Lebe Deinen Traum....                 ....denn Du lebst nur einmal!

Norbert Hofmann

Der "Macher" von der Plattform megaextremesport. Ein Leben für den Bergsport seit Kindesalter.

Expeditionen

Meine Touren zu den Bergen dieser Welt auf den zahlreichen Kontinenten dieses Planeten.

Skitouren

Die Königsdisziplin unter den Alpinisten. Im herrlichsten weiß, einsam seine Spuren ziehen.

Walk and fly

Die Leidenschaft Berge mit Fliegen zu verbinden, eine niemals enden wollender  Traum

Neuigkeiten                                                                          

 

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Bild des Monats

Das Novemberbild, oder besser gesagt die Bilder, denn es sind diesmal zwei, kommen dieses mal zum einem von Dietl, der dieses enorm farbenfrohe Bild bei seinem Sicherheitstraining im Süden der Alpen ablichten hat können. Die zweite Aufnahme stellen Niki und Adrian die es Ende Oktober immer noch wagen bei den eisigen Temperaturen zu plantschen, RESPEKT!

Produkt des Monats

Supair Eiko - EN B

Mit Supair verbindet die Fliegergemeinde nicht unbedingt den Gleitschirmbau. Früher haben die Franzosen ausschließlich die bekannten und erstklassigen Gurtzeuge und Rettungsgeräte produziert, doch in den letzten Jahren hat sich Supair auch bei der Gleitschirmkonstruktion auf den Markt gewagt. Dazu hat Supair eine Palette von mehreren Schirmen in allen Einsatzbereichen entwickelt, die sich wirklich sehen lassen können http://www.supair.com/de/. Der leichte Supair Eiko ist dabei ein Walk & Fly Schirm mit nur 2.45 kg Gewicht. Damit steht er beispielhaft für die Supair Leichtausrüstungen und ist ideal mit den leichten Sup'Air Gutzeugen zu kombinierbar. Seine einfachen Starteigenschaften und seine hohe Stabilität machen aus ihm den idealen Walk & Fly Schirm sowohl für Anfänger, wie auch für erfahrene Piloten, die einen leichten Gleitschirm suchen. Der Supair Eiko bietet eines der besten Gewichts- und Leistungsverhältnisse auf dem Markt und ist somit die erste Wahl für Piloten die Gewicht und Leistung gleichzeitig optimieren wollen. Wie stets bei allen Supair Produkten, wurden hochwertige Materialien verwendet und technisch perfektioniert. So wird aus jedem Supair Schirm immer etwas ganz Besonderes. 

Einsatzbereich

-Anfänger und erfahrene Piloten
-Hike & Fly
-Piloten, die einen Leichtschirm suchen

Ausstattung

-Leichte V-Leinen
-"Soft-link"-Karabiner
-Säuberungs-System am Stabilo
-Ohren-Kit

Materialien

-Obersegel: Porcher Sport Skytex 32 g/m² (Vorderkante) und 27 g/m²
-Untersegel: Porcher Sport Skytex 27 g/m²
-Rippen: Dominico 30D hard finish
-Kompressionsriemen und D Rippen: Dominico 30D hard finish
-Verstärkungen: Porcher Sport SR 170
-Galerieleinen: Liros

Während meiner Testflüge hat mich der Schirm vollends überzeugt. Zum einem mit seinem erstaunlich kleinen Packmass, in Verbindung mit dem geringen Gewicht, ohne dabei zerbrechlich zu wirken. Im Gegenteil, das hervorragende Material widersteht den ruppigen Einsätzen im Alpinen Gelände problemlos. Während der Flugphase vermittelt die Kappe stets ein Gefühl der Sicherheit. Beim Start, selbst bei kleinräumigen Plätzen lässt sich der Eiko in kürzester Zeit aufziehen und hebt zügig ab. Die Rückmeldung während des Fluges kommen direkt und der Schirm ist dabei enorm agil und wendig zu steuern. Für walk and flyer, die einen sicheren, stabilen und leichten Schirm suchen sicher eine perfekte Wahl!

 Infos unter den jeweiligen Herstellerseiten http://www.supair.com/de/eiko/.

Servus miteinander!

12/11/2018 - 15/11/2018 War doch klar....FÖHN, wie sollte es auch anders sein. Dennoch ließ ich mir am Montag nach der Arbeit nicht mein kleines Flügerl nehmen. Zur besten Sunsetzeit stieg ich die Skipiste hinauf und herrliche Lichtimpressionen wäre der Lohn. Die Bestrafung dann eher dass ausgetrocknete Gestrüpp am Startplatz, was das auslegen zum Himmelfahrtskommando machte. Mit viel Gefühl zog ich auf, nirgends rupfte es und der Flügel stieg sauber über mich, so dass ich nach wenigen Schritten abhob. Sanft flog ich in der Abendsonne die Piste hinaus und war einfach zufrieden. Noch ein paar Kreise und ich setzte am geparkten Auto zur Landung an. Dann musste es schnell gehen, aber ich konnte mit Dundee noch die letzten Minuten der Dämmerung am Wendelin ohne Stirnlampe ergattern und somit war der Montag schon mal ein Volltreffer. Am Dienstag dominierte eher der Nebel und es tröpfelte immer mal wieder. Grund genug mit Dundee, Brotzeit und Glühwein auf unseren Kienberg zu marschieren. Ein Hauch von Abendstimmung und ein Heissgetränk reicht zum glücklich sein. Der Mittwoch schlug wieder mit Hochdruck zu und ich sprintete bei traumhaften Wetter zum Weststart empor. Nochmals wunderschön bunte Bäume, aber der Winter kommt immer näher. Die schwachen Westwindprognosen waren wie üblich falsch. Gefühlt von überall und meist eher Ost....typisch! Egal, ich legte aus und konnte problemlos starten. Der "schwache" Wind beutelte mich in Böen einige mal ziemlich durch, aber ich genoss meinen Flug trotzdem. Heuer lässt sich der Wind einfach nicht erklären, aber mit Klimawandel und co müssen wir halt klarkommen. Mit satter Höhe kam ich in den Landebereich, wo ich noch einige Kreise zog und sanft landete. Während ich zusammenlegte fuhr ein Geländewagen in die Wiese....der Jäger, war ja klar. Ein knurriges "Derfst Du des?" kam herüber und ich war gerade sowieso nicht in Stimmung für solche Diskussionen, so dass es gleich in eine Streiterei überging die mit dem Anruf des Jägers bei der Polizei endete. Die fragten nur ob ich einen B Schein hätte und der Fall war erledigt. Dann erging eine Erklärungswelle mit Abschussquoten und wie schwer es die Jäger doch haben über mich daher. Wahnsinn...ich mach doch nix, da stören am Wanderer Boden mehr als ich in der Luft. Letzten Endes einigten wir uns auf unentschieden und jeder zog von dannen. Wurscht, dann konnte ich endlich Heimfahren und mit Dundee auf unseren (Haus) Auerberg steigen. Abends immer ein Sonnenuntergangshammer und so war dann doch Entspannung abgesagt. Vielleicht hat auch der Glühwein etwas geholfen.....Am Donnerstag Nebel ohne Ende, doch die 360 Grad Webcam auf den Burgruinen von Eisenberg zeigte westlich strahlenden Sonnenschein und so wagte ich den Versuch. Dummerweise nahm der Ostwind mehr zu und schon beim losgehen näherten sich die Nebelschwaden. Immer noch zauberte die Sonne ein herrliches Herbstbild in die Landschaft, doch die Zeit lief gegen mich. Im megaspeed rannte ich zum Startplatz hinauf, der eigentlich mehr eine NW Ausrichtung hat, aber egal ich legte unter dem lieblichen Hütterl aus. Der Landebereich war noch zu sehen und nur davor befand sich schon ein dicker Nebelstreifen. Mit Rückenwind zog ich auf, nach einigen flotten Schritten hob ich ab und flog über den Nebel hinaus. Der Schirm spiegelte sich im zarten weiß der Nebelschwaden, dahinter ein regelrechtes Meer das wie eine Meeresbranding herein schwabbte. Dahinter die höheren Gipfel, die wie Riffe aus der Watte ragten. Was für ein Flug, was für ein Erlebnis und nochmals durchflog ich eine Nebelwand ehe ich über den Landebereich kreiste. Rundum Schloss sich das Flugfenster und ich setzte unmittelbar vor dem Auto sanft auf. Glücklich mit dem herausragenden Flug fuhr ich Heim und marschierte mit Dundee noch zum Roten Kreuz. Mittlerweile wurde es dunkel und die Stirnlampe kam zum Einsatz. Hinzu kamen im Hütterl Glühwein, Platzerl (die ersten Weihnachtsplatzerl 2018 von Sofie und die sind wahrlich genial schmeckend)  und ein Leckerli für Dundee so dass wir alle beide den Tag perfekt abschlossen. Die weiteren Tage des Wochenendes werden wohl kühler, aber punkten mit Hochdruck. Leider soll stark auflebender Ostwind das Fliegen erschweren. Mmmmmh....mal sehen was wir dennoch anstellen können. Somit wünsche ich Euch allen ein schönes und erholsames Wochenende!!!

09/11/2018 - 11/11/2018 Das Wochenende kam und damit auch mein Geburtstag am Samstag, der mich in den Bayerischen Wald zu meiner Mam führte. Die Anfahrt erfolgte mit Sofie und Dundee am Freitag, wobei wir wie üblich hinter Deggendorf über den Rusel fuhren. Beinahe hätte es für einen Flug gereicht, aber die oberen 150 Höhenmeter wollten nicht aus dem Nebel heraus kommen. Egal, es war auch so eine nette kleine Wanderung für uns drei. Am Samstag Vormittag schaute es in Zwiesel, mit viel Nebel noch nicht besser aus, aber die Webcams auf den höheren Gipfeln rund um den Arber zeigten blauen Himmel vom Feinsten. Da wir auch bei Sofies Mama vorbei schauen wollten, da Sie in Bad Kötzting auf Kur war, bot sich die Anfahrt über den urigen Pröller http://www.oberpfalz-luftbild.de/flugplatz/proeller.htm an. Am Parkplatz des Nordhanges noch Nebel, aber die Sonne ließ sich bereits erahnen. Steil stiegen wir an der Skipiste auf und nach gut der Hälfte durchbrachen wir die Suppe und kamen in die Sonne. Traumhaft lag das Nebelmeer zu unseren Füssen und darüber thronten die höchsten Bayerwaldgipfel rund um den Arber. Sofie reichte dann der Anstieg bis zur Bergwirtschaft Hinterwies, während ich noch mit Dundee zum Gipfelkreuz hinauf stieg und die grandiose Aussicht genoss. Danach rannten wir den Weg am Pistenrand im Dauerlauf hinab, rein in's Auto, um den Pröller herum gefahren und rauf nach Hinterwies, wo Sofie schon wartete um sich so den Abstieg zu ersparen. Ich schulterte im Gegenzug nochmals den hier abgestellten Gleitschirm und stieg wieder zum Gipfel auf. Der Nordosthang war nicht fliegbar, da der Landebereich im Nebel lag. Hinzu kamen die Prognosen, die ausschließlich von OSO Wind sprachen, doch komischerweise hatte ich zuvor mit Dundee am Gipfel Westwind. Bei der Autofahrt zu Sofie hatte ich einen freien Fleck ohne Nebel zum landen und warum sollte so nicht der Weststart gelingen. Vor einigen Jahren hatte ich diesen schon mal probiert und versoff in der flachen und später schmalen Piste. Im Internet steht darüber: "Vom Westhang ist ein Start nur Nervenstarken zu empfehlen. Starke Verwirbelungen bis man endlich aus der Schneise raus ist." Tatsächlich säuselte der Wind aus Westen als ich an der Piste ankam, allerdings fast zu schwach um abzuheben. Ich legte mal aus und wollte Sofie anrufen, da der Landebereich von hier oben nicht einsehbar war, aber offenbar hatte Sie kein Netz. Nach mehreren Versuchen gab ich auf und wartete auf meine Phase, die zunächst aus Rückenwind bestand. Dann wurde er wieder schwach, kam leicht von vorne und ich zog auf, rannte bestimmt 50m in der flachen Piste dahin, hob aber ab, gleitete 1 Meter über Grund dahin und fädelte mich so in der immer enger werdenden Schneise hindurch. Dann kam der Schub und es hob mich satt nach oben so dass ich zeitweise Startüberhöhung hatte. Von allen Seiten waberte der Nebel und ich flog darüber, wie auch dazwischen, was eindrucksvoller nicht mehr sein konnte. Das war wirklich mein Geburtstagsflug und so zog ich noch einige Kreise ehe ich unterhalb der Talstation landete. Zufrieden packte ich zusammen, machte mit Sofie und Dundee noch Brotzeit und schon ging es weiter in die Kurklinik. Am Abend waren wir noch vorzüglich Sternenmassig Essen in den Zwiesler Marktstuben so war der (Geburts)-Tag mehr als perfekt über die Runden gebracht. Der Sonntag sah dann Nebeltechnisch deutlich besser aus und da wir in der Tschechei etwas shoppen wollten bot sich das Fluggebiet von Hartmanice förmlich an. Rückseitig stiegen wir durch herrlichsten, granithaltigen Böhmerwald auf den höchsten Punkt und erreichten somit das oberste Lifthäuschen des Skigebietes. Ich legte dann gleich meinen Flügel aus während Sofie und Dundee wieder zum Auto hinab liefen um zum Landeplatz zu fahren. Kaum Wind und somit wieder ein Sprintstart um in die Luft zu kommen. Problemlos gleitete ich so über den malerischen Ort mit Blick zu den Bergen um Susice, wie zum Beispiel den Svatabor. Mit kaum sinken kam ich weit bis zur Landstraße hinaus wo mich schon meine hübsche Sofie empfing. Schnell zusammengelegt, dann weiter zur Einkaufstour im Grenzbereich und zurück zur Mam. Nachmittags folgte der traurige Abschied, aber es hilft ja nichts. Das Wetter nach wie vor perfekt, dazu kaum Wind und so konnte ich mir den kleinen Zwischenstopp am Rusel nicht verkneifen. Am Freitag ging nichts, doch heute sah es ganz anders aus. Am Sattel stieg ich aus und Sofie fuhr mit Dundee zum Landeplatz. Flott lief ich auf der aufgelassenen Skipiste zum versteckt liegenden Startplatz am Haustein http://www.oberpfalz-luftbild.de/flugplatz/buechelstein.htm hinauf. Weit reichte der Blick in die Donausenke und zum Brotjacklriegel hinaus. Ein gefürchteter Schneisenstart, wie so oft im Bayerwald, aber ich kannte ihn ja aus zahlreichen Flügen und so legte ich meinen Denali aus. Bei praktisch Nullwind durfte ich wieder ordentlich anlaufen um abzuheben, aber dann kam ich schnell aus der Schneise heraus und konnte mich gut halten. Im Horizont eine traumhafte Sunsetstimmung die dieses Wochenende so richtig abrundete. Sogar eine kleine Spirale ging sich noch aus bevor ich soft bei Sofie und Dundee landete. Schnell zusammengepackt und mit Dundee noch eine Runde gelaufen um schließlich zufrieden Heim zu fahren. Nun scheinen auch die nächsten Tage bei uns am Alpenrand was zu werden, dich dazu kommt wieder der Flugerschwerende Föhn. Mal sehen ob sich das eine oder andere Fenster ausgehen wird. Somit wünsche ich Euch allen einen angenehmen Start in die neue Arbeitswoche!!!

05/11/2018 - 08/11/2018 Föhn als Dauerherbstprogramm und so startete die Woche wieder mal, eigentlich zur Zeit fast schon mehr als üblich, recht windig. Bei der Arbeit in Ohlstadt tobte der Föhnsturm volles Rohr. Mit einer großen Portion Glück konnte ich am SO Startplatz, weit den Alpen vorgelagert eine Winzfenster ergattern. Bei geradezu sommerlichen, warmen Traumwetter stieg ich dem Gipfel entgegen. Die Föhnwinde kamen hier deutlich schwächer an und ich legte unmittelbar am Kreuz meinen Flügel aus. Problemlos hob ich nach wenigen Schritten ab und genoss meinen sonnigen Flug. Es trug perfekt und so landete ich soft und punktgenau beim Auto. Schnell zusammen gepackt und ab nach Hause. Die Tage werden einfach kürzer, aber es reichte noch um mit meiner hübschen Sofie und Dundee eine Atemberaubende Sunsettour auf's Skihütterl am Auerberg zu unternehmen. Zart zauberte die untergehende Sonne ihr Licht in allen Rottönen an den Horizont. Einzigartige Momente die allen Ärger und Stress in weite Ferne befördern. Nach diesem farbenfrohen Abendintermezzo stiegen wir wieder zum Parkplatz ab. Der Dienstag war dann ähnlich dem Montag, wieder fegte erbarmungslos der Föhnsturm durch das Gebälk. Die Arbeit jenseits von dem was ich eigentlich tun sollte, statt spleißen nur buddeln. Spät kam ich Richtung Heimat und stürmte in der Dämmerung auf unseren Hausberg, was stimmungsvolle Bilder zur Folge hatte, aber auch Hetze, denn die Dunkelheit rückte immer näher. Im letzten Licht legte ich meinen Flügel aus und konnte bei immer noch starken Südwind ein Flügerl abgreifen. Am Auto gelandet und schon war es finster, Last Minute in Vollendung sozusagen. Danach gleich Heim und mit meiner hübschen Sofie und Dundee Stirnlampentechnisch zum Roten Kreuz. Da es immer noch mit fast 20 Grad recht mild war eine angenehme Rundtour. Am Mittwoch stand wieder ein Inquisition Termin für Sofie und mich in Augsburg an. Dundee hatten wir auch dabei, das Wetter war genial schön und so fuhren wir nach der "Pflicht" weiter Richtung Hesselberg, dem höchsten Gipfel Mittelfrankens https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hesselberg. Das perfekt gepflegte Fluggebiet vor Ort erfordert eine Tagesmitgliedschaft, die in einer Gasstätte gelöst wird. Da ich schon mehrmals hier flog wusste ich wo, nur auf Grund zahlreicher Baustellen und Umleitungen erreichten wir das Lokal erst gar nicht. Entnervt fuhren wir ohne Ticket auf die Nordseite und stiegen über den Rundweg, bzw. den Judensteig zum Gipfel empor. Dieser völlig allein in der fränkischen Pampa stehende Tafelberg ist schon ein Erlebnis. Durch herrlichen Kiefernwald stiegen wir zu den aussichtsreichen Kammlagen empor. Zahlreiche Felsen zieren den höchsten Punkt, der mit einem Sendemasten und einem Gipfelkreuz ausgestattet ist. Weit reicht der Blick in die Runde zu den Erhebungen des Donaurieses und der Schwäbischen Alb Richtung Aahlen. Leicht absteigend erreichten wir den Parkplatz wo die Straße heraufführt und liefen weiter Richtung Osten an den Südstartplätzen vorbei bis zu den Nordstartplätzen, allesamt gepflegt und perfekt mit Windsäcken ausgestattet. Der Wind wurde immer schwächer und so legte ich schnell meinen Denali aus. Sofie erteilte derweil dem Publikum eine Lehrstunde in Gleitschirmkunde und war sichtlich im Element. Im nächsten Moment rannte ich los und beförderte mich umgehend in den freien Luftraum über den Hesselberg hinaus. Soft gleitete ich unter der breiten Silhouette des Berges auf der Nordseite entlang. Problemlos erreichte ich den Landeplatz unweit des Autos und setzte soft auf. Schnell zusammengepackt und um den Hesselberg herum die Bergstraße hinauf gefahren. Danach die wenigen Meter zu Sofie und Dundee gelaufen und nochmals eine kleine Brotzeit eingeworfen, die vor allem Dundee mundete. Zuletzt spazierten wir zum Auto zurück und es ging über Donauwörth, wie auch Augsburg wieder nach Hause. Am Donnerstag schaute es zunächst eher düster aus und dazu regnete es immer mal wieder. Im Lauf des Tages beruhigte es sich und ich konnte am Skilifthang noch tätig werden. Ein flotter Aufstieg führte mich direkt zum Startplatz wo satter NO Wind anstand. Ideal für  einen kleinen Soaringflug und schon legte ich meinen Flügel aus. Wenige Meter und ich war in der Luft, wo es tatsächlich perfekt lief. Mehrmals konnte ich über der Alm soaren und verlängerte so meinen Ausritt ehe ich unmittelbar am Auto landete. Im Anschluß fuhr ich flott nach Hause und rückte gleich mit Dundee zum Kienberg aus, wo wir immer noch Sunsetstimmung einfangen konnten. Erstaunlicherweise blühen, auf Grund der warmen Temperaturen immer noch zahlreiche Blumen und verschönern so den Anstieg. Das bevorstehende Wochenende wird wohl wieder leichte, föhnige Verhältnisse bringen und so durchaus in den Alpen taugliche Bedingungen kredenzen. Wir sind allerdings im bayerischen Wald bei meiner Mam und ich hoffe das auch im "Woid" das eine oder andere Abenteuer für uns heraus springt. In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes, warmes, sonniges und vor allem Ereignisreiches Wochenende!!!

02/11/2018 - 04/11/2018 Der Freitag war, da Brückentag schon mal angenehm. Nachdem die Standards wie Reifenwechsel, Gewächshaus reparieren und Deponie fahren erledigt waren rückte ich Mittags mit Dundee aus. Olli Schloss sich auch noch an und so war die Chaostruppe komplett. Schon lange hatte ich eine Alpe in der Nähe von Wertach in's Auge gefasst und heute war es soweit. Der Aufstieg endete nach wenigen Metern schon im weglosen Gelände. Es begann der Kampf im Gestrüpp, aber wir kamen immer relativ gut durch. Nach einer abschüssigen Querung erreichten wir ein Hochmoor, wahrlich ein landschaftlicher Leckerbissen. Der Blick reichte zusätzlich weit in das Alpenvorland hinaus und nur von den Startwiesen war nichts zu sehen. Google Earth wäre gut gewesen, aber das Netz ließ zu wünschen übrig. Mit viel Gefühl und der Überzeugung richtig zu sein überschritten wir einen bewaldeten Gipfel und siehe da, kurz hinterhalb öffneten sich die Almflächen. Zugegeben etwas flach, aber machbar und auch die 90 Grad Kurve in's Tal hinaus war Breit genug, so dass unserem Flug nichts im Wege stand. Dundee versank derweil im Dauerwälzelmodus und war sichtlich glücklich. Ich legte schon mal meinen Denali aus und wagte mich an den Start. Mit flotten Schritten zog ich auf und hob ab, wobei das Flachstück kein Problem machte und ich mich gleich auf die Kurve zwischen den Bäumen konzentrierte. Der Durchflug gelang und schon gleitete ich in das Alpenvorland hinaus. Unter mir spektakulär ein großer Steinbruch und so wurde es noch ein richtiger Genussflug. Im Landebereich zig der Wind ordentlich an und es gab was zu tun um sauber in Autonähe aufzusetzen. Nachdem dies ebenfalls problemlos gelang packte ich gleich zusammen, steckte den Schirm in's Auto und sprintete Direttissima den Berg hinauf. In einer Schlucht gab es dabei sogar leichte Kletterei, so dass der Anstieg eine gewisse Würze bekam. Bald erreichte ich so den schon nervös wartenden Olli, während Dundee tiefenentspannt in der Wiese lag. Es folgten zwei etwas zu softe Aufziehversuche von Olli, ehe Er beim dritten etwas energischer zur Sache ging und so auch zu seinem verdienten Flug kam. Ich machte mich dann gemütlich mit Dundee auf den Weg und stieg über die Alm auf der Südostseite ab. An der Hauptstraße holte uns Olli dann ab und es ging wieder nach Hause. Nach dieser Aktion sollte am Samstag ein weiteres neues Fluggebiet her und so fuhr das gleiche Dreamteam wieder in das westliche Allgäu in die Gegend um Missen. Von einer Skitour her kannte ich das Ziel und da hier wohl mal ein Skilift stand dürfte einem Start in der ehemaligen Piste nichts im Wege stehen. Zunächst mussten wir ein Stück Teerstraße überwinden, um weiter über Almwiesen den Waldrand zu erreichen. Unter steilen Nagelfluhwänden hindurch erreichten wir den unteren Absatz der Piste und verfolgten diese bis wir einen markierten quer verlaufenden Weg erreichten. Immer mehr kam die Sonne heraus und wir erfreuten uns an der angenehmen Wärme. Wieder ging es in den Wald hinein, nun oberhalb der Felsen und bald war der Kammverlauf erreicht, denn wir bis zum höchsten Punkt weiter liefen. Hier wenige Meter bergab und schon standen wir an einer Aussichtsbank am oberen Ende der ehemaligen Piste. Weit reichte der Blick in das Alpenvorland und die Sonne setzte gekonnt ihr Licht ein um die Landschaft mit satten Farben zu präsentieren. Eigentlich alles perfekt, nur der Wind hielt sich mal wieder nicht an die Prognosen, aber ich legte mal unter Dundees Kontrollblick meinen Schirm aus. In einem halbwegs guten Moment zog ich auf, aber schon drehte der Wind wieder zur Seite und ich war im Lee. Der Schirm wurde sofort hinabgedrückt und ich musste links satt korrigieren um in der Spur zu bleiben. Der erste große Klapper kam an der Baumreihe mit Ansage und ich hatte ihn gleich in Griff. Es dauerte nicht lange und es folgten weitere bis ich endlich um das Eck fliegen konnte und in einem regelrechten Sturm stand. Mit Zeitlupe arbeitete ich mich an die nächste Baumreihe vor und ich dachte schon das ich nicht mehr darüber hinweg  komme, aber mehrere Böen hoben mich wieder in die Höhe und so ging es dann doch weiter. Im unteren Talverlauf peitschte der Wind satt herein und ich war kurz vorm Rückwärtsgang, aber mit dem Beschleuniger ging es noch minimalst vorwärts, was mich fast bis zum Parkplatz brachte und ich landen konnte. Irre, das ist ein Herbst und von wegen ruhiges Flugwetter, nur Chaos über Wochen hinweg. Muss ich nicht verstehen, ist halt so und schon machte ich mich auf den Weg um Olli und Dundee abzuholen. Als ich oben ankam lag kein ausgebreiteter Schirm am Startplatz, denn Olli verzichtetet nach meinem Flug dankend auf seinen Einsatz und so marschierten wir drei gemütlich zum Auto hinunter. Am Sonntag traf ich mich mit Katrin, Super Mario und der kleinen Merle. Wir hatten zwar die Schirme dabei, aber der föhnige Wind ließ meist keinen Start zu. Dennoch war die einsame Tour am Allgäuer Alpenrand ein schönes Erlebnis, denn zum eine war es angenehm warm und zum anderen boten sich weite Blicke in die umgebende Bergwelt. Zusätzlich hatte ich nun einen schnellen Zustieg zu dem gänzlich unbekannten Startplatz erkundet. Nach einer kleinen Brotzeit machten wir uns, allen voran die tapfere Merle, an den Abstieg zu den Autos. Die nächsten Tage scheinen auch nicht sonderlich erbaulich zu werden. Weiterhin Nebel und dazu starker Föhn mit den dazu kommenden Winden. Ab Donnerstag dann eine Kaltfront mit Schnee und was soll da noch groß gehen, mal sehen. Wie dem auch sei, ich wünsche Euch einen angenehmen und ruhigen Start in die neue Woche!!!  

29/10/2018 - 01/11/2018 Zunächst gleich mal eine mehr als erfreuliche Besucher Email meiner megaextremesport Webseite:

Lieber Nobert, hab mir den Film über das Wandern und Fliegen an der Roten Flüh angeschaut. War einigermaßen überrascht, weil ich auch die Idee hatte das zu machen. Respekt! Auch Deine sonstigen Touren sind alles andere als von Pappe. Jetzt bin ich richtig beeindruckt. Vor allem mit den relativ dicken Säcken. Liebe Grüße!

Sowas freut mich dann schon, denn zu wissen dass die Dinge die wir so anstellen gut ankommen ist schon Balsam für die Seele. Die Woche selbst begann durchwachsen mit viel Nebel, Föhn, Wind und zuletzt Regen. Nicht die Besten Voraussetzungen als ich nach der Arbeit am Skilifthang hinauf lief. Der Nebel kam von allen Seiten und ich beeilte mich zusehends. Der Start gelang, ich klaute mir einen Flug über den malerischen Talkessel und kaum als ich gelandet war fing es zum schütten an. Der helle Wahnsinn, aber was soll's, hat ja gerade noch geklappt. Währenddessen war meine Sofie bereits mit Dundee am Wendelin unterwegs und so war der Montag schon rum ums Eck. Am Dienstag fegte der Föhn mit bis zu 10hpa durch die Alpen und wer dachte es wäre dabei schön war falsch gewickelt, im Gegenteil, es war meist düster und ziemlich frisch. Erst am Abend riss es richtig auf und ich konnte mit Dundee eine herrliche Sunsettour am Wendelin abgreifen. Enorm stimmungsvoll und im bezaubernden Licht der einbrechenden Dämmerung. Am Mittwoch war nach wie vor der Föhn allgegenwärtig, aber mit viel Dussel erwischte ich eine etwas ruhigere Phase um am Skilifthang im Allgäu anzutreten. Der Anstieg war flott erledigt, der weite Blick in die Füssener Seenplatte mal wieder eine Schau und nur der Startplatz ließ zu wünschen übrig. Während unterhalb des Zaunes das Weidevieh alles abgefressen hatte, war oberhalb der reinste Amazonas. Doch es half nichts, der oberste Buckel ist enorm wichtig, da es unterhalb fast schon zu flach ist und so legte ich enorm vorsichtig meinen Denali zwischen den ganzen Gestrüpp aus. Fast schon zart und vorsichtig zog ich auf und der geniale Schirm fädelte sich soft aus dem Gemüse. Zufrieden gleitete ich über der Skipiste hinab. Durch den satten Talwind konnte ich gut die Höhe halten und noch einige Kreise über den Landeplatz einbauen. Schnell den Schirm zusammen gelegt und ab nach Hause. Durch die depperte Zeitumstellung sind die Tage noch kürzer und so sprintete ich mit Dundee noch schnell über die Südseite auf den Auerberg. Die Belohnung folgte umgehend, denn die Abendstimmung die wir da einsackten war der schiere Hammer. In allen erdenklichen rot und orange Tönen ging die Sonne unter. Was für ein Sunseterlebnis! Am Donnerstag war Feiertag, endlich mal frei und dem Tag entsprechend stand ein Besuch am Grab meines Papas an. Damit Dundee auch auf seine Kosten kam stürmte ich mit ihm bereits am frühen Morgen zur Sennalpe. Dank Föhnlage war es erstaunlich warm und ich packte die 700 Höhenmeter im T-Shirt. Ein herrlicher Blick in die Ammergauer mit der Hochplatte und zu den Felsspitzen der Tannheimer war das Geschenk, während wir gemütlich frühstückten. Dundee schaltete dann auf den Dauerwälzelmodus um und war sichtlich glücklich. Dann machten wir uns wieder an den Abstieg zum Parkplatz und es ging wieder nach Hause. Nun fuhr ich mit meiner hübschen Sofie weiter Richtung Berchtesgaden und es lief erstaunlich gut, selbst auf der immer grausigen A8. Bei Argen legte ich einen Zwischenstopp ein und wir bogen ab  zur Fürmannalm 861m. Ein offiziell zugelassener Startplatz nach NO https://www.dhv.de/db2/details.php?qi=glp_details&popup=1&item=542 und somit für mich Neuland. Bei der Abzweigung zum Fussanstieg, es führt auch eine Straße hinauf, parkten wir das Auto. Sofie machte gemütlich Pause während ich schnell zum Startplatz hinauf lief. Weit reichte der Blick bis Salzburg hinüber und die Sonne strahlte von einem verschleierten Himmel herab. Natürlich wehte Rückenwind am Start, doch ab und zu kam ein Hauch Talwind von vorne herein. Am schönen goldenen Gipfelkreuz und vor der DHV Infotafel legte ich meinen Schirm aus. Kaum war ich Abflugbereit fegten schon Böen aus SW herein und rollten meinen Flügel auf, na Toll! Der Föhn schien durchzuschlagen, auch in diesem kleinen, geschützten Berg. Mehrmals legte ich die Kappe wieder aus und dann kamen die berümten 10 Sekunden mit Wind von vorne. Soft zog ich auf, zwei Schritte und schon war ich in der Luft. Die ersten Meter ganz normal, aber dann kamen wieder Böen herein, so dass ich in kürzester Zeit den Start überhöhte. Nun wurde es holprig und ich hatte allerhand zu tun den Flug stabil zu halten. Mit ein paar Spiralen baute ich Höhe ab und steuerte auf die bereits winkende Sofie zu. Mit Gefühl landete ich und war froh auf dem Boden zu sein, denn der Wind nahm kontinuierlich zu. Als wir in Berchtesgaden ankamen fegte bereits ein regelrechter Föhnsturm. Es folgten du ruhigen, besinnenden Momente am Friedhof, ehe wir wieder nach Hause fuhren und noch eine Abendrunde mit Dundee unternahmen. Das Wochenende schaut mal gar nicht so schlecht aus und es sollte zumindest das eine oder andere kleine walk and fly laufen. Auf alle Fälle wünsche ich Euch ein schönes erholsames Wochenende!!!

26/10/2018 - 28/10/2018 Das Wochenende versprach alles andere als rosiges Wetter und umso wichtiger war es den noch direkt sommerlichen Freitag gnadenlos auszunützen. Die Windprognosen gingen von einer stürmischen Lage aus, aber ich konnte vor dem überhandnehmen noch am Weststart zuschlagen. Der Aufstieg schon fast kitschig bunt, immer noch von zahlreichen Blumen mehr als fröhlich geziert. Problemlos erreichte ich bei traumhaften Sonnenschein den herrlichen Auslegeplatz. Der Wind kam bereits ziemlich böig aus verschiedenen Richtungen daher. Das Fenster begann sich zu schließen und so legte ich schnell aus. In einer frontalen Böe zog ich auf, hob ab und schon drehte der Wind wieder zur Seite und der Klapper kam mit Ansage. Ohne Probleme stabilisierte ich die Kappe und flog in den freien Luftraum hinaus. Die Stimmung perfekt, der faszinierende Talkessel unter mir und der Wind beförderte mich mehrmals in die Höhe, so dass ich im Landebereich spiralte um tiefer zu kommen. Wer weiß wann der Sturm endgültig richtig anzieht und die Lage unfliegbar wird. Soft landete ich wenige Meter oberhalb vom Auto und legte zusammen. Von Minute zu Minute steigerte sich der Wind zu einem Sturm und ich freute mich über den gerade noch so abgezogenen Flug. Flott machte ich mich auf den nach Hause Weg um Dundee zu holen. Ziel wurde der Vorderzwiesel, wobei wir eine neue Route testeten. Bei sonnigen Wetter stiegen wir oberhalb des Fahrweges über den Grat auf. Bald wurden erste Blicke in die Tannheimer und zum Säuling frei. Landschaftlich war die Route genial und bald kamen wir in eine regelrechte Märchenwiese am Westgipfel. Problemlos überschritten wir auf dem weiteren Kamm den Ostgipfel und kamen zum Gipfelkreuz. Ein grandioses Panorama, bestes Wetter, was wollten wir mehr? Klar....Brotzeit und so machten wir uns über die mitgebrachten Schmankerl her. Zufrieden stiegen wir über die gleiche Route zum Parkplatz ab. Am Samstag war der Tiefdruck mit Dauerregen angekommen und ich freute mich immer noch über die gelungenen Aktionen vom Freitag. Egal wie schlecht es auch war, mit Dundee geht immer was und so erkundeten wir auch am Kienberg eine neue Route die uns bis zur Kapelle führte. Lange hielten wir uns nicht auf, zu Nass war die Situation und traten bald den Rückweg zum Auto an. Der Sonntag war von ähnlicher, trauriger Gestalt wie der Samstag. Die Hoffnung auf ein paar Schneeflocken mehr um eventuell mit Ski auszurücken wurde nicht erfüllt und so fand ich mich mit Dundee auf Neulanderkundung zwischen Biessenhofen und Kaufbeuren am Bärensee. Landschaftlich anregend marschierten wir auf zahlreichen kleinen Pfaden durch das Schilf. Offenbar haben hier die Angler noch Hochkonjunktur, denn am Ufer fanden sich fast schon gigantische Exemplare, die wohl erst vor kurzen gefangen wurden. Dundee war natürlich außer sich, wie üblich halt und so beendeten wir die lange Runde wieder am Parkplatz. Passend zum Arbeitsbeginn baut sich der Föhn auf und wird uns schönes Wetter in der neuen Woche bringen. Dank Zeitumstellung und viel Arbeit wird es nun umso schwerer da noch was zu reißen, aber ich wär nicht ich wenn nicht doch noch was gehen würde. Somit wünsche ich Euch allen einen ruhigen Start in die neue Arbeitswoche!!!

22/10/2018 - 25/10/2018 Die Woche begann schön und sonnig, da ich aber Personalbedingt zum Bauarbeiter mutiert bin, um den ganzen Tag im Erdreich zu wühlen geht sich Zeitmassig nach der Arbeit nicht mal mehr ein Flügerl aus. Eigentlich schon mal echt zum kotzen, aber wie so oft mach ich aus der Situation das Beste und bin mit Dundee gerade noch zum Sonnenuntergang auf den Kienberg gelaufen. Die Stimmung traumhaft, der Bube glücklich und somit alles gut. Der Dienstag bot ein ähnliches Bild, wobei der Wetterumschwung schon deutlich zu spüren war. Zeitbedingt gingen wir unseren Wendelin an und konnten auch so noch vor der Dämmerung eine schöne Tour einfahren. Am Mittwoch schüttete es in den Bergen den ganzen Tag. Der Alpenrand war etwas besser dran und so kraxelte ich bei trockener Witterung mit Dundee den urigen Schluchtweg zum Weichberg mit seiner lieblichen Kapelle hinauf. Am Donnerstag setzte sich wieder sonniges Wetter durch. In den Hochlagen fegte ein ordentlicher Wind durch die Gipfelregion und so wagte ich mich an einen etwas kleineren Vorberg und wurde belohnt. Ein fast schon sommerlich warmer Aufstieg führte mich zum Startplatz. Der Wind zwar etwas seitlich, aber machbar und so legte ich vor einem herrlichen Panorama meinen Denali aus. Wenige Schritte und ich war in der Luft um meinen verdienten Flug zu genießen. Der westliche Wind verschaffte mir immer wieder Höhe so dass ich sogar soaren konnte ehe ich mehr als zufrieden in Autonähe landete. Im Anschluss ging es flott Heim um mit Dundee noch eine Sunsettour zum Roten Kreuz zu absolvieren. Gerade noch vor der herein brechenden Dunkelheit erreichten wir das elegant rot schimmernde Alpenpanorama. Der Freitag sollte ebenfalls noch Sonnenschein bieten, aber ab dem Wochenende stehen die Zeichen auf Schnee. Also mal sehen was wir aus diesem Szenario so alles machen können. Ich wünsche Euch auf alle Fälle ein entspanntes und erholsames Wochenende!!! 

19/10/2018 - 21/10/2018 Der Freitag war ab dem Alpenrand ein goldener Sonnentag. In der Arbeit ging schon wieder mal alles schief und so war ich Mittags schon auf dem Weg nach Kochel. Das ich dabei noch einen Zwischenstopp in Garmisch einbaute war klar. Wie gestört wetzte ich die schwarze und vor allem elendiglich steile Skipiste auf den Garmischer Hausberg hinauf. Im unteren Teil noch arge Fallwinde, aber zuletzt, da wo die Sonne wärmte, idealer Wind aus NO. Der Talkessel lag herrlich vor mir als ich meinen Denali auslegte. Zwei, drei Schritte und ich war in der Luft. Bald bildete das Karwendel und die Zugspitze den malerische Hintergrund für meinen Flug. Mit satter Höhe kreiste ich noch über Garmisch, ehe ich an der Talstation der Hausbergbahn unmittelbar beim Auto landete. Dann fuhr ich schnell über den Walchensee nach Kochel zu Franks www.mieten-testen-kaufen.de und tauschte die Autos. Mit dem Hammer Wohnmobil "Beach" fuhr ich nach Hause. Als Abschluss ging's dann mit Sofie und Dundee über den Kapellenweg zum Bodenlosen See. Immer eine stimmige und landschaftlich schöne Runde. Am Samstag machten wir uns auf den Weg nach Berchtesgaden, um einiges von meinem verstorbenen Vater abzuholen. Auf den Weg wollten wir ein walk and fly einbauen und so schlossen sich Niki, Adrian und Olli auch noch an. Hinterhalb von Aschau, bei Hainbach im Chiemgau machten wir uns alle auf den Weg. Der Nebel waberte noch umher, aber es kam nach und nach die Sonne durch. Olli mußte natürlich seine konditionelle Stärke beweisen und preschte souverän voraus. Niki und Adrian hielten da natürlich mit, während ich mit meiner hübschen Sofie und Dundee etwas gemütlicher den Anstieg bewältigte und so Zeit für herrliche Nebelstimmungsbilder hatte. Der Forstweg wurde durch mehrere Abschneider entschärft und beim letzten, einer Art "X" Kreuzung folgten wir den Sackgassenweg zur Schlossrinnalm. Bald erreichten wir die herrlich gelegene Alm und es war natürlich niemand da außer uns. Obwohl Olli die Karte hatte schossen alle drei über die wichtige Abzweigung hinaus....typisch, jetzt wird ein Kartenlesekurs verordnet. Per Handy koordinierte ich den Rückmarsch, wobei der direkte Anstieg zum Startplatz über die Nordseite kürzer gewesen wäre (siehe Bild unten mit Google Earth Standpunkt), aber Olli war sauer und rannte lieber den Weg zurück, während Niki und Adrian schauen durften wie sich nachkamen. Das Ganze war wieder mal alles andere als rund. Wir machten derweil gemütlich Brotzeit und erst als der Nebel wieder zunahm stieg ich die weiten Wiesenhänge zu den tollen Startplätzen auf. Der ganze Kessel war ein einziger Startplatz für mehrere Richtungen von O über S bis N, einfach genial. Der Nebel nahm deutlich mehr zu und so legte ich schnell aus. Kurz vor meinen Start kam wuiselnd Olli herauf, aber da kann ich Ihm auch nicht helfen und gab Ihm zu verstehen: Auf geht's, auslegen, Nebel kommt! Ein paar Schritte und schon war ich in der Luft und schon läutete das Handy, Niki war dran und auch Ihr sagt ich dass wenn Sie sich beeilen alles noch hinhauen würde. tatsächlich kamen alle noch in die Luft und genossen Ihren Flug. Olli und ich wurden dann noch von einem völlig entgleisten Bauern angepfiffen und schon lief ich meiner tapferen Sofie entgegen, denn die stieg souverän mit Dundee zu uns herab. Dann trennten sich unsere Wege, denn während Niki, Adrian und Olli wieder Richtung Weilheim fuhren machten wir uns auf den Weg Richtung BGL. Die Kapelle mit dem grandiosen Felsdurchbruch Klobenstein https://www.tirol-infos.at/kitzbuehel/wallfahrtskirche-maria-klobenstein.html ist auf der Route ein absolutes muss  und so parkten wir oberhalb der urigen Schlucht. Ein steiler Steig führte uns zur Kapelle selbst hinab. Diese besteht aus zwei Teilen, ein Altar mit einer schwarzen Madonna und ein weiterer, hellerer mit viel Gold. Nach der Kirche marschierten wir durch den spektakulären gespaltenen Stein und über die kleine Kapelle, mit der heilenden Quelle, wieder zum Auto. Der malerischen Alpenstrasse folgend fuhren wir über Kössen, Reit im Winkl, Ruhpolding, Innzell und Ramsau  bis zum urigen Hintersee, wo wir bald ein gemütliches Plätzchen für unseren "Beach" im Wald fanden. Nach einer entspannten Camperbrotzeit hauten wir uns auf's Ohr. Für Sofie die Outdoorpremiere. So kalt wie gedacht wurde die Nacht dann doch nicht und die -40 Grad Schlafsäcke waren fast zu warm. Am Morgen drehte ich gleich eine grössere Dundee Waldrunde unter den Felsen der Reiteralpe, bevor es zur Verwandtschaft ging. Die traurigen Orte wo mein Vater und auch Pyri Pablo verstorben sind bleiben für immer mit Wehmut, wie auch unendlicher Trauer erfüllt und ich war froh als der Tag rum war. Unzählige Eisenbahn Loks, wie auch Wägen und etliches Schuco Blechspielzeug ging mit auf Reisen. Auf dem Heimweg war es ziemlich windig und so verzichtete ich auf einen weiteren Flug. Nachdem wir in Kochel abermals die Autos getauscht hatten ging's nach Hause und gleich weiter mit Dundee auf den Auerberg. Eine fast schon mystisch einwirkende, traumhafte Abendstimmung war der Lohn und so nahm das Wochenende sein malerisches Ende. Nun folgt auf einen schönen Montag der Wetterwechsel und wir müssen uns auf Regen, wie auch Schnee oberhalb von 1200m einstellen. Wie es auch kommt, ändern können wir das sowieso nicht und somit wünsche ich Euch allen eine ruhige Arbeitswoche!!! 

15/10/2018 - 18/10/2018 Der übliche Wochenstart mit Föhn und dem dazugehörigen Wind. In den Höhen stürmisch, in geschützten Lagen böig und aus wechselnden Richtungen. Das Wetter aber generell sonnig und ultrawarm. Der Gaudi halber stieg ich mal an einem meiner Skilifthänge auf. Der Anstieg führte mitten durch eine knuddlige Lama und Geißen Gruppe hindurch. Weiter führte der Anstieg an der Sommerrodelbahn entlang und schließlich zu den oberen Lifthäuschen. Der Wind kam immer wieder Fallartig von hinten die Piste herab, dazwischen aber auch immer ruhige Phasen. Egal dachte ich mir und legte mal aus. Mehrmals rollte es mir den Schirm von hinten her auf, aber ich erwischte dennoch genau den richtigen Moment um abzuheben. Glück gehabt und schon gleitete ich über die Lifttrasse hinaus in den weiten Talkessel. Mehrere genussvolle Kreise und ich landete soft beim Auto. Nach dem zusammenlegen fuhr ich gleich Heim und packte Dundee in's Auto. Es folgte unser Hausbergklassiker Wendelin, wo Dundee in den Dauerwälzelmodus verfiel. Mit viel Sonne wurden wir noch am Gipfelkreuz verwöhnt und so stiegen wir glücklich, wie auch zufrieden ab. Der Dienstag sollte mit schwachen Winden und traumhaften Wetter punkten. Letzteres traf zu, aber von schwachen Winden konnte nicht die Rede sein. Auf meiner Baustelle in Kochel bogen sich die Bäume und es sah wesentlich mehr nach Föhn aus. Der Tag wurde dann noch recht lang und so kam ich bei der Heimfahrt ziemlich spät am Hörnle vorbei. Zuversichtlich wagte ich den Versuch und stürmte noch schnell die Nordroute hinauf. Massen an Bergsteigern kamen herab und hatten allen Anstand in das Klo gespült, denn eigentlich bekam ich nur von jeden fünften eine Antwort auf mein "Servus", schade was in der schnelllebigen Zeit aus der alten Freundlichkeit in den Bergen geworden ist. Bald erreichte ich den unteren Startplatz und sprintete in den warmen Sonnenstrahlen noch den Stockelhang zum oberen Startplatz hinauf. Der untere Windsack war ruhig, aber der oberste war bereits ziemlich böig auf Ost, also Seitenwind. Im Hintergrund baute sich ein schickes Panorama auf. Von der Zugspitze über die Ammergauer bis in die Tannheimer reichte der Blick. Schräg legte ich beim Lifthäuschen aus und wollte meinen berühmten "Slidestart" einsetzen. Gegen den Wind, östlich aufziehen, dann geradeaus nach Nord korrigieren und abheben, um dann seitlich, also wieder östlich "hinauszusliden". In einem vernünftigen Moment zog ich auf und der soeben vorgestellte Plan klappte perfekt. Kaum war ich über den unteren Startplatz hinaus konnte ich genüsslich über Bad Kohlgrub kreisen. Die Landung war dann Hörnle typisch turbulent, aber machbar. Schnell machte ich mich auf den Weg nach Hause um gleich mit Dundee auf Tour zu gehen. Ziel wurde, wie so oft, unser geliebtes Rotes Kreuz. Eine schöne Runde in den letzten Strahlen der untergehenden Sonne. Am Mittwoch brachte ich den Supair Testschirm zu Martin zurück und somit war ich kurzfristig "schirmlos" und so fuhr ich nach der Arbeit gleich zu Dundee Heim. Das Wetter nach wie vor traumhaft, so dass wir uns gleich auf den Weg zum Dachsweiher machten. Bei herrlicher Sunsetstimmung umrundeten wir den malerischen See. Dundee war mit wälzeln, wühlen und schnüffeln Dauerbeschäftigt. Am Donnerstag ein ähnliches Bild, vielleicht einen Tick kühler, aber wieder sonnig schön. Grund genug direkt von meiner Baustelle aus auf den Hörnle Weststartplatz zu marschieren. Immer noch blühen zahlreiche Blumen und die Stimmung einfach nur perfekt. Bald erreichte ich den ideal geneigten Vorgipfel und legte meinen Denali aus, es war wieder Gradiententime. Der Wind kam genau aus der gewünschten Richtung und schon war ich nach wenigen Schritten in der Luft. Ein grandioser, aussichtsreicher Flug brachte mich bei guten Bedingungen fast bis zur Baustelle, nur die letzte Stromleitung schaffte ich nicht mehr und landete so 200m vor den Fahrzeugen. Dann legte ich schnell zusammen und fuhr Heim um mit Dundee noch eine Tour zum verlandeten (temporär) Egglsee und den daneben liegenden, Bodenlosen See durch zu ziehen. Die Abendstimmung wie an den letzten Tagen einfach sensationell und so kann es am Wochenende ruhig weiter gehen. Schon mal bis Montag bleibt uns der Hochdruck erhalten, was nach Nebelauflösung für schönstes Wetter spricht. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein erholsames Wochenende und viel Spaß in der Sonne!!!

12/10/2018 - 14/10/2018 Schon wieder rutschten wir in den Föhn, aber dass heißt ja noch lange nicht das nichts geht. Am Freitag war es zunächst ganz stabil und da an diesem Tag früher Schluss ist konnte ich schon mal am Alpenrand tätig werden. Flott stieg ich durch eine malerische Schlucht, an plätschernden Bächen empor. Die Sonne tauchte die knalligen Herbstfarben in noch intensivere Töne. Bald erreichte ich den freien Almbereich und der spektakuläre Blick in die Füssener Seenplatte wurde frei. Noch einige Serpentine und ich erreichte das Gipfelkreuz vor der Alpe. Der Wind kam leicht von hinten, typisch wieder mal und ich legte den Supair Testschirm trotzdem aus. Immer mal fegte auch eine leichte Böe herein, aber ich nützte den besten Moment, zog auf und rannte wie mit einem Speedschirm so dass ich problemlos abhob. Traumhaft flog ich über der Schlucht in den freien Luftraum. Leichte, thermische Ablösungen lupften mich etwas in die Höhe. Nach weiten Kreisen flog ich in die Landewiese beim Auto und setzte auf. Der Tag war noch jung und so fuhr ich gleich Heim. Gemeinsam mit Sofie und Dundee machte ich sofort wieder auf den Weg. Ziel wurde die Teufelsküche https://de.m.wikipedia.org/wiki/Teufelsk%C3%BCche_(Oberg%C3%BCnzburg) zwischen Obergünzburg und Ronsberg. In diesem Felsgeotop mit seinen Wänden, Rissen und Höhlen hatten Sofie und Dundee einen Mordsspass. Einmal quer durch, wie auch drunter und drüber war die Devise, so dass wir letzten Endes mehr als zufrieden Heim fuhren. Am Samstag ging es dann ebenfalls mit meiner hübschen Sofie und Dundee auf Tour. In Marktoberdorf trafen wir uns noch mit Niki und Adrian, was meinen Duster voll ausfüllte. Mit vier Mann, einen Hund und drei Gleitschirmen machten wir uns auf den Weg in's bergige Allgäu. Die Föhnwerte waren nicht ganz so arg, so dass ein Ziel abseits der Föhntäler vertretbar war. Ein namenloser Gipfel mit 1667m war das Tagesziel und wir nannten ihn kurzerhand "Kleiner Eiswürfel". Den ersten Teil der Tour kannten Adrian und ich bereits vom Skitouren gehen her. Megaeinsam führte uns ein alter Forstweg in das herrliche Tal der Heisenlochalpe hinein. Immer wieder öffneten sich weite Blicke in die nahen Tannheimer Felsgipfel hinüber und Dundee hatte alle paar Meter einen Bachlauf zum tanken. Es dauerte nicht lange und wir erreichten die herrlich gelegene Alpe, das Ziel für Sofie und Dundee. Sonnig, aussichtsreich und fließend Wasser, schlichtweg perfekt. Auf der Bank vor der Alpe gab es dann zunächst noch eine Brotzeit, bevor es mit Niki und Adrian weglos weiter ging. Problemlos, von einigen sumpfigen Stellen abgesehen (Hinweis an Adrian nächstes mal höhere Schuhe!!!), ging es die Almwiesen empor. Das Panorama wurde dabei immer ausgiebiger. Nach erreichen des Hauptkammes folgte der Gipfelanstieg und man sah schon von weiten dass hier traumhaftes Startgelände auf uns wartet. Der Eiswürfel enttäuschte uns nicht, auch wenn kein Kreuz oder sonst was oben wartete. Kurz nach mir trafen Niki und Adrian ein, beide topfit, so dass es richtig Spaß machte auf Tour zu gehen. Der Rundumblick sensationell und alles von den Tannheimern, über die Lechtalern, den Allgäuern bis zur Säntis war zu erblicken. Der Wind stand satt, aber perfekt aus SO an und so legten wir alle drei gleichzeitig aus, denn Platz war mehr als genug. Währenddessen schickte ich Sofie eine SMS das wir zum Starten bereit sind und Sie machte sich somit gemütlich mit Dundee an den Abstieg. Souverän starteten beide in de Allgäuer Himmel hinaus und genossen den Flug aus vollen Zügen. Ich folgte mit meiner Supair Testausrüstung gleich hinterher. Ein traumhafter Flug brachte uns über den vorgelagerten Kamm problemlos in den Landebereich wo wir alle drei sicher landeten. Fast zeitgleich erreichte meine tapfere Hundeführerin Sofie das Auto und kam zu uns an den Landeplatz, ein perfektes Timing. Glücklich machten wir uns auf den nach Hause Weg. Am Sonntag schlief ich zunächst mal aus, aber dann packte es mich schon wieder. Die Föhnwerte deutlich höher als am Vortag und so fuhr ich mit Dundee die wenigen Meter zu unserem Hausberg. Es folgte ein Doppelpack, denn zuerst rannte ich mit dem Gleitschirm hinauf und hamsterte einen schönen, kleinen Hupfer ein. Im Anschluß das gleiche nochmal mit Dundee und dabei im Abstieg noch den Schlenker über die Skihütte. Alles bei herrlichsten Sonnenschein und so fuhren wir beide mehr als zufrieden Heim. Nachmittags noch ein weiterer Ausrücker mit Sofie und Dundee zum Bodenlosen See. Dundee zierte sich etwas während ich mich in das kühle Nass warf und ein paar erfrischende Runden drehte. Mitte Oktober baden und in der Sonne am Steg liegen....unglaublich. Entspannt marschierten wir wieder zum Parkplatz zurück und fuhren nach Hause. Nun folgen weitere Tage mit genialen Wetter und auch wenn es wieder föhnig werden sollte, irgendwas geht immer. Somit wünsche ich Euch allen einen entspannten und ruhigen Start in die neue Arbeitswoche!!!

Zunächst mal eine sehr traurige Nachricht:

08/10/2018 - 11/10/2018 Der Montag begann schon einmal traumhaft und an den Alpen verzog sich der Nebel relativ schnell. Nachdem meine Baustelle in Sonthofen war konnte ich problemlos über das Tannheimer Tal Heim fahren. Ost Nordost zeigte der Windreport vom Neunerköpfl und schon machte ich auf den Weg zum knapp Zweitausendmeter hohen Wannenjoch. Das Wetter war gigantisch und ich machte schnell Höhe. Rundherum du bunten Farben des Herbstlaubes und darüber der helle Kalkfels. Lange Serpentine folgten im riesigen Osthang als das Gipfelkreuz bereits in Sicht kam. Das Panorama schier unendlich und so ging es nach ein paar Fotos zum höheren Punkt des Kühgundkopfes, wo sich unterhalb perfekte Startwiesen für östliche Richtungen befinden. Flott war der Schirm ausgelegt und nach wenigen Schritten war ich in der Luft des Tannheimer Tales. Genussvoll flog ich in Banne von Bschiesser und Ponten meine Kreise. Knapp 1000 Höhenmeter Flug und es dauerte ehe ich am Parkplatz zur Landung ansetzte. Schnell zusammen gelegt und ab nach Hause zu Dundee der sich schon freute. Gemütlich gingen wir dann die verlängerte Wendelinrunde und tankten noch einmal so richtig die Sonne. Am Dienstag musste ich nochmals nach Sonthofen und nahm mir fest vor das neue Fluggebiet am Grünten, bei der Kammereggalpe, zu testen. Ein nach NW/W/SW ausgerichteter Startplatz, was aber für den vorhergesagten NO/O Wind eher ein Schmarrn wäre. Tatsächlich war nach der Arbeit am Blomberg Ostwind, doch hier wehte er komischerweise aus W/SW. Na wunderbar und schon marschierte ich bei der Talstation der BR Grüntenseilbahn los. Malerisch ging es an eine kleinen Bach entlang bis eine Abzweigung auf die Alm hinwies. Leider daneben ein Verbotsschild mit Lebensgefahr/Hochwasserschäden. Egal dachte ich mur und schaute mir das Ganze mal an. Im Endeffekt hatte der Bach im Wald teilweise den Weg weggerissen, aber es war alles begehbar und so marschierte ich bald durch Schrattenkalkfelsen auf die Stufe der Alpe. Wenig Meter unterhalb sah ich gleich den Windsack und freute mich auf gut 400 Höhenmeter Flug. Ein großes Schild wies auf die Auflagen der Flugschule hin und ich hatte ja zuletzt wegen der Gehwinde angerufen um mir ein ok für hier geben lassen. Viel Platz zum auslegen hat man nicht, denn unterhalb warten gleich Buschreihen, aber mit Wind kein Thema und denn hatte ich tatsächlich aus W. Schnell ausgelegt, Fotos geschossen und ab ging es in due Allgäuer Luft. Herrlich der Blick über Immenstadt zur Nagelfluhkette und den Oberstdorfer Talkessel. Nach einer Weile, es war doch glatt leicht thermisch, landete ich unmittelbar vor der Talstation der Grüntenseilbahn. Zufrieden über den neuen Flug packte ich zusammen und fuhr Heim. Dundee war schon in der Warteschleife und konnte es kaum mehr erwarten los zu tigern. Das Wetter warm und traumhaft schön so dass wir in den schattigen Wälder des Roten Kreuzes zum Gipfel aufstiegen. Immer noch blühen die Blumen und die Bienen summen, ein genialer Spätsommer. Der Mittwoch ebenfalls ein gigantischer Sonnentag mit Temperaturen bis an die 23 Grad. Allerdings auch durch den Föhn, der das Fliegen wieder deutlich erschwert. An Bergen selbst peitschte der Föhnsturm, aber im Alpenvorland setzte sich doch der Talwind durch und so marschierte ich bei Hammerbedingungen den Skiliftbuckel hinauf. Wieder ein farbenfrohes Intermezzo und bald hatte ich den Startplatz erreicht. Der Wind stand satt an und es war ein leichtes abzuheben, dann folgte sogleich die Thermik, was mir nochmals Höhe brachte. Sogar eindrehen ging sich mehrmals aus, was einen der längste Flüge an diesem Berg zur Folge hatte. Selbst über den Landewiesen ging es immer wieder nach oben und ich konnte noch eine lange Schleife ziehen ehe ich am Auto landete. Mehr als zufrieden fuhr ich nach dem zusammenlegen nach Hause und machte mich gleich mit Dundee auf den Weg zum malerischen Weidensee. Eine sonnige Tour mit fantastische Impressionen wurde uns kredenzt. Dundee wälzte und kugelte sich in den weiten Wiesen dass es eine wahre Freude war. Wahnsinn dann am Donnerstag...Föhn ohne Ende, mit regelrechten Sturm in den Alpentälern aber Nachmittags hat er dann doch ein bisschen nach gelassen und nachdem ich nach der Arbeit bei Martins Supair Gradient GmbH in Penzberg war hat was zum testen her müssen. Als Sitzgurt das Supair Radical 3 http://www.supair.com/de/produit/radical3/ ein ultraleichtes Teil in Top Verarbeitung und dazu den Federleichten Supair Eiko 23 Flügel http://www.supair.com/de/eiko-la-voile-montagne-par-supair/ der gerade mal 2,45 Kg auf die Waage bringt. Des ganze bei einer griabigen, sonnigen Tour zu meinem SO Startplatz am geschützten Alpenrand. Mit der leichten Ausrüstung schwebte ich förmlich zum Gipfel hinauf. Vor mir ein grandioses Alpenpanorama und schon legte ich den Eiko aus. Leicht und stabil, sauber verarbeitet, ein toller Schirm. Dazu das leichte Gurtzeug und auch den Retter am Bauch empfand ich nicht als unangenehm. Wenige Schritte und ich hob ab. Soft stieg ich in der Thermik und beim steuern wurde der Flügel sehr wendig, eine coole Kiste. Problemlos erreichte ich den Landeplatz, setzte soft auf und legte gleich zusammen. Das war noch nicht der letzte Testflug, denn an den nächsten Tagen sollte schon noch was gehen. Dann fuhr ich gleich Heim zu Dundee und wir unternehmen eine Sunsettour auf unseren Auerberg. Rot leuchtete die untergehende Sonne am Abendhimmel und tauchte unsere Heimat in eine mystische Stimmung. Zufrieden stiegen wir wieder ab und fuhren Heim. Die nächsten Tage werden ebenfalls mit Spätsommer punkten und auch wenn es wieder föhnig wird, wir werden schon das eine oder andere Fenster finden. In diesem Sinne, genießt die fantastischen letzten sommerlichen Tage des Jahres und macht Euch ein erholsames Wochenende!!!

05/10/2018 - 07/10/2018 Der Freitag war wieder nach Plan, bestes Wetter, sanfte Thermik und passender Wind. So war es klar dass ich am Skiliftberg tätig wurde. Einem herbstlich bunten Anstieg folgte ein herrlicher Flug über das Alpenvorland. Nach einer sanften Landung fuhr ich gleich Heim und es ging mit Sofie, samt Dundee weiter nach Wildsteig. Hier wartet mit dem fantastischen Eckberg 962m https://www.dhv.de/db2/details.php?qi=glp_details&popup=1&item=3035 für Sofie ein grandioser Übungshang und für Dundee eine urige Tour. Klar das wir zunächst den aussichtsreichen Gipfel bestiegen, um dann wieder zur großen Wiese zurückzukehren. Ideal geneigt und vor allem enorm breit bietet dieser Hang beste Voraussetzungen für erste, kleine Hupfer. Sofie hatte Ihren Spaß bei den Aufziehübungen, selbst als der Wind mehr von der Seite kam. Mittendrin war es dann soweit, Sie machte Ihren ersten kleinen Hupfer, hob ab und gleitete sanft knapp über den Boden den schönen Hang hinab. Glücklich und zufrieden fuhren wir Heim. Am Samstag machte sich dann der übliche Trupp, bestehend aus Wuisl Olli und dem kleinen Eiswürfel Adrian mit mir auf den Weg an das hinterste Ende der Nagelfluhkette, dem Hochhädrich 1566m https://de.wikipedia.org/wiki/Hochh%C3%A4derich. Obwohl Föhn mit knapp 6hpa vorhergesagt war wagten wir den Versuch. Schon hinter Hittisau, im Bregenzerwald fing es an leicht zu tröpfeln...ohne Worte. Dennoch stürmten wir, zunächst über weite Forstwege, dem Kamm entgegen. Nach zahlreichen, herrlich gelegenen Almen erreichten wir die Abzweigung (die Olli dieses mal nicht übersah!!!) und bogen in den steilen, teils Drahtseil versicherten Steig ab. In zahlreichen Serpentinen erstiegen wir eine Scharte und es pfiff uns stürmischer Föhnwind mit starken Böen in's Gesicht....na toll! Ein Stück weiter westlich und wir erreichten die traumhaft gelegene Hochhädrich Hütte http://www.hochhaederich.info/. Dann ging es noch wenige Meter, nun östlich, zum Gipfelkreuz hinüber. Der Blick reichte weit in das Alpenvorland, den Allgäuern, den Lechtalern, dem Lechquellengebirge, dem Bregenzerwald und bis zum nahen Bodensee. Allerdings machte der immer noch knackige Wind Sorgen und so warteten wir Brotzeittechnisch hinter einer Baumgruppe ab. Ich stellte mich negativ ein und wollte sehen ob meine Jungs selbstständig entscheiden wie es weitergeht und nachdem ich schon sagte wir müssen absteigen waren beide für einen Versuch. Super, selber analysiert und gecheckt ohne nur auf mich zu hören. Tatsächlich wurden die Böen schwächer und die Pausen dazwischen waren länger, so dass als erster Adrian sich in die Luft erhob, gefolgt von Olli und das mit Publikum, denn mittlerweile trafen zahlreiche Bergsteiger am Hochhädrich ein. Am Alpenhauptkamm setzte sich auch immer mehr der Föhn durch und nun wurde es auch immer sonniger. Als letzter startete ich und genoß den geklauten Föhnflug aus vollen Zügen. Problemlos landeten wir alle wenige Meter unterhalb des Parkplatzes und da hier ein schöner Bach floß haute ich mich mit Adrian noch in eine herrliche Gumpe. Zufrieden fuhren wir wieder Heim und für mich ging es gleich mit Dundee weiter. Von der Bundesstraße aus machten wir uns auf den ziemlich langen Weg zum Bischofsee. Ein traumhafter, einsamer Weg durch weite Wälder und Felder, bis wir den malerisch gelegenen See erreichten, wo Dundee natürlich plantschen mußte. Am Sonntag war dann das Wetter eher durchwachsen, an den Alpen regnete es des öfteren, aber im Vorland war es deutlich schöner. Gemeinsam mit Mama Lang, Sofie, Olli und natürlich Dundee fuhr ich zum geliebten Skiliftberg. Letzte Woche hatte ich eine Komplettausrüstung (Schirm, Gurtzeug, Retter) günstig ergattert um für den Übungshang neues Material zu haben. Der Anstieg war flott erledigt, dieses mal sogar bis zum Gipfelkreuz. Dundee hatte jedenfalls seinen Spaß und war ausgelastet. Während er mit Mama Lang und Sofie zur Alm zurückkehrte, ging ich mit Olli zum Startplatz, wo der Wind, wie sollte es auch anders sein, von der Seite kam. der erste Versuch von Olli endete am Lifthäuschen. ich wagte den zweiten, mit dem 8 Jahre alten, aber kaum beflogenen Independence Cruiser. Die Ausrüstung war generell wie neu und hatte sogar noch einen Check, der Wahnsinn. Mit einem Ruck zog ich auf, rannte zur Kante und hob Trotz Seitenwind problemlos ab. Gemütlich flog ich über die Alm und genoß die Sonnenstrahlen die auf den orangegrauen Schirm herunter strahlten. Beim steuern etwas träger, aber sonst ein geniales Teil zum üben. Soft landete ich in der Wiese, legte flott zusammen und marschierte wieder zur Alm hinauf, wo mit Schweinsbratwürstl und Sauerkraut der Flug gefeiert wurde. Olli brauchte noch seine Zeit und wartete einen günstigen Moment ab, der nicht kam und so haute auch Er sich nochmal bei Seitenwind raus, was gelang und flog zufrieden über uns hinweg. Zuletzt saßen wir alle drei auf der Terrasse und ließen den tag ausklingen. Bei der heimfahrt blieben wir noch Rudersau stehen und liefen noch schnell auf den feinen Aussichtsberg mit dem "Wippstuhl", wo Mama Lang und Sofie Ihren Spaß hatten, während Dundee wieder im Dauerwälzeln neue Rekorde aufstellte. Nun steht uns eine Hammergeniale Spätsommerwoche mit teilweise 25° bevor und da wird bestimmt wieder das eine oder andere laufen. Natürlich wünsche ich Euch allen, wie immer einen geruhsamen Start in die neue, sonnige Arbeitswoche!!!

01/10/2018 - 04/10/2018 Ein extrem düsterer Wochenstart mit Dauerregen verhinderte schon mal grössere Ergebnisse, aber immerhin konnte ich mit Dundee, in einer halbwegs trockenen Phase, den Buchberg/Ilasberg über dem Halblech überschreiten. Von schönen Aussichtsbänken mal abgesehen, befinden sich am Gipfel zwei Schaukeln und man hätte sicherlich von hier, bei schönem Wetter, herrliche Einblicke in die Füssener Seenlandschaft. Egal, wir hatten unseren Spaß und waren unterwegs, das ist schon mal das wichtigste. Der Dienstag schaute etwas besser aus, aber an Fliegen war nicht zu denken, denn ein böig, stürmischer Westwind fegte durch das Alpenvorland. Die Dundeerunde ging sich natürlich trotzdem aus und so marschierten wir, wie schon so oft, über den kleinen Steinwandweg auf's Rote Kreuz. Am Mittwoch, dem Tag der Deutschen Einheit, war wieder Sifftime, wie passend und so machte ich mich mit meiner hübschen Sofie und Dundee auf zum Vorderzwieselberg/Buch. Die im Winter erkundete Skirunde muss auch mal im Herbst getestet werden. Problemlos stiegen wir über die leicht ansteigende Forststrasse in einigen Kehren zum Kamm auf, dann noch eine Weile weiter östlich bis zum aussichtsreichen Gipfelkreuz. Leicht angezuckert lagen die Berge rund um Füssen vor uns. Für Dundee gab es dann eine Bürstelaktion (schwer begeistert!) und wenig später marschierten wir wieder gemütlich zum Auto hinab. Da haben wir insgesamt mehr als Glück gehabt, denn im Umkreis sah man immer den Regen, doch bei uns blieb es trocken, fast würde man sagen: Wenn Engel reisen! Dann kam der Donnerstag und endlich wieder Hochdruck. Den ganzen Tag über Sonnenschein und steigende Temperaturen und so war es nicht verwunderlich das ich bei zulegenden Ostwind zum Blom hinauf marschierte. Wie stets, absolut einsam, in der Skipiste. Die Bäume im Herbstkleid bieten einen herrlichen Kontrast zum Blau des Himmels. Bald erreichte ich den Kammverlauf und sprang noch zum Ostgipfel hinüber. Der Wind stand perfekt aus O an und schon legte ich meinen Denali aus. Ein softer Zug, ein Schritt und schon war ich in der Luft. Mit thermischer Unterstützung überhöhte ich den Startplatz und flog problemlos um den Blomberg herum zum Stallauer Weiher. Berauschend dabei der weite Blick in's Isartal und das Karwendel. Mittels Kreisen baute ich Höhe ab und hatte im Landebereich nicht mehr allzu viel Vorwärtsfahrt, der Ostwind hatte deutlich zugelegt, aber ich landete dennoch unmittelbar am Windsack. Nach dem zusammenlegen fuhr ich gleich Heim zu Dundee und startete mit ihm gleich weiter zum Kienberg. In herrlichster Stimmung stiegen wir zu den Gipfelwiesen auf und genossen den Tiefblick auf Bernbeuren. Dundee war wieder im Dauerwälzelmodus und schon machten wir uns gemütlich auf den Rückweg. Nun scheint wieder ein goldenes Oktoberwochenende auf uns zuzukommen, auch wenn sich am Samstag der Föhn Fliegertechnisch uns auf die Füsse steigt, aber mal sehen, wir werden schon das eine oder andere reißen. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein erholsames und abwechslungsreiches Wochenende!!!

28/09/2018 - 30/09/2018 War ja klar, die Woche endete wie sie begann, windig und so wagte ich mich am Freitag nach der Arbeit bei zweifelhaften Bedingungen zur Alpspitz bei Nesselwang. Schon am Parkplatz fegte der Wind mehr aus Westen herein und das ist für den NW Startplatz eigentlich fatal. Egal dachte ich mir und stieg, der Abwechslung halber, über den schattigen Waldanstieg über die Burgruine Nesselburg zur Mittelstation auf. Das Wetter selbst traumhaft sonnig und so war das letzte Drittel zum Startplatz ein sonniges Vergnügen. Wie es zu erwarten war kam der Wind seitlich herein und ich war mal wieder im Lee. Kurze Pausen von mehreren Sekunden sollten reichen und so legte ich meinen Denali aus. Die passende Phase abgewartet, vier Schritte Anlauf und schon hob ich ab. Kurzes Gewackel an den Baumreihen und schon stand ich schräg fliegend im böigen Westwind. In den Skipisten kam noch Thermik hinzu was den Flug nochmals ruppiger werden ließ. Dennoch war der Blick auf das malerische Nesselwang ein Genuss. Die Landung ein Gewürge zwischen Steigen und Sinken, aber nach einigen Versuchen setzte ich exakt beim Auto auf und fuhr nach dem zusammenlegen gleich Heim. Dann packte ich gleich Dundee in's Auto und es ging ab zum Wendelin. Über die lange Route bestiegen wir unseren Hausberg bei traumhaften Wetter und konnten so die letzten Sonnenstunden des Tages einsaugen. Der Samstag Prognosentechnisch jenseits von Gut und Böse. Zunächst schwacher, bis mäßiger Wind und teilweise auflebender Ostwind. Im Endeffekt fegte schon am Morgen ein Ostwind von über 45 Km/h über das Alpenvorland und dazu noch Nebel der sich nahezu den ganzen Tag hielt. Das Fliegen hingen wir so schnell an den Nagel und so ging's mit Olli, Adrian und Dundee in's Loisachtal zur Teufelskapelle. Schon einige Jahre her das ich hier zum letzten mal hinauf kletterte, während es für meine Spezln die Premiere war. Zunächst der gemütliche marsch über die Sieben Quellen, Plantschtime für Dundee, bis zum geheimen Abzweig, ab dem es megasteil auf kleinem Jägersteig die Hänge empor geht. Olli war beim Anblick des Felsaufbaus schon erstarrt und versuchte sich aus der Situation heraus zu winden, aber das ließen wir nicht zu und so erreichten wir bald das Bankerl unter dem Einstieg. Klettergürtel, Seil und Helme angelegt und los ging's. Als erster kletterte ich im Vorstieg hinauf. Die Schlüsselstelle am kleinen Überhang war noch schwerer als früher, denn wieder sind einige der guten Tritte und griffe abgebrochen. Dennoch lässt sich die Stelle überwinden und bald stand ich auf dem ausgesetzten Felsturm der Teufelskapelle am Gipfelkreuz. Dann holte ich Adrian und als nächstes Olli herauf. Beide machten Ihre Sache souverän und kletterten tapfer die spannende Route zu mir hinauf. Einzig Olli hatte ein kleines Schwindelproblem, gut zugegeben mit 4qm ist hier nicht allzu viel Platz. Nach der üblichen Gipfelparty mit Buch schreiben (immer noch das erste von 1989!), Fotos machen und beglückwünschen ging es an's Abseilen. Olli kurz vor der Verzweiflung, aber dann konnte ich Ihn doch überreden so daß Er sich von mir abseilen ließ. Danach seilte ich mich mit dem Achter ab, natürlich mit Handy um Fotos zu machen (Olli von unten:typisch!). Zuletzt Adrian, ebenfalls und zum ersten mal mit einem Achter (Respekt!). Dann liefen wir die wenigen Meter zum Bankerl und Dundee der sich sichtlich freute dass wir wieder da waren und es gab für alle erst mal eine ordentliche Brotzeit. Sauber, da haben doch alle wieder was gerissen und so stiegen wir zufrieden ab und fuhren nach Hause. Am Sonntag strahlte dann wieder die Sonne von einem herrlich blauen Himmel herab, aber dazu wurde der Westwind immer stärker und an Fliegen war nicht zu denken. So fuhr ich mit Dundee nach Bodelsberg und suchte auf einem enorm aussichtsreichen Höhenzug einen großen Findling https://de.wikipedia.org/wiki/Findling. Versteckt in einer Baumgruppe fanden wir ihn und kletterten von der Rückseite hinauf und sogar ein kleines, altes Gipfelkreuz stand oben. Hinzu kam ein sensationelles Panorama, so daß sich die kleine Exkursion mehr als gelohnt hat. Nun folgen erst einmal wieder eher düstere Regentage, mit Neuschnee bis auf ca. 1400m herab. Erst ab Donnerstag wird sich wieder Hochdruck durchsetzen. Somit wünsche ich Euch allen einen entspannten und ruhigen Start in die neue Arbeitswoche!!!

24/09/2018 - 27/09/2018 Der Montag erwies sich noch als recht windig und somit war an einen Flug kaum zu denken. Dafür schien aber die Sonne von einem herrlich blauen Himmel herab und ich ging mit Dundee nach der Arbeit gleich den Schmauzenberg an. Landschaftlich immer ein Erlebnis und dazu stets die Einsamkeitsgarantie. Über den steilen, aussichtsreichen Waldanstieg hatten wir bald den Rücken, wie wenig später das Gipfelkreuz erreicht. Weit reichte der Ausblick in die Ammergauer und Allgäuer Bergwelt, so dass uns die Brotzeit doppelt so gut schmeckte. Im Abstieg wählten wir die Nordwestroute und erhielten so eine geschmeidige Rundtour. Am Dienstag präsentierte sich ebenfalls kaiserliches Wetter, doch da war wieder dieses Windproblem. Für die Schweiz wurde stark zunehmender ONO vorhergesagt, bei uns angeblich deutlich schwächer, wovon ich in Sonthofen, während der Arbeit nichts merkte, im Gegenteil, es wurde von Stunde zu Stunde immer windiger. Als ich dann von Unterjoch aus, an den Spiesserliften entlang aufstieg, fegte der Wind ordentlich mit satten Böen über die Wiesen. Problemlos stieg ich durch den Nordkessel in den Sattel zwischen Jochschrofen und Spiesser hinauf. Durch den Düseneffekt blies es hier noch üppiger. Ich machte mich dennoch auf dem Weg zum Windsack, der flatternd auf dem Gipfel steht, auf. Das Panorama gigantisch, der Wind dafür unverschämt und so versuchte ich in der Flanke irgendwie den Schirm auszulegen. Nahezu sinnlos, denn ständig wurde er verwurschtelt, an Fotos kaum zu denken und in einer halbwegs passablen Phase zog ich auf, sah das die Leinen frei waren, bremste an und wurde sofort in die Höhe gerissen. Bei Null Vorwärtsfahrt blieb mir nichts anderes über als den Beschleuniger zu treten und so ging es zäh aus dem Kessel heraus. Böen trieben mich immer wieder mal zurück, aber ich kam in den freien Luftraum über Unterjoch. Mit Spiralen, wobei es mich satt versetzte, baute ich Höhe ab. Ein paar Fotos konnte ich zwischenzeitlich doch machen und im Landebereich wurde der Wind etwas besser, so dass ich zumindest nicht Rückwärts landen musste. Bedient, aber zufrieden fuhr ich Heim zu Dundee und wir packten unmittelbar die Schluchtroute auf den Weichberg an. Fantastische Stimmungen im Wald und grandios schillernde Farben auf dem Gipfel waren der Lohn. Der Mittwoch ein weiterer Garant mit Sonnenschein, allerdings Vormittags ziemlich windig, denn eine leichte Föhnlage machte sich bemerkbar und da ich in Mittenwald arbeitete bekam ich die Dosis Föhndurchgangsschneise voll ab. Auf der Heimfahrt krallte ich mir den Schönberg bei Fleck, da dies kaum ein Umweg war und ich schon länger nicht mehr dort oben war. Wie in alten Zeiten rannte ich den endlosen Forstweg hinauf. Das Wetter war einfach gigantisch und zauberte mystische Stimmungen in den Wald. Als ich den Jägersteig erreichte wurde es ernst, denn dieser leitet ohne Gnade Direttissima steil den Waldgrat hinauf und es dauert, schwitzender Weise eine ganze Weile bis die Gipfelwiese erreicht ist. Das letzte Stück ist dann nur noch Genuss, denn das Panorama ist gewaltig. Von der Beniwand über das Karwendel bis zur Zugspitze reicht der Blick und wenig später erreichte ich das Gipfelkreuz. Der Wind kam leicht von hinten, aber das war's auch schon und so legte ich meinen Denali aus. Mit fünf Schritten war ich in der Luft und flog in das Isartal hinaus. Es trug herrlich und ab und zu lupfte mich sanfte Thermik etwas in die Höhe, so dass ich mit kaum Verlust über den Landewiesen schwebte. Mit Kreisen und Spiralen baute ich Höhe ab und landete fast neben dem Auto. Glücklich legte ich meinen Flügel zusammen und fuhr nach Hause. Dundee wartete schon und wir liefen noch eine ausgedehnte Runde in den Wäldern bei Bernbeuren oberhalb des Lechs. Der Donnerstag toppte dann alles, er wurde der sonnigste und vor allem wärmste Tag der Woche. Sogar die 25 Grad Grenze wurde erreicht, was wiederum für mich Schwitzalarm beim Aufstieg zum Wank in Garmisch verhieß. Mit satten Tempo schraubte ich mich auf den herrlich angelegten Steig vom Gschwandtner Bauer über die Südostflanke auf den Rosswank hinauf. Zuletzt in den Latschen bis zur ehemaligen Piste und zum Startplatz auf dem Gipfel. Das Panorama wieder der Wahnsinn hoch drei. Prall bauten sich die Kalkfelswände des Wettersteins und des Karwendels vor mir auf. Dominierend dabei die Zugspitze mit ihrem, noch existierenden Gletscher, dem Höllentalferner. Der Wind kam schwach von hinten, doch es sollte reichen um über die Bäume hinweg zu kommen. Zuversichtlich legte ich aus, ganz alleine, denn Weit und Breit war niemand in Sicht. Ein knackiger Anlauf und schon hob ich ab und kam soft über die Baumreihen hinweg und war unmittelbar über dem Gschwandtner Bauern. Nun hatte ich alle Zeit der Welt meinen Flug zu genießen und das tat ich auch aus vollen Zügen. Gemütlich kreiste ich über den malerischen Talkessel von Garmisch Partenkirchen und landete zuletzt soft beim Windsack am Gschwandtner Bauern. Dann packte ich zusammen, marschierte zum Parkplatz hinab und fuhr Heim. Bei der Wärme war es klar und schon wanderte ich mit Dundee zu unserem geliebten Weidensee. Die übliche Umrundung und ab in's Plantschvergnügen, das zwar frisch, aber herrlich angenehm war. Zufrieden machten wir uns auf den Heimweg und das Wochenende kann kommen. Zunächst zumindest mit Sonnenschein, auch wenn Freitag Abend eine kleine Störung durchmarschiert, die allerdings Samstag Morgen schon wieder den Abgang macht und dann sollte zumindest das Wetter so halbwegs passabel sein. Somit wünsche ich Euch ein spannendes und erholsames Wochenende!!!

21/09/2018 - 23/09/2018 Am Freitag war es soweit, zwar wurde es nochmal richtig sonnig, doch die Vorboten der Front kamen im lauf des Tages mit stürmischen Wind daher. Glücklicherweise ist am Freitag meistens in der Arbeit früher Schluss und so konnte ich problemlos und bei humanen Wind von bis zu 20Km/h am Skilifthang tätig werden. Ein flotter Aufstieg und ein entspannter Flug der Lohn der Geschichte. Zufrieden fuhr ich Heim zu Dundee und während der Sturm zunahm konnten wir bei immer noch herrlich blauen Himmel zum Roten Kreuz marschieren. Am Samstag waren die Prognosen mehr als vage, aber am Vormittag wurde es immer schöner und der Wind hielt sich erstaunlicherweise in Grenzen. Gegen halb elf starteten wir an den Übungshang. Mit dabei Hanni, Simone, Tanja, Martin, Flo, Armin, Wolfi, Dietl, Andreas und natürlich Dundee. Das ganze wurde ein voller Erfolg, jeder konnte nach Herzenslust mit den Gleitschirmen handeln und kleine Hüpfer machen. Die Zeit verging wie im "Flug" und so machten sich die infizierten, glücklich auf den Heimweg. Am Sonntag traf dann das Sturmtief ein, allerdings im Vorfeld nur mit Sturm und warmer Luft. Somit war bis Nachmittag schönes Wetter mit 27 Grad an der Tagesordnung und ich konnte mit Dundee eine herrlich aussichtsreiche Tour bei Halblech durchziehen. Beim Brotzeit machen ließen wir uns von der Sonne verwöhnen, bzw. brutzeln und genossen den wunderbaren Sonntag. Am Abend begann es dann zu schütten und so schaut auch der Wochenanfang aus, allerdings nur der Beginn, denn ab Dienstag stellt sich wieder Hochdruckwetter ein. Insgesamt herbstlich kühler, aber meist sonnig. In diesem Sinne Euch allen einen ruhigen Start in die neue Arbeitswoche!!!

17/09/2018 - 20/09/2018 Hach, schon wieder ein Wochenstart nach Wunsch. Sonne, Blauer Himmel, Wärme und einen Schuss Thermik. Grund genug gleich am Skilifthang tätig zu werden. Gleich in mehrfacher Sicht ein Glücksgriff. Zuerst kamen schon mal ein paar Geißlein zum Servus sagen, dann bekam ich herrliche Sonnenstimmungen beim Aufstieg über die herbstlich bunten Almen, bis zu einem einsamen, wie auch Weidetier freien Startplatz. Leichter Wind von vorne und ich legte meinen Flügel aus, getreu dem Motto Fliegerherz, was willst Du mehr. Nach wenigen Schritten hob ich ab und schon nach wenigen Flugmetern ging es stetig nach oben, so dass ich hoch über die Alm hinweg flog. Etliche Kreise gingen sich auch noch über den Landewiesen aus und zuletzt landete ich zufrieden beim Auto. Bellend kam dann ein Hund vom Bauernhof auf mich zu und führte die "Kontrolle" durch. Schwanzwedeln blieb er bei mir und begleitete mich zum Auto, wo ich wie üblich Hundefutter hatte und so war auch der tierische Besuch rundum zufrieden. Dann ging es gleich flott Heim zu Dundee und wir rückten in die Krottenhiller Wälder aus. Ein stimmungsvoller, lichtdurchfluteter Ort mit steilen Abbrüchen, verwunschenen Tälern und aussichtsreichen, kahlen Höhenzügen. Es ist immer wieder erstaunlich dass sich in unmittelbarer Nähe zum Wohnort immer noch Neuland erkunden lässt. Am Dienstag dasselbe Bild, nur noch wärmer und schon ging's mal wieder zum SO Startplatz, da am Buchenberg (laut Holfuy) 16Km/h SO anstanden. Schon beim raufgehen kam mir das spanisch vor, denn der Wind kam spürbar aus West und so wäre auch die Prognosen. Wie dem auch sei der Aufstieg war in herrlich satten Grün und der Blick zum Alpenbogen wurde frei. Bald erreichte ich das Gipfelkreuz und der Wind kam satt mit Böen aus WSW. Dazwischen immer Nullwindphasen und eine solche krallte ich mir. Ein bisschen mehr laufen als sonst und schon flog ich in die auf mich herab scheinende Sonne zu. Im Landebereich haute dann der West nochmal voll rein und hob mich satt an ehe ich zum landen beim Auto ansetzte. Nach dem zusammenlegen natürlich schnell Heim zu Dundee und sofort weiter zum Alpenpanorama am Roten Kreuz bevor die Gewitter kamen. Gerade noch rechtzeitig beendeten wir die Tour und kaum waren wir im Auto fing es an zu regnen. Am Mittwoch war ein Freudentag in doppelter Hinsicht. Zum einen hatte Dundee Geburtstag und zum andere war es wieder traumhaft schön, so dass die Sonne von einem dunkelblauen Himmel herab strahlte. Da ich wieder in Sonthofen arbeitete packte ich Nachmittags die Salmaser Höhe an.  Der einsame Ostgipfel war ideal und problemlos zu erreichen. Die 500 Höhenmeter durch wunderschönes, saftiges Almgelände waren gleich erledigt. Sanft stand der Wind aus SO an und ich legte hinter dem Gipfelkreuz meinen Denali aus. Mit Blick auf die Säntis, Hochgrat, Stuiben und dem Alpsee startete ich nach wenigen Schritten in die Allgäuer Luft. Es folgte ein absolut ruhiger und entspannter Flug über das malerische Tal. Der Herbst ist schon immer eine perfekte Zeit zum Fliegen. Nach etlichen Kreisen setzte ich soft zur Landung beim Auto an. Dann packte ich schnell zusammen und fuhr Heim zum Geburtstagskind. Dann folgte natürlich eine geschmeidige Geburtstagstour zum Weidensee, wo wir der Wärme entsprechend, nochmal so richtig plantschten. Als Krönung gab es für Dundee Fleischpflanzerl, die er genüsslich vertilgte. Gemütlich wanderten wir zum Auto zurück und fuhren Heim. Zuhause folgten noch etliche Geschenke, wie die liebevoll von Sofie gebaute Schatztruhe, ein Plüschsaurier und etliche Leckerlis. Der Donnerstag kam ebenfalls mit fantastischen Sommerwetter daher. Da ich Arbeitsmassig in der Nähe war packte ich mal der Abwechslung halber den Blomberg an. Am Parkplatz das übliche Tourichaos, aber nach wenigen Metern war ich ganz allein in der Skipiste und stieg steil empor. Die Hitze haute rein, aber ich versuchte das Tempo zu halten. Immer wieder gab es reizvolle Blicke in's Alpenvorland und bald erreichte ich den Rücken des Blombergs, wie auch den überlaufenen Normalweg und lief weiter zum Ostgipfel mit seinem Kreuz. Der Wind stand perfekt aus O an und der Touriandrang hielt sich in Grenzen. Gemütlich legte ich meinen Flügel aus. Es brauchte keine drei Schritte und ich war in der thermischen Luft, denn es ging gleich nach oben. Mit satter Höhe umflog ich den Gipfel und steuerte Richtung Stallauer Weiher. Weit reichte der Blick in das Isartal bis zum Karwendel hinein. Mit etlichen Kreisen baute ich dann Höhe ab und landete hinter dem kleinen See beim Windsack. Schnell zusammen gelegt und zum Auto gelaufen. Dann ging es gleich Heim und weiter mit Dundee zum Geldloch, unserer kleinen, aber urigen Höhle am Roten Kreuz. Für Dundee perfekt, denn meist schattig kühl und jede Menge zum plantschen. Nun scheint der Sommer wohl doch einmal ein Ende zu nehmen und es steht uns ein eher durchwachsenes Wochenende bevor, also mal sehen was da so alles geht. Trotzdem wünsche ich Euch wie immer ein spannendes, abwechslungsreiches Wochenende!!!

14/09/2018 - 16/09/2018 Nach der genialen letzten Woche war der Freitag eigentlich egal, aber....ja aber, denn es regnete zwar immer wieder, doch nach der Arbeit ergab sich doch ein Fenster um am Hausberg in die Luft zu gehen. Es kam sogar noch ein bisschen die Sonne heraus und dabei trug die Luft so gut dass ich weit in den untersten Wiesen landete. Gleich fuhr ich weiter nach Hause zu Dundee und packte mit ihm unseren feinen Kienberg an, wo die Sonne filigrane Stimmungen in die vor Feuchtigkeit dampfenden Wälder zauberte. Der Samstag stand ganz im Zeichen vom Kücheneinbau bei Spezl Dietl in Kaufering. Nachdem dies erledigt war fand sich am Heimweg auch noch ein kleines walk and fly mit NW Ausrichtung. Ein gemütlicher Anstieg bis zum Startplatz, einige Minuten warten bis die letzten Kühe seitlich aus dem Startbereich hinaus "gegrast" hatten und schon lief ich an. Es flog sich erstaunlich gut und die ersten Stromleitungen waren kein Problem, so dass ich den weiteren Flugweg bis zum Auto antreten konnte. Der Genussflug endete im Schein der untergehenden Sonne mit einer soften Landung. Dann schnell Heim und noch eine Dundeerunde in den Höhenzügen hinter Bernbeuren gedreht. Am Sonntag war dann wieder alles im Normalzustand, Ebenso startete das Wetter bereits von Morgens an mit perfekten Bedingungen, zumindest inneralpin, denn am Alpenrand hielt sich zunächst der Nebel. Gemeinsam mit Reiner machte ich mich auf dem Weg zum Oberjoch und bereits bei Jungholz lachte uns der blaue Himmel in's Gesicht. Ein Auto deponierten wir in Hindelang, mit dem zweiten parkten wir am Oberjoch und machten uns auf den Weg zum Einstieg des neu angelegten (Ende Juli) Ostrachtaler Klettersteiges https://www.kreisbote.de/lokales/sonthofen/hindelang-bietet-oberjoch-einen-neuen-klettersteig-10078362.html. Es dauerte nicht lange und wir erreichten über die Kanzel den Zugangsweg, der leicht absteigend unter den Wandfuß führt. Hier legten wir unsere Klettersteigsets an und kraxelten den herrlich angelegten Metallweg empor. Stellen zwischen B und C würzen den nicht allzulangen Klettersteig. Atemberaubende Tiefblicke auf die Oberjochstraße, wie ebenso in den Oberstdorfer Talkessel wurden uns geschenkt. An ein paar Aufschwüngen hieß es ordentlich zupacken und bald war der Ausstieg erreicht und es ging einfach über den Ifenblick zum Normalweg empor. Über diesen marschierten wir zur Hirschalpe hinauf, wo sich erstmal eine Kaffeepause einrichten ließ. Der Tag war zu schön um zu hetzen! Im Anschluß stiegen wir in den Sattel zwischen Spieser und Jochschrofen hinauf. Im Rücken die Allgäuer Hauptberge, im Norden das Nebelmeer im Alpenvorland, eine tolle Stimmung. Dann ging es leicht bergab in den Nordkessel um wenig später steil zur Ornach 1543m hinauf zu marschieren. Das Panorama am Gipfelkreuz wieder einmal sensationell und so liefen wir noch wenige Höhenmeter zum Jochschrofen 1625m und suchten uns in den einladend großen Wiesen unseren Startplatz aus. Traumhaft breitete sich vor uns das perfekte Gelände aus und flott hatten wir unsere Flügel in Position gebracht. ich startete als erster hinaus, gleich gefolgt von Reiner und so genoßen wir unseren Flug vor dieser gigantischen Kulisse über dem Himmel von Hindelang. Über 800 Höhenmeter Flug waren der Lohn für die spannende Aktion. Flott waren wir dabei auch noch, was mit einem durchtrainierten Partner wie Reiner kein Thema war. Zufrieden landeten wir beim geparkten Auto in Hindelang. Nach dem zusammenlegen verabschiedeten wir uns, Reiner fuhr noch weiter zum Weiherkopf während ich zu Dundee nach hause fuhr. Der Tag war noch lange nicht vorbei und so packten wir noch die 600 Höhenmeter zum Grüble an. Eine schattige Waldtour mit viel Wasser für Dundee zum tanken. So waren an diesem Wochenende alle auf ihre Kosten gekommen und die neue Arbeitswoche kann kommen. Somit wünsche ich Euch in diese einen geruhsamen und entschleunigten Start!!!

10/09/2018 - 13/09/2018 Eine Woche die besser nicht beginnen konnte. Zum einem strahlte die Sonne von einem traumhaft blauen Himmel herab und zum anderen gab es Arbeitstechnisch einen Hänger, was einen frühen Feierabend bedeutete. Vollspeed stürmte ich somit Richtung Ammergauer Klippenstart. Schon im Anstieg fantastische Stimmungen und im Schatten herrliche Tauimpressionen. Bald erreichte ich den Sattel und der Blick in das Herz der Ammergauer wurde frei. Es dauerte nicht mehr lange und ich stand am berüchtigten, kleinen, schrägen WSW Klippenstart. Der Wind passte perfekt und schon legte ich meinen Flügel aus. Zwei Schritte an die Kante und schon war ich in der Luft. Weit reichte der Blick über die Füssener Seenplatte bis in die Tannheimer Felsberge hinein. Die Luft selbst ruhig, nur leichtes steigen und so wurde es ein ausgedehnter Genussflug bis ich unmittelbar beim Auto landete. Dann fuhr ich schnell Heim, packte Dundee ein und ab ging es zum Hochschergen. Nachdem ich Zeit hatte legte ich auf die soeben abgeratterten 750Hm nochmals 650Hm drauf, so dass auch Dundee auf seine Kosten kam. Über den altbekannten Fahrweg kamen wir flott zum kleinen Gipfelsteiglein. Durch angenehm kühlen Wald ging es dann noch einige Serpentinen nach oben, bis das große Gipfelkreuz vor uns auftauchte. Noch einige Schritte und wir konnten es uns auf der Gipfelfläche gemütlich machen. Ich in der Sonne und Dundee vertilgte seine Brotzeit im Schatten eines Baumes. Nach einer Weile stiegen wir zufrieden über den Anstiegsweg zum Parkplatz hinab. Am Dienstag war es gleich noch wärmer und da sich meine Baustellen in Sonthofen befanden packte ich bei der Heimfahrt gleich die Reuter Wanne an. Über das malerische Holzkirchlein, den Alpengasthof und die Alpe erreichte ich schnell den Gipfelaufbau. Ein kurzes Waldstück und schon marschierte ich durch die gigantische Gipfelwiese der Südseite. Die Blicke reichten weit in die Tannheimer und Allgäuer Bergwelt. Flott erreichte ich den Hauptgipfel der Reuter Wanne. Die Kühe hielten sich zum Glück im Ostteil auf und so konnte ich problemlos am Gipfel, direkt am Kreuz auslegen. Wenige Schritte und ich war in der Luft und heimste einen traumhaften Flug in sensationeller Kulisse ein. Das landen war dann soft und easy. Flott fuhr ich dann Heim und marschierte mit Dundee unseren altbekannten Weg auf den Weichberg mit seiner lieblichen Kapelle. Wieder war es im Wald angenehm temperiert und so war es auch für Dundee kein Thema die Runde zu packen. Am Mittwoch ging es ebenfalls nach Sonthofen und dieses mal packte ich auf der Heimfahrt den genialen Seekopf in der Enge an. Bis Ende Oktober geht er ja noch und dann ist bis April gesperrt. Der Anstieg verläuft zunächst auf dem Breitenbergweg und zweigt dann rechts ab. Bald erreichte ich so die riesige Almwiese, die mit zahlreichen Baumstümpfen zum Seekopf emporzieht. Grandiose Blicke auf Aggenstein, Schönkahler und Einstein wurden frei. Nach diesem steilen Abschnitt erreichte ich den Rücken und stieg noch bis zum höchsten Punkt empor. Wind gleich null und so legte ich meinen Denali schon mal aus. Ein paar Schritte mehr als sonst und schon war ich in der Luft über der Enge. Gemütlich kreiste ich im Banne der Tannheimer Felsberge und landete zuletzt unweit des Parkplatzes am Wasserfall. Warm genug war es ja und schon sprang ich nach dem zusammenlegen in das kühle Nass. Frisch war er schon, aber das war ja genau das richtige für den heißesten Tag der Woche und so fuhr ich zufrieden nach Hause um gleich Dundee einzuladen. Der Abwechslung halber fuhren wir mal wieder zum "Felsen" bei Rosshaupten. Nachdem ich zuletzt ja diesen ominösen Felsen erst fand marschierten wir auch dieses mal über die urig, wilde Route zu dem Roten Nagelfluhfelsen. Ein bisschen Klettern und schon ging es weiter zum Hauptgipfel mit seine Kreuz hinauf. Dundee natürlich außer Rand und Band....mit schnuppern, wälzeln und raufen. Nach einer kleinen Brotzeit stiegen wir über die sonnige Südseite wieder zum Auto hinab. Am Donnerstag stand der Wetterwechsel bevor, aber erstaunlicherweise hielt sich das Wetter noch bis Nachmittags ganz gut und so wagte ich mich doch auf ein walk and fly in Grüntennähe. Problemlos schraubte ich mich zwischen Almwiesen und Wäldern auf den Rücken empor. Hier wurde die Sicht in die Tannheimer und den Oberstdorfer Talkessel frei. Noch ein letzter Hang mit Skiliften und ich erreichte den Startbereich. Keine Kühe, aber ein Weidezaun, doch den sollte ich packen, dachte ich mir. Sanft strich der Wind ideal aus WNW herauf und ich legte meinen Flügel wenige Meter neben der Hütte aus. Nach wenigen Schritten war ich in der Luft und flog locker über den Weidezaun hinweg. Der Flugweg zum Auto war nicht ohne und es ging über etliche Lifte und Waldstücke hinweg. Für den Denali alles kein Problem und so landete ich soft direkt neben meinem Auto und legte entspannt meinen Gleitschirm zusammen. Dann schnell Heim und noch vor den aufziehenden Gewittern mit Dundee übers Rote Kreuz marschiert. Wenn das keine geile Woche war weiß ich auch nicht mehr. Nur bis Morgen haben wir einen Hänger, aber am Wochenende schaut es schon wieder deutlich besser aus und da werden wir sicher wieder aktiv sein. Somit wünsche ich Euch allen ein erholsames und erlebnisreiches Wochenende!!!

07/09/2018 - 09/09/2018 Der Freitag war wie es zu erwarten war: Sifftime ohne Ende und so hatte ich fast schon Glück als ich mit Dundee eine verlängerte Runde beim Roten Kreuz drehte. Es schüttete nur einmal und da waren wir gerade geschützt im Gipfelhütterl. Somit stiegen wir wieder zufrieden ab und fuhren Heim. Am Samstag ging es dann mal wieder offiziell auf Tour. Mit von der Partie waren Ivonne, Dietl und Olli. Gemeinsam fuhren wir vom Treffpunkt an der Buchenbergbahn nach Elmen im Lechtal. Am Parkplatz der Stablalm und Alpe marschierten wir los. Noch lag das Lechtal unter einer dicken Nebelsuppe, aber bei den Almen kamen wir bereits in's freie und blickten in den strahlend blauen Himmel. Der bisher gut begehbare Weg wurde nun im weiteren Verlauf zu einem anspruchsvollen, schmierig rutschigen, steilen Steig. Die Blicke in das tief unter uns liegende Lechtal wurden immer spektakulärer. Dahinter baute such die gewaltige Hornbachkette auf. Über uns strahlten im satten Grün die steilsten Grasgipfel der nördlichen Kalkalpen herab. Allen voran die Lechtaler Rotwand, mit der dahinter liegenden Pfeilspitze und den Kreuzspitzen. Mittendrin war Ivonne verschwunden und meldete such am Handy. Der Steig hatte keine Abzweigungen, doch rote Fliegenpilze gaukelten Ihr Markierungen vor und so kam Sie doch kurzzeitig vom Weg ab. Bald hatte Ivonne aber wieder die richtige Spur und wir stiegen weiter auf. Endlich kam wir in die Sonne und Schritte aus dem Wald heraus. Nach einer Steilstufe erreichten wir auf 1900m eine Jagdhütte, für Ivonne das Ziel, denn hier bot sich idealerweise eine perfekt geneigte Startwiese an. Dietl, Olli und ich stiegen dann weiter dem über uns aufragenden Felszahn entgegen. Hier bog der Anhalter Höhenweg nach rechts ab und wir gingen wild links um den Felsen im freuen Gelände weiter. Das Panorama wurde immer grandioser und nach einem weiteren Wiesenabschnitt erreichten wir den auf ca.2100m liegenden Sattel zwischen Elmer Muttekopf und Kreuzspitze. Nun klinkte sich Olli aus, der schon mächtig platt war nachdem Er seine Tourenstöcke zu Hause liegen ließ und im steilen, rutschigen Gelände, ohne Stöcke ordentlich zu kämpfen hatte. Der Sattel bot ebenfalls Idealwiesen in Richtung Lechtal an und Olli legte unmittelbar seinen Flügel aus. Dietl und ich gingen dann zu zweit den steil nach Norden abbrechenden Grat zum Gipfel hinauf. Hier war überall Startgelände, allerdings etwas steiler. Glücklich stände wir am Gipfelsteinmann auf 2350m Höhe. Das Panorama über die Lechtaler und Allgäuer Bergwelt einfach gigantisch. Mittendrin sahen wir Olli starten, gefolgt von Ivonne und so flogen beide souverän in das Lechtal hinaus. Nach einer Brotzeit legten auch wir aus und hatten bei dem 20er Wind einiges zu tun die Kappen vernünftig zu platzieren. Dann startete Dietl mit einem 1a Schulungsstart voll durch, ich folgte Ihm sogleich und so gleiteten wir beide an der senkrechten Gratkante entlang in's Lechtal hinaus. 1400 Höhenmeter Arbeitshöhe hat schon was und so waren wir schön lange in der Luft und genossen unseren verdienten Flug aus vollen Zügen. Viele Kreise, Talquerungen später setzten wir im bereits anziehenden Talwind zur Landung in Parkplatznähe an. Glücklich marschierten wir alle zum Auto um noch den obligatorischen Landecappu in Stanzach einzufordern. Dann fuhren wir nach Hause und ich krallte mir gleich Dundee der schon in Warteposition stand. Wie so oft fuhren wir nach Riedersau hinüber und stiegen auf unseren schönen Schmauzenberg und genossen die Sunsetstimmung der langsam untergehenden Sonne. Am Sonntag ließ ich es ebenfalls locker angehen und marschierte mit Dundee nochmals in diese spektakuläre Schlucht am Auerberg die wir zuletzt entdeckt hatten. Ein Hammer was sich da am Ortsrand versteckt und das ist auch gut so, denn das soll ruhig geheim bleiben. Dundee hatte jedenfalls zwischen plantschen und wälzeln seinen Spaß und so war auch der Sonntag ordentlich genutzt. Nun folgt wohl eine traumhafte Spätsommerwoche mit Temperaturen bis oder sogar über 30 Grad und dieser stabile Hochdruck wird auch sicherlich fliegerisch nutzbar sein. In diesem Sinne wünsche ich Euch einen geruhsamen Start in die neue Arbeitswoche!!!

03/09/2018 - 06/09/2018 Das Wetter zeigte sich am Montag schon mal von seiner düsteren Seite und so konnte ich von Glück reden das einer meiner Skilifthänge unter dem Nebel frei war. Der Aufstieg war nicht gerade zum verhungern geeignet, denn es gab Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Brombeeren, das reinste Obstparadies. So gestärkt erreichte ich schnell den Startplatz. Keine Kühe Weit und Breit, was mich schnell meinen Denali auslegen ließ. Wenige Schritte und schon war ich in der Luft. Ohne merkbaren Höhenverlust gleitete ich über die Alm hinaus. Mit satter Höhe schwebte ich in den Landebereich hinein, wo tief unter mir mein blauer Firmenwagen stand. Noch ein paar weite Kreise und ich setzte soft neben dem Auto auf. Immerhin begann der Arbeitsalltag schon mal mit einer positiven, fliegerischen Nebenerscheinung. Nach dem zusammenpacken fuhr ich gleich Heim zu Dundee, packte den Buben in's Auto und fuhr bis kurz vor Rosshaupten. Schon lange lachte mich da ein Gipfelkreuz an, aber es schaute so nach unendlich vielen Weidezäunen und Kuhherden aus. Heute wagten wir den Versuch und stiegen über weite Almwiesen Richtung Fahrenberg 867m auf. Immer wieder spitzte der Nagelfluh aus dem Boden heraus, denn wir liefen auf einer sogenannten Härtlingsrippe. Langsam kam das Kreuz näher und ich denke bei Sonnenschein hat man hier ein grandioses Panorama. Allerdings war es auch heute bezaubernd und so stiegen wir den letzten steilen Aufschwung zum Kreuz hinauf. Daneben stand eine Bank die aus einer Traktorachse gefertigt wurde, eine geniale Idee. Dundee versank derweil im Dauerwälzelmodus bis ich die Brotzeit auspackte. Nachdem wir uns so gestärkt hatten marschierten wir wieder zum Auto zurück. Wieder eine neuen Hausberg erkundet und wir werden sicher wieder vorbei schauen. Am Dienstag schaute es im Vorland noch recht düster aus und es regnete die meiste Zeit. Da es sich um eine Staulage am Alpenrand handelte war es weiter drin deutlich trockener. Meine Baustelle spielte sich in Grainau ab und so bot sich der Garmischer Hausberg gerade zu an. Problemlos stieg ich, ohne Regen, den unteren Teil auf Forstwegen an. Bald wurde daraus ein Steigerl der sich immer weiter östlich nach oben schraubte. Ich folgte ihm noch bis zur Skipiste, wo ich abzweigte und das mörderisch steile Teil zum Startplatz direkt hinauf lief. Im Rücken steht's das weitläufige Garmisch und so erreichte ich durchgeschwitzt mein Tagesziel. Sanft strich der Wind ideal von NO herauf und ich legte flott meinen Schirm aus. Der Start nach zwei Schritten und schon war ich in der Luft im Werdenfelser Land. Kramer, Wank, das Karwendel und ein Teil von der Zugspitze, wie auch der Alpspitze rückten in das Blickfeld. Gemütlich kreiste ich über dem riesigen Hausbergbahnparkplatz, wo ich nach einer Weile seitlich beim Auto auch landete. Dann ging es gleich Heim zu Dundee und ab zum Weichberg....zumindest wollte ich, aber am Ortsausgang von Bernbeuren waren Kühe in der Straße. Die Folge: Stau! Kurzerhand fuhr ich an die Seite zu einem Forstweg denn ich schon länger mal austesten wollte. Weit kamen wir nicht und hängten in Weidezäune fest. An einem kleinen Bach kam wir durch und stiegen im Wald empor. Dann war ich doch mehr als überrascht, denn wir liefen unmittelbar in eine kleine Schlucht hinein. Sinterterrassen, Wasserfälle, Nagelfluhwände, Versteinerungen, Schleierfälle, ja geradezu ein abenteuerliches Paradies. Dundee war außer Rand und Band und plantschte in den Gumpen. Zuletzt fanden wir noch einen Kessel mit senkrechten Wänden und Stalagmiten wie in einer Höhle. Nachdem wir diesen durchkraxelt haben erreichten wir den Höhenrücken und bekamen einen schönen Blick auf Bernbeuren. Zufrieden und fasziniert stiegen wir über einen Forstweg ab. Am Mittwoch strahlte die Sonne den ganzen Tag vom Himmel herab. Mit Genuss stieg ich zum Weststartplatz auf und tankte Wärme satt. Immer noch blühen zahlreiche Blumen in den schönsten Farben. Der Blick reichte weit in den malerische Talkessel als ich meinen Flügel auslegte. Wenige Schritte und ich hob ab. Der Flug war soft und ruhig, so dass ich gemütlich Richtung Landebereich gleitete. Eine sanfte Landung, schnell zusammengepackt und weiter zu Dundee. Da es wieder ordentlich warm es fuhren wir zum Weidensee hinüber. Der übliche Anmarsch, eine Umrundung und rein in's kühle Nass: Plantschalarm! Am Donnerstag stand der Wetterumschwung an, allerdings erst für den späten Abend und so packte mich Nachmittags noch das Hörnle. Der Parkplatz zum bersten voll und es wird Zeit das die Urlauberphase mal vorne geht. Volles Rohr rannte ich los und kam schnell in's schwitzen. Bald tauchten die Staffelseen im Blickfeld auf und ich genoss die schönen Ausblicke. Kurz hinter der Bergwachthütte erreichte ich den Stockelhang und da dass sich eine große Kuhherde m Startbereich befand.....sauerei, aber es gab ja noch den zweiten Startplatz hinter der Bergwachthütte und da hatte sich sogar was getan. Ein neuer Windsack, sauber gemäht und eine zurecht gestutzte Baumreihe, was diesen Startplatz deutlich vereinfacht und mal ehrlich, es wurde am Hörnle auch Zeit. Direkt neben dem Windsack legte ich aus, drei Schritte Anlauf in den steilen Hang und weg war ich. Es folgte ein feiner Flug über das weitläufige Bad Kohlgrub. Nach einer Weile landete ich soft unweit des Parkplatzes und auch hier war ausnahmsweise alles in Schuss. Gemähtes Gras und ebenso wie oben ein neuer Windsack. Dann legte ich schnell zusammen und fuhr weiter zu Dundee. Um den Tag perfekt abzuschließen marschierten wir über den wilden Schluchtweg auf unseren Weichberg. Dundee hatte seinen Spaß und so stiegen wir wieder gemütlich ab. Nun steht uns ein nasser Freitag bevor, ehe es am Wochenende wieder sonnig wird und wir sicherlich was reißen können. Somit wünsche ich Euch allen ein erholsames, wie auch erlebnisreiches Spätsommerwochenende!!!

31/08/2018 - 02/09/2018 Am Freitag war es schon soweit, der Dauerregen hielt meinen Urlaubstag in seinen Fängen. Zum Glück wohnen wir an den bergen und können so ohne großen Aufwand dennoch auf Tour gehen. Gemütlich lief ich so mit Dundee auf unseren guten, alten Hausberg, den mit seiner Kapelle verzierten Weichberg. Problemlos erreichten wir, durch den Wald etwas geschützt den Gipfel. Lange hielten wir uns nicht auf und traten den Rückzug an. Der Samstag war nicht besser, aber wir mussten bei Spezl Dietl sowieso beim Umzug helfen und somit war es eigentlich egal. Für eine Nachmittagstour mit Dundee auf den Wendelin reichte es allemal noch. Am Sonntag wurde es zumindest halbwegs trocken und so marschierte ich mit Dundee unseren kleinen Skilifthang hinauf. Der Wind stand soft an und ich legte in der immer noch nassen Wiese meinen Flügel aus. Mit einem Ruck zog ich auf und lief bis zur Kante, wo ich sofort abhob und erstaunlich weit über den Lift hinaus getragen wurde. Nach einer soften Landung packte ich schnell zusammen, stieg zu Dundee hinauf und erweiterte die Tour um eine lange Runde über den aussichtsreichen Höhenzug. Schlechtes Wetter gibt es halt nicht, vor allem schon mal gar nicht mit Dundee. Zusätzlich hier der Hinweis auf unseren oben so eindringlich beworbenen FLY HARD IX, denn der Trailer ist hier schon unter https://www.youtube.com/watch?v=fOd58s6hhmk und bei den Videos weiter unten in den News bereits zu sehen. Nun folgt ein noch etwas durchwachsener Montag, aber dann sollte das Wetter sich bessern und eine schöne Hochdrucklage generieren. Mal sehen, denn auch für mich beginnt wieder der Arbeitsalltag. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen geruhsamen, soften Start in die neue Woche!!!

27/08/2018 - 30/08/2018 Am Montag schaute es schon mal ganz gut aus, allerdings windete es ziemlich und so fuhr ich mit Dundee über Görisried bis kurz vor Oy Mittelberg. Oft vorbeigerauscht, aber nie ausgestiegen und heute marschierten wir mal los Richtung Schwarzenbergweiher. Eine überraschend schöne Vorgebirgslandschaft wurde uns geboten, so daß die Nähe zur Autobahn gar nicht mehr auffiel. Der See hatte sogar eine Badestelle mit Kiosk und das war für uns beide, dem Wind zum Trotz, das Kommando zum notwassern. Schnell waren wir im kühlen Nass und drehten ein paar Runden. Danach stiegen wir über einen schön angelegten Steig zum Kreuzbänkle hinauf. Dieser Höhenzug bietet noch schöne Blicke in die Allgäuer Berge und den See. Noch eine gemütliche Brotzeit und es ging zurück zum Auto. Am Dienstag standen die Zeichen schon auf FLY HARD, aber zuvor lief ich noch mit Dundee auf unseren Kienberg, wo wieder die Kühe in der Gipfelwiese grasten. Ein kleiner Umweg und wir kamen dennoch ohne Ärger zum Gipfelbankerl. Dundee hatte seinen Spaß und legte sich zufrieden in den Schatten unter den Bäumen. Nach einer Weile stiegen wir wieder ab und ich machte mich auf den Weg in ein weiteres großes Abenteuer. Die Kunst bei walk and fly auf den ganz hohen Bergen sind die Prognosen genau zu interpretieren. In der letzten Zeit waren die Gletscher durch die Hitze eine blanke Eisbahn. Am Wochenende haute es dann über 40cm Neuschnee hin, was einen Start auf den Gletscher unmöglich macht. Gestern und heute hatte die Sonne Zeit um zu arbeiten, das sich der Schnee setzt. Somit wäre der Anlauf schon mal gewährleistet und ab Donnerstag bereits wieder eine Schlechtwetterfront. Das Ziel war klar, in den beiden Tagen mußte es funktionieren. Zuversichtlich fuhr ich nach Weilheim hinüber, wo ich mich mit Olli und Adrian traf. Gemeinsam ging es über den Achensee weiter in das Zillertal. Hinter Mayerhofen bogen wir ab nach Ginzling und fuhren Richtung Schlegeisspeicher bis zum Gasthaus Breitlahner 1257m. Ein Schnäppchenparkplatz (2Tage/9Euro!!!) erwartete uns. Es begann der der Packwahnsinn und es dauerte noch etwas bis wir alle unsere Ausrüstung in den Gleitschirmpacksäcken verstaut hatten. Mit gut 25Kg auf den Buckeln machten wir uns auf den Weg. Ein sich in die Länge ziehender Forstweg, mit sanfter Steigung im Zemmgrund führte über die Klausenalm 1301m zur Schwemmalm 1350m. Ein Abschnitt der schon einige Landewiesen parat hielt und das zum Teil ohne Kühe. Ab der Schwemmalm ging es eine erste Stufe empor zur Grawandhütte 1636m. Die Sonne kochte auf uns hinab und wir schwitzten uns mit dem schweren Gepäck die Serpentine hinauf. Immer mehr stolze 3000er tauchten im Umkreis auf und bildeten ein alpines Szenario. Der weitere Wegverlauf führte wieder flacher zur Alpenrose 1873m, wo vor allem die gewaltigen Gletscher des Großen Möseler faszinierten. Nun endete der Fahrweg und ein malerischer Steig leitete zur oberhalb gelegenen Berliner Hütte 2042m https://www.xn--berlinerhtte-llb.at/ empor. Eine der ältesten DAV Hütten, die sogar Denkmalgeschützt ist. Die Preise allerdings heftig und der Spezi ohne Kohlensäure, aber egal Hauptsache kalt und flüssig. Doch für uns war es noch nicht vorbei, denn nach der kurzen Pause ging es weiter am Zemmbach entlang. Noch immer war unser Ziel, der Schwarzenstein 3368m noch nicht zu sehen. Dafür rückten die Eisgipfel Turnerkamp, die Hornspitzen und der Mörchner in's Auge. Wir mußten noch den nächsten Kamm passieren und endlich tauchte unser Tourenziel auf. Massig vergletschert lag er vor uns, der formschöne Schwarzenstein. Olli und Adrian kämpften tapfer mit Ihren Rucksäcken, aber das ist natürlich noch nicht gewohnt und so lief ich etwas voraus um die Biwakplätze zu erkunden. Ich sagte noch zu den beiden in 400 oder 500 Meter kommt eine Abzweigung nach rechts. Die kam auch, mit Wegweiser Schwarzenstein, die einzige Abzweigung in der Route und wo gehen die beiden hin....nach links....ich war derweil schon auf der anderen Talseite auf dem Schwarzensteinweg unterhalb des Mörchners unterwegs. Nach einer Weile merkte ich das keiner nach kam und suchte den gegenüberliegenden Hang ab und tatsächlich, da stapften die beiden nach oben Richtung Schwarzensee. Falsche Richtung, falsches Tal, kaum zu fassen, wie kann man an dieser einen, beschilderten Abzweigung vorbei laufen. Egal, ich versuchte durch rufen die Jungs umzulenken. Das dauerte etwas, den die rauschenden Bäche verschluckten jeden Schrei. Mit Glück bekamen Sie es doch mit und schwenkten abkürzend in den Kessel hinab und stiegen auf meine Seite herüber. Hier gab es ja nur einen Weg und ich ging weiter auf den nächsten Moränenrücken. Bevor es restlos felsig wurde suchte ich in den letzten Wiesenflecken unseren Biwakplatz, natürlich mit fließend Wasser. In geschützter Lage baute ich schon mal das Zelt auf. Nach einer guten halben Stunde kamen Adrian und Olli, die ich zunächst mal zusammenfaltete und als Antwort Protest bekam. Allerdings hatte ich den Abzweig gefilmt und dann mußten die beiden selber schmunzeln wie es möglich war daran vorbei zu laufen. Dann stellten wir noch Ollis Zelt auf und machten uns in der einbrechenden Dämmerung über spartanische Brotzeit her. Die Stimmung um uns herum einfach nur sensationell, denn in sanften rot orange Tönen über den weiten Gletscherbergen ging die Sonne unter. Wir hielten es auch nicht mehr lange aus und hauten uns in die Schlafsäcke. Die Nacht wurde ein unruhiger Mix aus buckligen Untergrund, leichter Schräglage und Durst. Wasser hatten wir ja genug, warm war es in den Schlafsäcken auch und so erholten wir uns halbwegs bis am Morgen gegen 5 Uhr der Wecker klingelte. nach einem Frühstück sahen wir in die sternenklare Nacht und packten wieder unsere Säcke zusammen. Im Gegensatz zum normalen Bergsteigen müßen wir alles mit hinauf nehmen, da wir ja runter fliegen wollen. Als wir losgingen wurde es schon heller und es dauerte nicht lange und wir konnten die Stirnlampen ausschalten. Erstaunlich gut markiert leitet der Steig durch die Felswüsten der Gletschermoränen. An einem Absatz war sogar eine senkrechte Leiter angebracht. Mit schwacher Steigung näherten wir uns dem Schwarztensteinkees, wo die Markierungen endeten und auf das Gletscherende deuteten. Doch es waren noch einige Meter bis zum Eis und somit der tragische Rückgang des Gletschers wieder einmal tragisch vor Augen geführt. Nun war es Zeit für die Gletscherausrüstung mit Seil, Klettergürtel und Pickel. Steigeisen konnten wir uns sparen, denn der gesetzte Neuschnee war gut griffig. Bei ca. 2800m setzten wir unsere Füße in das "ewige" Eis. Zunächst ging es direkt einmal steiler in das obere Gletscherdach hinauf. Der Rundumblick in diese Eiswelt ein Erlebnis und bald tauchten die ersten großen Spalten auf. Im Zickzack marschierten wir zwischen den Längsspalten hin- und her. Bei einer war deutlich der Fußeinbruch eines Bergsteigers vom Vortag zu sehen. Seil somit mehr als angebracht, ein Seil das zusehends immer mal wieder spannte, denn Olli hatte sich noch nicht so an die Höhe gewöhnt und brauchte ab und zu Pause. Ab dem Schwarzensteinsattel 3143m wurde es wieder flacher und es zog sich dem Gipfel entgegen ziemlich in die Länge. Noch einmal durchquerten wir einen Bereich mit gewaltigen Längsspalten. Langsam kam der Gipfel näher und davor ein Eisrücken der sich als Startplatz anbieten würde. Hier deponierten wir unsere Schirme und stiegen die letzten 70m gewichtsbefreit auf. Über einen Firnast erreichten wir den Blockgrat, der südlich, auf der italienischen Seite senkrecht abbricht. Kombiniertes Gelände im I Schwierigkeitsgrad leitete uns zum großen Gipfelkreuz hinüber. BERG HEIL auf dem 3368m hohen Schwarzenstein, der bisher höchste Gipfel für Olli und Adrian! Allen Respekt und Gratulation! das Panorama natürlich der Höhe und Lage entsprechend ein Hammer, aber wir hielten uns nicht zu lange auf. Es wurde immer wärmer und der Schnee somit weicher, also stiegen wir flott zum Startplatz hinab, wo bereits der Wind mit gut 15 - 20 Km/h herein zog. Glücklicherweise fast aus der perfekten Richtung, leicht schräg aber machbar. Flott legten wir unsere Flügel aus, ein genialer Anblick in dieser Eiswelt. Olli versuchte es als erster, zog auf, wollte rechts unterlaufen, brach ein und kam nicht mehr hinterher. Adrian erging es genauso und auch mein erster Versuch endete mit einem Einbruch bis über den Schuhschaft...MIST. Es folgten noch weitere Abbrüche und es dauert bei dem Wind immer wieder den Schirm halbwegs vernünftig auszulegen. Nach einem zweiten Einbruch legte ich den Schirm näher an der Kante aus und versuchte es nochmals, hier trug der Schnee und ich konnte den Schirm unter Kontrolle bringen. Jetzt hatte ich ihn über mir und handelte den Flügel problemlos zur Kante und hob soft ab. Der Wind war so stark dass ich fast in der Luft stand und über den Gletscher entlang soarte. Über Funk gab ich den Jungs durch sie sollen ebenfalls an die Eisbruchkante gehen und dort starten und das taten sie auch. Nun lag ein 16Km langer und 2100 Höhenmeter bietender Flug vor mir. Das Ziel einer solchen Tour, das ultimative Fliegererlebnis. Langsam kam ich Richtung Berliner Hütte vor und erst ab hier bekam ich mehr Vorwärtsfahrt. Nun sah ich auch hinter mir Olli und Adrian, die es auch geschafft hatten nach einigen weiteren Abbrüchen in die Luft zu kommen. Nun konnten wir diesen Traumflug in dieser Gletscherkulisse so richtig genießen. Mit satter Höhe flogen wir über die Schwemmalm herein, der Bereich mit der größten und besten Landewiese im Zemmgrund. Spiralen, wippen Emotionen tanken, dann ging ein Traumflug sicher in der Almwiese bei einer soften Landung zu Ende. Glücklich nahmen wir uns in die Arme, das Projekt FLY HARD IX war geglückt. Nach dem zusammenpacken stiegen wir gemütlich die kurze Wegstrecke zum Parkplatz am Breitlahner ab. Im Zillertal gab's dann natürlich kühle Getränke bevor es endgültig nach Hause ging. da wartete natürlich schon Dundee auf seine verdiente Tour und die führte uns zum schattigen Roten Kreuz hinüber, so dass auch Dundee auf seine Kosten kam. Dann endete wie vorhergesagt der Hochsommer vorerst und am Donnerstag schüttete es ordentlich. Kein Grund Daheim zu bleiben, was mich mit Dundee gleich zu den Schleierfällen an der Ammer verschlug. Bei dem Regen natürlich ein spektakuläres Schauspiel und so war es dann auch. Über den steilen Steig stiegen wir zur rauschenden Ammer hinab und erreichten bald das Naturdenkmal der Schleierfälle. Dundee plantschte in der Ammer und ich schoß ein paar knackige Fotos. Der Tag war zumindest noch ausgekostet und so kann der Dauerregen ruhig weiter machen. Zumindest sieht es für das Wochenende am Alpenrand so aus. Zeit genug um an meinem FLY HARD IX Film zu arbeiten. Nächste Woche, wenn die Arbeit wieder beginnt wird es wieder schön...war ja klar. Egal, wie dem auch sei, macht Euch ein schönes Wochenende und habt bei all Euren Unternehmungen jede Menge Spaß!!! 

Demnächst auf Bluray und DVD erhältlich - FLY HARD IX RELOADED!!!  

24/08/2018 - 26/08/2018 Die Prognosen für das Wochenende waren alles andere als rosig, aber es schaute am Freitag in der Früh gar nicht so schlecht aus und ich wagte einen Versuch zum Ammergauer Klippenstart zu marschieren. Die Startrichtung WSW und das zwingend. Die Bewölkung war zwar dicht, doch es blieb erstaunlicherweise trocken, obwohl es bei der Anfahrt schon einmal tröpfelte. Der Aufstieg zunächst auf der Forststrasse und erst zuletzt auf kleinem Steig. Schon auf dem Sattel peitschte satter SW Wind herein und bis ich auf der Schulter am Startplatz war wurde dieser noch stärker. Der Windanzeiger flatterte in den Böen, die meist leicht schräg herein kamen und so legte ich auch meinen Schirm ziemlich schief aus. Das aufziehen ging im Starkwind ziemlich flott, ein Schritt und schon riss es mich in die Höhe. Es folgte zunächst nur steigen, so dass der Start gleich überhöht war. Der Blick auf die südlich gelegenen Felsberge und auf die Füssener Seenplatte wurde frei. Ohne Höhenverlust kam ich über den Talort an und mußte mittels Spiralen Höhe abbauen. Dann folgten noch mehrere Vollkreise ehe ich zum Parkplatz herein gleitete und mit kaum Vorwärtsfahrt beim Auto landete. Im Anschluß fuhr ich gleich Heim zu Dundee und fuhr mit ihm in's Biberland hinterhalb von Welden. Hier haben die putzigen, fleißigen "Handwerker" eine regelrechte Seenlandschaft erschaffen. Dundee hatte allerhand zu schnüffeln und war restlos begeistert. Danach fuhr ich noch einen Bogen über den Lech hinüber nach Utting um einmal das "Exornamentis" Labyrinth http://www.exornamentis.de/ im Maisfeld zu erkunden. Spannend angelegt, mit bayerischen Themen, bei denen mittels Stempeln die Suche durch das fantastische Labyrinth führte. Immer wieder kam die Sonne heraus und so war der vermeintlich schlechte Tag doch ausgiebig genutzt. Erst am späten Nachmittag begann es zu schütten. Am Samstag war es dann eher düster und nass, aber ich fand dennoch ein Fenster um mit Dundee zum Skilifthang zu fahren. Gemütlich stiegen wir an der Liftrasse auf und ich versuchte meinen Schirm auf dem Kamm auszulegen. Das war nicht unbedingt leicht, denn es fegte ein 25er Wind, bei Böen an die 30Km/h herein. Beim aufziehen brauchte es viel Korrektur um den Schirm unter Kontrolle zu bringen und dann hob es mich aus dem Stand knapp 20m in die Höhe. In Zeitlupe arbeitete ich mich mit dem Beschleuniger in den Hang hinaus und begann zu soaren. Hammer, das ging hier auch höchst selten. Immer wieder überhöhte ich den Startplatz und es brauchte seine Zeit bis ich mal hinter der Talstation befand. Immer wieder versetzend teilte ich meinen Anflug ein und landete gleich hinter meinem Auto. Dann packte ich schnell zusammen und lief wieder zu Dundee hinauf und drehte noch eine lange Runde über den aussichtsreichen Kamm. Das dabei der Dauerwälzelmodus eingeschaltet wurde war ja klar. Später fuhren wir, bei einsetzendem Regen, zufrieden nach Hause. Der Sonntag war dann wieder deutlich besser und so machte ich mich mit Olli und Dundee auf dem Weg in's Allgäu um mal wieder Neuland zu erforschen. Ein Mix aus Sonne und Wolken empfing uns bei Sonthofen und so marschierten wir im Seitental los. Über eine Serpentinenforststrasse machten wir flott Höhe und ich kannte den Aufstieg ja bereits, denn hier war ich schon öfters mit den Tourenski und warum sollte es mit dem Schirm dann nicht gehen. Es wurde nach und nach immer schöner und an einer malerischen Almhütte machten wir Brotzeit. Nun begannen die Startplatz Sondierungen, wobei wir nochmals ein Stück in einer steilen Wiese aufstiegen. Wäre hier etwas Wind könnten wir locker starten, aber man glaubt es kaum, 12 Uhr Mittags und wir hatten südlichen Rückenwind. Also stiegen wir wieder die Wiese zum Fahrweg hinab und legten dort aus, bzw. zuerst ich weil es reichte Platztechnisch nur für einen Gleitschirm. Wenige Schritte und ich hob ab und überflog problemlos die ersten Baumreihen. Es dauerte nicht lange und ich kam in die Sonne und somit in die Thermik. Sofort ging es nach oben und ich konnte mehrmals das Tal queren und auch längsfliegen ohne den geringsten Höhenverlust. Genußvoll gleitete ich über den urig gelegenen Dorf unter mir hinweg und landete zuletzt zwischen Hochspannungsleitungen (Spannend!) beim Auto. Schnell zusammen gepackt und wieder hinauf um Dundee zu holen, während sich Olli startklar machte. Der hob ebenfalls souverän ab, aber verfehlte dann den Talsprung in die Thermik auf der sonnigen Südseite, obwohl Er eigentlich meinen Flugweg verfolgt hatte und flog bereits direkt in den Landebereich. Egal, Hauptsache in der Luft gewesen und eine schöne Tour erlebt. Dundee war jedenfalls happy, endlich wieder normale Temperaturen und so soll es auch die nächsten Tage bleiben. Erst am Mittwoch nähern wir uns wieder der 30° Grenze und danach wird  es wohl wieder unbeständig. Naja, ein paar Tage habe ich ja noch frei und da sollte ja noch das eine oder andere gehen. Wie es auch kommt, ich wünsche Euch allen einen geruhsamen Start in die neue Woche!!!

20/08/2018 - 23/08/2018 Die Woche, bzw. der Urlaub begann gleich mit einem Paukenschlag. Abwechslung war die Devise und so wollte ich mir endlich mal das faszinierende Rothenburg ob der Tauber ansehen. Die Strecke über die A7 war klar und so bog ich schon mal bei Aahlen in der Ostalb zum Braunenberg https://www.dhv.de/db2/details.php?qi=glp_details&popup=1&item=175 ab. Einmal war ich bereits hier fliegerisch tätig und wusste somit das eine ernste, enge Schneise auf mich zunahm wo der Wind passen muss. Der Anstieg vom Parkplatz über den Fahrweg zum Naturfreundehaus kein Problem. Dazwischen immer schöne Blicke über Aahlen und weiter Richtung Oberkochen. Bald hatte ich den gepflegten Startplatz erreicht und legte sofort meinen Denali aus. Der Wind kam fast perfekt von W herein. Wenige Schritte, schon war ich in der Luft und gleitete durch den schwäbischen Himmel. Gemütlich kreiste ich über dem Landebereich und setzte zuletzt soft kurz vorm Parkplatz auf. Dann ging es zurück auf die A7 und weiter Richtung Frankenwald. Bei Crailsheim fuhr ich wieder raus und mogelte mich schräg unter der A6 hindurch in unbekanntes Terrain. In der Nähe von Künzelsau soll es einen Flugberg, Eichberg genannt, geben der annähernd 200 Höhenmeter versprach. Laut DHV http://www.dhv.de/db2/details.php?qi=glp_details&popup=1&item=628 eine 1 Personen Zulassung und Telefonnummer stand keine dabei, also mal sehen. Nach einer Weile fand ich das kleine, liebliche Flusstal und parkte oberhalb an der Landstraße. Die ungefähre Lage wusste ich und so marschierte ich an der steil abbrechenden Waldkante entlang. Natürlich zunächst falsch, aber im zweiten Anlauf fand ich die Öffnung. Der Talblick auf den Flusslauf wurde frei und ein fantastisch in Stand gehaltener Startplatz lag vor mir. Dazu eine Bank, wie auch ein Windanzeiger mit satten WSW und das mit Mittagsthermik gegen 12 Uhr. Egal, ich legte aus und zog auf. Sofort ging es nach oben, aber es war insgesamt sogar ruhiger als ich es erwartet hatte. Locker querte ich das Flußtal der Kocher und konnte den freien Blick über den Frankenwald genießen. Problemlos kreiste ich hinter der malerischen Ortschaft und landete in der ausladend großen Landewiese. Nach dem zusammenlegen lief ich zurück zum Auto und fuhr die knapp 40 Kilometer nach Rothenburg ob der Tauber https://de.wikipedia.org/wiki/Rothenburg_ob_der_Tauber. Der Ort ist tatsächlich ein Erlebnis, egal ob man auf der schier endlosen Stadtmauer läuft, die historische Innenstadt durchquert oder eines der sehenswerten Museen besucht. Die Eindrücke sind so vielfältig dass es Tage braucht alles zu verarbeiten. Der Tag hatte sich jedenfalls mehr als gelohnt und ich fuhr zufrieden nach Hause. Da wartete natürlich schon Dundee und wir unternahmen noch eine ausgiebige Runde zum Roten Kreuz. Am Dienstag packte mich abermals der Fluchtimpuls und ich fuhr ganz in den Westen des Allgäus und packte den gemütlichen Kapf https://www.dhv.de/db2/details.php?qi=glp_details&popup=1&item=739 bei Oberstaufen an. Ein kurzweiliger Aufstieg führte mich in die Startwiese wo wieder mal Kühe grasten. Nach und nach bewegten sie sich, auf der Suche nach dem saftigsten Gras, weiter und machten den Anlaufweg frei. Ruckzuck war ich in der Luft und griff einen feinen Flug mit Bregenzerwaldblick ab. Zufrieden packte ich zusammen, lief zum Auto zurück und fuhr weiter in den Westen Richtung Bodensee. Auf dem Weg schaute ich in Lindenberg noch in den erstaunlich pompösen, aber wunderschönen "Dom des Westallgäus" http://www.gmv-lindenberg.de/unsere-stadt/detail/dom-des-westallgaeus/ hinein. Danach ging es gleich weiter zum nächsten walk and fly bei Lutzenreute http://www.gsv-staufen.at/cms/index.php/lutzenreute.html, wobei dieser eigentlich WNW ausgerichtet ist und nun deutlich Ostlage herrscht. Gemütlich lief ich zum herrlich gelegenen Startplatz, wo der Blick auf den Bodensee und Lindau immer wieder ein Hammer ist. Der Wind merklich aus allen Richtungen, was für den schmalen, steil abbrechenden Startplatz eher nichts ist. Ich schaute mir die Lage eine Weile an und lotete die zwischendrin eingelagerten ruhigen Phasen aus. Mmmmh, sollte gehen und schon legte ich den Schirm mal aus. Die erstbeste Lücke nützte ich und presste meinen Denali hinaus. Es gelang und schon schwebte ich mit Bodenseeblick über den Wäldern. Da es wieder mal 12 Uhr war ging es deutlich nach oben, denn Thermik stand satt an. Ohne Höhe zu verlieren flog ich Richtung Bodensee und konnte die Runde weit ausdehnen, ehe ich Richtung Landebereich abdrehte, wo ich sanft landete. Da es immer heißer wurde war das nächste Ziel klar, ab in den Bodensee zum abkühlen. Nach ein paar langen Baderunden fuhr ich vollends zufrieden nach Hause wo schon Dundee auf seine Tour wartete. Wieder mal marschierten wir in der kühle der Wälder auf den aussichtsreichen Kienberg. Dundee schaltete wieder den Dauerwälzelmodus ein und war sichtlich zufrieden. Am Mittwoch war es dann wieder soweit, ein spektakuläres Ziel stand an. Mit dabei Adrian und so fuhren wir gemeinsam in's Tannheimer Tal nach Nesselwängle und stiegen Richtung Gimpelhaus in den Tannheimer Bergen auf. Darüber stand schon bedrohlich der Felskoloss der Roten Flüh 2108m https://www.bergtour-online.de/bergtouren/bergwanderungen/schwer/gimpelhaus-rote-flueh-ro/, unser Objekt der Begierde. Die steilen Serpentine brachten uns flott zur malerisch gelegenen Hütte, wo wir die angenehme Morgenstimmung mit den ersten Sonnenstrahlen tankten. Weiter führte der Steig in das Kar unter dem wilden Gimpel und nun wurde auch die Judenscharte sichtbar, die der Schlüssel zum Gipfel ist. Zwischen Gemsen marschierten wir due zusehends felsiger werdende Landschaft empor. Unter der Scharte könnte man starten, falls oben nichts gehen würde und so wussten wir zumindest dass wir nicht wieder absteigen müssten. Zwei Bergsteiger fragten wo wir denn hier starten wollten und ich sagte lapidar: Da oben und deutete auf den Felsgipfel der Flüh. In den Augen las ich eine Mischung aus Respekt und Verständnislosigkeit. Von unten lässt sich kaum eine Startmöglichkeit erahnen, denn rundum bricht die Flüh mit senkrechten Wänden in das Tal hinab. Zuversichtlich stiegen wir in den Drahtseil versicherten Gipfelaufbau hinein. Teilweise waren sogar Stufen in den Fels gehauen und somit alles kein Problem. Das Gipfelkreuz war schon in Sicht als sich nach links ein einziger Wiesenstreifen zeigte, die SO Startmöglichkeit....dennoch mehr als heftig. Ein astreiner Klippenstart, doch wir gingen noch schnell zum Kreuz um das grandiose Panorama festzuhalten. Allgäuer, Lechtaler und die wilden Felsgestalten der Tannheimer, was für ein gigantischer Anblick. Doch dem nicht genug, der Wind kam aus Nord, allen Prognosen mit leichten Süd zum Trotz, was uns nicht erfreute. Mit Rückenwind einen Klippenstart....nein Danke! Unmittelbar vom Kreuz, direkt im Steig auch ein kleiner Rasenfleck, nördlich auf den Gimpel zuneigend, somit eigentlich ein Start in's Lee des Gimpel. Leichter Wind war da, holprig, Steinig, eine Stufe am Weg, aber machbar vor dem senkrechten Abbruch. Ich legte mal aus, wobei die Eintrittskante im Weg lag und so nicht so leicht abrutschen konnte. Fehler darf es hier keine geben und so zog ich auf, machte zwei, drei Schritte und hob vor der Stufe und dem Wandabbruch ab. Dann flog ich nach rechts unter der Gipfelwand des Gimpel hindurch, umrundete die Flüh und gleitete in deren Südwand hinein und war schier geflasht von den spektakulären Eindrücken. Der fast unmögliche Start war gelungen, wieder ein Erlebnis das unvergessen bleiben wird und so kreiste ich über den Tannheimer Tal und flog auf den Haldensee zu. Noch ein paar sensationelle Fotos und ich machte kehrt und landete gast im Fußballtor des Sportplatzes von Nesselwängle, gleich neben dem Auto. Zufrieden legte ich meinen Flügel zusammen und es dauerte nicht lange, denn schon tauchte Adrian über der Flüh auf. Megarespekt an diesen Burschen der sich sowas von taff an diesem sicherlich mehr als gefährlichen Start wagte und diesen absolut souverän durchzog. Nach und nach kam Adrian dem Sportplatz näher, noch eine Spirale und schon kurvte Er zwischen den Fußballtoren herein. Stolz und mehr als glücklich fuhren wir wieder Heim. Danach packte ich gleich Dundee in's Auto und fuhr Richtung Weidensee, den wir gleich satt umrundeten. Dann folgte eine lange und ausgiebige Plantschrunde, war ja klar. Dundee schwamm mit mir um die Wette und das Wasser kühlte uns angenehm ab. Am Donnerstag begann es zu regnen und die ersten Ausläufer der angekündigten Kaltfront zogen im Auerbergland herein. Mit viel Glück und Dussel konnte ich am Hausberg noch ein kleines Flügerl ergattern, wobei der Wind alles andere als passend war, aber egal Hauptsache noch was gemacht. Das gleiche galt für Dundee, denn wir marschierten noch auf den Höhenzügen von Schwabsoien und ich versuchte nebenbei ein bisschen Groundhandeln, was aber im immer stürmischer werdenden Wind bald zu Ende war. Die nächsten tage sehen eher mau aus, denn es wird, was ja dringend notwendig ist, endlich mal länger regnen. Ob sich da Fenster bilden muß man sehen, aber ab Montag scheint sich die Lage wieder zu bessern, wobei langfristig ab Wochenmitte schon wieder die nächste Ladung kommen wird, aber wie gesagt schauen wir mal und machen das Beste daraus, denn es steht ja noch eine zweite Woche Urlaub an. Somit wünsche ich Euch allen viel Spaß am endlich mal kühleren Wochenende!!! 

17/08/2018 - 19/08/2018 Der Freitag war alles andere als lustig, denn obwohl ich in Garmisch arbeitete lief alles schief. Die Baustellen waren alles andere als normal und dann mußte ich noch nach Lechbruck zurück, so dass ein Flügerl an Hausberg und Hörnle dabei flöten ging. Spät Nachmittags machte ich mich dann mit Dundee auf den Weg zum Dachssee und nahm dabei noch den Skilifthang mit. Ein flotter Anstieg, Rückenwind wie Sau, 100m Anlauf und schon flog ich im Lee zum Auto hinab. Dann umrundete ich mit Dundee den Dachsee, wo wir einen Biber erblickten und kurz darauf ein Biber Zwergerl, was ich noch nie gesehen hatte. Mittendrin haute sich Dundee in einen Seitenarm des Sees, einen sumpfigen und heraus kam er als Zebra...ohne Worte! Dann hauten wir uns, an der perfekten Badestelle ohne Schlamm, natürlich in das kühle Nass und schwammen um die Wetter. Am Samstag marschierte ich mit Dundee gleich in aller Frühe auf den Auerberg über die Südseite, wo natürlich nichts los war. Natürlich luden die noch feuchten Wiesen zum Dauerwälzeln ein, was sich Dundee nicht zweimal sagen ließ. Im Anschluß machte ich mal ganz was anderes und fuhr in meine Geburtsstadt München, ein Revival sozuagen! Zunächst landete ich auf der Theresienwiese und stattete der Bavaria https://de.wikipedia.org/wiki/Bavaria einen Besuch ab. So eng hatte ich die Treppen im inneren gar nicht in Erinnerung, aber der weite Blick über München entschädigte für den Drehwurmanstieg. Danach ging es weiter über den Hauptbahnhof zum Stachus, durch die Fußgängerzone in die Michaelskirche https://de.wikipedia.org/wiki/St._Michael_(M%C3%BCnchen), mit den Königsgräbern, dann weiter in den Dom https://www.muenchner-dom.de/home/, um pünktlich um 11.00 Uhr das Glockenspiel am Marienplatz am Rathaus zu erleben. Weiter marschierte ich dann über den Alten Hof zum Alten Peter, dann weiter über den Viktualienmarkt https://www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten/orte/120340.html und bis hinaus zum Isartor, wo ich im Valentinmuseum http://www.valentin-musaeum.de/ vorbeischaute. Nach dieser eindrucksvollen Runde fuhr ich mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof zurück und fuhr im Auto nach Neuhausen, in mein altes Viertel und schwelgte in Erinnerungen. Das nächste Ziel war dann gleich Schloß Nymphenburg http://www.schloss-nymphenburg.de/, wo ich über den Park gleich weiter in den Botanischen Garten http://www.botmuc.de/de/ marschierte. Nach vielen Kilometern an Blumen und Bäumen kehrte ich zum Auto zurück und fuhr in's OEZ, das Olympia Einkaufszentrum zum futtern, wie auch shoppen. Dann war aber immer noch nicht Schluß, denn ich fuhr weiter nach Dachau, wo gerade das Volksfest lief und ich in der Geisterbahn mitfuhr. Im Anschluß stieg ich zum Dachauer Schloß https://www.schlossdachau.com/ hinauf und genoß den Weitblick zur Landeshauptstadt. Das letzte Ziel war dann das herrliche Kloster Fürstenfeld https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_F%C3%BCrstenfeld in Fürstenfeldbruck, wo ich noch Kerzerl aufstellte und zufrieden mit dem megaextremesport Tag nach Hause fuhr. Am Sonntag packte es mich dann wieder auf walk and fly zu gehen und eigentlich wollte Olli auch mit, aber der versumpfte wieder einmal am Abend zuvor und verpennte (Pfeife!!!!) und so bekam ich solo eine der schönsten Touren des Jahres offeriert. Für die meisten Liebhaber der Ammergauer beginnt der Danielkamm in seinem Westen erst mit der Kohlbergspitze. Ganz so, als begänne weiter westlich wirklich der "Wilde Westen", werden drei direkt über herrlichen Heiterwang und dem gleichnamigen See aufragende Gipfel fast wie Outlaws gemieden. Das Niederjoch 1881m, das Mitterjoch 1955m und das Hochjoch 2019 m, ein wunderbares Ammergauer Bergtrio, auf den es bisher in der gängigen Literatur noch nicht mal einen einzigen Tourenbericht gibt. Insgesamt eine extrem einsame, superschöne Genußtour auf drei unbekannte, freie Gipfel, ohne Kreuz, ohne Buch, ohne Bergsteiger...Start der Tour ist der riesige kostenfreie Parkplatz der Almkopfbahn, etwas westlich von Bichlbach. Es geht zunächst unter der Straße durch, bis ich jenseits zu einer Art Karrenweg komme, der mich zu einer kleinen Wiese führt. Hier finden sich Beschilderungen und Markierungen, die einen zielsicher auf den urigen Steig leiten, der sich fortan die faszinierende Südflanke hinaufwindet. In gleichmäßiger Steigung stapfe ich dahin, zunächst durch den eher dichten Wald, später in den Latschen. Auf etwa 1860m macht die markierte Spur einen Schwenk nach rechts und unterquert nun leicht abfallend die Latschenhänge von Mitterjoch und Hochjoch. Folgt man diesem Steig, gelangt man in's Schärtle, dem tiefsten Punkt zwischen Hochjoch und Kohlbergspitze. Von hier kann ich aber direkt dem Südgrat des Hochjochs folgen, der mich auf manchmal freigeschnittenen Trittspuren meistens hart an der Kante auf den kleinen belatschten Gipfel führt. Alle drei Gipfel sind so schnell erreicht, nur Startplätze sind sehr spärlich vorhanden, aber am Mitterjoch konnte ich unmittelbar am Gipfel auslegen, 5m Wiese und dann Latschen sollten reichen, zumal ein Hauch Wind aus SW anstand. Schnell legte ich aus bevor sich die Lage wieder auf Nord entwickelt und lief an. Zwei Schritte reichten und ich rauschte über die Latschen hinweg. Der Flugweg führte mich gleich um das Niederjoch herum und ich bekam den Lohn, den fantastischen Flug über den Heiterwangersee. Genußvoll kreiste ich über dem türkisblauen Wasser und freute mich wie ein Schnitzel über den gelungenen Start. Wahrscheinlich ist hier noch keiner geflogen und so machte ich mich auf den Weg Richtung Bichlbach, wo ich am Modelflugplatz, auf perfekt gemähter Wiese, landete. Kurz nach 9.00 Uhr fuhr ich schon wieder Heim und packte gleich Dundee in's Auto und wir fuhren zu unserem geliebten Schmauzenberg. Über den steilen, aber aussichtsreichen Anstieg arbeiteten wir uns zum Gipfelkreuz hinauf, wo schon von weitem Blasmusik spielte, denn es lief eine Bergmesse. Dundee war zwar neugierig, aber sonst ganz ruhig und so marschierten wir weiter und suchten uns ein ordentliches Brotzeitplatzerl. Nach dieser gelungenen Aktion machten wir uns wieder auf den Heimweg und ließen das Wochenende ausklingen, wobei ich hab ja Urlaub und somit ist es eigentlich egal. Das Wetter spielt vorerst noch mit, aber ab Ende der Woche scheint sich ein deutlicher Wetterwechsel abzuzeichnen, aber mal sehen, irgendwas geht sich ja immer aus und somit wünsche ich Euch einen geruhsamen Start in die neue Arbeitswoche!!!

13/08/2018 - 16/08/2018 Wochenstart mit hereinbrechender Kaltfront, aber es gelang mir noch bei Sonnenschein meinen SO Flugberg zu ergattern. So folgte einem kurzweiligen, landschaftlich eindrucksvollen Aufstieg, ein angenehm ruhiger Flug. Danach wurde es schnell windig, aber auch mit Dundee konnte ich noch trockenen Fußes eine Tour in den nördlichen Ausläufer des Weichbergs unternehmen. Am Dienstag wüteten noch die Reste der nächtlichen Frontenbewegung, sprich es schüttete immer mal wieder. Nach der Arbeit konnte ich ein kleines, wenn auch böig, windiges Fenster nützen um am Skilifthang abzuheben. Rauf, runter, mehrmals aufsetzen ehe ich im unteren Hangteil doch noch abhob. Rucklig eierte ich in den Landebereich und setzte auf. Naja...zumindest in der Luft gewesen, nur wie halt. Danach ging's gleich Heim und mit Dundee zu unserer Haushöhle, dem Geldloch. Andi kam auch dazu und do machten wir uns gemeinsam auf den abwechslungsreichen Weg in die Schlucht, die wir komplett durchschritten. Respekt an Andi der sich tapfer sämtlichen, rutschigen Kletterstellen stellte. Nach der Höhle stiegen wir zum Kamm auf und machten noch ordentlich Brotzeit, während Dundee wieder den Wühlmodus einschaltete. Zufrieden stiegen wir zum Auto ab und führe Heim. Dann folgte der Samstag und ich hatte ab 9 Uhr Übungshangtermin, was sollte davor noch gehen? Gedacht, getan und schon war ich gegen halb sechs Morgens am Parkplatz zur Bad Kissinger Hütte im Tannheimer Tal, mit dem Ziel den Aggenstein 1986m zu besteigen...allerdings allein...denn Olli fand den Parkplatz nicht und gatte, zu allem Überfluss due Karte daheim liefen gelassen...typisch! So marschierte ich mal vorne weg und folgte dem breiten Fahrweg in Richtung Bad Kissinger Hütte, der direkt auf den Aggenstein zuführt. Bei einer Häusersiedlung bog ich rechts ab, um wenige Minuten später wieder links in einen Feldweg einzubiegen (der Weg ist bestens ausgeschildert). Ich speedete an einem Funkmasten vorbei und gewann nun langsam die ersten Höhenmeter. Nachdem ich einen Forstweg kreuzte betrat ich einen lichten Wald. Über einen schmalen Pfad ging es nun zuerst wenig steil durch den Wald. Ich überquerte zwei rauschende Bäche über kleine Holzbrücken. Langsam wird der Wald etwas dichter und der Pfad schlängelte sich nun deutlich steiler werdend den bewaldeten Hang empor. Nach und nach zieht sich der Wald wieder etwas zurück und gab schöne Ausblicke auf das Tannheimer Tal frei. Nach 3/4 Stunde erreichte ich eine Einsattelung zwischen Aggenstein und dem östlich gelegenen Brentenjoch. Hier blickte ich nun nach Bayern und dem weit unter mir gelegenen Forggensee. An der Scharte wendete ich mich nach links und stieg in wenigen Minuten zur Bad Kissinger Hütte empor. An der Hütte schien bereits das Gipfelkreuz des Aggenstein greifbar nahe zu sein. Ich marschierte an der Hütte vorbei und querte eine grasige Flanke. Nun führte mich der Pfad im Zickzack zum Kammverlauf rechts des Gipfelaufbaus hinauf. Linkshaltend stieg ich über Schrofen entlang einer Eisenkette durch eine Rinne empor. Richtiges Klettern kam dabei nicht auf, eher ein steiles Gehen, bei dem die Hände die nötige Stabilität verliehen. Die Felsen sind allerdings recht speckig und abgetreten und das Steigen verlangt somit Konzentration. Nach diesem kraxligen Finale erreichte ich das große Gipfelkreuz und genoss den Blick auf die Ammergauer, Tannheimer, Lechtaler und Allgäuer Berge, sowie die Blicke hinunter nach Füssen und ins Tannheimer Tal. Die Stimmungen waren gigantisch, denn die aufgehende Sonne zauberte ein traumhaftes Licht über die Bergwelt. Über den selben, gesicherten Steig ich wieder ab und schaute mir die Wiesen an. Alles abartig steil, aber es muss gehen. Nun traf auch endlich Olli ein und wir legten bei fast Nullwind an der Gratkante aus, die nach Norden senkrecht abfiel. Es würde nicht mehr lange dauern und der Wind dreht endgültig auf Nord, was uns zur Eile aufforderte. Olli packte es als erster an und startete souverän in den Tannheimer Himmel hinaus. Ich folgte umgehend und so bekamen wir beide eine genialen Morgenflug geschenkt. Es war eine Wonne unter den hell leuchtenden Kalkwänden des Aggenstein hinaus zu gleiten. Problemlos flogen wir nach Grän hinaus und kreisten lange über den Parkplatz. Direkt bei unseren Autos landeten wir und freuten uns über die gelungene Tour. Dann machte ich auf dem Weg zum Übungshang wo ich pünktlich mit Dundee, den ich zuvor zu Hause abholte, gegen 9 Uhr eintraf. Bald kamen Markus und Fabian hinzu und wir legte los. Bis Mittags gaben wir voll Stoff und hamsterten jede Menge Flüge ein. Dundee hatte seinen Spaß mit Fabians Hund John. Respekt an Markus und Fabian, denn sowohl konditionell, wie auch in der ersten Schirmbeherrschung können sich die beiden schon jetzt sehen lassen. Dann wurde es zu thermisch und wir ließen es gut sein. Auf alle Fälle ein erfolgreicher Tag. Am Donnerstag war wieder Hochdrucktraumwetter geboten und so marschierte ich gemütlich nach der Arbeit zu meinem SW Startplatz in den Ammergauern. Bei leichten Rückenwind, für den Denali kein Problem, haute ich mich hinaus. Soft gleitete ich Richtung Landebereich hinaus, wo ich mit Vollkreisen Höhe abbaute und sanft landete. Dann gleich Heim zu Dundee und ab zum Bodenlosen See. Über due schattige Waldroute war der herrliche See flott erreicht und schon stürzten wir uns beide in's kühle Nass. Hier ist, wie der Name schon sagt, schwimmen angesagt und so ruderte auch Dundee wie ein Torpedo durchs Wasser. Nun folgt ein etwas durchwachsenes Wochenende mit Sonne und Gewittern. Wie dem auch sei, getreu dem Motto "a bisl was geht imma" werden wir uns schon durchlaborieren. Somit wünsche ich Euch allen ein erholsames Wochenende!!!

10/08/2018 - 12/08/2018 Endlich war es soweit, denn am Freitag regnete es und wir sehnten uns nach dieser Trockenperiode nach dem kühlen Nass. Für Dundee war es auch eine Erholung und er stürzte sich förmlich am Wendelin in die tropfnassen Wiesen. Der Samstag sollte noch so ein Übergangstag werden, aber ich dachte es geht von Westen her schneller und machte mich mit Olli gegen 5.00 Uhr Morgens auf den Weg in die Ammergauer, besser gesagt zum einsamen Hochwanner 2085m. An manchen Tagen sind wohl auf dem Daniel mehr Leute unterwegs als am Hochwanner im ganzen Jahr und das wird sicher auch so bleiben. Denn abgesehen davon, dass der Hochwanner neben dem Daniel eher weniger auffällt, führt über ihn kein markierter Weg, ja nicht einmal eine ordentliche Pfadspur. Der Hochwanner erfordert vor allem einen ausgeprägten Orientierungssinn. Dem gegenüber sind die technischen Schwierigkeiten relativ überschaubar. Die kurze Kletterstelle am Grat vom Meirtljoch zum Gipfel ist kaum der Rede wert. Das Gipfelpanorama ist, obwohl der Gipfel etwas niedriger als der Daniel ist, trotzdem beachtlich. Besonders der Blick auf das Zugspitzmassiv begeistert. Den eigentlichen Reiz der Tour machen indessen ihre Abgeschiedenheit und die landschaftliche Vielfalt aus. Einige Meter östlich von Ehrwalder parken wir an der Abzweigung zum Hochwanner. Von links kommt ein geteerter Fahrweg herunter. Mit diesem beginnt der Aufstieg zum Hochwanner. An dem schönen Wasserfall des Häselgehrbachs vorbei geht es anfangs recht steil und anstrengend bergauf. Weiter oben ist der Weg nur noch gekiest und wird flacher. Dabei begleitet uns der nun sanft plätschernde Häselgehrbach zum Althüttenboden. Beim Wegweiser am Althüttenboden zweigt links der Steig zum Daniel ab. Diesem folgten wir bis zum Meirtljoch, das zwischen Hochwanner und Daniel liegt. Die Route durchs Meirtl wird kaum genutzt, so dass der Steig oft schlecht erkennbar und verwachsen ist. Über dem lichten Bergwald wird die Landschaft zusehends karger. Das letzte Stück zum Meirtljoch ist extrem steil. Rutschen sollte man möglichst nicht. Im Meirtljoch wird die Anstrengung mit einem herrlichen Ausblick belohnt, der bis tief ins Herz der Ammergauer Alpen reicht. Leider peitschte schon im Kar starker Nordwind herab und auch im Joch wurde es nicht besser. Der weglose Grat vom Meirtljoch zum Hochwanner zeigt im ersten Abschnitt die Zähne und zwingt uns zum Ausweichen in die Westflanke mit leichter Kletterei (I). Einige Steinmandl helfen bei der Orientierung. Dann verbreitert sich das Gelände unvermittelt zu einem grasbewachsenen Rücken. Nur am Gipfelaufbau heißt es noch einmal kurz zupacken. In einer fantastischen Sonnen und Wolkenstimmung erreichten wir den Gipfel mit seinem Buch, denn Kreuz gibt es keines. Das Panorama gigantisch, bestehend aus den Ammergauern, dem Wetterstein und den Miemingern. Lange hielten wir uns nicht auf und gingen den Grat wenige Meter zum Vorgipfel zurück. Ein Abstieg in's Lee blieb uns erspart, denn der Wind lies nach und kam vermehrt, schon thermisch in unserer Wiese herauf. Wir überlegten nicht lange und legten unsere Flügel unmittelbar am Grat aus. Ein Hammerstartplatz, zwar steil, aber optisch genialst. Mit zwei Schritten war Olli in der Luft und ich folgte Ihm unmittelbar. Im Banne der Felswände des Daniels flogen wir Richtung Ehrwald. Es wurde ein grandioser Genussflug, der nur durch ein paar thermische Ablösungen etwas ruckelig wurde. Der weite Flugweg war kein Thema und wir kamen in satter Höhe in Ehrwald. Mit Blick auf das Zugspitzmassiv kreisten wir über dem Landebereich bis wir sanft aufsetzten. Wir wäre uns bewusst, vielleicht war es ein Jungfernflug. Zufrieden packten wir zusammen und liefen den Radweg zum Parkplatz hinab. Nach der Heimfahrt packte ich gleich Dundee in's Auto und wir liefen auf unseren Kienberg. Dundee bestens gelaunt, da es einfach kühler war und somit war dauerwälzeln angesagt. Wir genossen vom Gipfel den weiten Blick zu den Alpen und machten es uns Brotzeittechnisch beim Bankerl gemütlich. Nach einer Weile stiegen wir wieder ab und fuhren entspannt nach Hause. Am Sonntag ließ ich es ganz ruhig angehen und schlief endlich mal aus, da aber das Wetter so schön war musste doch noch eine Tour hergehen und so marschierte ich mit Dundee zum Deutensee bei Riesen. Ein beachtlich großer See den wir noch nie erkundeten. Ein schmaler Pfad leitete uns durch Moos und kleine Bäumchen zu einem alten Steg. Wieder einmal war Einsamkeit der Trumpf. Kleine Inseln lagen im südlichen Seebereich und es waren eine Vielzahl an Vögeln, Gänsen und Enten vertreten. Wieder ein kleines Paradies entdeckt. So war auch der Sonntag gut verbucht und die neue Woche kann kommen. Zunächst mit Hochdruck, aber auf Dienstag folgt schon mal der Kaltfrontdämpfer. Danach wieder Hochdruck und zum Ende der Woche hin eine weitere Kaltfront. Mal sehen was da so geht, aber egal, ich wünsche Euch einen angenehmen Start in die neue Arbeitswoche!!!

06/08/2018 - 09/08/2018 Dreimal dürft Ihr raten....wie war der Wochenbeginn? Heiß, heißer, am heißesten. Die Hitzewelle ging weiter und schon am Montag schwitzte ich mich spät auf meinen SO Startplatz. Der Anstieg trotz der Trockenheit in saftig grünen Wiesen. Ein Mix aus O/SO stand am Gipfelkreuz an und das reichte. Im Banne eines herrlichen Panoramas legte ich meinen Gradient Denali aus. Drei Schritte und schon war ich in der Luft und hamsterte einen feinen Alpenrandflug ein. Die Landung sanft beim Auto und schnurstracks Heim zum wartenden Dundee, der sich in der kühlen Garage verkrochen hatte. Klar, da gab es nur eines: Notwassern! Ohne lange zu überlegen marschierten wir unsere geliebte Tour zum Weidensee, am schattigen Waldrand entlang, den See umrundend, bis zu unserer Badestelle. Dann natürlich auf in's kalte Nass. Der Dienstag kam ohne Gnade mit der nächsten Rekordtemperatur daher und ich kämpfte mich schon förmlich auf's Hörnle hinauf, wobei der Nordanstieg zum Glück meist im Wald verläuft. Nur im obersten Abschnitt bekam ich die Sonne voll ab. Der Blick reichte weit in die Ammergauer und das Wetterstein. Gemütlich legte ich meinen Schirm bei einer Nullwindphase aus, hängte mich ein und startete mit wenigen Schritten in die Luft. Entspannt flog ich weite Kreise über Bad Kohlgrub und genoss den malerische Blick zu den Staffelseen. Die Landung beim Auto sanft und soft, so dass ich gleich nach dem zusammen packen weiter zu Dundee fuhr. Nächster Halt Dachslrieder Weiher, den wir gleich umrundeten um dann ausgiebig zu plantschen. Am Mittwoch zeigte sich das Wetter jenseits der Prognosen, denn am Alpenrand fegte ein unheimlicher, fast schon föhnartiger Sturm. Zu allem Überfluss fielen die üblichen Windanzeiger, wie der Windreporter (mittlerweile fast täglich) und auch Holfuy komplett aus. Damit ich überhaupt was getan hatte lief ich schnell zum "Buch" bei Vorderzwieselberg hinauf. Vom Sturm mal abgesehen bekam ich Training und ein fantastisches Panorama geboten, was ja auch was ist. Dann ging's gleich weiter zu Dundee und wir rückten sofort aus. Im Schatten des Waldes stiegen wir wieder mal auf den Kienberg auf. Es war dampfig ohne Gleichen, aber unter den Bäumen konnte es man aushalten. Am aussichtsreichen Gipfel gab es dann eine kleine Brotzeit, samt Radler und Dundee verfiel dem Dauerwälzeln. Danach stiegen wir gemütlich ab und fuhren Heim. Am Donnerstag war es vom Wind her wieder ruhiger, aber nach wie vor heiß. Zuversichtlich rannte ich zu meinem SO Startplatz hinauf, auch wenn es mehr östliche Winde gab. Erstaunlicherweise ist das Gras immer noch satt grün und so erfreu ich mich einer herrlich saftigen Landschaft. Wie immer legte ich meinen Flügel unmittelbar am Gipfelkreuz, vor dem fantastischen Panorama aus. Zwei Schritte, etwas Korrektur und schon war ich auch mit seitlichen Wind in der Luft. Sanft gleitete ich über die Almwiesen hinab und landete zufrieden beim Auto. Schnell zusammen gelegt und Heim zum wartenden Dundee. Die Hitze drückte wieder unverschämt und so zogen wir uns zu unserer kleinen Höhle, dem Geldloch zurück. Dieses mal durchkletterten wir die ganze Schlucht, ehe wir die Höhle betraten. Dundee hatte sichtlich seinen Spaß in der kühle der Felsen und Wassergumpen zu kletterten, wie auch zu plantschen. Über den aussichtsreichen Höhenzug liefen wir zurück zum Parkplatz. Nun steht endlich eine echte Abkühlung vor der Tür, denn eine Kaltfront bringt den dringend notwendigen Regen. Dennoch beruhigt sich das Wetter am Wochenende schon wieder und wir können alle getrost was unternehmen und dabei wünsche ich Euch allen viel Spaß!!!

03/08/2018 - 05/08/2018 Wie sollte es auch anders sein, der Freitag brachte den nächsten Schub Hitze über das Alpenvorland. Doch am Freitag ist Arbeitsmassig, wenn möglich, früher Schluss und so wagte ich mich mal wieder an den Buchenberg. Der Wind passte wohl nicht so richtig, denn es war niemand in der Luft als ich ankam. Bei traumhaften Wetter lief ich über die weiten Almwiesen der Ostseite zum Gipfel empor. Klammspitzen, Hochplatte und Geiselstein bauten sich im Hintergrund auf. Tatsächlich hatte ich etwas OSO Wind was auf parawaiten hinauslief und ebenso ein weiterer, sehr netter Fliegerkollege, teilte mit mir ratschend die Wartezeit. Es dauerte nicht lange und der Wind kam wieder von vorne, so dass wir beide hintereinander auslegten und umgehend starteten. Es folgte der Klassikerflug mit Blick auf Bannwald- und Forggensee. Dahinter ragten die Kalkgipfel der Tannheimer in den Himmel und vollendeten das herrlich Panorama. Genussvoll zog ich weite Kreise bis ich am Landeplatz soft aufsetzte. Nach dem zusammenpacken fuhr ich gleich Heim zu Dundee, der schon wieder mit der Hitze kämpfte. Grund genug unsere schöne Tour zum Weidensee durchzuziehen. Das ganze mit langer Plantscheinlage, wo noch mehrere Schulklassen hinzukamen und alle Dundee streicheln wollten. Der verhielt sich Vorbildlich und ließ alles über sich ergehen. Am Samstag startete dann die nächste offizielle walk and fly in die Allgäuer. Besser gesagt höchstwahrscheinlich Neuland, den vom Litnisschrofen 2068m findet sich im Netz fliegerisch garnix. Mit dabei waren Frank, Dietl, Olli und Adrian. Ein Auto stellten wir in Weissenbach ab, mit dem zweiten fuhren wir nach Rauth, dem Ausgangspunkt der Tour. Zunächst folgten wir den Weg zur Krinnenspitze. Viele Serpentine führten durch den noch schattigen Wald, aber es war dennoch bereits drückend schwül. Nachdem wir ein Bacherl überquerten kamen wir endgültig in die pralle Sonne und es ging mehr als schwitzend weiter. Rigoros führte der Steig, nahezu geradlinig, zu einem Sattel empor. Endlich sahen wir unseren Gipfel und auch den immens weiten Flugweg nach Weissenbach. Hier teilten sich die Wege, rechts Krinnenspitze, links Gräner Alpe und Litnisschrofen. Mit gut 100 Höhenmeter Verlust stiegen wir zur Alm ab. Danach ging es wieder steil bergauf und unter den hell leuchtenden Felswänden des Litnisschrofen entlang. Zu guter Letzt leiteten uns Schotterfelder in eine bröselige Rinne hinein. Hier deponierten wir die Schirme, zumindest Adrian und ich, während der restliche Trupp sich an das auslegen machte. Wir turnten derweil an den Drahtseilen, teilweise spannend ausgesetzt,  zum Gipfel hinauf. Der Blick ein einziger Traum und es reihte sich alles von den Lechtalern, Allgäuern und Tannheimern auf was Rang, wie auch Namen hatte. Nach den obligatorischen Gipfelfotos stiegen wir den Klettersteig zum Startplatz wieder ab. Startplatz war gut gesagt, eine steile, mit Felsen durchsetzte Wiese die in Schotter übergeht. Dann der weite Flugweg nach Weissenbach, schon eine spannende Hausnummer. Als erster wagte sich Frank an den Start. Der Wind zog sanft die Hänge empor und vereinfachte das aufziehen etwas. Souverän kam Er in du Luft und vollzog seinen Frankschrei. Dann wählte Frank allerdings einen etwas ungünstigen Flugweg, was Ihm ordentlich Höhe kostete und das überfliegen des letzten Kammes vor Weissenbach unmöglich machte. Somit drehte Er ab und landetet sicher in Rauth beim Parkplatz. Der nächste war Olli und der leistete sich einen spektakulären Ausweichstart. Er hätte nach dem aufziehen sofort links korrigieren müssen, aber die Reaktion kam zu spät. Er hob ab und hatte genau vor sich einen Meter hohen Felsen, den Er dann elegant  und mehr als knapp, mit angezogenen Beinen, umflog. Dafür tankte Er aber nach dem Start gleich thermisch Höhe und hatte keine Probleme nach Weissenbach hinaus zu fliegen. Der dritte im Bunde war dann ich und ich nützte eine gute Windphase um problemlos abzuheben. Thermisch bedingt stieg ich auch und do stand dem Flug nach Weissenbach ebenfalls nichts im Wege. Der Lohn ein gigantisches Flugerlebnis, faszinierende Tiefblicke und ein sehr langer Flug. Nach mir packte es Adrian und der rannte in mehreren Korrekturschleifen nahezu das halbe Schotterfeld hinab, aber Er schaffte es die Kiste raus zu bringen. Zuletzt haute sich Dietl, eine kurze Rückenwindphase abwartend, problemlos hinaus. Respekt an die Jungs! Leider schafften es beide nicht den letzten Höhenzug zu überfliegen und landeten, wie Frank, sicher in Rauth. Egal wie weit jeder gekommen war, diese Tour war ein grandioses Erlebnis, sowohl bergsteigerisch, wie auch fliegerisch. Nach dem obligatorischen Landecappu in Weissenbach machten wir uns wieder auf den nach Hauseweg. Wie üblich wurde es noch schwüler und so flüchtete ich mit Dundee wieder einmal in die schattigen Wälder am Kienberg. Hier konnte er laufen, wälzeln und im Bacherl plantschen. Vom Gipfel aus bekamen wir zusätzlich noch einmal eine gehörige Panoramaportion. Am Sonntag lies ich es ruhiger angehen, aber mit Dietl rückte ich dann doch zu einem gemütlichen walk and fly auf die Alp aus. Glücklicherweise verläuft der Anstieg unten in der Schlucht und somit war es angenehm kühl. Vorbei an den Wasserfällen führte das Steigerl Drahtseil gesichert in das sonnige Almgelände und zum Gipfel bei der Alp empor. Ein fantastischer Blick, leicht wechselhafter Wind und ein kalter Spezi.....passt, auslegen. Dietl machte sich als erster an den Start. Mit ein paar Schritten und einem zweiten Aufsetzer hob Er ab und machte gleich Höhe. Mir erging es genauso und schon schwebten wir beide im Allgäuer Himmel und genossen unseren Flug. Ruhig schwebten wir über dem kleinen Talort und kreisten uns langsam in den Landebereich hinein. Soft, zwar mit Rückenwind, aber soft kamen wir auf. Zufrieden führe wir nach dem zusammenlegen Heim und ich machte mich gleich mit Dundee auf den Weg. Um der Hitze zu entgehen erforschten wir einmal die Wälder westlich vom Auerberg. Menschenleer und somit Einsam präsentierte dich die kleine Wege. Dazwischen immer wieder mal Alpenblicke und dadurch abwechslungsreich. Hinzu kamen such noch kleine Bachläufe wo Dundee sich drüber her machen konnte und so ist auch dieses Wochenende mehr als ausgiebig genutzt vorüber gegangen. Zumindest schon einmal die nächsten Tage schauen ebenfalls hitzig aus, aber an den Alpen scheint es Nachmittags in Form von Gewittern Abkühlung zu geben, was ja immerhin schon was ist. Ich wünsch Euch somit einen kühlen Kopf und eine ruhige Arbeitswoche in diesem verrückten Jahrhundertsommer!!!

30/07/2018 - 02/08/2018 Die Hitzewelle nimmt kein Ende und da war es am Montag schon mehr als eine schweißtreibende walk and fly Tour auf das gute, alte Hörnle. Der Aufstieg dennoch farblich ein Traum und so erreichte ich bei grandiosen Verhältnissen den Startplatz. Obwohl Ost angesagt war hatte ich teilweise NW, was hier ja perfekt ist. Schon legte ich meinen Denali aus und war nach wenigen Schritten in der Luft über Bad Kohlgrub. Leicht thermisch zog ich meine Kreise und genoss den Flug aus vollen Zügen. Vor allem der Blick zu den nahen Staffelseen bei Murnau ist immer reizvoll. Am Rand der Landewiese setzte ich auf, da wieder mal geodelt war. Sehr witzig, hier sollte auch der walk and Flyer Start und Landegebühr bei der Bahn abdrücken, Frage wozu, denn oben meist Gestrüpp und unten Odel oder Kühe im Landeplatz, was mit Sicherheit nicht zur bezahlten Leistung gehört. Was soll's und schon fuhr ich Heim zu Dundee der schon auf mich wartete. Wieder ging es in den schattigen Bergwald, dieses mal zum Kienberg. Herrliche Stimmungen und ein grandioses Panorama empfing uns am Gipfel, so dass wir zufrieden nach einer kleinen Brotzeit abstiegen. Es hätte alles so gut sein können, aber dann kam ein Grauhaariger mit Jagdhund entgegen. Ich erkannte ihn zunächst nicht, war es doch der extrem unfreundliche und unverschämte Jäger der mich hier im Winter so zur Sau gemacht hatte. Dundee außer sich und in Spiellaune und sogleich kam der Kommentar ob ich den Hund unter Kontrolle hätte. Ich erwiderte "klar, er will nur spielen", was Herr Jäger gleich ablehnte und dann kam der Oberhammer, im Sinne von Hundeliebe pur, denn er meinte doch glatt was sein Rassejagdhund noch wert wäre wenn ihn meine Bestie beißen würde.....ohne Worte.....jedes weitere vernünftige Gespräch war nicht möglich und so zogen wir angefressen von dannen. Kein Wunder dass der hier einen schlechten Ruf hat und über die Gegend hinaus als schlecht gelaunter Klotz bekannt ist. Der Dienstag kam mit einer ebensolchen infernalischen Hitze daher und so machte mich wieder schwitzend auf den Weg zum SO Startplatz im Alpenvorland. Der Aufstieg in einer fantastischen Sonnenstimmung und immer noch im satten Grün, zum Glück, denn weiter im Norden des Landes schaut es schon eher wüstenähnlich aus. Am Gipfelkreuz wehte sanft der Wund aus SO, somit stand dem Start nichts im Wege. Schnell hatte ich ausgelegt und hing mich in das Gurtzeug ein. Ein Ruck, drei Schritte, schon war ich in der Luft und flog mit Blick auf die Ammergauer, das Wetterstein bis hin zu den Allgäuern dem Landeplatz entgegen. Sanft setzte ich auf und fuhr gleich weiter zu Dundee. Da es immer heißer wurde machten wir uns auf zum Bodenlosen See. Der Anmarsch führt an der südlichen Waldflanke, schön schattig, zum hinteren Ufer. Nur heute waren wir nicht allein, die jetzigen Pächter, zwei urige Stöttener, versuchten den Steg zu reparieren. Eines der Tragefässer hatte sich selbständig gemacht und war vollgelaufen. Zu dritt, mit vereinten Kräften konnten wir das Teil an Land hieven. Danach war Zeit für Dundee und mich um noch ausgiebig zu plantschen. Mit Genuss paddelten wir im kühlen Nass umher und so war auch dieser Tag erfolgreich abgeschlossen. Der Mittwoch, wie soll es anders sein, war wieder ein Hitzekollertag. Am Skilifthang kämpfte ich mich zum Startplatz hinauf. Wetter, Wind alles passend und dementsprechend schnell ergatterte ich meinen Flug. Ein paar entspannte Kreise über den Lift und schon landete ich soft beim Auto. Danach fuhr ich gleich Heim und packte Bube Dundee in's Auto. Bei der Hitze bot sich die Ostrunde auf das Rote Kreuz an. Zu schönen Ausblicken gesellt sich noch viel schattiger Wald, was vor allem Dundee dankend annahm und sichtlich entspannt war. Der Donnerstag tobte sich Hitzetechnisch wieder voll aus. In der Arbeit zog sich alles in die Länge und ich war in so einem engen Schacht dass mir fürchterlich das Kreuz weh tat. Nach über 11 Stunden war endlich Schluss und ich flüchtete walk and fly massig noch zu einem Weststartplatz. Die Bewegung tat mir gut auch wenn es sauheiss war. Der Wind stand an und so zog es mich nach dem Start gleich thermisch in die Höhe. Problemlos flog ich weite Kreise und hielt selbst über dem Landeplatz die Höhe. Weit reichte der Blick in die Ammergauer Bergwelt und mit ein paar Spiralen baute ich Höhe ab und setzte sanft beim Auto auf.  Elendiglich müde kam ich nach Hause und begab mich aber dennoch gleich noch mit Dundee auf den Weg in den kühlen Wald am Wendelin, wo Dundee sich wälzeln konnte und am Bacherl ausgiebig erfrischte. Das kommende Wochenende ist nun auch im Banne von heißen Temperaturen, aber in den Früh- und  Abendstunden sollten ruhige Flüge möglich sein. Nach dieser stressigen Woche wohl mehr als verdient. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein   schönes, erholsames Sommer Wochenende!!!

27/07/2018 - 29/07/2018 Der Freitag war schon mal noch grandios sonnig, was mich gleich zum Skilifthang trieb. Ein gemütlicher Aufstieg führte mich ungemein aussichtsreich zum Kuhfreien Startplatz, denn die waren weiter unten und grasten tiefenentspannt. Der Wind kam sanft aus NO und somit ideal. Zwei, drei Schritte und schon hob ich ab. Bei traumhaften Weitblicken gleitete ich über den Almbereich zum Auto hinab. Es folgte eine softe Landung und schon packte ich zusammen, um schnell Heim zu Dundee zu fahren. Um der Hitze zu entgehen griffen wir an der Nordostflanke des Kienbergs an und marschierten durch den schattigen Wald zur aussichtsreichen Gipfelkuppe. Immer wieder ein Erlebnis was für geniale Hausberge bei uns vor der Türe stehen. Dundee wälzelte sich freudig durch die Gipfelwiesen und so war der Freitag schon einmal ordentlich ausgenutzt. Am Samstag stand wieder eine offizielle walk and fly Tour an. Die Prognosen waren verheerend, denn es sollte eine Kaltfront mit massiven Windböen im Vorfeld aus Westen eintreffen. Allerdings erst im späten Vormittag und so machte ich mich mit Olli bereits um vier Uhr Morgens auf den Weg in's Lechtal auf. Wieder parkten wir in Bach an der Flugschule. Im dunkeln sah ich Reiners Auto, dachte mir nichts denn Er hatte geschrieben Er wolle bereits vorlaufen da wir immer so rasen. Speed Maschinen nannte Er uns, ein geiler Ausdruck. In Wirklichkeit hatte Er sich nochmals im Auto auf's Ohr gehauen und schlief noch als wir lospirschten. Als erstes lotste ich Olli in einen Brennesselhang, den Er fluchend mit den Worten "typisch Norbert" durchquerte. Danach hatten wir den richtigen Weg zur Wasenalm. Flotten Schrittes arbeiteten wir uns zur Alm empor während es langsam dämmerte und wir die Stirnlampen ausmachen konnten. Zum ersten mal gab es nun auch die richtigen Wegweiser mit der Aufschrift Ruitelspitze 2580m. Nun meldete sich auch Reiner, Er war wach und fragte wo wir bleiben....toll....und so machte auch Er sich auf den Weg und lief uns nach. Top Fit ist er ja und so machte ich mir keine Gedanken. Nach der herrlich gelegenen Wasenalm ging es noch eine Weile über weite Forstwege ehe wir an der Gümplealm Materialliftstation auf einen kleinen, steilen Steig wechselten. Erste Blicke in die Rot im Sonnenaufgang leuchtenden Lechtaler Felsgipfel wurden frei. Problemlos erreichten wir die Alm und es folgte endgültig freies Gelände. Wild baute sich die Felsregion der Ruitelspitzen ober uns auf. Nach ein paar Latschenfeldern folgte eine abschüssig bröselige Querung die uns in das dahinter liegende Kar brachte. Nun ging es im Kar steil und unvermittelt nach oben bis wir links die Wiesen der Schulter sahen. Dieses Eck wird auch Wildebnerspitze 2450m genannt und ist somit der Ausläufer der Ruitelspitze 2580m. Weiter oben ist es sowieso nur steinig und so steuerten wir die einladenden Wiesen an. Der Panoramablick genial, der Startplatz ein Traum und schon legten wir unsere Flügel aus. Der Wind legte immer mehr in Böen zu und so wollten wir schleunigst raus. Olli machte sich als erster bereit und lief an, bremste einen Ticken zu spät, lief schneller und ließ sich so vom Schirm nicht mehr überholen und hob ab. Nun machte ich mich bereit, als ich auch Reiner im Kar herauf marschieren sah. Ich rief Ihm noch beim Start zu er solle sich beeilen, da der Wind zunahm und war schon in der Luft. Mit fast 1500Hm kann man schon fliegerisch was anfangen und so kreiste ich genussvoll über dem tief unter mir liegenden Lechtal. Im Blickfeld auch unser letztes Fly Hard VIII Ziel, die Feuerspitze 2852m. Am Arlberg türmten sich bereits die Wolken auf, aber hier war alles noch ruhig und schön. Problemlos landete ich nach Olli bei der Flugschule und packte zusammen. Es dauerte nicht lange und auch Reiner zeigte sich am Himmel und wir waren Happy! Das wir dann alle noch zum Landecappuccino und Apfelstrudel einkehrten war ja klar. So eine Prognose und so ein Erfolg, sensationell genial und so fuhren wir alle zufrieden nach Hause. Kaum daheim angekommen lief ich mit Dundee bei der Hitze unsere Tour zum Weidensee. Abkühlen, plantschen und Spaß haben, das war die Devise. Am Sonntag ließ ich es dann entspannter angehen und marschierte mit Dietl und Dundee zu unserer Geldlochhöhle am Roten Kreuz, wo es angenehm kühl war. Danach hauten wir uns alle in den Weidensee und ließen so dass Wochenende ausklingen. Nun erwarten uns wieder ordentliche Hitzetage jenseits der 30 Grad Grenze, aber auch Tage die wir fliegerisch nützen können und werden. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen geruhsamen Start in die neue Arbeitswoche!!!

Die Wartezeit hat ein Ende: FLY HARD VIII ist da!!! Lasst Euch von diesem spektakulären Video verzaubern. Gewaltige, Full HD Aufnahmen einer grandiosen Tour zur Feuerspitze 2852m in den Lechtaler Alpen. Das walk and fly Abenteuer 2018! 

23/07/2018 - 26/07/2018 Zum Wochenstart wabberte noch die Restfeuchte am Alpenrand umher, aber Montag Nachmittags wurde es zusehends sonniger. Grund genug mit Dundee eine verlängerte Wendelintour in Angriff zu nehmen. Der kleine Berg überrascht immer wieder und so konnten wir über Remnatsried herrliche neue Pfade erkunden. Der Dienstag wurde schon mal tropisch heiß, die Talwinde gaben Gas und Thermik zog voll an. In einer Blitzaktion lief ich unter 25 Minuten über die Skipiste auf den Blomberg. Die Stimmung konnte nicht schöner sein und weit reichte der Blick in die Bayerischen Alpen. Der Wind stand satt aus O an und so legte ich meinen Denali unmittelbar am Kreuz des Ostgipfels aus. Der Start war easy, den nach einem Schritt zog es mich in die Höhe, die Luft pulsierte thermisch und es ging stetig nach oben, so dass der Flugweg um den Berg herum Richtung Landeplatz am Stallauer Weiher kein Problem war. Weit zog sich das Panorama durch das Isartal über die Benediktenwand bis in's Karwendel. Über dem Landebereich wurde der Wind immer stärker und schon stand ich mit null Vorwärtsfahrt in der Luft. Zum Glück ahnte ich das bereits im Anflug und befand mich im östlichsten Wiesenteil, so dass ich mich seitlich versetzend zum Windsack treiben ließ und sicher landete. Nach dieser gelungenen Aktion fuhr ich gleich Heim zu Dundee und dem war es viel zu warm und er hatte sich in die kühle Garage verkrochen. Abhilfe verschaffte unsere Tour, denn die führte uns schnurstracks zum Weidensee wo wir beide nach Herzenslust plantschten und uns im frischen Nass vergnügten. Der Mittwoch wurde dann noch heißer, wieder tobte der Talwind und die Thermik kam ordentlich in die Gänge. Schwitzend arbeitete ich mich zum Skilifthang empor. Die Kühe wäre glücklicherweise im unteren Weidebereich und so konnte ich am obersten Lifthäusl entspannt auslegen. Bei herrlich weiten Blick in das Alpenvorland zog ich auf und war nach wenigen Schritten in der Luft. Genussvoll flog ich meine Runden und kreiste längere Zeit über dem Auto. Soft setzte ich dann zur Landung an, packte schnell zusammen und fuhr flott Heim zu Dundee. Der hatte wieder die Flucht vor der Hitze angetreten.....Garage, aber mit mir wollte er dann doch ausrücken. Ziel wurde der herrliche Baderwäldlesee, wo wir nicht nur malerische Fotos beim Anmarsch schossen, sondern natürlich auch eine ausgiebige Runde plantschten. Rundum zufrieden führe wir dann zum grillen wieder nach Hause. Der Donnerstag wagte sich ebenfalls weit über die 30 Grad Marke und so schwitzte ich mich walk and fly technisch weit im westlichen Allgäu die Hänge empor. War klar, denn Arbeitstechnisch war ich mal im Umfeld von Kempten. Der Blick über die Vorgipfel zu den nahen Nagelfluhbergen um den Hochgrat wurde frei. Die Sonne brannte erbarmungslos herein und so wurde es wieder ein böiger Thermikmix. Ruhig legte ich aus und zig in der schwächsten Seitenwindphase auf, zwei Schritte und ich war in der Luft. Sofort ging es nach oben und ich konnte mich gut über dem lieblichen Talboden halten. Genussvoll zog ich meine Kreise ehe ich sanft zur Landung am Auto ansetzte. Dann fuhr ich gleich Heim zu Dundee, der den ganzen Tag vom Winter träumt und wir machten uns gleich auf den Weg. Ziel war die schattige und kühle Nordflanke des Wendelin, wo sich Dundee im Wald sichtlich wohl fühlte. Einzig allein auf dem Gipfel kamen wir kurz in die pralle Sonne. Der Freitag scheint noch halbwegs zu funktionieren, wenn auch das Gewitterinferno am Nachmittag höchstwahrscheinlich ist. Am Samstag wird es fliegerisch nur noch früh am Morgen sicher gehen und im Tagesverlauf werden Wind und Wetter durch eine nahende Kalt- Gewitterfront die Outdoorsportarten rigoros beenden. Am Sonntag wird sich noch Restfeuchte halten, ehe sich wieder Hochdruck breit macht. Insgesamt brauchbar, aber es ist wichtig sich zeitlich gut aufzustellen. Also lasst uns mal sehen was so geht und somit wünsche ich Euch allen ein spannendes Sommerwochenende!!!

20/07/2018 - 22/07/2018 Das Wochenende stand im Zeichen des Bayerwaldes und so machten wir uns, wenn auch durch die Arbeit leicht verspätet, auf den Weg nach Zwiesel. In den Alpen brodelte es bereits, aber wir hatten immer noch strahlenden Sonnenschein und so war es klar dass ich von der A92 abbog und über die B20 nach Straubing fuhr. Von hier war es dann ein leichtes weiter nach Haibach zum Sommerberg zu fahren. Dundee machte es sich am Landeplatz gemütlich während ich den altbekannten Weg zum Startplatz marschierte. Der Blick reichte weit in das Vorland und wie immer faszinierte der optimal gepflegte Hang am Gipfel. Der Wind stand thermisch aus westlichen Richtungen an, sozusagen absolut perfekt. Nachdem sich zwei Fliegerkollegen rausgehaut hatten legte ich gleich meinen Denali aus. Das aufziehen easy und schon machte ich Höhe und kreiste weit über den kleinen Dörfern. Ich genoss den Flug aus vollen Zügen, denn Daheim ging momentan nichts mehr. Es dauerte seine Zeit bis ich in den Landebereich eintauchte und sanft aufsetzte. Sofort lief ich mit dem freudig wartenden Dundee zum nächsten Bach, ehe ich zusammenpackte und wir weiter zu Mama  nach Zwiesel fuhren. Hier kam dann Dundee, den es sowieso dauernd zu groß war, endgültig zu seinem Recht, denn wir liefen noch schnell unsere Zwieselerbergrunde. Dundee hatte jedenfalls seinen Spaß und ich war ebenfalls zufrieden mit der Ausbeute des Tages. Am Samstag haute mich Dundee um halb sechs raus. Um so erstaunter war ich, als wir doch den Wald liefen, dass es immer noch strahlend schönes Wetter gab. Grund genug für ein morgendliches walk and fly in der Tschechei und sozusagen im Böhmerwald. Die Strecke über Bayerisch Eisenstein und Zelezna Ruda nach Spicak ein Katzensprung. Schon machte ich mich von der Talstation des Sessellifts auf den Weg zum gleichnamigen Berg Spicak 1199m. Laut Windwerte vom Sommerberg mit OSO 7-9 km/h mehr als optimal. Zwischen zahlreichen Ständen und Zelten bannte ich mir meinen Anstieg. Offenbar ist hier eine riesige Downhillveranstaltung unter Tags, aber um diese frühe Zeit war alles ruhig. Problemlos machte ich über die steile Skipiste schnell Höhe. Die aufgehende Sonne zauberte ein fantastisches Lichtspiel an den Horizont und schon näherte ich mich dem Aussichtsturm auf dem Gipfel. Die zahlreichen Stufen waren flott erklommen und schon konnte ich ein grandioses Panorama bewundern. Arber, Falkenstein, Panzer und so weiter, es reihte sich alles auf was Rang und Namen hatte. Einzig bedenklich der Wind, denn der Spicak ist höher als der Sommerberg und aus dem OSO Wind wurde ein böiger Südwind. Mit gemischten Gefühlen stieg ich vom Turm herab. Der Wind kam schon gehörig von der Seite und die Schneise ist nicht arg viel breiter als der Schirm. Am Windfähnchen legte ich dennoch aus und beobachtete die seitlichen Baumreihen. Turbulenzen durch Rotoren waren programmiert, aber in einer etwas schwachen Phase zog ich auf, rannte los, der Schirm kam und wollte sich gleich querstellen, massiv korrigiert und abgehoben, dann gestiegen bis zur Baumoberkante und die Turbulenzen begannen. Zunächst nur unruhiges Gewackel was ich soft korrigieren konnte, dann soff ich in der Skipiste ab, um alsbald wieder zu steigen und so endlich in's Freie kam. Hier wurde der Wind so stark dass ich fast stand und vor mir ein langes Waldstück ohne Notlandemöglichkeit. Es bliebe nur die Skipiste, doch es zogen mich einige Böen wieder schön nach oben und so gelang der Überflug bis zum Landebereich. Fliegen im Sonnenaufgang und das so spannend, ein Traum. Die Landung selbst dann stressfrei in einer weiten Wiese. Über einen Kinderskilift marschierte ich zum Auto und fuhr zurück nach Zwiesel um Dundee einzuladen. Das Wetter war immer noch schön, auch wenn es sich langsam überzog und so fuhr ich nochmals in die Tschechei. Hinter Zelezna Ruda tauchten wir in den Wald und stiegen ohne Karte auf unmarkierten Wegen den Berg Polom 1293m empor. Im oberen Teil leitete uns eine Brandschneise auf den Hauptkamm. Hier fanden wir einen kaum erkennbaren Pfad der uns in freies Gelände führte. Traumhaft ging es durch Sturmgepeitschte Baumleichen, mit grandioser Aussicht dem höchsten Punkt entgegen. Dundee war bedient, ihm war es deutlich zu warm und es war gut das zwischendurch ein kühles Bächlein vorhanden war. Der Gipfel selbst breit und gut einen Kilometer lang, aber ein tolles Panorama über den Bayer- und Böhmerwald. Nun war es Zeit für eine Brotzeit, ehe wir uns joggend an den Abstieg machten. Erst bei der Rückfahrt nach Zwiesel kamen erste Tropfen herab, was für ein Glück, denn zu Hause schüttete es schon seit gestern Abend. Am Sonntag kam dann der Regen auch im Bayerwald an, aber nach den vergangenen Touren kann ich mich wirklich nicht beschweren. Im Gegenteil und so machte ich mich gleich auf mit Dundee zum Zwieseler Berg. Drumherum und drüber, vom Bankerl bis zum Aussichtsfelsen, eine herrliche Tour. Dazu eine fast mystische Nebelstimmung, mit faszinierenden Fotos von Wassertropfen auf den Blättern. Dann kam es wie es kommen musste, leider ging es wieder nach Hause, dich nicht ohne einen Stopp am Sommerberg, denn der Bayerwald ließ mich nicht im Stich und offerierte ein Sonnenfenster dass ich glatt für ein walk and Fly ausnützen konnte. Der Wind leicht seitlich in Böen, was kurzes saufen zur Folge hatte, doch dann zog es mich gleich nach oben und ich konnte drei Tage mit drei Flügen verbuchen. Hallo....wer hätte das gedacht! Nach einer soften Landung drehte ich noch mit Dundee eine Runde zum nahen Bach und weiter ging's in die Schlechtwetterfront am Alpenrand, aber da wartet nicht nur ein tolles Heim, sondern wohl auch wieder Hochdruckwetter dass sich spätestens am Dienstag durchsetzen wird. Hammer, bin ich happy dass sich due Tage so zu meinen Gunsten entwickelt haben. Nun kann ich Euch allen nur noch einen ruhigen und entspannten Start in die neue Arbeitswoche wünschen!!!

16/07/2018 - 19/07/2018 Eine Woche fast wie im April, zuerst Regen, dann wieder Sonne und so weiter. Mit viel Dussel erwischte ich genau eine Sonnenphase nach der Arbeit und stieg zum Weststartplatz am Hörnle auf. Wieder begleiteten mich die buntesten Blumen, zusätzlich summte und brummte es überall. Am Startplatz angekommen wurde ich von einer Kuhherde überrascht, das hatte ich hier noch nicht. Zu meinem Glück waren sie vollkommen desinteressiert und ich konnte in Ruhe auslegen. Der Wind stand perfekt an und ich war nach wenigen Schritten in der Luft. Es trug perfekt, so dass ich lange über dem malerischen Tal kreisen konnte. Problemlos setzte ich dann beim Auto zur Landung an und fuhr nach dem zusammenpacken gleich nach Hause. Sofort ging es mit Dundee weiter und da es gerade mal wieder dampfig wurde wählten wir die kühle Schlucht zum Geldlich, unserer kleinen Nagelfluhhöhle am Roten Kreuz. Die griabige Tour ist immer ein Erlebnis und so hatten wir beide unseren Spaß, denn Dundee plantschte im Bach und wühlte in der Höhle, dann jagte er noch Schmetterlingen hinterher und war dann auch ausgepowert, während ich mich in die letzten Ecke der Höhle hineinforschte. Zufrieden mit der Welt fuhren wir dann wieder Heim. Der Dienstag war nochmals etwas labiler, doch wie am Vortag erwischte ich ein ideales, sonniges Fenster für einen kleinen walk and fly. Der Wind passte auch und so soarte ich gemütlich im Skilifthang über den Landewiesen. Nach dieser geglückten Aktion fuhr ich gleich zu Dundee um eine weitere Tour zum Roten Kreuz anzugehen. Dieses mal packten wir unseren klassischen Anstieg zum Alpenpanorama und wie zuvor beim Fliegen scheinte doch glatt die Sonne aus vollen Rohren. Die Gewitter tobten sich wieder anderswo aus. Auf dem Bankerl am Panorama machten wir Brotzeit. Die Stimmung konnte nicht besser sein und so genossen wir die ruhigen Augenblicke aus vollen Zügen. Nach einer Weile stiegen wir wieder gemütlich zum Auto ab. Am Mittwoch war die Lage schon wieder deutlich mehr durch Hochdruck geprägt und schon wurde ich am Lifthang tätig. Der Wind alles andere als prickelnd, denn der fegte aus W/SW herein und an einem NO Startplatz somit völlig daneben. Der Anstieg jedenfalls bärig in der warmen Sonne, die Kühe weit im westlichen Pistenbereich und somit nicht relevant. Nur der Wind komplett falsch mit gut 20Km/ von hinten. Wie üblich legte ich trotzdem aus und mein Denali rollte sich mehrmals im Rückenwind auf. Alles egal in einer vermeintlich ruhigeren Phase zog ich auf und rannte wie gestört los. Der Schirm kam langsam und es brauchte Strecke um abzuheben, dann soff ich Leetechnisch noch ordentlich ab um geradeso über die unter mir liegende Alm zu fliegen. Dann packte mich doch der Wind und ich machte wieder Höhe, was dann locker noch für entspanntes gleiten zum Landeplatz reichte. Der Gradient Denali überzeugt einfach, selbst bei den übelsten Bedingungen. Nach der soften Landung packte ich schnell zusammen und fuhr flott Heim. Mit Dundee ging es dann gleich weiter nach Dienhausen, denn dort hatte ich beim vorbei fahren Felsen erblickt. Offenbar wurde hier der Wald wegen dem Borkenkäfer abgeholzt und nun wurden plötzlich Felsen sichtbar. Mit Dundee marschierte ich in das Höhlenartige Gebilde und wir hatten unseren Spaß. Klar das wir dann gleich zum Dienhausener Weiher liefen um eine Plantschrunde durchzuziehen. Dundee hatte alle Mühe aus dem Wasser wieder auf den Steg zu gelangen. Gut abgekühlt traten wir so den Rückweg zum Auto an. Am Donnerstag tat such dann der Beste Tag der Woche auf. Sonnenschein ohne Ende und keine Gewitter, was Grund genug war nach der Arbeit mal wieder den Tiroler Stadl bei Pfronten in Angriff zu nehmen. Über die Skipiste machte ich schnell Höhe und wurde mit sensationellen Ausblicken belohnt. Stets steil geht es hier zu, aber dafür erreichte ich bald den Startplatz unter der Hütte. Der Wind passte und schon legte ich meinen Denali aus. Nach zwei Schritten hob ich schon ab und gleitete, über die vorhin überholten und nun winkenden Touris, in den Pfrontner Himmel hinaus. Es trug perfekt und so zog ich noch eine weite Runde über den Ort ehe ich soft beim Auto landete. Dann ging es schnell nach Hause und gleich weiter mit Dundee zum Wendelin, wo wir glücklicherweise viel im Schatten des Waldes aufsteigen konnten. Dundee hat's einfach nicht mit der Hitze und kugelte so lieber durch den kühleren Baumbestand. Nun kommt noch ein extrem heißer Freitag auf uns zu, aber dann ist am Wochenende erst einmal Schicht im Schacht, denn es wartet unstabiles, gewittriges Regenwetter auf uns. Wir versuchen unser Glück im Bayerischen Wald. Egal, wie es auch kommen mag, ich wünsche wie immer ein erholsames Wochenende!!!

13/07/2018 - 15/07/2018 Der Start ins Wochenende begann positiv, zumindest was das Wetter betraf. Arbeitstechnisch weniger, denn der sonst verkürzte Freitag zog sich wieder einmal in die Länge, so dass es spät am Nachmittag wurde bis ich ausrücken konnte. Hinzu kam das immer noch die Flugverbotszone bis 18.00 Uhr bestand. So fuhr ich gleich mit meiner hübschen Sofie und Dundee an einem meiner Skilifthänge und peilte die Lage. Böiger, thermischer Wind aus unterschiedlichen Richtungen, na toll. Egal dachte ich mir und stieg an der Lifttrasse auf. Als Bonus standen Kühe unter dem Startplatz und ein Weidezaun war gespannt. Der musste logischerweise bleiben damit die Tiere nicht flüchten und somit musste ich im Anlauf darüber springen....mit Seitenwind....grmpf! Mit Gefühl brachte ich den Schirm über mich, korrigierte ihn zum Zaun hinaus und hüpfte problemlos über den Zaun. Die Kühe reagierten gar nicht als ich über ihnen flog. In einem weiten Bogen flog ich die Talstation an und stand genial soarend voll im Wind. Genussvoll landete ich bei Sofie und Dundee am Auto. Danach kam gleich Dundee auf seine Kosten, denn wir wanderten über den verlandeten Englmairweiher zum lieblichen Dachsweiher, der sich sogar als Badesee entpuppte. Für Dundee und mich klar das Kommando zum notwassern. Am Samstag wagte ich mich mit Adrian an einen der ganz großen Kalkgipfel in den Tannheimern, den Rosskopf 1945m. Im alten Lissmann Führer stand dieser als Flugtauglich und Ende der 90er bestieg ich den Berg schon mal über eine chaotische Route in der Nordseite. Nur am Gipfel war kaum Platz, soweit meine Erinnerung und schon befand ich mich mit Adrian am bekannten Anstieg zur Höllentieralpe. Bis dahin alles gut, aber dann ging es in den steilen Abschnitt Richtung Rosskopf. Zunächst konnten wir noch easy Höhe machen, da ein Waldstück keine Hindernisse bereit hielt, aber dann begannen die Latschen. Die Hoffnung die alte Schneise von damals zu finden erfüllte sich nicht und so ging's mit Adrian, ganz getreu dem Motto megaextremesport, in's Gestrüpp. In einem mörderischen Kampf wühlten wir uns durch das Gelände. Teilweise auf allen vieren am Boden kriechend bannten wir uns den mörderischen Weg. Mit viel Glück gelangten wir an der richtigen Stelle an den Ausstieg und mussten uns erst einmal chemisch reinigen. Über und über waren wir voll Kiefernadeln, ein Irrsinn. Nun ging es alpin, aber normal begehbar weiter. Leichte Felsstellen leiteten uns über den Grat und zwei Scharten Richtung Gipfel. Rundum baute sich ein gewaltiges Panorama auf  und alles was Rang und Namen in den Tannheimern, wie Allgäuern hat schon sich in den unendlichen Horizont. Wenig später erreichte ich den Gipfel, zunächstalleine da Adrian noch seine Jacke suchte, die sich im Latschengewirr verabschiedete. Der Wind stand gerade mal richtig gut aus WNW an und ich legte meinen Denali schon mal aus. Platz war gerade mal füreinen Schirm zwischen Latschen, Wurzeln, Steinen und einer extrem steilen, kurzen Wiese. Der Schirm lag nur wenige Meter neben dem Gipfelkreuz und starten ohne passenden Wind wäre hier nicht ratsam. Endlich kam auch Adrian, ohne Jacke und mit Ihm einige Böen die meinen Schirm verwirbelten. Die auslegerei in dem Gelände immer grausig, denn kaputt gehen sollte natürlich nichts. Nach einer Weile hatte ich wieder alles soweit und zog zärtlich auf, der Schirm kam und sofort hob ich vor den Latschen ab. Wie, geht dich und sofort fand ich mich in thermischen Aufwinden wieder. Derweil machte sich Adrian an die Startvorbereitungen und legte vorsichtig aus. Für Adrian der bisher schwierigste Startplatz und ich konnte Ihn lange beobachten, denn von sinken war keine Rede mehr. Lange Zeit flog ich vor dem Gipfel des Rossbergs umher. Dabei immer mit fantastischen Blick auf die wilde Felswelt der Tannheimer und die Füssener Seenplatte. Mit ein paar Spiralen baute ich dann Höhe ab und landete unweit vom Auto. Es dauerte nicht lange und Adrian tauchte am Himmel auf. Der Kerl hat echt Nerven, startet Er doch mehr als taff, wie auch souverän von diesem heiklen Flugberg. Hut ab und allen Respekt! Nachdem Adrian ebenfalls noch ein paar längere Runden geflogen war landete Er unmittelbar bei mir und wir fuhren zufrieden nach Hause.  Im Anschluss ging es gleich mit Dundee und Sofie zum Kaltenbrunnersee bei Prem https://www.weilheim-schongau.de/Inhalt/Stichworte_A_Z/_Abt.6/Badegewaesser/Kaltenbrunner_See.asp. Eine wunderschöne Route führte uns durch Wald und Schilfwiesen zum Badeplatz, wo sich Dundee und ich natürlich nicht zweimal bitten ließen. Mit Inbrunst plantschten wir vergnügt im kühlen Nass. Am Sonntag ließ ich es dann endgültig etwas ruhiger angehen und schlief endlich mal aus. Im späten Vormittag machte ich mich dann mit Dundee auf den Weg zu unserem einsamen Schmauzenberg. Wie immer trafen wir keine Menschenseele und der Anstieg, wie auch der Gipfel gehörten uns alleine. Hinzu kam Sonnenschein, grüne Wiesen, bunte Schmetterlinge und ein herrliches Panorama. Was wollten wir mehr und so endete der Sonntag gemütlich beim WM Finale. Die nun kommende Woche schaut auf den ersten Blick gar nicht so schlecht aus, aber due Lage wird im Tagesverlauf wohl stets labiler und somit gewittrig. Also mal sehen was wir so anrichten können und somit wünsche ich Euch allen einen angenehmen Start in die neue Arbeitswoche!!!

09/07/2018 - 12/07/2018 Der Montag brachte strahlenden Sonnenschein und da war es ein MUSS am Skilifthang ein walk and fly zu absolvieren. Ein farbenfroher Aufstieg an der Sommerrodelbahn entlang brachte mich schnell zum Startplatz. Sanft strich der Wind passend herauf und ich startete problemlos in den blauen Himmel. Genüsslich flog ich über dem malerische Tal und landete zuletzt soft beim Auto. Dann ging es gleich weitet zu Dundee der sich freute ein neues Revier bei Wildpoldsried kennen zu lernen. Der höchste Punkt des hinter dem Ort verlaufenden Höhenzuges ist wahrlich schwer zu finden und teilweise durchaus steil, aber wir fanden den  Stein am Gipfel auf 916m und stiegen nach einer kurzen Pause wieder ab. Durch Zufall fanden wir eine Waldschneise wo ehemals in den 50rn des letzten Jahrhunderts Skispringer tätig waren http://www.skisprungschanzen.com/DE/Schanzen/GER-Deutschland/BY-Bayern/Wildpoldsried/1150/. Alte Ski und eine Tafel zeugten von den einstigen Aktivitäten. Der Dienstag wurde dann schon wieder düster und die Sonne zeigte sich kaum. Hinzu kam ein ziemlich böiger Westwind. In einer halbwegs trockenen Phase machte ich mich auf den Weg zum nach West ausgerichteten Startplatz. Schon am Parkplatz windete es ordentlich, doch ich war zuversichtlich. Über den Forstweg schraubte ich mich schnell zur Startwiese empor. Der fegte noch deutlicher in Böen herein und ich hatte Mühe meinen Flügel auszulegen. Das abheben erfolgte ruckartig, denn es saugte mich sofort nach oben und ich überhöhte den Startplatz. Null Vorwärtsfahrt und so begann ich mich seitlich "slidend" hinaus zu mogeln. Von sinken keine Spur, denn ich stieg die meiste Zeit weiter in den Himmel. Ansonsten verhielt sich mein Denali im ruppigen Wind Vorbildhaft und hatte nicht Ansatzweise die Tendenz zu klappen. Über dem Landebereich musste ich aktiv Höhe abbauen, wobei der Wind nochmals zunahm und ich im "Rückwärtsgang" meinen weiteren Flugweg beschritt. Dennoch landete ich sicher und musste nur etwas weiter zum Auto laufen. Dann fuhr ich schnell Heim, nahm Dundee mit und so fuhren wir weiter nach Betzigau bei Kempten. Nach einer kurzen Parkplatzsuche, es gab keinen, aber wir durften beim Bauern parken, marschierten wir in den Kemptner Wald. Als Ziel hatten wir uns den Dengelstein https://de.wikipedia.org/wiki/Dengelstein gesetzt und dieser war auch schon mehrfach auf den Wegweisern angeschrieben. Nach einem längeren Feldabschnitt gingen wir in den Wald und bald erreichten wir unser bedrohlich wirkendes Highlight. Dieser aus Hergottsbeton/Nagelfluh bestehende Koloss hat die Ausmaße eines größeren Einfamilienhauses und wurde in der Eiszeit von den Gletschern hierher transportiert. Umrunden und beklettern, alles musste hergehen. Erst nachdem wir uns ausgetobt hatten marschierten wir wieder zurück zum Auto. Am Mittwoch wurde der Zeitplan dann schon arg eng. Hinzu kam die Flugverbotszone von Innsbruck bis in unsere Voralpen wegen dem Ministertreffen. Zumindest konnte ich aber mit Dundee bei strahlend blauen Himmel auf den Wendelin marschieren. Immer eine sehr dankbare Hausbergtour. Am Donnerstag schon von Beginn an Traumwetter und da sollte sich doch ein walk and fly ausgehen. Nach wie vor dieses blöde Flugverbot und so fand ich mich bei immer stärkeren Westwind an einem SO Startplatz wieder. Zumindest außerhalb des Verbotes und somit halblegal. Die Stimmung genial, das Panorama gigantisch, nur der Wind war etwas zweifelhaft. Mit einem Ruck zog ich auf und es war dennoch ein leichtes, trotz Seitenwindes, in die Luft zu kommen. Viel steigen war dann natürlich nicht drin, aber es reichte um den ersten Baumreihen zu entflüchten. Gestern nicht geflogen....ENTZUG und somit genoss ich die kleine Aktion ausgiebig. Direkt beim Auto landete ich dann und packte zusammen. Nach diesem Event drehte der Wind immer mehr auf NW und ich war so irre auf den unweit gelegenen Skiberg, mit Startplatz NO zu laufen. Irgendwie war ich so in Fahrt dass eine zweite Tour hermusste. Es folgte ein weiterer, herrlicher Anstieg in traumhafter Umgebung. Der Startplatz war frei, keine Kuhherden und so legte ich bei Seitenwind, war ja klar, nochmals aus. Ein Zug und schon war ich weg. Nach wenigen Metern soff ich erstmal ab und dann packte mich ein Bart brachial, so dass ich mir gleich einen Klapper einfing. Sofort machte ich Höhe satt und kam hoch über den Landebereich herein. Mittels scharfen Kurvens baute ich Höhe ab. Das Landen war dann soft und safe beim Auto, so dass ich gleich weiter zu Dundee fahren konnte. Es war immer noch heiß und so machten wir uns gleich auf die abwechslungsreiche Tour zum Weidensee wo wir beide ausgiebig plantschten. Nun scheinen uns schöne Tage am Wochenende zu verwöhnen und einzig allein ein paar Wärmegewitter könnten die Stimmung etwas trüben. Wie es auch kommt, ich wünsche Euch allen ein schönes und Erlebnisreiches Wochenende!!!

06/07/2018 - 08/07/2018 Der Freitag punktete schon mal gar nicht und versank im Dauerregen. Grund genug zumindest mit Dundee auf den Weichberg zu laufen, wo wir wenigstens kurz Zuflucht in der Kapelle fanden. Einfach ein schöner und vor allem dankbarer Berg. Am Samstag sollte es besser werden, doch die Gipfel des Alpenhauptkamms zeigten sich nicht und verhüllten dich im dicken Nebel. Von Westen her wurde es besser und bei Kempten erschien zuerst der blaue Himmel. Da wurde es Zeit nach längerer Abstinenz mal wieder den Hauchenberg https://www.paragliding-academy.com/service/fluggebiete/ mit seinem Aussichtsturm zu besteigen. Von Weitnau/Waltrams leitet der Steig steil die dunklen Wälder empor. Die letzten Nebelfetzen im Tal lösten sich auf und der zuvor wehende Sw schwenkte, idealerweise auf satt Nw um. Flott legte ich meinen Denali aus. Natürlich kletterte ich noch auf den Aussichtsturm um den Blick in das Umland voll auszukosten. Zusätzlich bietet sich von dort oben ein ungewöhnlicher Blick auf den unten liegende Gleitschirm. Der Start bei dem genialen Wind war ein leichtes und schon gleitete ich über das weite Weitnauer Tal. Problemlos arbeitete ich mich bis zum Landebereich vor und baute mittels Kreisen Höhe ab, so dass ich bald sanft landen konnte. Als nächstes war Dundee an der Reihe und so erkundeten wir wieder einmal Neuland. Östlich von Kempten befindet dich unweit von Wildpoldsried eine weitere Ruine (Wolkenberg https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Wolkenberg) die in de 80ern saniert wurde. Ein schöner Steig leitete uns von den letzten Weilern zum 829m hohen Burgberg empor. Es war ein Vergnügen mit Dundee in den alten Mauern umher zu tollen. Mittedrin wälzte er sich in einem dunklen Staub, so dass er fast wie ein Pandabär aussah. Im ersten Moment könnte man meinen es wäre ein anderer Hund. Lachend stiegen wir wieder zum Parkplatz hinab. Am Sonntag sollte der Beste Tag des Wochenendes sein und Olli wünschte dich schon seit langem den 2047m hohen Säuling um über Neuschwanstein zu fliegen. Zuletzt war ich häufig unter Woche von der Bleckenau aus auf dem Gipfel um den Trubel zu entgehen, aber am Wochenende schaut dies anders aus. Hinzu kommt das der erste Bleckenaubus erst um 11.00 Uhr fährt. So trafen wir uns um 4.30 Uhr an der Buchenbergbahn. Fuhren weiter, parkten ein Auto an der Aral Tankstelle in Schwangau, da hier dann auch ein Kaffee auf uns warten würde und machten uns zuletzt auf nach Österreich um vom Säulinghausparkplatz bei Pflach loszumarschieren. Mit einem Affenzahn machten wir uns an du knapp 1200 Höhenmeter. Da wir nicht die Forststrasse sondern den abkürzenden Steig benutzten, machten wir schnell Höhe. Der Blick in das Lechtal wurde frei, die Morgendämmerung setzte sich durch und die wilden Südwände des Säulings tauchten über uns auf. Es dauerte nicht lange und wir erreichten das schön gelegene Säulinghaus. Nach einer kurzen Trinkpause kraxelten wir an den Stahlketten die Südrinne zur Schulter hinauf. Die Stimmung geradezu mystisch, das Panorama dramatisch faszinierend. Problemlos verfolgten wir die Serpentine zum Gipfelaufbau und packten auch noch die leichten Ier Kletterstellen zum Gipfelkreuz. Nach ein paar Genussminuten und etlichen Fotos stiegen wir die wenigen Meter zur steilen Gipfelwiese hinab und legten unsere Flügel aus. Wie immer rutschten die Schirme beim Leinen sortieren bergab, weil es einfach enorm steil hier oben ist. Der zunächst als Seitenwind herein brechende Sw wanderte nach und nach über W auf Nw, was ideal für uns war. Olli startete als erster und ich folgte Ihm sogleich. Der Flugweg führte am zeigen Pilgerschrofen und seinen zwölf Aposteln entlang über dem Alpsee hinweg Richtung Forggensee hinaus. Locker schafften wir den Weg bis Schwangau hinaus und spiralten noch über unserem Ziel, der Tankstelle. Nach der Landung beim Parkplatz folgte der Lohn in Form einer Butterbrezn und einem Kaffee. Glücklich und zufrieden traten wir due Fahrt nach Pflach an um das zweite Auto zu holen. Nachdem ich zu Hause war kam auch Dundee auf seine Kosten, denn wir wanderten zum malerische Weidensee und legten eine abkühlende Plantschrunde ein. Dundee ruderte nach Art "Bayerisches Flusspferd" durch den See und war sichtlich happy. Nun steht uns noch ein schöner Montag bevor ehe wieder ein Höhentief aus Osten uns das Fliegerleben schwer machen wird. Natürlich wünsche ich Euch allen einen ruhigen Start in die neue Arbeitswoche!!!

02/07/2018 - 05/07/2018 Eine Woche die schön sonnig startete, aber am Montag wurde schon mal in der Arbeit alles ziemlich stressig wie auch chaotisch und so lief es auf eine reine Dundee Aktion hinaus. Bei Wengen im tiefsten Allgäu stiegen wir am kleinen Skilift malerisch in den Almwiesen empor. Der Blick über den kleinen Ort und später in die Allgäuer Berge der verdiente Lohn. Dundee turnte und wälzte sich nach Herzenslust durch die Wiesen und hatte seinen Spaß! Das Motto "Hauptsache was gemacht" kam wieder einmal voll zum tragen. Am Dienstag war mein Zeitmanagement schon etwas besser und ich marschierte an einem meiner Skilifthänge flotten Schrittes dem Startplatz zwischen den Gewittern entgegen. Die Stimmung aus Wolken und Sonne regelrecht mystisch und so erreichte ich bei passendem Wind meine Auslegestelle. Es war "Gradiententime" und schon war ich nach zwei Schritten mit meinem Denali in der Luft und genoss einen herrlich ruhigen Flug. Mit viel Höhe gleitete ich über den Parkplatz und das Firmenauto sah nach Lego unter mir aus. Noch ein paar Kreise und ich landete sanft. Mit Dundee fuhr ich dann über Wildpoldsried zur Burgruine Wagegg https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Wagegg und wir stiegen über den aussichtsreichen Kamm gut 250 Höhenmeter auf. Ein riesiger Findling leitete einen extrem steilen Waldanstieg ein, ehe wir den Gratverlauf erreichten und eine schöne Aussicht genießen konnten. Im Abstieg ging es über die Reste der Burg, die traurigerweise in den 60er Jahren endgültig abgebrochen wurde, warum auch immer. Ein imposanter Torbogen steht allerdings noch und auch darüber, beim alten Rest des ehemaligen Bergfriedes hatten wir einen imposanten Blick in die Allgäuer Berge. Unter Nagelfluhwänden hindurch stiegen wir weiter ab und beendeten die Runde am Parkplatz. Am Mittwoch wurde es wesentlich schneller düster und Gewitter bauten sich auf. Mit viel Glück konnte ich aber dennoch ein farbenfrohes walk and fly abgreifen. Der Wind stand schon gehörig aus West an und so war der Startplatz schnell überhöht. Es folgte ein genialer Flug über das moorige Tal mit weiten Blick in die Ammergauer Berge. Problemlos setzte ich unmittelbar beim Auto sanft zur Landung an und fuhr gleich Heim zu Dundee. Das Wetter wurde am Abend immer besser und so stiegen wir, wie so oft, auf unseren Hausberg Wendelin. Sattes Grün, lichtdurchflutete Wälder, schlicht ein Traum. Dundee natürlich im Dauerwälzelmodus, so dass für uns beide diese Runde ein schöner Ausklang war. Der Donnerstag brachte laufend Gewitter bei schwülen Temperaturen. Zumindest bei einer trockenen Phase stieg ich am Südosthang vom Schnalz an. Doch schon am Parkplatz wehte ein ordentlicher Westwind, obwohl die Prognose SO versprach und der Blomberg einen momentan Wert von 8Km/h hatte. Komisch dachte ich und stieg dennoch in den Almwiesen zum weit sichtbaren Gipfelkreuz hinauf. Im Liegestuhl machte ich es mir gemütlich und beobachtete den Wind. Böen mit gut 40 Km/h fegten über den Startbereich und das auch noch seitlich. Nach einer Weile, ich hatte es ja gemütlich, stieg ich wieder ab und fuhr gleich weiter zu Dundee. Dann verschlug es uns weiter westlich nach Schrattenbach https://www.schrattenbachflieger.de/, wo sich doch glatt ein präfrontales Fenster öffnete. Problemlos stiegen wir über den Fahrweg zur Allgäuer Souringkante an. Der Blick reichte über Kempten bis zu den Vorbergen. Nördlich Sonne, südlich die nächste Unwetterfront. Der Wind stand satt mit knapp 25Km/h an. Der Start war ein leichtes und schon ging es nach oben. Nach der ersten Überhöhung machte ich mich ans soaren, was problemlos gelang. Selbst 200m weiter draußen immer noch Aufwind. Genial gleitete ich über den mich beobachteten Dundee hin und her. Nur mit nachhelfen ging es bergab, so dass ich gleich hinter Dundee soft landete. Nach dem zusammenlegen bestiegen wir nochmals die Kante über eine andere Route, so dass Dundee auch voll und ganz auf seine Kosten kam. Nun steht uns noch ein durchwachsener Freitag bevor ehe sich endlich am Samstag das Wetter beruhigt und vor allem am Sonntag richtig sommerlich einschlägt. Wie es auch kommt, ich wünsche Euch allen ein schönes und ereignisreiches Wochenende!!!

29/06/2018 - 01/07/2018 Am Freitag war das Wetter schon im Zuge der Besserung und so konnte ich mit Dundee problemlos auf unseren lieblichen Schmauzenberg bei Rottenbuch über die SW Route marschieren. Keine Menschenseele weit und breit, so dass wir ganz für uns alleine den herrlichen Vorgipfel hatten. Eine gemütliche Brotzeit beim selbst gebauten Bankerl natürlich inbegriffen und schon stiegen wir mit Blick auf die Alpen über den Anstiegsweg wieder ab. Am Samstag machte ich mich frühmorgens auf in den Westen der Allgäuer Voralpen. Ziel war ein knackiger NO Startplatz, aber zuvor mußten 800 Höhenmeter abgerackert werden. Bei fantastischen Wetter, Sonne satt und grünen Almwiesen schraubte ich mich innerhalb einer Stunde auf den Gipfel hinauf. Ein grandioses Panorama erwartete mich und als Bonus bekam ich eine Jungtierherde. Vom Tal aus sah die Gipfelwiese leer aus und die Tiere mußten wohl während meines Aufstieges hinein getrieben worden sein. Zuerst dachte ich mir nichts, aber die Situation eskalierte zusehends da mich die gut 50 Kühe anfingen zu jagen als ich den Gleitschirm auslegte. Irgendwie wollten sie meine Ausrüstung anknabbern....ohne Worte! Selbst untereinander bekämpften sie sich und bockten auf. Ein Gerangel wie ich es noch nie gesehen hatte. Ich ließ mich verfolgen, stieg über den Zaun, schlich nicht sichtbar unter den Tieren hindurch und legte meinen Flügel nochmals aus. Als sie mich sahen rannten sie wie die Stiere in Pamplona auf mich zu und ich mußte die Flucht ergreifen. Fünfmal zog ich die Nummer durch und zuletzt startete ich einen verzweifelten Versuch und lief mitten durch mehrere Kühe mit dem Schirm hindurch. Die waren so mit sich selbst und dem untereinander raufen beschäftigt dass sie gar nicht erschraken und ich endlich abheben konnte. Oh Mann, was für eine gestörte Nummer! Der Flug dann über die Nagelfluhfelsen wieder einmal genial. Nach ein paar Souring einlagen flog ich über das schöne Tal mit Seeblick auf Immenstadt hinaus und drehte zufrieden meine Runden. Soft landete ich unmittelbar am Auto und fuhr zufrieden Heim. Im Anschluß ging's dann gleich mit Dundee zum Weidensee, denn die Temperaturen um die 30° machten dies dringend notwendig und so stürzten wir uns, nach dem malerischen Anmarschweg, sofort in das kühle Nass. Dundee schwamm mit mir durch den ganzen See und hatte seinen Spaß. Am Sonntag war dann Fly Hard VIII Olli mit am Start und wir fuhren gemeinsam in's tiefste Allgäu. Wieder standen satte 850 Höhenmeter vor uns, wobei der untere Teil auf einem geteerten Almweg von statten ging. Sauheiß, sausteil, einfach eine Frechheit, aber wir rasten wie die bekloppten den Weg empor und erreichten somit bald einen normalen Weg. Über eine weitere Alm kamen wir an den Gipfelaufbau heran und fegten auch diesen noch in herrlichsten Almgelände empor. Wie am Vortag in einer Stunde am Gipfel, geht's noch? Das Gipfelpanorama eine Augenweide, dazu passender Wind und Platz für zwei Schirme und das obwohl ich den Berg nur von Skitouren her kannte. Schnell legten wir unsere Flügel aus und bereiteten uns auf den Start vor. Ich zog auf und war nach einem Schritt in der Luft, gefolgt von Olli der unmittelbar nach mir startete. Es folgte ein sensationeller Flug über die Allgäuer Berglandschaft des Oberstdorfer Talkessels. Die Bedingungen soft, wie auch ruhig und der Vorbau mit der Alm war Höhentechnisch nicht das geringste Problem. Genußvoll flogen wir Richtung Parkplatz und landeten zufrieden unmittelbar beim Auto. Danach ging's wieder schnell nach Hause, denn Dundee wartete schon und schon befanden wir uns auf dem Anstieg zum Wendelin. Ideal bei der Hitze für Dundee, denn meist schattig und immer mal ein Wasserlauf. Zusätzlich zeigten sich Unmengen an farbenfrohen Schmetterlingen, was die Bilder nochmals glanzvoll auffrischte. Dundee kugelte sich in den Gipfelwiesen und war einfach happy. Nach so viel fantastischen Abenteuern kann die neue Woche kommen und die sieht ebenfalls sonnig, wie auch hitzig aus. Mal sehen was wir da so alles anstellen können. Irgendwas geht immer und somit wünsche ich Euch allen einen ruhigen Start in die neue Arbeitswoche!!!

25/06/2018 - 28/06/2018 Ein Wochenstart nach Wunsch, auch wenn es am Morgen noch regnete, konnte ich nach der Arbeit am Skilifthang eine walk and fly Aktion abgreifen. Die Wiesen noch nass, aber der Start war problemlos möglich und schon gleitete ich mit Blick auf die Füssener Seenplatte Richtung Tal. Nach einer soften Landung fuhr ich gleich Heim und rückte mit Dundee zum Wendelin aus. Wie üblich machten wo unsere Überschreitung und kugelten, bei deutlich mehr Sonne, am Gipfel in den Wiesen herum. Am Dienstag schaute es schon wieder wesentlich sonniger aus. Grund genug auch bei weniger Zeit noch ein kleines walk and fly im Voralpenbereich abzuziehen. Der Aufstieg schön sonnig in satt grünen Wiesen und belohnt am Startplatz von einem herrlichen Panorama. Leider auch bestraft....mit Rückenwind....ächz! Egal, ich legte aus und wartete einen halbwegs passablen Moment ab. Zwei, dreimal musste ich noch mal antippen ehe ich endlich in die Luft kam, doch dann passte es. Der Stadl kam bedrohlich nah und ich plante schon das abdrehen ein, doch es hob mich nochmals deutlich an und so konnte ich in das darunter liegende Tal gleiten. Wenig später landete ich sanft und packte schnell zusammen. Dann gleich Heim zu Dundee und ab zum Roten Kreuz, wo wir über den schönen Steinwandweg zum Gipfelhütterl marschierten. Am Mittwoch kam aus dem Osten der Wetterwechsel und nur mit viel Glück gelang mir noch ein Last Minute walk and fly am Skilifthang. Ein bunter Anstieg, satter Wind aus No und somit nach dem Start eine sofortige Überhöhung, genau wie man es sich wünscht. Nach ein paar Souringrunden landete ich soft am Auto und fuhr nach Hause. Der Donnerstag war dann wie vorhergesagt, recht regnerisch. Wie dem auch sei, mit Bube Dundee geht immer was und so marschierten wir in ziemlich nasser Stimmung auf unseren Weichberg mit seiner lieblichen Kapelle. Durch den Wald waren wir etwas geschützt und gingen nicht komplett unter. Hauptsache was gemacht und bald waren wir wieder am Auto. Nun folgt noch ein durchwachsener Freitag, aber das Wochenende schaut schon wieder deutlich besser und vor allem sonniger aus. Somit wünsche ich Euch allen ein schönes Wochenende mit vielen erlebnisreichen Abenteuern!!!

22/06/2018 - 24/06/2018 Das Wochenende geht mal in die Geschichte ein, aber mal alles der Reihe nach. Am Freitag tobte ordentlich der Wind und so fuhr ich nach der Arbeit gleich Heim, packte Dundee ein und weiter ging's nach Marktoberdorf zum Gas tanken. Gleich hinter dem Ort liegt ein etwas kleineres Dorf mit dem Namen Ruderatshofen. Dahinter baut sich mit gut 200 Höhenmeter ein Kamm auf der Richtung Kaufbeuren zieht. Auf dem höchsten Punkt steht die Bergmangalpe und da wir hier noch nie antraten gingen wir es gleich an. Am alten Wehr parkten wir und wäre es etwas wärmer würden wir gleich eine Plantscheinlage einlegen, aber so marschierten wir gleich weiter. Natürlich weglos über die SW Flanke und nicht der Straße folgend. Das ärgste Hindernis war dann die zweigleisige Bahnstrecke, ehe wir in den dichten Wäldern verschwanden. Herrlich einsam durch die duftenden Bäume machten wir schnell Höhe. Immer wieder wurde der Blick zu den Alpen frei. Zuletzt erreichten wir den Kamm und folgten diesem zum höchsten Punkt wo ein Sendemast steht. Davor liegt die urige, bewirtschaftete Alpe, die wir umrundeten und uns ein aussichtsreiches Brotzeitplatzerl suchten. Danach stiegen wir über den selben Weg ab und freute uns was neues gesehen zu haben. Dann kam der Samstag, wo ich die Tage zuvor schon die Prognosen verfolgte. Diese blieben gleich von schwachen Winden am Morgen bis zu Hammerthermiken und starken Talwind im Tagesverlauf. Zu dieser Jahreszeit einen Hochgipfel mit Schirm anzugehen war schon waghalsig, aber die 2852m Feuerspitze im Lechtal war schon lange ein Ziel und ich spekulierte auf Restschnee am Gipfel der das Starten möglich machen würde.Später im Jahr wohl nur noch eine Geröllhalde. Allerdings ein Sw/S/So Startplatz und die Werte sprachen fast nur von Nordwind. Dazu kommt ein Flugweg von 14Km, um die 1850Höhenmeter Flug und ein 2585m hohes Joch das überflogen werden muss. Somit nur 250Höhenmeter nach dem Start und ab nach Norden aus oder in's Lee....wie man es grade bekommt. Nur ganz früh am Morgen so gegen 7 Uhr, bei schwächsten Wind möglich. Die Zeichen wäre klar, nach drei Jahren Pause war es wieder soweit, ein FLY HARD stand an, nun schon Teil VIII der ultimativen Serie. Mit dabei Olli, der sich zuerst nicht ganz so klar war auf was er sich da einließ, aber Er war dabei. Treffpunkt war um 2.30 Uhr an der Buchenbergbahn, also schon mal eine Ansage. Ungewöhnlich fit fuhren wir mit zwei Autos in's Lechtal. Den einen parkten wir an der Flugschule in Bach und mit meinen ging's weiter nach Kaisers, dem Ausgangspunkt der Tour. Mit Stirnlampen tigerten wir im dunkeln zur Kaisertalalm empor, wo es bereits langsam hell wurde. Um uns herum allesamt stolze Felsbastionen aus Lechtalkalk. Es dauerte bis sich die ganz hohen Gipfel zeigten und vor allem die formvollendete Vorderseespitze (zweimal bereits vor Jahren bestiegen) dominierte das Blickfeld. Zuletzt zeigte sich dann endlich die Holzgauer Wetterspitze und die Feuerspitze, was auf einen noch weiten Anstieg hinwies. Allerdings gingen wir ein rasantes Tempo, während ich Olli immer wieder Horrorszenarien erzählte, so dass es Ihm immer mulmiger wurde (Ha! Ha!). Es lag noch etwas Altschnee, aber nicht allzu viel und so war ich mir auch nicht sicher ob ein Start im Geröll da oben überhaupt machbar wäre. Über zwei Karböden erreichten wir unsere Abzweigung oder besser gesagt wir verließen den markierten Weg und folgten der weglosen Skitourenroute. Zum Glück war das Gestein durch die kalte Nacht "verbacken" und es ließ sich besser darauf ansteigen. Olli hatte einiges zu tun um in diesem Gelände voran zu kommen, was Ihm fluchend gelang. Zum Ausstieg der Rinne hin wurde es immer steiler und einige, brüchige I+ Stellen führten uns auf das Südseite Plateau der Feuerspitze. Das Panorama erschlug uns förmlich und endlich bekamen wir Sonnenstrahlen ab. Der Blick zum Gipfel war dann weniger erbaulich, nur Steine und kein Schnee. Egal, wir kämpften uns den Schlusshang zum kleinen Gipfelkreuz hinauf und standen um 6.50 Uhr auf dem höchsten Punkt. Nach 2 3/4 Stunden die gut 1300 Höhenmeter gepackt. Der Wind hatte schon Tendenzen auf Nord zu drehen, aber zwischendurch bekamen wir doch SW Strömungen. Zunächst genossen wir aber die geniale Morgenstimmung und das sensationelle Panorama. Der kleine Gletscher an der Vorderseespitze blitzte herüber und auch unter uns, unterhalb der nahezu senkrechten Nordostwand lag der schmelzende Fallenbachferner, somit eine mehr als alpine Situation. Knapp 20m unter dem Gipfel war ein schmales Band und hier legten wir unsere Schirme mitten in dem flachen Hornsteingestein aus. Alleine schon das Leinen sortieren ein Horror, da sich diese immer wieder einfädeln. Mittendrin dann das Worst-case Szenario in Form einer Rückenwindböe. Lee und Schirme verwurschtelt, wieder sortieren. Olli behielt die Nerven und legte sich seine Flügel erneut zurecht. Anlaufen im steilen Felsgelände ist nicht ihn Risiko, doch in einem guten Moment wagte Er es. Soft versuchte Olli den Schirm anzuheben und schon verhakelten sich Leinen auf der rechten Außenseite. Sofortiger Abbruch rettet hier das Material und schon wagte ich einen Versuch. Sanft zog ich meinen Denali an, spürte keinen Widerstand und startete auf Anhieb in das Fly Hard Abenteuer 2018. Sofort bog ich rechts um die Kante und visierte das Joch an, der Schlüssel für das lange Sulztal. Der Übergang gelang und es schaukelte nur ein wenig. Über Fink informierte ich Olli über die Verhältnisse und hoffte Er würde bald folgen. Im kilometerlangen Sulztal kam ich aus dem fotografieren nicht mehr heraus, so atemberaubend war die Umgebung. Felsgipfel an Felsgipfel in diesem engen Tal, der wohl nur so früh am Morgen halbwegs sicher befliegbar war. Dad Tal schien kein Ende zu nehmen, doch die Höhe reichte um den Ausgang in das Lechtal zu überfliegen. Selbst das Stück nach Bach war dann kein Thema mehr und ich landete überglücklich an der Flugschule bei Ollis Auto. Funk und Handy gaben keinen Kontakt zu Olli her, aber 20 Minuten später sah ich seinen Anakis am Himmel auftauchen. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, aber das Leinen sortieren dauert einfach seine Zeit. Wenig später landete Er neben mir und viel mit Tränen in den Augen, durchströmt von Adrenalin, viel Er auf die Knie. Was für ein Abenteuer, was für ein Erlebnis und allen Respekt an Olli das Er die "Eier" hatte diese Aktion mit durch zu ziehen. Es dauerte noch eine Zeit bis wir realisiert hatten was uns da gelungen ist, doch dann führe wir nach Kaisers und holten mein Auto. Danach gab es den mehr als verdienten Landecappuccino und schon führe wir Heim. Das Ganze zu einer Zeit wo sich viele noch im Bett umdrehen! Nachmittags lief ich dann noch mit Dundee die herrliche Tour zum Weidensee, Plantscheinlage inklusive ist doch klar. Am Sonntag stand dann alles auf ausschlafen, aber dann rückte ich mit Dundee dich noch zum Schmauzenberg aus, den wir über unsere extrem einsame Südroute bestiegen. Sonne, Panorama und die vollendete Zufriedenheit durch die Fly Hard Aktion des Vortages rundeten das erfolgreiche Wochenende ab. Nun folgt noch leicht durchwachsenes Wetter, aber ab Dienstag nimmt der Sommer wieder Fahrt auf und es sollte die eine oder andere Tour laufen. Somit wünsche ich Euch allen einen guten Start in die neue Arbeitswoche!!! 

18/06/2018 - 21/06/2018 Der Montag startete schon mal eher düster. Immer wieder tröpfelte es, aber ich erwischte eine halbwegs passable Phase am Hörnle. Es sah zwar meist nach Regen aus, aber ich kam trocken zum Startplatz. Der Wind stand perfekt aus Nw an und nach zwei Schritten war ich in der Luft. Gemütlich flog ich über das unter mir liegende Bad Kohlgrub und blickte hinaus zu den Staffelseen. Einige Kreise gingen sich noch aus und ich landete sanft am Windsack. Nach dem zusammen packen fuhr ich gleich Heim und packte Dundee in's Auto, so dass wir wenig später, bei mittlerweile sonniger Stimmung, durch den schattigen Wald auf den Kienberg marschierten. Der Dienstag punktete mit deutlich mehr Sonne, was mich an meinen neuen Skilifthang trieb. Der Anstieg an der Sommerrodelbahn entlang war gleich absolviert. Oberhalb legte ich im steileren Pistenbereich meinen Denali aus. Wie gestern ein Ruck, zwei Schritte und schon war ich in der Luft. Sofort flog ich in den ersten Bart und schon ging es nach oben. Der Startplatz war gleich überhöht, was mich den Flug doppelt genießen ließ. Spaßeshalber flog ich über den Friedhof und drehte dann wieder Richtung Landeplatz, wo ich sanft unmittelbar beim Auto landete. Danach ging es gleich Heim und mit Dundee weiter zum Bodenlosen See, den es wurde immer heißer. Der Anmarsch durch den schattig kühlen Wald ideal und dann hieß es Plantschtime! Glücklich ruderten wir beide im kühlen Nass umher und freuten uns über den Augenblick. Am Mittwoch ein ähnliches Bild, nur noch heißer. Der Anstieg am altbekannten Skilifthang mehr als schweißtreibend, doch oben angekommen stand der Wind ideal an und so startete ich mit wenigen Schritten in einen genialen Mix aus Wind und Thermik. Schnell überhöht und weit in's Vorland hinaus geflogen, ehe ich zum landen ansetzte. Im Anschluss fuhr ich gleich Heim zu Dundee und wir wanderten zum urigen Korbsee, wo wir riesige Muscheln fanden da er nicht so viel Wasser hat. Am Donnerstag zeichnete sich mit zunehmenden Wind bereits der Wetterwechsel ab, aber es gelang mir an einem Weststartplatz noch ein Last Minute walk and fly ehe es zu stürmisch wurde. Ein bunter Anstieg, passender, wenn auch böiger Wind aus West und schon war ich mit einem Schritt in der Luft. Soaren war kein Thema und der Startplatz war schnell überhöht. Problemlos machte ich mich auf den aussichtsreichen Weg Richtung Landeplatz, wo ich mit viel Kreiserei Höhe abbaute und schließlich aufsetzte. Schnell noch zusammengepackt, Heim gefahren und schon lief ich  mit Dundee über eine längere Route zum herrlichen Weidensee und wir plantschten noch ausgiebig bevor es endgültig schlechter wurde. Nun steht uns ein Temperatursturz in's Haus der sogar in den Hochlagen Neuschnee bringen wird. Der Freitag wird dann eher mittelmäßig und am Samstag schaut es schon wieder besser aus. Nach einem eher düsteren Sonntag kehrt Anfang der neuen Woche der Sommer mit Temperaturen bis 30 Grad wieder zurück. Was soll's, ich wünsche Euch allen ein schönes und vor abwechslungsreiches Wochenende!!!

15/06/2018 - 17/06/2018 Ein Wochenende nach Wunsch und schon Freitag Nachmittag begann die Gradiententime am Hörnle. Herrliches Wetter begleitete mich beim Anstieg zum Startplatz. Die Blicke reichten weit bis zur Zugspitze und bis in das Alpenvorland. Sogar der Wind passte mal wieder und es brauchte nur wenig Schritte um in die Luft zu kommen. Bereits im oberen Bereich wurde es thermisch und schon hatte ich eine satte Überhöhung. Gemütlich kreiste ich weit über Bad Kohlgrub, ehe ich anfing Höhe abzubauen um in den Landebereich zu gelangen. Soft setzte ich am Windsack auf, packte zusammen und fuhr gleich Heim zu Dundee. Bei immer nach heißen Wetter marschierten wir über eine neue Route zum Weidensee. Unzählige Schmetterlinge umringten uns dabei. Klar das wir eine Plantscheinlage im See integrierten. Dundee paddelte wie ein Flusspferd durch das kühle Nass und war sichtlich glücklich. Am Samstag stand dann mal wieder eine offizielle waf Tour an, aber außer Frank traute sich dieses mal die frühe Uhrzeit keiner zu. Klar Treffpunkt 5.00 Uhr an der Buchenbergbahn ist schon eine Ansage. 1300 Höhenmeter im hinteren Lechtal auf die Lärchspitze 2393m, starke Thermik, satter Talwind und bald 30 Grad Hitze aber auch. Gegen 6.20 Uhr tigerten wir los, und das ohne Gnade mit zwei Schritten pro Sekunde rannten wir die Forststrasse in das herrliche Krabachtal hinauf. Sogar Schneereste lagen noch im Talbereich. Es dauerte nicht mal eine Stunde und wir erreichte das Aferehäusl 1619m. Ab hier ging es weglos weitet, dachte ich, aber ein genial angelegter Steig für die Almkühe brachte uns durch traumhaftes Gelände in höhere Gefilde. Sattes Grün, unendlich viele, verschiedenste Blumen bis hin zum Enzian säumten den Weg. Hinzu kam der Blick in die noch etwas weiß dastehenden Lechtaler Felsbastionen um die Schmalzgrubenspitze. Über uns unendliches Wiesengelände wie im Süden der Alpen, ein Gleitschirm Eldorado. In einem Affenzahn erreichten wir den Gipfelkamm wo sich ein grandioses Panorama eröffnete. In unter zwei Stunden hatten wir die 1300 Höhenmeter und knapp 10 Km geknackt. Was für ein einsames Ziel und noch dazu von den alpinen Fliegern komplett unbeachtet, aber wie dem auch sei wir legten unsere Flügel genüsslich aus. Das Ambiente ein Traum und so machte sich Frank als erster an den Start. Es folgten zwei weitere bis Frank in die dritte Dimension abhob. Selbst in den perfekte Wiesen schaffte es Frank einzufädeln. Ich glaube er sollte Lotto spielen! Gleich im Anschluss zog ich auf und flog hinterher. Erste Thermikansätze machten es uns leicht den weiten Flugweg nach Steeg zu meistern. Frank drehte, ganz ungewöhnlich für Ihn, sogar mehrmals ein. Um uns herum ein grandioses Bergszenario und vor allem der urige Pimig fiel besonders auf. Nach einer guten halben Stunde Flug setzten wir auf einer abgemähten Wiese vor Steeg auf und fielen uns zufrieden in die Arme. Eine fantastische Tour ging zu Ende und wir feierten die erfolgreiche Aktion noch bei einem Cappuccino. Happy fuhren wir wieder Heim und ich hatte alle Zeit der Welt noch mit Dundee auszurücken. Da es wieder drückend schwül wurde ging ich mit Dundee wieder mal zum Geldloch, unserer kleinen Höhle beim Roten Kreuz. In der kühlen Schlucht war es deutlich angenehmer und in einer Gumpe plantschten wir auch noch eine Runde. Über die Höhle kraxelten wir noch auf den darüber liegenden Kamm und schlossen so die aussichtsreiche Runde. Am Sonntag stand der Wetterwechsel an, aber es hielt sich noch einige Zeit das positive Wetter und so fand ich mich mit Dundee an einem unserer Skilifthänge. Der Wind blies ordentlich als wir den Hang hinauf liefen. Ich legte gleich aus als wir am obersten Liftmasten ankamen und startete unmittelbar. Der Aufwind war so stark das ich vor Dundee entlang soaren konnte und relativ lang in der Luft blieb ehe ich beim Auto landete. Dann lief ich schnell zu Dundee hinauf und wir verlängerten die Tour noch um eine lange Waldrunde. Dundee kam aus dem Dauerwälzeln nicht mehr heraus und gatte seinen Spaß. Am Auto zurück legte ich noch den Schirm zusammen und es ging zurück nach Hause, was ich mir allerdings sparen hätte können, denn das Deutschlandspiel war es nicht wert. Die nächsten Tage schauen insgesamt auch nicht so schlecht aus und erst am Donnerstag sollte wieder eine Kaltfront zuschlagen. Egal wie es auch kommt, ich wünsche Euch einen geruhsamen Start in die neue Arbeitswoche!!!

11/06/2018 - 14/06/2018 Die Woche begann sonnig, aber auch wieder mit der Tendenz zum Überentwickeln. Grund genug in sicherer Distanz am Alpenrand ein geschmeidiges walk and fly durchzuziehen. Der Aufstieg in der Hitze wieder mal Schweiß treibend. Die Belohnung passender Wind am Gipfelkreuz und so war es ein leichtes zügig abzuheben. Soft gleitete ich über die sanft geneigten Almwiesen hinab, dabei ständig mit Blick auf den gewaltigen Alpenhauptkamm verwöhnt, um dann soft beim Auto zu landen. Dann natürlich gleich flott zu Dundee um in der einbrechenden Gewitterstimmung noch über das Rote Kreuz zu touren. Am Dienstag das gleiche Bild, denn schon früh zog es aus Nw deutlich zu und wieder mal mit viel Massel konnte ich am Skilifthang ein walk and fly abgreifen. Mitten drin ein winziges Sonnenfenster, samt passendem Wind und so störten auch die Kühe im Startbereich nicht, denn ich war nach zwei Schritten bereits in der Luft und flog gemütlich über die Alm in den Landebereich hinab. Es dauerte nicht lange und es begann zu regnen. Mit Dundee wurde es dann logischerweise nass, aber das machte bei der spannenden Tour auf den Burgberg von Burggen auch nichts aus. Der Mittwoch war dann der absolute Tiefpunkt, denn es schüttete den ganzen Tag ohne Unterlass. Die Tour mit Dundee auf den Weichberg wurde dann auch dementsprechend Nass und so waren wir um die kleine Gipfelkapelle recht dankbar. Nach einer kurzen Trockenphase liefen wir wieder hinab und flüchteten nach Hause. Am Donnerstag sah es schon wieder besser aus und so wagte ich mich an einen neuen Skilifthang den ich bisher nicht beflogen hatte, aber von den Skitouren her kannte. Der Aufstieg am Lamagehege vorbei zur Sommerrodelbahn war landschaftlich abwechslungsreich und bot bereits schöne Blicke auf den malerischen Talort. Im oberen Bereich suchte ich mir meinen Startplatz, da hier die Wiesen optimal geneigt waren. In einem Zug war mein Denali in der Luft und ich gleitete entspannt über das Skigebiet hinaus. Der Ostwind tat sein übriges das es fantastisch trug. Problemlos erreichte ich die geplante Landewiesen und freute mich über den Flug, wie auch das neu erkundete Fluggelände, das sich für Tage mit wenig Zeit besonders empfiehlt. Im Anschluß packte ich noch mit Dundee unseren feinen Wendelin und so war auch mein Bube zufrieden. Das nun folgende Wochenende macht gar keinen schlechten Eindruck. Freitag und Samstag scheinen geniale tage zu werden und zumindest der Sonntag Vormittag soll auch noch halten ehe am Nachmittag der Wetterwechsel herein bricht. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein schönes, sonniges Fußballwochenende!!!

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© Norbert Hofmann