Westwind. In einer halbwegs trockenen Phase machte ich mich auf den Weg zum nach West ausgerichteten Startplatz. Schon am Parkplatz windete es ordentlich, doch ich war zuversichtlich. Über den Forstweg schraubte ich mich schnell zur Startwiese empor. Der fegte noch deutlicher in Böen herein und ich hatte Mühe meinen Flügel auszulegen. Das abheben erfolgte ruckartig, denn es saugte mich sofort nach oben und ich überhöhte den Startplatz. Null Vorwärtsfahrt und so begann ich mich seitlich "slidend" hinaus zu mogeln. Von sinken keine Spur, denn ich stieg die meiste Zeit weiter in den Himmel. Ansonsten verhielt sich mein Denali im ruppigen Wind Vorbildhaft und hatte nicht Ansatzweise die Tendenz zu klappen. Über dem Landebereich musste ich aktiv Höhe abbauen, wobei der Wind nochmals zunahm und ich im "Rückwärtsgang" meinen weiteren Flugweg beschritt. Dennoch landete ich sicher und musste nur etwas weiter zum Auto laufen. Dann fuhr ich schnell Heim, nahm Dundee mit und so fuhren wir weiter nach Betzigau bei Kempten. Nach einer kurzen Parkplatzsuche, es gab keinen, aber wir durften beim Bauern parken, marschierten wir in den Kemptner Wald. Als Ziel hatten wir uns den Dengelstein https://de.wikipedia.org/wiki/Dengelstein gesetzt und dieser war auch schon mehrfach auf den Wegweisern angeschrieben. Nach einem längeren Feldabschnitt gingen wir in den Wald und bald erreichten wir unser bedrohlich wirkendes Highlight. Dieser aus Hergottsbeton/Nagelfluh bestehende Koloss hat die Ausmaße eines größeren Einfamilienhauses und wurde in der Eiszeit von den Gletschern hierher transportiert. Umrunden und beklettern, alles musste hergehen. Erst nachdem wir uns ausgetobt hatten marschierten wir wieder zurück zum Auto. Am Mittwoch wurde der Zeitplan dann schon arg eng. Hinzu kam die Flugverbotszone von Innsbruck bis in unsere Voralpen wegen dem Ministertreffen. Zumindest konnte ich aber mit Dundee bei strahlend blauen Himmel auf den Wendelin marschieren. Immer eine sehr dankbare Hausbergtour. Am Donnerstag schon von Beginn an Traumwetter und da sollte sich doch ein walk and fly ausgehen. Nach wie vor dieses blöde Flugverbot und so fand ich mich bei immer stärkeren Westwind an einem SO Startplatz wieder. Zumindest außerhalb des Verbotes und somit halblegal. Die Stimmung genial, das Panorama gigantisch, nur der Wind war etwas zweifelhaft. Mit einem Ruck zog ich auf und es war dennoch ein leichtes, trotz Seitenwindes, in die Luft zu kommen. Viel steigen war dann natürlich nicht drin, aber es reichte um den ersten Baumreihen zu entflüchten. Gestern nicht geflogen....ENTZUG und somit genoss ich die kleine Aktion ausgiebig. Direkt beim Auto landete ich dann und packte zusammen. Nach diesem Event drehte der Wind immer mehr auf NW und ich war so irre auf den unweit gelegenen Skiberg, mit Startplatz NO zu laufen. Irgendwie war ich so in Fahrt dass eine zweite Tour hermusste. Es folgte ein weiterer, herrlicher Anstieg in traumhafter Umgebung. Der Startplatz war frei, keine Kuhherden und so legte ich bei Seitenwind, war ja klar, nochmals aus. Ein Zug und schon war ich weg. Nach wenigen Metern soff ich erstmal ab und dann packte mich ein Bart brachial, so dass ich mir gleich einen Klapper einfing. Sofort machte ich Höhe satt und kam hoch über den Landebereich herein. Mittels scharfen Kurvens baute ich Höhe ab. Das Landen war dann soft und safe beim Auto, so dass ich gleich weiter zu Dundee fahren konnte. Es war immer noch heiß und so machten wir uns gleich auf die abwechslungsreiche Tour zum Weidensee wo wir beide ausgiebig plantschten. Nun scheinen uns schöne Tage am Wochenende zu verwöhnen und einzig allein ein paar Wärmegewitter könnten die Stimmung etwas trüben. Wie es auch kommt, ich wünsche Euch allen ein schönes und Erlebnisreiches Wochenende!!!

06/07/2018 - 08/07/2018 Der Freitag punktete schon mal gar nicht und versank im Dauerregen. Grund genug zumindest mit Dundee auf den Weichberg zu laufen, wo wir wenigstens kurz Zuflucht in der Kapelle fanden. Einfach ein schöner und vor allem dankbarer Berg. Am Samstag sollte es besser werden, doch die Gipfel des Alpenhauptkamms zeigten sich nicht und verhüllten dich im dicken Nebel. Von Westen her wurde es besser und bei Kempten erschien zuerst der blaue Himmel. Da wurde es Zeit nach längerer Abstinenz mal wieder den Hauchenberg https://www.paragliding-academy.com/service/fluggebiete/ mit seinem Aussichtsturm zu besteigen. Von Weitnau/Waltrams leitet der Steig steil die dunklen Wälder empor. Die letzten Nebelfetzen im Tal lösten sich auf und der zuvor wehende Sw schwenkte, idealerweise auf satt Nw um. Flott legte ich meinen Denali aus. Natürlich kletterte ich noch auf den Aussichtsturm um den Blick in das Umland voll auszukosten. Zusätzlich bietet sich von dort oben ein ungewöhnlicher Blick auf den unten liegende Gleitschirm. Der Start bei dem genialen Wind war ein leichtes und schon gleitete ich über das weite Weitnauer Tal. Problemlos arbeitete ich mich bis zum Landebereich vor und baute mittels Kreisen Höhe ab, so dass ich bald sanft landen konnte. Als nächstes war Dundee an der Reihe und so erkundeten wir wieder einmal Neuland. Östlich von Kempten befindet dich unweit von Wildpoldsried eine weitere Ruine (Wolkenberg https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Wolkenberg) die in de 80ern saniert wurde. Ein schöner Steig leitete uns von den letzten Weilern zum 829m hohen Burgberg empor. Es war ein Vergnügen mit Dundee in den alten Mauern umher zu tollen. Mittedrin wälzte er sich in einem dunklen Staub, so dass er fast wie ein Pandabär aussah. Im ersten Moment könnte man meinen es wäre ein anderer Hund. Lachend stiegen wir wieder zum Parkplatz hinab. Am Sonntag sollte der Beste Tag des Wochenendes sein und Olli wünschte dich schon seit langem den 2047m hohen Säuling um über Neuschwanstein zu fliegen. Zuletzt war ich häufig unter Woche von der Bleckenau aus auf dem Gipfel um den Trubel zu entgehen, aber am Wochenende schaut dies anders aus. Hinzu kommt das der erste Bleckenaubus erst um 11.00 Uhr fährt. So trafen wir uns um 4.30 Uhr an der Buchenbergbahn. Fuhren weiter, parkten ein Auto an der Aral Tankstelle in Schwangau, da hier dann auch ein Kaffee auf uns warten würde und machten uns zuletzt auf nach Österreich um vom Säulinghausparkplatz bei Pflach loszumarschieren. Mit einem Affenzahn machten wir uns an du knapp 1200 Höhenmeter. Da wir nicht die Forststrasse sondern den abkürzenden Steig benutzten, machten wir schnell Höhe. Der Blick in das Lechtal wurde frei, die Morgendämmerung setzte sich durch und die wilden Südwände des Säulings tauchten über uns auf. Es dauerte nicht lange und wir erreichten das schön gelegene Säulinghaus. Nach einer kurzen Trinkpause kraxelten wir an den Stahlketten die Südrinne zur Schulter hinauf. Die Stimmung geradezu mystisch, das Panorama dramatisch faszinierend. Problemlos verfolgten wir die Serpentine zum Gipfelaufbau und packten auch noch die leichten Ier Kletterstellen zum Gipfelkreuz. Nach ein paar Genussminuten und etlichen Fotos stiegen wir die wenigen Meter zur steilen Gipfelwiese hinab und legten unsere Flügel aus. Wie immer rutschten die Schirme beim Leinen sortieren bergab, weil es einfach enorm steil hier oben ist. Der zunächst als Seitenwind herein brechende Sw wanderte nach und nach über W auf Nw, was ideal für uns war. Olli startete als erster und ich folgte Ihm sogleich. Der Flugweg führte am zeigen Pilgerschrofen und seinen zwölf Aposteln entlang über dem Alpsee hinweg Richtung Forggensee hinaus. Locker schafften wir den Weg bis Schwangau hinaus und spiralten noch über unserem Ziel, der Tankstelle. Nach der Landung beim Parkplatz folgte der Lohn in Form einer Butterbrezn und einem Kaffee. Glücklich und zufrieden traten wir due Fahrt nach Pflach an um das zweite Auto zu holen. Nachdem ich zu Hause war kam auch Dundee auf seine Kosten, denn wir wanderten zum malerische Weidensee und legten eine abkühlende Plantschrunde ein. Dundee ruderte nach Art "Bayerisches Flusspferd" durch den See und war sichtlich happy. Nun steht uns noch ein schöner Montag bevor ehe wieder ein Höhentief aus Osten uns das Fliegerleben schwer machen wird. Natürlich wünsche ich Euch allen einen ruhigen Start in die neue Arbeitswoche!!!

02/07/2018 - 05/07/2018 Eine Woche die schön sonnig startete, aber am Montag wurde schon mal in der Arbeit alles ziemlich stressig wie auch chaotisch und so lief es auf eine reine Dundee Aktion hinaus. Bei Wengen im tiefsten Allgäu stiegen wir am kleinen Skilift malerisch in den Almwiesen empor. Der Blick über den kleinen Ort und später in die Allgäuer Berge der verdiente Lohn. Dundee turnte und wälzte sich nach Herzenslust durch die Wiesen und hatte seinen Spaß! Das Motto "Hauptsache was gemacht" kam wieder einmal voll zum tragen. Am Dienstag war mein Zeitmanagement schon etwas besser und ich marschierte an einem meiner Skilifthänge flotten Schrittes dem Startplatz zwischen den Gewittern entgegen. Die Stimmung aus Wolken und Sonne regelrecht mystisch und so erreichte ich bei passendem Wind meine Auslegestelle. Es war "Gradiententime" und schon war ich nach zwei Schritten mit meinem Denali in der Luft und genoss einen herrlich ruhigen Flug. Mit viel Höhe gleitete ich über den Parkplatz und das Firmenauto sah nach Lego unter mir aus. Noch ein paar Kreise und ich landete sanft. Mit Dundee fuhr ich dann über Wildpoldsried zur Burgruine Wagegg https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Wagegg und wir stiegen über den aussichtsreichen Kamm gut 250 Höhenmeter auf. Ein riesiger Findling leitete einen extrem steilen Waldanstieg ein, ehe wir den Gratverlauf erreichten und eine schöne Aussicht genießen konnten. Im Abstieg ging es über die Reste der Burg, die traurigerweise in den 60er Jahren endgültig abgebrochen wurde, warum auch immer. Ein imposanter Torbogen steht allerdings noch und auch darüber, beim alten Rest des ehemaligen Bergfriedes hatten wir einen imposanten Blick in die Allgäuer Berge. Unter Nagelfluhwänden hindurch stiegen wir weiter ab und beendeten die Runde am Parkplatz. Am Mittwoch wurde es wesentlich schneller düster und Gewitter bauten sich auf. Mit viel Glück konnte ich aber dennoch ein farbenfrohes walk and fly abgreifen. Der Wind stand schon gehörig aus West an und so war der Startplatz schnell überhöht. Es folgte ein genialer Flug über das moorige Tal mit weiten Blick in die Ammergauer Berge. Problemlos setzte ich unmittelbar beim Auto sanft zur Landung an und fuhr gleich Heim zu Dundee. Das Wetter wurde am Abend immer besser und so stiegen wir, wie so oft, auf unseren Hausberg Wendelin. Sattes Grün, lichtdurchflutete Wälder, schlicht ein Traum. Dundee natürlich im Dauerwälzelmodus, so dass für uns beide diese Runde ein schöner Ausklang war. Der Donnerstag brachte laufend Gewitter bei schwülen Temperaturen. Zumindest bei einer trockenen Phase stieg ich am Südosthang vom Schnalz an. Doch schon am Parkplatz wehte ein ordentlicher Westwind, obwohl die Prognose SO versprach und der Blomberg einen momentan Wert von 8Km/h hatte. Komisch dachte ich und stieg dennoch in den Almwiesen zum weit sichtbaren Gipfelkreuz hinauf. Im Liegestuhl machte ich es mir gemütlich und beobachtete den Wind. Böen mit gut 40 Km/h fegten über den Startbereich und das auch noch seitlich. Nach einer Weile, ich hatte es ja gemütlich, stieg ich wieder ab und fuhr gleich weiter zu Dundee. Dann verschlug es uns weiter westlich nach Schrattenbach https://www.schrattenbachflieger.de/, wo sich doch glatt ein präfrontales Fenster öffnete. Problemlos stiegen wir über den Fahrweg zur Allgäuer Souringkante an. Der Blick reichte über Kempten bis zu den Vorbergen. Nördlich Sonne, südlich die nächste Unwetterfront. Der Wind stand satt mit knapp 25Km/h an. Der Start war ein leichtes und schon ging es nach oben. Nach der ersten Überhöhung machte ich mich ans soaren, was problemlos gelang. Selbst 200m weiter draußen immer noch Aufwind. Genial gleitete ich über den mich beobachteten Dundee hin und her. Nur mit nachhelfen ging es bergab, so dass ich gleich hinter Dundee soft landete. Nach dem zusammenlegen bestiegen wir nochmals die Kante über eine andere Route, so dass Dundee auch voll und ganz auf seine Kosten kam. Nun steht uns noch ein durchwachsener Freitag bevor ehe sich endlich am Samstag das Wetter beruhigt und vor allem am Sonntag richtig sommerlich einschlägt. Wie es auch kommt, ich wünsche Euch allen ein schönes und ereignisreiches Wochenende!!!

29/06/2018 - 01/07/2018 Am Freitag war das Wetter schon im Zuge der Besserung und so konnte ich mit Dundee problemlos auf unseren lieblichen Schmauzenberg bei Rottenbuch über die SW Route marschieren. Keine Menschenseele weit und breit, so dass wir ganz für uns alleine den herrlichen Vorgipfel hatten. Eine gemütliche Brotzeit beim selbst gebauten Bankerl natürlich inbegriffen und schon stiegen wir mit Blick auf die Alpen über den Anstiegsweg wieder ab. Am Samstag machte ich mich frühmorgens auf in den Westen der Allgäuer Voralpen. Ziel war ein knackiger NO Startplatz, aber zuvor mußten 800 Höhenmeter abgerackert werden. Bei fantastischen Wetter, Sonne satt und grünen Almwiesen schraubte ich mich innerhalb einer Stunde auf den Gipfel hinauf. Ein grandioses Panorama erwartete mich und als Bonus bekam ich eine Jungtierherde. Vom Tal aus sah die Gipfelwiese leer aus und die Tiere mußten wohl während meines Aufstieges hinein getrieben worden sein. Zuerst dachte ich mir nichts, aber die Situation eskalierte zusehends da mich die gut 50 Kühe anfingen zu jagen als ich den Gleitschirm auslegte. Irgendwie wollten sie meine Ausrüstung anknabbern....ohne Worte! Selbst untereinander bekämpften sie sich und bockten auf. Ein Gerangel wie ich es noch nie gesehen hatte. Ich ließ mich verfolgen, stieg über den Zaun, schlich nicht sichtbar unter den Tieren hindurch und legte meinen Flügel nochmals aus. Als sie mich sahen rannten sie wie die Stiere in Pamplona auf mich zu und ich mußte die Flucht ergreifen. Fünfmal zog ich die Nummer durch und zuletzt startete ich einen verzweifelten Versuch und lief mitten durch mehrere Kühe mit dem Schirm hindurch. Die waren so mit sich selbst und dem untereinander raufen beschäftigt dass sie gar nicht erschraken und ich endlich abheben konnte. Oh Mann, was für eine gestörte Nummer! Der Flug dann über die Nagelfluhfelsen wieder einmal genial. Nach ein paar Souring einlagen flog ich über das schöne Tal mit Seeblick auf Immenstadt hinaus und drehte zufrieden meine Runden. Soft landete ich unmittelbar am Auto und fuhr zufrieden Heim. Im Anschluß ging's dann gleich mit Dundee zum Weidensee, denn die Temperaturen um die 30° machten dies dringend notwendig und so stürzten wir uns, nach dem malerischen Anmarschweg, sofort in das kühle Nass. Dundee schwamm mit mir durch den ganzen See und hatte seinen Spaß. Am Sonntag war dann Fly Hard VIII Olli mit am Start und wir fuhren gemeinsam in's tiefste Allgäu. Wieder standen satte 850 Höhenmeter vor uns, wobei der untere Teil auf einem geteerten Almweg von statten ging. Sauheiß, sausteil, einfach eine Frechheit, aber wir rasten wie die bekloppten den Weg empor und erreichten somit bald einen normalen Weg. Über eine weitere Alm kamen wir an den Gipfelaufbau heran und fegten auch diesen noch in herrlichsten Almgelände empor. Wie am Vortag in einer Stunde am Gipfel, geht's noch? Das Gipfelpanorama eine Augenweide, dazu passender Wind und Platz für zwei Schirme und das obwohl ich den Berg nur von Skitouren her kannte. Schnell legten wir unsere Flügel aus und bereiteten uns auf den Start vor. Ich zog auf und war nach einem Schritt in der Luft, gefolgt von Olli der unmittelbar nach mir startete. Es folgte ein sensationeller Flug über die Allgäuer Berglandschaft des Oberstdorfer Talkessels. Die Bedingungen soft, wie auch ruhig und der Vorbau mit der Alm war Höhentechnisch nicht das geringste Problem. Genußvoll flogen wir Richtung Parkplatz und landeten zufrieden unmittelbar beim Auto. Danach ging's wieder schnell nach Hause, denn Dundee wartete schon und schon befanden wir uns auf dem Anstieg zum Wendelin. Ideal bei der Hitze für Dundee, denn meist schattig und immer mal ein Wasserlauf. Zusätzlich zeigten sich Unmengen an farbenfrohen Schmetterlingen, was die Bilder nochmals glanzvoll auffrischte. Dundee kugelte sich in den Gipfelwiesen und war einfach happy. Nach so viel fantastischen Abenteuern kann die neue Woche kommen und die sieht ebenfalls sonnig, wie auch hitzig aus. Mal sehen was wir da so alles anstellen können. Irgendwas geht immer und somit wünsche ich Euch allen einen ruhigen Start in die neue Arbeitswoche!!!

25/06/2018 - 28/06/2018 Ein Wochenstart nach Wunsch, auch wenn es am Morgen noch regnete, konnte ich nach der Arbeit am Skilifthang eine walk and fly Aktion abgreifen. Die Wiesen noch nass, aber der Start war problemlos möglich und schon gleitete ich mit Blick auf die Füssener Seenplatte Richtung Tal. Nach einer soften Landung fuhr ich gleich Heim und rückte mit Dundee zum Wendelin aus. Wie üblich machten wo unsere Überschreitung und kugelten, bei deutlich mehr Sonne, am Gipfel in den Wiesen herum. Am Dienstag schaute es schon wieder wesentlich sonniger aus. Grund genug auch bei weniger Zeit noch ein kleines walk and fly im Voralpenbereich abzuziehen. Der Aufstieg schön sonnig in satt grünen Wiesen und belohnt am Startplatz von einem herrlichen Panorama. Leider auch bestraft....mit Rückenwind....ächz! Egal, ich legte aus und wartete einen halbwegs passablen Moment ab. Zwei, dreimal musste ich noch mal antippen ehe ich endlich in die Luft kam, doch dann passte es. Der Stadl kam bedrohlich nah und ich plante schon das abdrehen ein, doch es hob mich nochmals deutlich an und so konnte ich in das darunter liegende Tal gleiten. Wenig später landete ich sanft und packte schnell zusammen. Dann gleich Heim zu Dundee und ab zum Roten Kreuz, wo wir über den schönen Steinwandweg zum Gipfelhütterl marschierten. Am Mittwoch kam aus dem Osten der Wetterwechsel und nur mit viel Glück gelang mir noch ein Last Minute walk and fly am Skilifthang. Ein bunter Anstieg, satter Wind aus No und somit nach dem Start eine sofortige Überhöhung, genau wie man es sich wünscht. Nach ein paar Souringrunden landete ich soft am Auto und fuhr nach Hause. Der Donnerstag war dann wie vorhergesagt, recht regnerisch. Wie dem auch sei, mit Bube Dundee geht immer was und so marschierten wir in ziemlich nasser Stimmung auf unseren Weichberg mit seiner lieblichen Kapelle. Durch den Wald waren wir etwas geschützt und gingen nicht komplett unter. Hauptsache was gemacht und bald waren wir wieder am Auto. Nun folgt noch ein durchwachsener Freitag, aber das Wochenende schaut schon wieder deutlich besser und vor allem sonniger aus. Somit wünsche ich Euch allen ein schönes Wochenende mit vielen erlebnisreichen Abenteuern!!!

22/06/2018 - 24/06/2018 Das Wochenende geht mal in die Geschichte ein, aber mal alles der Reihe nach. Am Freitag tobte ordentlich der Wind und so fuhr ich nach der Arbeit gleich Heim, packte Dundee ein und weiter ging's nach Marktoberdorf zum Gas tanken. Gleich hinter dem Ort liegt ein etwas kleineres Dorf mit dem Namen Ruderatshofen. Dahinter baut sich mit gut 200 Höhenmeter ein Kamm auf der Richtung Kaufbeuren zieht. Auf dem höchsten Punkt steht die Bergmangalpe und da wir hier noch nie antraten gingen wir es gleich an. Am alten Wehr parkten wir und wäre es etwas wärmer würden wir gleich eine Plantscheinlage einlegen, aber so marschierten wir gleich weiter. Natürlich weglos über die SW Flanke und nicht der Straße folgend. Das ärgste Hindernis war dann die zweigleisige Bahnstrecke, ehe wir in den dichten Wäldern verschwanden. Herrlich einsam durch die duftenden Bäume machten wir schnell Höhe. Immer wieder wurde der Blick zu den Alpen frei. Zuletzt erreichten wir den Kamm und folgten diesem zum höchsten Punkt wo ein Sendemast steht. Davor liegt die urige, bewirtschaftete Alpe, die wir umrundeten und uns ein aussichtsreiches Brotzeitplatzerl suchten. Danach stiegen wir über den selben Weg ab und freute uns was neues gesehen zu haben. Dann kam der Samstag, wo ich die Tage zuvor schon die Prognosen verfolgte. Diese blieben gleich von schwachen Winden am Morgen bis zu Hammerthermiken und starken Talwind im Tagesverlauf. Zu dieser Jahreszeit einen Hochgipfel mit Schirm anzugehen war schon waghalsig, aber die 2852m Feuerspitze im Lechtal war schon lange ein Ziel und ich spekulierte auf Restschnee am Gipfel der das Starten möglich machen würde.Später im Jahr wohl nur noch eine Geröllhalde. Allerdings ein Sw/S/So Startplatz und die Werte sprachen fast nur von Nordwind. Dazu kommt ein Flugweg von 14Km, um die 1850Höhenmeter Flug und ein 2585m hohes Joch das überflogen werden muss. Somit nur 250Höhenmeter nach dem Start und ab nach Norden aus oder in's Lee....wie man es grade bekommt. Nur ganz früh am Morgen so gegen 7 Uhr, bei schwächsten Wind möglich. Die Zeichen wäre klar, nach drei Jahren Pause war es wieder soweit, ein FLY HARD stand an, nun schon Teil VIII der ultimativen Serie. Mit dabei Olli, der sich zuerst nicht ganz so klar war auf was er sich da einließ, aber Er war dabei. Treffpunkt war um 2.30 Uhr an der Buchenbergbahn, also schon mal eine Ansage. Ungewöhnlich fit fuhren wir mit zwei Autos in's Lechtal. Den einen parkten wir an der Flugschule in Bach und mit meinen ging's weiter nach Kaisers, dem Ausgangspunkt der Tour. Mit Stirnlampen tigerten wir im dunkeln zur Kaisertalalm empor, wo es bereits langsam hell wurde. Um uns herum allesamt stolze Felsbastionen aus Lechtalkalk. Es dauerte bis sich die ganz hohen Gipfel zeigten und vor allem die formvollendete Vorderseespitze (zweimal bereits vor Jahren bestiegen) dominierte das Blickfeld. Zuletzt zeigte sich dann endlich die Holzgauer Wetterspitze und die Feuerspitze, was auf einen noch weiten Anstieg hinwies. Allerdings gingen wir ein rasantes Tempo, während ich Olli immer wieder Horrorszenarien erzählte, so dass es Ihm immer mulmiger wurde (Ha! Ha!). Es lag noch etwas Altschnee, aber nicht allzu viel und so war ich mir auch nicht sicher ob ein Start im Geröll da oben überhaupt machbar wäre. Über zwei Karböden erreichten wir unsere Abzweigung oder besser gesagt wir verließen den markierten Weg und folgten der weglosen Skitourenroute. Zum Glück war das Gestein durch die kalte Nacht "verbacken" und es ließ sich besser darauf ansteigen. Olli hatte einiges zu tun um in diesem Gelände voran zu kommen, was Ihm fluchend gelang. Zum Ausstieg der Rinne hin wurde es immer steiler und einige, brüchige I+ Stellen führten uns auf das Südseite Plateau der Feuerspitze. Das Panorama erschlug uns förmlich und endlich bekamen wir Sonnenstrahlen ab. Der Blick zum Gipfel war dann weniger erbaulich, nur Steine und kein Schnee. Egal, wir kämpften uns den Schlusshang zum kleinen Gipfelkreuz hinauf und standen um 6.50 Uhr auf dem höchsten Punkt. Nach 2 3/4 Stunden die gut 1300 Höhenmeter gepackt. Der Wind hatte schon Tendenzen auf Nord zu drehen, aber zwischendurch bekamen wir doch SW Strömungen. Zunächst genossen wir aber die geniale Morgenstimmung und das sensationelle Panorama. Der kleine Gletscher an der Vorderseespitze blitzte herüber und auch unter uns, unterhalb der nahezu senkrechten Nordostwand lag der schmelzende Fallenbachferner, somit eine mehr als alpine Situation. Knapp 20m unter dem Gipfel war ein schmales Band und hier legten wir unsere Schirme mitten in dem flachen Hornsteingestein aus. Alleine schon das Leinen sortieren ein Horror, da sich diese immer wieder einfädeln. Mittendrin dann das Worst-case Szenario in Form einer Rückenwindböe. Lee und Schirme verwurschtelt, wieder sortieren. Olli behielt die Nerven und legte sich seine Flügel erneut zurecht. Anlaufen im steilen Felsgelände ist nicht ihn Risiko, doch in einem guten Moment wagte Er es. Soft versuchte Olli den Schirm anzuheben und schon verhakelten sich Leinen auf der rechten Außenseite. Sofortiger Abbruch rettet hier das Material und schon wagte ich einen Versuch. Sanft zog ich meinen Denali an, spürte keinen Widerstand und startete auf Anhieb in das Fly Hard Abenteuer 2018. Sofort bog ich rechts um die Kante und visierte das Joch an, der Schlüssel für das lange Sulztal. Der Übergang gelang und es schaukelte nur ein wenig. Über Fink informierte ich Olli über die Verhältnisse und hoffte Er würde bald folgen. Im kilometerlangen Sulztal kam ich aus dem fotografieren nicht mehr heraus, so atemberaubend war die Umgebung. Felsgipfel an Felsgipfel in diesem engen Tal, der wohl nur so früh am Morgen halbwegs sicher befliegbar war. Dad Tal schien kein Ende zu nehmen, doch die Höhe reichte um den Ausgang in das Lechtal zu überfliegen. Selbst das Stück nach Bach war dann kein Thema mehr und ich landete überglücklich an der Flugschule bei Ollis Auto. Funk und Handy gaben keinen Kontakt zu Olli her, aber 20 Minuten später sah ich seinen Anakis am Himmel auftauchen. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, aber das Leinen sortieren dauert einfach seine Zeit. Wenig später landete Er neben mir und viel mit Tränen in den Augen, durchströmt von Adrenalin, viel Er auf die Knie. Was für ein Abenteuer, was für ein Erlebnis und allen Respekt an Olli das Er die "Eier" hatte diese Aktion mit durch zu ziehen. Es dauerte noch eine Zeit bis wir realisiert hatten was uns da gelungen ist, doch dann führe wir nach Kaisers und holten mein Auto. Danach gab es den mehr als verdienten Landecappuccino und schon führe wir Heim. Das Ganze zu einer Zeit wo sich viele noch im Bett umdrehen! Nachmittags lief ich dann noch mit Dundee die herrliche Tour zum Weidensee, Plantscheinlage inklusive ist doch klar. Am Sonntag stand dann alles auf ausschlafen, aber dann rückte ich mit Dundee dich noch zum Schmauzenberg aus, den wir über unsere extrem einsame Südroute bestiegen. Sonne, Panorama und die vollendete Zufriedenheit durch die Fly Hard Aktion des Vortages rundeten das erfolgreiche Wochenende ab. Nun folgt noch leicht durchwachsenes Wetter, aber ab Dienstag nimmt der Sommer wieder Fahrt auf und es sollte die eine oder andere Tour laufen. Somit wünsche ich Euch allen einen guten Start in die neue Arbeitswoche!!! 

18/06/2018 - 21/06/2018 Der Montag startete schon mal eher düster. Immer wieder tröpfelte es, aber ich erwischte eine halbwegs passable Phase am Hörnle. Es sah zwar meist nach Regen aus, aber ich kam trocken zum Startplatz. Der Wind stand perfekt aus Nw an und nach zwei Schritten war ich in der Luft. Gemütlich flog ich über das unter mir liegende Bad Kohlgrub und blickte hinaus zu den Staffelseen. Einige Kreise gingen sich noch aus und ich landete sanft am Windsack. Nach dem zusammen packen fuhr ich gleich Heim und packte Dundee in's Auto, so dass wir wenig später, bei mittlerweile sonniger Stimmung, durch den schattigen Wald auf den Kienberg marschierten. Der Dienstag punktete mit deutlich mehr Sonne, was mich an meinen neuen Skilifthang trieb. Der Anstieg an der Sommerrodelbahn entlang war gleich absolviert. Oberhalb legte ich im steileren Pistenbereich meinen Denali aus. Wie gestern ein Ruck, zwei Schritte und schon war ich in der Luft. Sofort flog ich in den ersten Bart und schon ging es nach oben. Der Startplatz war gleich überhöht, was mich den Flug doppelt genießen ließ. Spaßeshalber flog ich über den Friedhof und drehte dann wieder Richtung Landeplatz, wo ich sanft unmittelbar beim Auto landete. Danach ging es gleich Heim und mit Dundee weiter zum Bodenlosen See, den es wurde immer heißer. Der Anmarsch durch den schattig kühlen Wald ideal und dann hieß es Plantschtime! Glücklich ruderten wir beide im kühlen Nass umher und freuten uns über den Augenblick. Am Mittwoch ein ähnliches Bild, nur noch heißer. Der Anstieg am altbekannten Skilifthang mehr als schweißtreibend, doch oben angekommen stand der Wind ideal an und so startete ich mit wenigen Schritten in einen genialen Mix aus Wind und Thermik. Schnell überhöht und weit in's Vorland hinaus geflogen, ehe ich zum landen ansetzte. Im Anschluss fuhr ich gleich Heim zu Dundee und wir wanderten zum urigen Korbsee, wo wir riesige Muscheln fanden da er nicht so viel Wasser hat. Am Donnerstag zeichnete sich mit zunehmenden Wind bereits der Wetterwechsel ab, aber es gelang mir an einem Weststartplatz noch ein Last Minute walk and fly ehe es zu stürmisch wurde. Ein bunter Anstieg, passender, wenn auch böiger Wind aus West und schon war ich mit einem Schritt in der Luft. Soaren war kein Thema und der Startplatz war schnell überhöht. Problemlos machte ich mich auf den aussichtsreichen Weg Richtung Landeplatz, wo ich mit viel Kreiserei Höhe abbaute und schließlich aufsetzte. Schnell noch zusammengepackt, Heim gefahren und schon lief ich  mit Dundee über eine längere Route zum herrlichen Weidensee und wir plantschten noch ausgiebig bevor es endgültig schlechter wurde. Nun steht uns ein Temperatursturz in's Haus der sogar in den Hochlagen Neuschnee bringen wird. Der Freitag wird dann eher mittelmäßig und am Samstag schaut es schon wieder besser aus. Nach einem eher düsteren Sonntag kehrt Anfang der neuen Woche der Sommer mit Temperaturen bis 30 Grad wieder zurück. Was soll's, ich wünsche Euch allen ein schönes und vor abwechslungsreiches Wochenende!!!

15/06/2018 - 17/06/2018 Ein Wochenende nach Wunsch und schon Freitag Nachmittag begann die Gradiententime am Hörnle. Herrliches Wetter begleitete mich beim Anstieg zum Startplatz. Die Blicke reichten weit bis zur Zugspitze und bis in das Alpenvorland. Sogar der Wind passte mal wieder und es brauchte nur wenig Schritte um in die Luft zu kommen. Bereits im oberen Bereich wurde es thermisch und schon hatte ich eine satte Überhöhung. Gemütlich kreiste ich weit über Bad Kohlgrub, ehe ich anfing Höhe abzubauen um in den Landebereich zu gelangen. Soft setzte ich am Windsack auf, packte zusammen und fuhr gleich Heim zu Dundee. Bei immer nach heißen Wetter marschierten wir über eine neue Route zum Weidensee. Unzählige Schmetterlinge umringten uns dabei. Klar das wir eine Plantscheinlage im See integrierten. Dundee paddelte wie ein Flusspferd durch das kühle Nass und war sichtlich glücklich. Am Samstag stand dann mal wieder eine offizielle waf Tour an, aber außer Frank traute sich dieses mal die frühe Uhrzeit keiner zu. Klar Treffpunkt 5.00 Uhr an der Buchenbergbahn ist schon eine Ansage. 1300 Höhenmeter im hinteren Lechtal auf die Lärchspitze 2393m, starke Thermik, satter Talwind und bald 30 Grad Hitze aber auch. Gegen 6.20 Uhr tigerten wir los, und das ohne Gnade mit zwei Schritten pro Sekunde rannten wir die Forststrasse in das herrliche Krabachtal hinauf. Sogar Schneereste lagen noch im Talbereich. Es dauerte nicht mal eine Stunde und wir erreichte das Aferehäusl 1619m. Ab hier ging es weglos weitet, dachte ich, aber ein genial angelegter Steig für die Almkühe brachte uns durch traumhaftes Gelände in höhere Gefilde. Sattes Grün, unendlich viele, verschiedenste Blumen bis hin zum Enzian säumten den Weg. Hinzu kam der Blick in die noch etwas weiß dastehenden Lechtaler Felsbastionen um die Schmalzgrubenspitze. Über uns unendliches Wiesengelände wie im Süden der Alpen, ein Gleitschirm Eldorado. In einem Affenzahn erreichten wir den Gipfelkamm wo sich ein grandioses Panorama eröffnete. In unter zwei Stunden hatten wir die 1300 Höhenmeter und knapp 10 Km geknackt. Was für ein einsames Ziel und noch dazu von den alpinen Fliegern komplett unbeachtet, aber wie dem auch sei wir legten unsere Flügel genüsslich aus. Das Ambiente ein Traum und so machte sich Frank als erster an den Start. Es folgten zwei weitere bis Frank in die dritte Dimension abhob. Selbst in den perfekte Wiesen schaffte es Frank einzufädeln. Ich glaube er sollte Lotto spielen! Gleich im Anschluss zog ich auf und flog hinterher. Erste Thermikansätze machten es uns leicht den weiten Flugweg nach Steeg zu meistern. Frank drehte, ganz ungewöhnlich für Ihn, sogar mehrmals ein. Um uns herum ein grandioses Bergszenario und vor allem der urige Pimig fiel besonders auf. Nach einer guten halben Stunde Flug setzten wir auf einer abgemähten Wiese vor Steeg auf und fielen uns zufrieden in die Arme. Eine fantastische Tour ging zu Ende und wir feierten die erfolgreiche Aktion noch bei einem Cappuccino. Happy fuhren wir wieder Heim und ich hatte alle Zeit der Welt noch mit Dundee auszurücken. Da es wieder drückend schwül wurde ging ich mit Dundee wieder mal zum Geldloch, unserer kleinen Höhle beim Roten Kreuz. In der kühlen Schlucht war es deutlich angenehmer und in einer Gumpe plantschten wir auch noch eine Runde. Über die Höhle kraxelten wir noch auf den darüber liegenden Kamm und schlossen so die aussichtsreiche Runde. Am Sonntag stand der Wetterwechsel an, aber es hielt sich noch einige Zeit das positive Wetter und so fand ich mich mit Dundee an einem unserer Skilifthänge. Der Wind blies ordentlich als wir den Hang hinauf liefen. Ich legte gleich aus als wir am obersten Liftmasten ankamen und startete unmittelbar. Der Aufwind war so stark das ich vor Dundee entlang soaren konnte und relativ lang in der Luft blieb ehe ich beim Auto landete. Dann lief ich schnell zu Dundee hinauf und wir verlängerten die Tour noch um eine lange Waldrunde. Dundee kam aus dem Dauerwälzeln nicht mehr heraus und gatte seinen Spaß. Am Auto zurück legte ich noch den Schirm zusammen und es ging zurück nach Hause, was ich mir allerdings sparen hätte können, denn das Deutschlandspiel war es nicht wert. Die nächsten Tage schauen insgesamt auch nicht so schlecht aus und erst am Donnerstag sollte wieder eine Kaltfront zuschlagen. Egal wie es auch kommt, ich wünsche Euch einen geruhsamen Start in die neue Arbeitswoche!!!

11/06/2018 - 14/06/2018 Die Woche begann sonnig, aber auch wieder mit der Tendenz zum Überentwickeln. Grund genug in sicherer Distanz am Alpenrand ein geschmeidiges walk and fly durchzuziehen. Der Aufstieg in der Hitze wieder mal Schweiß treibend. Die Belohnung passender Wind am Gipfelkreuz und so war es ein leichtes zügig abzuheben. Soft gleitete ich über die sanft geneigten Almwiesen hinab, dabei ständig mit Blick auf den gewaltigen Alpenhauptkamm verwöhnt, um dann soft beim Auto zu landen. Dann natürlich gleich flott zu Dundee um in der einbrechenden Gewitterstimmung noch über das Rote Kreuz zu touren. Am Dienstag das gleiche Bild, denn schon früh zog es aus Nw deutlich zu und wieder mal mit viel Massel konnte ich am Skilifthang ein walk and fly abgreifen. Mitten drin ein winziges Sonnenfenster, samt passendem Wind und so störten auch die Kühe im Startbereich nicht, denn ich war nach zwei Schritten bereits in der Luft und flog gemütlich über die Alm in den Landebereich hinab. Es dauerte nicht lange und es begann zu regnen. Mit Dundee wurde es dann logischerweise nass, aber das machte bei der spannenden Tour auf den Burgberg von Burggen auch nichts aus. Der Mittwoch war dann der absolute Tiefpunkt, denn es schüttete den ganzen Tag ohne Unterlass. Die Tour mit Dundee auf den Weichberg wurde dann auch dementsprechend Nass und so waren wir um die kleine Gipfelkapelle recht dankbar. Nach einer kurzen Trockenphase liefen wir wieder hinab und flüchteten nach Hause. Am Donnerstag sah es schon wieder besser aus und so wagte ich mich an einen neuen Skilifthang den ich bisher nicht beflogen hatte, aber von den Skitouren her kannte. Der Aufstieg am Lamagehege vorbei zur Sommerrodelbahn war landschaftlich abwechslungsreich und bot bereits schöne Blicke auf den malerischen Talort. Im oberen Bereich suchte ich mir meinen Startplatz, da hier die Wiesen optimal geneigt waren. In einem Zug war mein Denali in der Luft und ich gleitete entspannt über das Skigebiet hinaus. Der Ostwind tat sein übriges das es fantastisch trug. Problemlos erreichte ich die geplante Landewiesen und freute mich über den Flug, wie auch das neu erkundete Fluggelände, das sich für Tage mit wenig Zeit besonders empfiehlt. Im Anschluß packte ich noch mit Dundee unseren feinen Wendelin und so war auch mein Bube zufrieden. Das nun folgende Wochenende macht gar keinen schlechten Eindruck. Freitag und Samstag scheinen geniale tage zu werden und zumindest der Sonntag Vormittag soll auch noch halten ehe am Nachmittag der Wetterwechsel herein bricht. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein schönes, sonniges Fußballwochenende!!!

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© Norbert Hofmann